Archiv für die Kategorie 'Alles'

Wochenende!

Friday, 15. August 2008

Wie das immer so läuft: Erst ein Jahr lang maulen, dann aber natürlich doch wieder fahren. Leider nicht zum schmackhaften Dockville sondern ins kostenlose Stemwede. Es bleibt also weiterhin still hier.

Die Möglichkeit der Freiheit?

Tuesday, 12. August 2008

Nun bin ich auch (wieder) bei MySpace angekommen. Das olle Hintergrundbild funktioniert zwar nur bei steinzeitlichen Bildschirmauflösungen, aber meine Bastelfreude ist fürs Erste aufgebraucht. Wer sich berufen fühlt, einen Streich gegen den grassierenden Profil-Lookism zu führen, darf mich gern zum Freund ernennen.

Mein erstes Profil. Wird wohl noch werden …

Fünf Klicks

Monday, 11. August 2008

Ich habe mich nach dem Hinweis der Dorfdisco durch ungefähr zwanzig grenzdebile Texte der selbsternannten Polizei-Poeten gequält. Leider war das eher traurig, als dass es den erhofften Spaß gebracht hätte. Egal - die Lektüre hat mich jedenfalls darauf gebracht, YouTube nach einem alten Video über das Hüttendorf an der Startbahn West zu durchsuchen.1 Die Polizisten, die es da zu sehen gab, haben leider nicht gedichtet, sondern nur gebrüllt und sich mit irgendwelchen Idioten geprügelt.

Weil ich das eigentlich nicht sehen wollte, andererseits aber auch noch nicht so wirklich in Frühstückslaune war, bin ich bei YouTube geblieben und habe mich durch die Profile der nervigsten Kommentatoren geklickt. Ein fragwürdiger Zeitvertreib - ich weiß. Tante hat einmal gesagt: »YouTube ist der Ort, an den die Zivilisation geht, wenn sie spürt, dass ihre Zeit gekommen ist.«2

Dieses sinnentleerte Geklicke habe ich bitter bereut: Über irgendein Naziprofil bin ich auf ein Naziblog gestoßen, auf dem die Videos weiterer Nazis zu sehen waren. Eins der Standbilder kam mir irgendwie vor, und - bescheuert wie ich bin - habe ich auf den Play Button geklickt. Jetzt bin ich unfreiwilliger Zeuge einer Enthauptung in close-up und weiß wieder, woher ich das Bild kannte. Das Frühstück musste dann ausfallen, mir ist schlecht und ich habe das abscheuliche Gefühl, Teil dieses unmenschlichen Spektakels zu sein.

Bemerkenswert ist immerhin, dass ich der Frage nach der Echtheit des Videos während der letzten zwei Stunden zunehmend weniger Bedeutung zugestehe. Ist das ein Trick meiner Psyche, mich auf Umwegen aus der (empfundenen) Verantwortung für tatsächlich tote Menschen zu winden? Oder liegt das schlicht in der Warenförmigkeit des Gemetzels? Diese Frage hat mich dann letztlich doch wieder aus dem emotionalen Loch gezogen; wenn auch anders, als ich erwartet hatte:

Warzenform …

  1. Das habe ich dann später beim hr gefunden. []
  2. So ungefähr jedenfalls. []

Alles anders.

Sunday, 10. August 2008

Da holt man nur mal eben ein paar verpennte WordPress-Updates nach, und plötzlich sieht alles ganz anders aus. Hier bei mir jedenfalls - bei euch ist hoffentlich alles beim Alten geblieben1. Mal sehen wie lange ich für die Umgewöhnung brauche. Im Moment habe ich jedenfalls das ungute Gefühl, ein vollkommen fremdes Blog zu betexten.

