Gedenken an »Asoziale«

Auch, wenn mir mein übervoller Kalender höchstens Zeit für einen kurzen Besuch lässt, sei dringendst auf eine Veranstaltungsreihe des Arbeitskreises ‘Marginalisierte - gestern und heute!‘ in Berlin hingewiesen (mit der Bitte um Weiterleitung):

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Der Flyer(ersatz)

Verfolgung von „Asozialen“ vor 70 Jahren - Vergessene Opfer und Kontinuitäten?

Die Aktion „Arbeitsscheu Reich“ markiert den Höhepunkt der „Asozialenverfolgung“ im Nationalsozialismus. Seit 1938 drängten die Wohlfahrtsämter die Polizeibehörden geradezu zur Verhaftung von „Asozialen“. An die Stelle der Schikanen und der Vertreibung von Bedürftigen traten ihre Erfassung und Vernichtung. Die Sozialutopie von der endgültigen Beseitigung abweichenden Verhaltens wurde in die Tat umgesetzt.

Die Aktion „Arbeitsscheu Reich“ war dabei das bedeutendste Einzelereignis der NS-Politik gegen „Asoziale“. Nach dem Erlaß vom 26.01.1938 folgten eine Gestapoaktion am 21.04.1938 und eine Kriminalpolizeiaktion am 13.06.1938. Zirka 20.000 „Asoziale“ wurden in die Konzentrationslager eingeliefert. Straftäter, Trinker, Prostituierte und Heimzöglinge galten als „asozial“. Sie trugen den schwarzen Winkel.

Ausstellung; Obdachlose im Nationalsozialismus vom 23.1.08 bis 24.2.08 Haus der Demokratie, Greifswalder Straße 4; 10405 Berlin (nahe Alex Tram M4 Bus (200, 240) „Am Friedrichshain“)

[via Querfront-Info]

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