Kittkritik-Kongress I
Der erste Abend des ‘Deutschlandwunder’ - Kongresses in Bremen ist vorbei und ich nun auf dem Weg ins Bett. Der Auftakt war soweit sehr angenehm - mit einigen bekannten Gesichtern, hervorragendem Wetter und einem angenehmen Veranstaltungsort. Die letzten beiden Punkte könnten sich morgen allerdings noch zu einem unangenehmen Sauerstoffproblem verdichten, falls sich niemand dazu durchringen sollte, die Anweisung der Anwohner des KiOto zu ignorieren und die Fenster zu öffnen. Trotzdem: Es waren noch einige Plätze frei und es könnte sich lohnen, noch kurzfristig nachzukommen.
Inhaltlich ist heute noch nicht ganz viel passiert. Zum Einstieg haben die Veranstalter den kulturindustriellen »Kitt« des neuen Deutschlands und seinen Opferdiskurs in der (gerade noch) aktuellen Generationenkonstellation als theoretischen Ausgangspunkt für die folgenden Tage präsentiert; anschließend hat Tobias Ebbrecht eine allgemeine Einführung über das Bild in der Erinnerungskultur gegeben, die als Grundlage für die kommende Arbeit am Beispiel dienen soll. Beide Vorträge waren noch nicht wirklich spektakulär, aber dennoch sinnvolle Einführungen, die einen erfreulichen Einblick in die konzeptionelle Gestaltung des Kongresses gegeben haben.
Ich ärgere mich ein wenig, meine Kracauer - Lektüre im letzten Jahr voreilig abgebrochen zu haben; Freuds ‘Massenpsychologie und Ich-Analyse‘ einzupacken, war dafür scheinbar eine gute Idee.



May 10th, 2008 09:54
Na, das Programm verspricht ja noch einiges! Wenn der weitere Bericht positiv ausfällt, besorg’ ich mir wohl einfach mal das Buch.
May 15th, 2008 00:07
[...] ich nur meine Begeisterung ausdrücken, so einen Veranstaltungsort wünscht man sich, auch wenn Paule schon richtig auf die nervigen Nachbarn verwieß. Mit der üblichen, aber nicht zu bedauernden, [...]