Es geht um Israel.

Die Veranstaltungshinweise nehmen hier zur Zeit unangenehm viel Raum ein und nach diesem hier werde ich daran auch ganz sicher etwas ändern. Ich verbreite mal wieder nur einen fremden Ankündigungstext - mehr steht beim Bündnis gegen Appeasement:

Konferenz gegen Appeasement und Kollaboration
am 25. und 26. Januar 2008 in Berlin

„Amerikas Lügen” titelte im Dezember 2007 die „Zeit” als Reaktion auf die Veröffentlichung der jüngsten National Intelligence Estimate, der Einschätzung der US-Geheimdienste zum Stand des iranischen Atomprogramms. Stoßen normalerweise alle Aktivitäten der amerikanischen Nachrichtendienste auf vollkommenes Misstrauen, kam dieser Bericht der deutschen Öffentlichkeit gerade recht. Was in den USA Gegenstand einer erbitterten politischen Auseinandersetzung um die richtige Strategie im Umgang mit dem Regime der Mullahs ist, ist in Deutschland schon weitgehend entschieden: Nicht der Iran ist die zurzeit weltweit größte Bedrohung, sondern die „unberechenbare” und unilaterale US-Politik. Dabei sagt der Bericht der Geheimdienste lediglich aus, dass - „mit mäßiger Gewissheit” – davon auszugehen sei, dass derzeit im Iran keine Atomwaffen gebaut werden würden. Der gleiche Bericht bestreitet keineswegs, dass das iranische Regime zurzeit fieberhaft an den technischen Voraussetzungen für ein Atomwaffenprogramm arbeitet: an der Urananreicherung und der Entwicklung geeigneter Interkontinentalraketen.

Diese Tatsachen sind seit 2002 bekannt. Die Zeit, die der Iran bis zur Herstellung der Atombombe braucht, verringert sich dramatisch: in frühestens einem, spätestens drei Jahren ist es angesichts der technologischen Fortschritte so weit. Während die Europäer sich bereits auf eine Politik des Appeasements gegenüber dem Iran festgelegt und wirksame Sanktionen und militärische Drohungen ausgeschlossen haben, deutet der jüngste Geheimdienstbericht möglicherweise einen höchst beunruhigenden Kurswechsel in der US-Außenpolitik im Kontext der bevorstehenden Präsidentschaftswahlen an. Gerade jetzt, wo die Solidarität mit Israel nötiger ist denn je, wächst die Gefahr, dass der jüdische Staat angesichts der ungehindert näher rückenden iranischen Bombe im Stich gelassen wird.

Das Streben nach der Atombombe gehört zur Entschlossenheit des Iran, sich an die Spitze des djihadistischen Weltkrieges zu stellen, der längst begonnen hat. Seine Opfer sind vorläufig überwiegend Menschen, die sich selber als Moslems begreifen und in Darfur, im Irak, in Afghanistan und anderswo für die Herrschaft des wahren Islam hingemetzelt werden. Auch im Iran gilt das Konzept der permanenten Mobilmachung gegen den inneren wie äußeren Feind. Keine Verfolgungsmaßnahme, sei es gegen Homosexuelle oder gegen sündhafte Frauen, kommt ohne den Hinweis aus, dass die Opfer im Bunde mit dem „zionistischen” Weltfeind” stünden. Die permanente Verfolgung im Inneren ist nicht zu trennen vom antisemitischen Krieg gegen Israel und die Juden, der wahnhaft auch nur bis zum Ende, das heißt bis zur angestrebten Vernichtung des jüdischen Staates geführt werden kann. So wird Israel durch ein unberechenbares Schwanken zwischen zermürbendem Kleinkrieg, zerstörerischen Offensiven und dem Griff nach der Wunderwaffe bedroht.

