Archiv für die Kategorie 'Alles'

The map has changed

Donnerstag, 30. September 2010

One eye is brown,
The other is brown.
I am a fish,
I swim around.
You say I’m lost,
I disagree.
The map has changed,
And with it, me.

Flying through the seaweed,
What strange things I see below.
Cars are waiting,
Windshields wiping,
Nowhere left to go! Oh!

The ice caps are melting, oh ho ho ho!
All the world is drowning, oh ho ho ho ho.
The ice caps are melting,
The tide is rushing in.
All the world is drowning,
To wash away the sin.

The seagull flies,
In search of land.
The children hide,
Beneath the sand.
As golden toys,
Come floating down,
I play the fish,
I swim around.

Flying through the seaweed,
what strange things I see below.
Cars are waiting,
Windshields wiping,
Nowhere left to go! Oh!

The ice caps are melting, oh ho ho ho!
All the world is drowning, oh ho ho ho ho.
The ice caps are melting,
The tide is rushing in.
All the world is drowning,
To wash away the sin.

God Bless Tiny Tim!.

Katholischer Buchtipp

Dienstag, 28. September 2010

»Im Blick durch Jakobs Kinderaugen ist die Welt wieder eine verzauberte, in der Melancholie und infantiler Kitsch nicht nur den Ton sondern auch den Sinn angeben. Und da die Erzählung all ihren Akteuren gewissermaßen Recht gibt, bleibt am Ende nur eine einzelne verbindliche Aufforderung: Um jeden Preis bis zum bitteren Ende durchzuhalten und im Angesicht des falschen Ganzen zu funktionieren.«

.. habe ich neulich über den Comic Jakob geschrieben. Als ob sie das gelesen hätten, hat der katholische Borromäusverein den Band nun in seinen Bücherdienst übernommen, der seinen »kompetenten Überblick über die Neuerscheinungen des Marktes« am »christlichen Menschenbild« orientiert. Sind wir uns also doch noch einig geworden.

Quelle: Cross Cult auf Facebook

Martin Büsser ist gestorben

Freitag, 24. September 2010

»Oh, Martin«

Und am Morgen nachgetragen: Unsere Abschiedsworte auf Beatpunk.

Chevalier von der old School

Dienstag, 31. August 2010

Zwei oder drei unsortierte Gedanken zum Auftakt meiner ganz persönlichen »Old School Renaissance« – und warum sie zumindest für mich eigentlich gar keine ist.

Die Labyrinth Lord – Runde am letzten Wochenende war mein erster Versuch, dieses sonderbare Etwas auszuprobieren, das sich während der letzten Monaten unter dem Label OSR in Kopf und Schublade entfaltet hat. Auch wenn es mit dem analytischen Nutzen des Begriffs nicht so ganz weit her sein mag, werde ich ihn trotzdem verwenden, weil er meine Motivation und meine Bezugspunkte schärfer trifft, als es konkrete Konzepte (wie meinetwegen »ARS«) tun.

Erklärt ist damit freilich noch nichts, und ohne Abgrenzungen zu diversen Dingen, um die es mir gerade nicht ging, wird das auch nicht gelingen. Überhaupt ist dies ein guter Zeitpunkt für eine letzte Warnung: Der Text wird aus dem Nähkästchen wabern, vielleicht nicht immer ganz nachvollziehbar durch die Thematik springen und insgesamt eher um seinen Punkt kreisen, als ihn gekonnt zu entfalten. Wer das nicht ertragen mag, sollte besser wieder gehen, anstatt auf Besserung zu hoffen – zum Ende wird es nur schlimmer werden.

Also, worum ging es nicht? Um eine Rückkehr zu den Wurzeln, zum Beispiel. Zwar haben einzelne Spieler der Runde ihre ersten Gehversuche mit DSA I gemacht; aber erst zwischen II und III haben wir zu einer Form gefunden, zu der sich jetzt zurück kehren ließe. Das ist nicht unbedingt schlecht, wäre vielleicht auch ganz interessant, ist aber ganz sicher kein »Old School« mehr. (Jetzt gerade fällt mir eine heimliche DSA Junior Runde ein, aber deren Revival will und werde ich wohl nicht mehr erleben ..)


Ein verzweifelter Wunsch nach einem einfachen System ohne Ballast, wird ebenfalls nicht ausschlaggebend gewesen sein. Wir haben in den letzten Jahren immer wieder Systeme gespielt, die mit weitaus weniger Regeln auskamen als OD&D; – hier im Blog sind beispielsweise Wushu oder The Pool angesprochen worden.

