Oldenburg brennt, heißt es
Seit ich nicht mehr an der Uni Oldenburg eingeschrieben bin, war ich nicht mehr oft da. Vor ein paar Wochen für vier Stunden, um eine Klausur für die Fernuni zu schreiben und heute zum zweiten mal, um in der Bibliothek zu arbeiten. Letzteres gestaltet sich erstaunlich entspannt, weil außer mir kaum jemand da ist.
Gegenüber im besetzten Audimax ist auch niemand, weil gerade in der Stadt demonstriert wird. Ich bin kurz durch gelaufen und habe mir ein paar Stellwände angesehen, auf denen ziemlich viel geplant und geschrieben wird. Man hat mir versichert, dass hier sonst »die Hölle los ist« und alle gut drauf wären. »Zu meiner Zeit hätte es das nicht gegeben«, dachte ich mir so und wenn »meine Zeit« nicht gerade mal ein Jahr her wäre, hätte ich mich dieses Gedankens ein auch ein wenig geschämt.
Vielleicht gehe ich gleich nochmal rüber, wenn alle wieder da sind und über irgendwas diskutiert wird. In Bielefeld hat man angeblich Freerk Huisken eigenladen, obwohl der doch eigentlich unser Ehemaliger ist. Dabei geht es hier eigentlich schwerpunktmäßig in erster Linie um »uns« – Studenten, junge Menschen, Oldenburger (unter Ausschluss der BWLer, deren demonstratives Fernbleiben hier parallel zu meinem eigenen abläuft).
Jetzt schnell noch ein paar Kopien, bevor die Demo zurück kommt und mir hoffentlich einen Kaffee zum Solipreis anreht. Soweit.


