Gemecker aus der taz

Die Konkret wird 50 und taz - Autor Stefan Reinecke kommentiert dieses (auf den ersten Blick nicht sonderlich spannende) Ereignis in der aktuellen Wochenendausgabe der ‘tageszeitung‘. Wer sich darunter allerdings ein hastig dahingetipptes Gratulationsblabla unter Genossen vorstellt,  irrt sich gewaltig.

Der Tazler nimmt den Geburtstag zum Anlass, seinen Lesern zu erklären, was die ‘Konkret’ eigentlich genau ist, und warum sie gelesen wird: Ein “Gewissensblatt” mit “immer gleichen Botschaften” nämlich. Obwohl diese Einschätzung aus Richtung taz nicht besonders überraschend kommt, gibt es in dem Artikel auch Neues zu lernen:

  • Konkretleser wollen nichts Zeitgemäßes in ihrer Zeitung, sondern nur an die Botschaft erinnert werden.
  • Das Politmagazin ist nicht so lustig wie die ‘Titanic‘.
  • Gremliza hat etwas Deutsches an sich.
  • Die Konkret ist das Zentralorgan einer antideutschen Sekte.

Das sind die schockierenden Erkenntnisse, die es jetzt erstmal zu verarbeiten gilt. Zum Glück lässt uns Herr Reineke in dieser dunklen Stunde aber nicht ganz allein mit unseren Sorgen. In Wirklichkeit sind nämlich auch die schrecklichsten antideutschen Sektierer nur traurigen Menschen wie Du und ich: “Wahrscheinlich steckt hinter dieser Pose die enttäuschte Liebe von Volkspädagogen, auf die nie jemand hören will.

Diesen Satz ausgerechnet in der ‘taz‘ zu lesen, ist echt so dermaßen weit vorne, dass es mir schier die Sprache verschlägt. Vielleicht haben sie ja recht und über die Qualität eines politischen Magazins ist tatsächlich erst nach dem offiziellen Witzigkeitsvergleich mit der ‘Titanic’ zu urteilen. In diesem Fall müsste ich zähneknirschend gestehen, dass die ‘taz’ gerade uneinholbar in Führung gegangen ist.

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