Kopier dir die Welt - widde widde wie …
Nicht wirklich brandaktuell, mir aber heute [via bad blog] wieder untergekommen, sind Buch und Kurzfilm mit dem Titel NO COPY. Gerade beim Film wird der durchschnittliche Filesharing-Zombie wahrscheinlich ziemlich elektrisiert aus der Wäsche gucken: Eben noch verzweifelter Bettler nach mehr Bandbreite, ist er plötzlich mitten im Krieg gegen die bösen Konzerne und hat ihn dann auch gleich schon wieder gewonnen.
Aber sei’s drum! Sympathisch sind sie mir ja irgendwie trotzdem - die Datenpiraten und ihre etwas selbstverliebte Geschichtsschreibung. Schade nur, dass man das Buch nicht raubkopieren kann, weil eh schon “Creative Commons” draufsteht.



December 6th, 2007 13:19
Ich fand das Buch wenig überzeugend, “etwas selbstverliebt” ist sehr vorsichtig ausgedrückt. Oona hat es als “verkürzte Copyrightkritik” besprochen: http://www.scrupeda.net/wordpress/2006/03/21/verkurzte-copyrightkritik
Selbst schrieb ich dies um das Thema herum, was vielleicht erklärt, warum mir diese Abfeierei eher überflüssig erscheint: http://www.classless.org/2005/09/06/was-du-nicht-weist-bringt-dich-um/
December 6th, 2007 18:39
Ich habe eure Texte mal in die Bookmarks geschoben und werde sie nach dem Kongress in Ruhe lesen. Das Buch habe ich mir als subjektive Geschichtsschreibung zur Unterhaltung angetan und mich dabei durchaus amüsiert. Um sich der Filesharing-”Szene” und ihrem abstrusen Selbstverständnis zu nähern, lohnt es allemal, auch wenn es mit ihrer Analyse nicht weit her ist. Als frei von ironischen Untertönen sollte mein Hinweis aber auch gar nicht verstanden werden.