Ansonsten schließe ich mich der allgemeinen Sommerstille an, weil es eigentlich nichts zu erzählen gibt. Dabei war ich am Wochenende sogar mal wieder unterwegs (auf dem Appletree Garden Festival), aber auch das war eher unspektakulär: Viele nette Menschen treffen und dann doch nicht dazu kommen, mehr als ein paar halbe Gespräche zu führen. Wie das immer so ist …

  1. Abgesehen von den schicken Fußnoten, die ich jetzt neu im Sortiment habe. []

Monstermaler

Wednesday, 06. August 2008

Ich würde jetzt gerne behaupten, dass ich Neckface schon lange kenne - länger als ihr alle zusammen. Oder besser noch: Meine Kenntnis - ganz subtil - in beiläufigen Aussagen über sein »Frühwerk« anklingen lassen. Dafür müsste ich aber erstens lügen und zweitens weit über meine Lust hinaus herum formulieren. Darum lieber etwas weniger cool:

Neckface malt hübsche Monster; anfangs auf hässliche Häuser und Plakatwände - später dann auf teure Turnschuhe und in langweilige Computerspiele. Weil ich mit all diesen Dingen nun recht wenig zu schaffen habe, bin ich vorgestern zum ersten Mal über eine seiner Kreaturen gestolpert. Heute sieht mein Desktop so aus:

desktop.jpg

Monsterdesktop

Wenn Opa damals gewonnen hätte

Sunday, 03. August 2008

… wäre Citroëns Werbung für den C5 nicht ganz so lustig:

[via Offensive Selbstverteidigung]

Der Spiegel dazu im Februar: »Die von der britischen Citroën-Dependance beauftragte Werbeagentur EuroRSCG hat es geschafft, eine unfassbare Zahl an Teutonenklischees in ihren 90-sekündigen Spot zu packen - ohne dass der für deutsche Zuschauer beleidigend wirkt.«

Kunststück! Wo die Deutschen doch sonst immer gleich Pippi in den Augen haben, wenn sie als teutonische Prachtkerls in schniekem schwarz dargestellt werden. …

Ich tanz mich reich

Saturday, 02. August 2008

 … und ich bin immer noch dabei, Dinge loszuwerden. Ganze sieben haben es heute zu eBay geschafft - eine gefühlte Batzillion liegt immer noch dumm in der Gegend herum. Kurz nach meiner Kapitulation an der Artikel-Einstellungsfront ist mir wieder eingefallen, dass es hier morgen einen Nachtflohmarkt mit angegliederter Limbo-Meisterschaft geben soll. Voller Freude habe ich schnell ein paar Brocken auf den Haufen geworfen:

flohmarkt_klein.jpg

Dinge

Morgen mache ich noch ein paar Kisten voll, trainiere den Höllentanz und werde reich!

Limbo cool limbo fine everybody gets a chance
come on and move your body down do the limbo dance
limbo cool limbo fine everybody gets a chance
clap your hands it’s party time do the limbo dance

limbohoff.jpg

Nachtrag: Wie jede gute Idee hatte auch diese einen Haken. Erst heute ist mir aufgefallen, dass ich allein unmöglich einen Stand bewachen und gleichzeitig eine Limbo-Meisterschaft gewinnen kann. Bis mir eine Lösung eingefallen (oder Personal zugelaufen) ist, bleibe ich also vorläufig erstmal zu Hause - oder gehe nur tanzen.

‘Kritik versus Realpolitik’ - Diskussion online

Saturday, 02. August 2008

Die ag no tears for krauts Halle hat gerade den Mitschnitt ihrer Podiumsdiskussion ‘Kritik versus Realpolitik? Die Zukunft der Israelsolidarität.online gestellt. Die Verzögerung rührt von der Sorge um in Zukunft ausbleibende Besucher, die sich zu Hause auf die großartige Medienarbeit verlassen - wahrscheinlich nicht ganz unberechtigt.

Nun stehen die Vorträge von Stephan Grigat (Café Critique) und Justus Wertmüller (Redaktion Bahamas) aber endlich zum Download bereit. Die Tonqualität ist streckenweise leider ziemlich miserabel, der Inhalt sollte das anstrengende Zuhören aber wert sein.

All work and no play makes Jack a dull boy.

