Freizeithelden – Level 0
Ein Auszug aus einem älteren Text, den ich beim Warten auf ein gemeinschaftlich genutztes Gamepad in Stichworten aufgeschrieben habe. Man bemerke die Freude an bekloppten Formulierungen, hinter denen sich der Zorn über das (eigene) schlechte Spiel nur notdürftig versteckt – ganz abgesehen davon, dass man nur schwer überlesen kann, was ich damals gerade gelesen und so halb verstanden hatte:
Die erste und vielleicht wichtigste Basisbanalität einer Kritik des konventionellen Computerspiels zielt auf das Angebot der Identifikation und streng reglementierten Interaktion mit dem (simulierten) Ganzen. Wird die spielerische Herausforderung angenommen, also beispielsweise auf einen möglichst hohen Punktestand gespielt, wird die Reflexion auf das Verhältnis des Individuums zum Gegebenen verhindert, und gegebenenfalls durch Punktabzug bestraft, weil nicht optimal gespielt wurde. In Highscore-Listen und in der außerspielerischen Interaktionen mit anderen erfährt dieser Mechanismus seine Verdoppelung und seine Schnittstelle zu den Verkehrformen der realen Welt. Da die Realtät des Spiels Erfolge nur in klar definierten Erscheinungsformen kennt, ist der Bruch mit dem Regelwerk ein notwenigerweise hoffnungsloses Unterfangen. [...]
Wenn man wollte, könnte man mit rocket jumping oder ähnlichen Spirenzchen dagegen halten, auch wenn ich sgoar heute noch meine Zweifel am Sinn einer solchen Argumentation hätte. Ich habe mich gerade an den Text erinnert, weil ich mich vom großartigen Burn the Rope verarschen lassen habe. Ich habe ihn erst mal auf den Zelda-Stapel gelegt; vielleicht kann ich ja doch noch was damit anfangen.