Nostalgie? Vielleicht. Andererseits haben wir vor ein paar Monate gerade erst Tempora Heroica mit DSA I Regeln gespielt, ohne dass ich das als »old school« im Sinne dieser Überlegung wahrgenommen hätte. (Dass dieses Tempora Heroica übrigens nicht im Internet auffindbar zu sein scheint, ist ein mittelschwerer Skandal und sollte bald geändert werden ..)

Anzumerken wäre vielleicht noch, dass wir den anvisierten Spielstil zu seinen Lebzeiten praktisch nicht erlebt haben, weil wir – wie jetzt zum letzten mal erwähnt werden soll – mit DSA angefangen haben und uns darum mehr um »rollengerechtes Spiel« und stimmungsvolles Erzählen gesorgt haben, als um die richtige Ausrüstung oder die Lösung unlösbarer Probleme.

Auf Habenseite steht unter anderem ein Satz von Settembrini, der hier seit Jahren in einer unscheinbaren aber wichtigen .txt-Datei zwischengelagert wird: »Die alten Zeichnungen zeigten eine dunkle Welt, deren Gesetze wild und hart waren, und deren Realitätsgefüge nicht fest und beständig war. Ein Dungeon war erstmal ein Ort der widernatürlichen Abgründe und außerweltlich-chaotischen Scheusale, kein wohlgeordnetes Ork-Wohnheim.« Dazu kam vor ein paar Wochen dann die erstaunte Feststellung, dass ich auch nach über 15 Jahren noch ziemlich genau wusste, was mich hinter den einzelnen Türen des Firetop Mountain erwartet.

Was meine Spieler getrieben hat, kann ich nicht genau sagen. Ich bin mir allerdings ziemlich sicher, dass unsere Erwartungshaltungen nicht ganz viel gemeinsam hatten. Zusammen mit der ohnehin schon gegebenen Leere des »Old School« Begriffs hat dieser Umstand dazu geführt, dass ich gar nicht erst versucht habe, ein eigenes Abenteuer zu schreiben, sondern eins dieser neu-alten Module zu kaufen, die ständig irgendwo besprochen werden. Der Spielstil war mir zu fremd, als dass ich aus meinen diffusen Vorstellungen ein Abenteuer schreiben wollte.

Entschieden habe ich mich dann für The Grinding Gear von James Edward Raggi IV, was ein ziemlicher Glücksfall war, da es sämtlichen vorab-Einwänden den Wind aus den Segeln nahm: Der Dungeon steht nicht einfach in der Gegend herum, sondern hat einen Sinn in der Spielwelt; dieser wiederum ist so obskur, dass er auch Freunden des »weichen Realitätsgefüges« nicht weh tun wird. Das Abenteuer ist zu gefährlich, um sich zu langweilen, andererseits lassen sich die Fallen und Gegner auch ohne außergewöhnliches Würfelglück überwinden, wenn die Spieler nur schlau genug handeln. Und witzig ist es außerdem – richtig witzig – ohne dass der Untertageterror dadurch an Wirkung verlieren würde.

Und es ist gut gelaufen! (Obwohl die Runde sonst gelegentlich dazu neigt, die Probleme ihrer Charaktere in stundenlangen (in-game) Diskussionen zu zerreden oder sich über Chancenlosigkeit zu beklagen, sobald ihnen die Wahrscheinlichkeit, »Augen zu und durch« zu überleben, zu gering wird.) Es ging jedenfalls eine ganze Weile gut: Wir haben wirklich kreative Problemlösungen gesehen, interessante Verhandlungen und Spannung, die allein aus der angemessenen Vorsicht der Spieler und nicht etwas aus Erzähltexten resultierte. Irgendwann haben wir uns dann zähneknirschend entschieden, trotz allgemeiner Müdigkeit weiterzumachen, um das Abenteuer nicht für zwei Monate pausieren zu müssen. Aber selbst die darauf folgende Katastrophe spricht letztlich noch für das Spiel: Wenn Charaktere als Folge der Müdigkeit ihrer Spieler (und das behaupte ich!) in Stücke gesprengt werden, in dunklen Gewässern untergehen und sich auf finsteren Treppen den Hals brechen, muss das Abenteuer für wache Spieler großartig gewesen sein. …

Wie genau es langfristig weiter geht, ist noch nicht entschieden, aber irgendwas wird passieren. Fürs Erste stricke ich gerade an einer übersichtlichen Sandbox-Oberwelt und suche weiter Material. Auch das ist übrigens zumindest ungewöhnlich: Während ich normalerweise sehr schnell damit anfange, eigenes Material zu schreiben, interessiert mich hier auch weiterhin mehr, was andere Leute schreiben (und wie sie das machen).

