Ordnung muss sein
Nach zweieinhalb Wochen der vorübergehenden Abstinenz treten langsam die ersten fragwürdigen Folgen auf. Das Problem ist nicht etwa ein Spaßabfall im Freizeitbereich, sondern die Verschärfung der übrigen Zeit. Wie Götz Widmann einmal gesungen hat (und es vermutlich auch immer noch tut):
… Recht hat er! Schlimmer als die aufgeräumte Bude ist allerdings der aufgeräumte Zeitplan. Neben mir steht eine Flipchart, auf der die nächsten zehn Tage im Zweistundentakt durchgeplant wurden - wahrscheinlich von mir selbst, auch wenn sich langsam ernste Zweifel an meiner Urheberschaft einstellen. Einige Einträge kommen mir allerdings bekannt vor: Sie ähneln denen, die ich in den letzten Monaten mit dem Vermerk »DRINGEND!« auf diverse Zettel geschrieben habe, um sie dann an mir heute unbekannten Orten zu verscharren.
Heute habe ich Abonnements gekündigt, Rechnungen bezahlt, diverse Bescheide unsympathischer Einrichtungen sortiert und ungezählte VHS-Kassetten entsorgt. Ein guter Tag, auch wenn ich nicht darüber nachdenken möchte, welche Nervereien mir erspart geblieben wären, hätte ich die ein oder anderen fünf Minuten einige Wochen früher investiert. Dass dieser Lebensadministrationsflash nun wirklich etwas mit der Abstinenz zu tun hat, glaube ich ehrlich gesagt gar nicht; klingt aber so angenehm stimmig.
Stichwort Kontrollverlust: Wenn morgen früh auf der Liste stehen sollte, dass ich um neun Uhr unbekleidet beim Zahnarzt aufzutauchen habe, garantiere ich für nichts.



September 15th, 2008 11:18
O je, es geht bergauf …
Aber keine Bange: Es ist schon in Ordnung, sich mal ein oder zwei Wochen lang nicht hängen zu lassen. Aber wenn das mit dem organisierten Lebensstil dann immer noch nicht aufhört, solltest du dir langsam Gedanken über professionelle Hilfe machen!