I guess I do believe the hype

Gleich vorweg: Ich habe diverse nachdrückliche Empfehlungen guter Freunde einfach ignoriert und mir Mark Danielewskis ‘Das Haus – House of Leaves‘ erst von der Werbemaschinerie schmackhaft machen lassen. Ich bin ein schlechter Mensch!

Es gibt da eine unheimliche Geschichte um ein Haus mit einem Geheimnis. Neue Räume tauchen auf, man kann sich drin verlaufen und so weiter. Ich weiß ehrlich gesagt nicht genau, worum es in der Geschichte geht, aber wenn man sich die “Pressestimmen” im offiziellen Werbeblog ansieht, scheint das auch gar nicht so wichtig zu sein. “Postmodern” ist es jedenfalls – mit einem crazy Layout, wie es in diesem Video zu bewundern ist. Dieser “erste große Roman des einundzwanzigsten Jahrhunderts” ist “in den USA längst Kult” – ein “Meisterwerk“, für das “kein Superlativ zu hoch gegriffen” ist. So sieht’s aus.

Wahrscheinlich hätte ich spätestens jetzt genervt abgeschaltet, wenn nicht bei Jakob zu lesen wäre, dass hinter Struktur und Layout der Geschichte mehr steckt, als ein Köder für angehende Postmodernisten. Die Leseprobe liegt jetzt jedenfalls auf meinem Desktop, womit der erste Teil meiner Geschichte auch schon vorbei wäre.

2 Kommentare zu “I guess I do believe the hype”

  1. Jakob
    November 7th, 2007 13:40
    1

    Ich weiß nicht mal, ob ich auf meinem blog wirklich gute Werbung für das Buch mache, denn mein Spontanhirngestöber ist wahrscheinlich noch sehr viel postmodernistisch-köderiger als Danielewskis Buch.
    Die Lektüre lohnt sich jedenfalls, selbst, wenn man zu dem Schluss kommt, dass das alles Geschwurbel ist, bleibt immer noch ein ziemlich spannender Roman!

  2. Paule
    November 7th, 2007 14:07
    2

    Nein, als Werbung hatte ich Deine “Assoziationen” auch nicht gelesen. Es waren aber trotzdem deine Gedanken zum Labyrinth in der Textform, derentwegen ich mir das Buch überhaupt genauer ansehen will. Köder sind ja nichts schlechtes, solange sie sich nicht doch als Mogelpackung entpuppen.

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