Das waren die ersten Eindrücke – sortiert geht es dann weiter, wenn wir entweder über die Testerei hinaus gekommen sind oder ich berichtenswerte Gründe dafür ha
be, dass wir noch nicht soweit sind.

Am wahrscheinlichsten ist aber, dass es hiermit weiter geht:

Texte außer Haus

Samstag, 14. August 2010

Auch wenn hier alles ein wenig ausgestorben ist, habe ich doch ab und zu ein wenig geschrieben in der letzten Zeit. Um das nicht völlig aus den Augen zu verlieren, werde ich das demnächst mal  irgendwo gebündelt verlinken. Den Anfang machen jetzt die Rezensionen auf Beatpunk und dem Rollenspiel Alamach in einer phantastischen Liste.

Einen trockenen Adorno

Samstag, 14. August 2010

Michael Wuliger (der mit dem jüdischen Kitsch) präsentiert in der Cicero einen Auszug aus seinem koscheren Knigge – einem ausgesprochen lehrreichen Leitfaden für den deutsch-jüdischen Dialog. Tatsächlich mal ein Benimmbuch, das ich nicht allein im Auftrag der geschätzten Universität mit Elias zu lesen hatte. Dafür wurde es aber gewissermaßen in seinem Sinne geschrieben und beschreibt mit angemessener Gehässigkeit einen gesellschaftlichen Zustand, in dem wohl leider sogar ein ernst gemeintes Buch seinen Nutzen hätte.

Aber nicht nur der Klezmerabendverpflichtete Bildungsbürger kann sich da locker machen; auch für den ein oder anderen Genossen der Wimpel und Mützchen – Fraktion gibt es wertvolle Tipps:

»Verbreiteten Klischees zum Trotz sind die meisten Kinder Israels genauso dumm wie das Gros der übrigen Menschheit. Die Chancen, dass Ihr Gesprächspartner, weil Jude, Experte für die Frankfurter Schule ist, weil von denen ja auch viele Juden waren, sind relativ gering. Wahrscheinlicher ist, dass er Adorno für einen italienischen Rotwein hält.«

… ganz zu schweigen von denen, dich sich auch beim Schreiben von Texte wie diesem hier nicht ganz wohl fühlen und im Übrigen auch gar nicht so überzeugt davon sind, wie angebracht diese immer wieder eingeforderte »Normalisierung« eigentlich ist. Kurzum: Ein Spaß für die ganze Volksgemeinschaft.

Ab hier alleine tanzen

Dienstag, 10. August 2010

Sowas

Kommt von sowas

Der Rest der Geschichte steht bei Saalschutz aufm Blog.

Stand der Dinge

Mittwoch, 28. Juli 2010

Heutiger Feierabend, zwei Zimmer weiter. Weil das Gewuchte kaum Erzählenswertes abwirft, gibt es wenigstens einen Blick durch die noch offene Wand. Gäbe es ein Bild von gestern, so sähe es drastisch anders aus und wenn alles gut geht, wird dieses morgen auch schon nicht mehr aktuell sein. Zumindest sind die Dinge in Bewegung und stauben nicht vor sich hin und mir den Kopf voll …
Baustelle, die erste.

Gerümpel

Wirklich wohl fühle ich mich nicht mit der Heimwerkerei und atme jedes mal erleichtert auf, wenn ein Fachmensch zur Ablösung erscheint. Nicht dass die Tätigkeiten als solche keinen Spaß machen würden, aber das DIY-Arschloch als identitäres Angebot schmeckt noch nicht sonderlich verlockend.

Und obwohl Expertentum sicher auch keine Lösung ist, habe ich doch eine gewisse Freude an der Vorstellung, einen dieser Dilettantismus-Abfeierer für ein paar Stunden im Baumarkt anzuketten – und zwar ohne eine Möglichkeit, sich die Ohren zuzuhalten. (Gibt es eigentlich noch irgendwo so richtige Instandbesetzer? Solche, die sich auch als solche begreifen oder vielleicht sogar so nennen.)

Video.

Montag, 26. Juli 2010

Als ich dieses Video damals gesehen habe, war ich mir ziemlich sicher, gerade einen Blick auf die endgültige Hochwassermarke des Videospielspaßes zu werfen.

Jaja, so war das. Ich bin ein wenig gerührt (vielleicht auch, weil ich Recht hatte und mir wegen ausnehmend erfolglosen Spiels schnell ein neues Hobby gesucht habe.)

Buffy-Buch bestellen

Dienstag, 20. Juli 2010

Ich werbe für meine Werbung auf Beatpunk und wiederhole mich ausnahmsweise einmal mit voller Absicht: Bestellt bitte das Buffy-Buch vor – sonst wird es nicht gedruckt:

Horror als Alltag