Fußball

Keine Lieder über die EM - zumindest nicht von mir. Lizas Welt hat eine EM-Kolumne, die man lesen kann, und Riot Propaganda hat bereits gesammelt. Dass mich dieser ganze Dreck nur noch ankotzt, wird vermutlich niemanden überraschen. Erklärungen gibt es keine. Verschwiegen werden soll allerdings nicht, dass es sich hier tatsächlich zum Großteil um eine Geschmacksfrage handelt, die gar nicht unbedingt politisch in Anschlag genommen werden muss. Wer darum allerdings glaubt, sich beim Public Viewing rumtreiben, und sich hinterher schlau von den Ekelfahnen distanzieren zu können, befindet sich im Irrtum.

Nachtrag (via creep): Der unerträgliche Franz Josef Wagner hat gestern ebenfalls Fußball gesehen:

»Zweite Halbzeit. Schnell fällt das 2:0. Dieser Schuss war für mich, wie wenn die Blumen nicht mehr blühen. Es ist die Illusion gestorben, dass wir eine große Mannschaft sind. Wir sind eine Mannschaft von Träumen der Fans.«

9 Kommentare zu “Fußball”

  1. Jasper
    June 13th, 2008 09:03
    1

    Wie gut, das ich zuhause gucke - und schamlos gegen die vaterländische Elf getippt habe, das Ergebnis auf das Tor genau. Ganz ohne Fahnen.

  2. Paule
    June 13th, 2008 09:44
    2

    Stimmt, als Hausgucker kann das funktionieren. ;)

  3. jakob
    June 13th, 2008 22:53
    3

    Ich habe gestern auch irgendwas im TV gesehen. Die mit den weißen haben gegen die mit den roten gewonnen oder so. Oder andersrum. Oder doch nicht. Das war so irgendwann um neun oder zehn rum. Beeindruckend fand ich allerdings die erklärenden Computergrafiken, die übers Spielfeld eingeblendet wurden.
    Ich schätze, ich lerne das Fußballgucken einfach nie …

  4. Laura
    June 15th, 2008 00:48
    4

    sehr ich nicht ein. natürlich kann man zum public viewing gehen und sich von dem, was da abgeht, distanzieren. kommt doch drauf an, warum man dahin geht (um sich den wahnsinn mal anzuschauen, zB), und wie man sich dabei selbst verhält.

    bin vor ein paar tagen auch ein halbes spiel lang am rande gestanden und habe gestaunt. vllt gehe ich die nächsten tage nochmal hin, um die wahnsinnigen zu fotografieren.

  5. Paule
    June 15th, 2008 14:26
    5

    Naja gut, das war im Zorn (und etwas dumm) geschrieben. Ich meinte Menschen, die begeistert im Fußball-Wir aufgehen und sich nebenbei - vermeintlich geistreich - über den Flaggen-Mist stellen, als ob die nun das einzige Problem wären. Das war war wohl so ersichtlich, zumal es sich bei “denen” ja auch um ein Randphänomen handeln wird.

    Die nächste bescheuerte Nachbarschaftsdiskussion werde ich vollständig oder gar nicht bloggen. ;)

  6. wolverine
    June 15th, 2008 14:46
    6

    Kurzes Intermezzo: Wenn Du das mit den “Ekelfahnen” generalisierend meinst, frage ich mich, wieso Du eine in Deinem Blog verewigt hast!?

  7. Paule
    June 15th, 2008 15:18
    7

    Wenn Du das mit den “Ekelfahnen” generalisierend meinst,

    Tue ich nicht.

  8. Jakob
    June 16th, 2008 18:23
    8

    Ich finde das im Zorn geschriebene so falsch nicht. Wer sich zu Public Viewings begibt, beweist zumindest eine gewisse Resistenz gegen die Beklemmungs- und Beängstigungserfahrung, die manche Fußballfeinde machen, wenn sie am Abend nach einem Spiel noch auf die Straße müssen. Die Resistenz mag aus Selbstsicherheit und innerer Distanz herrühren, aber zumindest hat der, der sich von den Fußballmassen unschön eingeschüchtert fühlt, doch wohl das Recht auf Missgunst …

  9. Paule
    June 17th, 2008 10:50
    9

    Das ist sicher richtig. Lauras Forschungseinsatz wollte ich aber trotzdem nicht diskreditieren. ;)

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