Saturday, 02. August 2008

All work and no play makes Jack a dull boy.
All work and no play makes Jack a dull boy.
All work and no play makes Jack a dull boy.
All work and no play makes Jack a dull boy.
All work and no play makes Jack a dull boy.
All work and no play makes Jack a dull boy.
All work and no play makes Jack a dull boy.
ALl work and no play makes Jack a dull boy.
All work and no play makes Jack a dull boy.
All work and no play makes Jack a dull boy.
All work and no play makes Jack a dull boy.
All work and no play makes Jack a dull boy.

All work and no play makes Jack a dull boy.

All work and no play makes Jack a dull boy.
All work and no play makes Jack a dull boy.
All work and no play makes Jack a dull boy.
All work and no play makes Jack a dull boy.
All work and no play makes Jack a dull boy.

All work and no play makes Jack a dull boy.
All work and no play makes Jack a dull boy.
All work and no play makes Jack a dull boy.
All work and no play makes Jack a dull boy.
All work and no play makes Jack a dull boy.

All work and no play makes Jack a dull boy. All work and no play makes Jack a dull boy. All work and no play makes Jack a dull boy. All work and no play makes Jack a dull boy. All work and no play makes Jack a dull boy. All work and no play makes Jack a dull boy. All work and no play makes Jack a dull boy. All work and no play makes Jack a dull boy. All work and no play makes Jack a dull boy. All work and no play makes Jack a dull boy.

All work and no play makes Jack a dull boy.
All work and no play makes Jack a dull boy.
All work and no play makes Jack a dull boy.

Anarchistin - Bumm Bumm

Thursday, 31. July 2008

Obwohl ich das Singen nicht sonderlich schätze, besitze ich einige Liederbücher. Eins davon heißt ‘Frauenliederbuch‘ und ist ein paar Jahre vor meiner Geburt im ‘Frauenverlag‘ erschienen. Es stehen lustige Lieder in diesem Buch; manche sind auch traurig, ein paar etwas blöde - romantisch ist natürlich keins.

Eines dieser Lieder ist ‘Die Moritat von der Anarchistin‘, und es beginnt mit einem Problem:

Es liebte ein feuriger Jüngling
Ein zärtliches Mädchen gar sehr.
Doch leider war sie Anarchistin
Und er Polizeikommissär.

Dumm gelaufen! Ganz so hoffnungslos wie in dem - wahrscheinlich bekannteren - Deutschpunk Gassenhauer ‘Ganz in schwarz (mit einem Pflasterstein)‘ geht es allerdings nicht weiter. Er verhaftet sie nicht, weil sein liebendes Herz im entscheidenden Augenblick »bumm bumm« macht, und auch sie zeigt sich für Zugeständnisse bereit:

Sie hätte ihn töten müssen,
Nach anarchistischer Pflicht,
Doch weil sie ihn ebenfalls liebte,
Da tat sie es ebenfalls nicht.

Beide hängen Job und Überzeugung an den Haken, um den gemeinsamen Rückzug ins Private anzutreten. Das Gewissen rumort nur leise - lauter das Herz: »bumm bumm«. Klar, dass das nicht lange gut geht:

Er öffnet’ ihr glühend die Arme,
Sie wehrt’ ihm länger nicht mehr.
Da küßte die Anarchistin
-    den Polizeikommissär.
Doch wie er ans Herze sie drücket,
Da kracht es plötzlich und pufft
Im entscheidenden Augenblicke,
Da flogen sie beide in die Luft.
Denn sie trug unter ihrem Herzen
Eine Höllenmaschine herum,
Die kracht’ durch die starke Umarmung
So starben sie beide: bumm, bumm.

Ja, schade. Was daraus zu lernen wäre, bleibt jedem selbst überlassen. Der Kommentar der Herausgeberinnen ist schon mal nicht sonderlich hilfreich:

»Die Moritat von der Anarchistin und dem Polizeikommissär bezieht sich auf die Ende des 19. Jahrhunderts in Rußland aktiven Anarchistinnen. Über sie wurden wilde Gerüchte gesponnen und verbreitet, genährt von der Männerphantasie über radikale Frauen, wie sie auch das abgedruckte Moritatenlied widerspiegelt.«

Genug jetzt - Bumm Bumm …