Unterdessen verhandelt Europa über eine „friedliche Lösung” im „Atomstreit”, bescheinigt dem Iran „rationale Interessen” und bemüht sich um den kulturellen Dialog mit dem „gedemütigten” Islam. Appeasement, Faszination und Kollaboration sabotieren nicht nur jeden effektiven Schritt gegen das iranische Regime und die von ihm gesponserten Rackets der Vernichtung, sondern treiben die antisemitische Raserei immer weiter an. Auch hierzulande bedient die permanente islamische Revolution durch ihre ideologische Ausstrahlung ein gesellschaftliches Bedürfnis: sei es durch die unmittelbare Bewunderung des blutrünstigen Aufstands gegen Zivilisation und “Weltjudentum” oder durch die eher vermittelte Zustimmung, die den selbst angeheizten iranischen Krieg und die Gegenwehr durch Israel und die USA nutzt, um die eigene Identität als „Friedensmacht” immer radikaler auf dem eigenen Antizionismus und Antiamerikanismus zu gründen. Was auch kommen mag, nichts wird so sehr verdammt, wie die Intervention für die existentiell Bedrohten, für Israel und gegen die Durchsetzung offen barbarischer Verhältnisse.

Konferenz gegen Appeasement und Kollaboration am 25. und 26. Januar 2008 in Berlin im Kinosaal der Humboldt-Universität

(… ich werde übrigens auch da sein.)

3 Kommentare zu “Es geht um Israel.”

  1. robert bass
    December 28th, 2007 15:49
    1

    vorab01: pardon my german.
    vorab02: es ist ziemlich lächerlich immer wieder diejenigen die wir nicht mögen mit den nazis zu vergleichen.

    der atomwaffensperrvertrag sagt das

    1) staten die atomwaffen haben abrüsten sollen.

    indien, israel, pakistan und nordkorea haben nicht unterschrieben, aber die usa, russland, frankreich, großbritannien und china fallen in diese kategorie und haben nicht wortgehalten. sollen wir jetzt frankreich verwüsten a la iraq?

    2) staten die keine haben keine bauen sollen.

    das hat deutschland nicht gemacht und iran auch nicht.

    3) das es einem staat zusteht ein ziviles atomprogramm zu haben. einem staat diesem recht zu verweigern ist ein verstoß gegen den atomwaffensperrvertrag.

    weder deutschland noch iran verstößt gegen einer dieser regeln. die usa gegen 1 und 3.

    wofür wollen wir iran wirklich bestraffen?

    dafür das sie meinen das 60% shiitische stimmen in iraq eine demokratische mehrheit sind?
    dafür das gegen menschenrechte verstossen werden?
    dafür das es uns immer wieder darauf hinweist das (frei nach eqbal ahmad) israels fundamentaler widerspruch von anfang an darin bestand, dass es als symbol der leidenden menschheit gegründet wurde … auf kosten eines anderen volkes, das frei von schuld war.

    wofür wollen wir iran wirklich mit “nation destruction” bestraffen?

    wieso wollen wir flüghäfen, bahnlinien, autobahnen, brücken, elekrizitätsversorgung, fabriken, häfen, öffentliche gebäuden, krankenhäuser und die häuser politischer führer bombardieren, sowie es in iraq passiert ist?

    wieso wollen wir einen staat in schut und asche legen und tot, verstümmelung, krankheit, arbeitslosigkeit, armut, hunger, flüchtlinge, gesetzlosigkeit, vergewaltigungen und unermessliges leiden verursachen, so wie es in iraq passiert ist?

    sollten wir uns nicht erst mal beruhigen und ein wenig nachdenken?

    p.s. bitte glauben sie mir kein wort und verifizieren sie alles was ich sage!!!!!!

  2. Jasper
    December 31st, 2007 13:36
    2

    Danke für den Hinweis, werde da sein.

  3. Paule
    December 31st, 2007 15:09
    3

    Hey, cool! Dann kommen wir ja vielleicht doch noch zu dem Kaffee, den es in Frankfurt nicht gab.

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