Kittkritik-Kongress II
Der Kongress ist heute so angenehm fortgesetzt worden, wie er gestern begonnen hat. Die Inhalte werde ich nach dem letzten Tag in einem Abwasch bearbeiten, weil ich langsam aber sicher an meine körperlichen Grenzen komme und dringendst ins Bett muss. Bis dahin nur noch so viel:
Es ist - trotz aller Befremdlichkeit - lustig, über Freuds Massenpsychologie zu diskutieren, während sich vor der Tür eine Völkerwanderung ins Weserstadion ereignet. Beim fröhlichen Pausen-Picknick auf dem Deich gab es auch gleich eine illustrative Polizeiaktion gegen hässliche Nazi-Hooligans und damit bin ich auch ohne ersten Mai noch zum Krawallegucken gekommen. Was eine berittene Polizeieinheit allerdings dazu veranlasst, in unter zwei Metern Abstand an sonnenbadenden Menschen vorbei zu galoppieren, verschließt sich meinem Verständnis.



May 11th, 2008 11:59
Angeblich treten Pferde ja nie, nie, nie auf Menschen, wenn man sie nicht irgendwie dazu zwingt. Halte ich aber ebensosehr für einen Mythos wie die oft widerlegte Aussage “der will nur spielen”.
May 11th, 2008 15:39
Ich weiß es nicht. In diesem speziellen Fall hätte es aber auch gereicht, wenn jemand erschrocken aufspringt und sich selbst dumm vor’s Pferd bewegt. Ich finde es grundsätzlich problematisch, Tiere gegen Menschen einzusetzen (das Gefasel von der besseren Übersicht ändert nichts daran, dass es sich hier um vierbeinige Waffen handelt) - wenn die Reiter dann offensichtlich gerne auf Cowboy oder -girl machen, offen verhaltensgestört sind oder (im günstigsten Fall) nur nicht mit Stresssituationen umgehen können, ist es einfach nur untragbar. Naja.