Nochmal zu Krahl und Mitscherlich
Mein mehr oder weniger lustiges Krahl-Pöbel-Video von neulich ist inzwischen gesehen und kommentiert worden. Bei Schorsch ist seit heute nachzulesen, warum es tatsächlich doch eher weniger lustig ist (als mehr):
»In diesem Falle lautet der Vorwurf an Mitscherlich: er betreibe Selbstbefriedigung. Damit wird Krahl nicht nur das „Glück der Erkenntnis“ (Adorno/Horkheimer) meinen, das sich Mitscherlich in seinem Vortrag gönnt, sondern er spielt mit der deutlich sexuellen Konnotation des Wortes. Der Lustgewinn des Intellektuellen wird ihm versagt, betätigt er sich nicht produktiv für die Volksgemeinschaft. Anstatt seine Worte verständlich ins Volk zu reichen, sein Ejakulat gemäß einer vorgestellten Natürlichkeit der Zeugung zuzuführen, wagt es Mitscherlich – und diese Vorstellung steckt in dem antiintellektualistischen Gerede von Selbstbefriedigung – sich als intellektueller Volksfremdling von der Gemeinschaft zu entfernen und im kleinen Kämmerchen sein vermeintlich perverses Denken als Herumgewichse zu praktizieren.«
… weiter dann hier.



