Schwarz-rot-gelbes Rauschen

Einige Stunden, nachdem #wir und #lena null Punkte aus Israel bekommen haben, ist alles wieder ruhig. Das Nachspiel ist  leher angweilig: Ein paar Antisemiten fühlen sich plötzlich noch verfolgter als ohnehin schon und tauchen in der youropenbook-Suche nach »Juden« nicht mehr auf – andere machen sich an die Aufarbeitung und sind nun wahlweise entweder darüber traurig, dass sie nur wegen der Juden kein kleines Späßchen über Gas und Denkmäler machen dürfen, oder aber, weil sie sich jetzt nur wegen ein paar Arschlöchern nicht mehr richtig für Lena freuen dürfen.

Den meisten ist die ganze Geschichte aber egal – und das auch aus Gründen: Vielleicht stehen sie über den Dingen und halten es darum auch für falsch, auf Antisemitismus hysterisch zu reagieren. Oder sie zählen immer eifrig mit, wer so was sagt und wissen darum von der Marginalität von prinzipiell allem, was ungemütlich ist. Oder schmissiger – so mit Woody Allen und seinem Sportgerät. Von denen mit Waren, Produktionsbedingungen, Nationalstaaten und der prinzipiellen Bereitschaft jederzeit so lange zu erklären bis der Arzt oder der Kommunismus kommen, ganz zu schweigen.

Wie ging dieser eine lustige Satz bei Harry Potter? Auch für Zauberer ist es ein schlechtes Zeichen, Stimmen zu hören? Ich fänds jedenfalls auch besser, wenn mal richtig Ruhe wäre. In Bunte oder Frau im Spiegel habe ich gestern gelesen, dass Lena die deutsche Lady Gaga sei. Ich mochte diesen Satz, der fast ohne Begründung daher kam, sehr gern. Und was diese Musikantin angeht, mache ich es wie die FPDler aus dem Glühbirnen-Witz und verlasse mich einfach mal darauf, dass der Markt das Problem schon lösen wird.

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