Kastrierter Molblin
Heute gibt es ein kleines Büchlein aus der guten (mittel-)alten Zeit der Videospiele. Das Bilderbuch ‘Molblin’s Magic Spear‘ erzählt eine kurze Episode aus den Abenteuern des Helden Link, der (langfristig gesehen) unterwegs ist, um die bezaubernde Prinzessin Zelda aus den Fängen des Unsympathen Ganon zu befreien. Hier geht es aber zunächst nur um den eher nebensächlichen Kampf gegen Ganons Gefolgsmann Molblin, der irgendwo auf halber Strecke die Gegend unsicher macht.
Darum ist es vielleicht noch etwas zu früh, um auf Eugen Drewermanns Interpretation des Märchens Dornröschen zu verweisen. Ich mache es trotzdem:
»Wer möchte solch ein Prinzgemahl nicht sein? Mutig durchs Gebüsch gedrungen, dann, ansichtig der Schönen, von der alle traumverloren reden, naßforsch die Gunst des Augenblickes nutzend - allein die Paßgenauigkeit, mit der Triebwunsch und und Rettungstat sich ineinander fügen, - o seltene Glückseligkeit!«
Selten - fürwahr! Mir kommt Drewermann in den Sinn, weil sich die »tiefenpsychologische Deutung« auch im Falle des Nintendo-Märchens geradezu aufdrängt. Spätestens, wenn Link das magische Kastrationsbesteck im Uterus-Shop erwirbt, beginnt der sexualisierte Spaß.
… aber lest selbst:




August 27th, 2008 12:47
Ach ja, was die Kinder so im zarten Kindesalter alles lernen …
Erinnert mich an unseren neuen pubertären Rollenspieler-Magier-Witz, der nach dem Konsum von “Dr. Horrible” entstanden ist: “Und DAS hier ist NICHT mein Zauberstab.”