Archiv für die Kategorie 'Bewegte Bilder'
Totgetreten
Donnerstag, 26. November 2009»In August 2007, Sophie Lancaster was kicked to death, simply for dressing differently. Two years on, and in tribute to the outgoing, bubbly girl who was denied the chance to live life her way, cult new British make-up brand Illamasqua has commissioned a short film by award-winning French director, Fursy Teyssier.
Produced by creative agency Propaganda, in association with iconic British band, Portishead, Dark Angel is a beautifully haunting rendition of Sophies story.
The aim of the film is to raise awareness of The Sophie Lancaster Foundation and generate £500,000 to help educate young people about tolerance. Since Sophies death, weve been working with behavioural experts Huthwaite International, to put together an interactive youth workshop that does just that.«
[via]
Humor ist, wenn einer lacht
Mittwoch, 21. Oktober 2009Nun ist sie doch noch gelaufen, die Zimmer Frei – Episode mit Martin Sonneborn. Eigentlich sollte das nicht mehr passieren, weil der Titanic-Herausgeber und Bundesvorsitzende von Die Partei aus Sicht der Redaktion »leider wenig zur Unterhaltung beizutragen wusste«, die vorausgehenden Absprachen verletzt habe und die Sendung darum schlicht nichts geworden sei. Besonders lustig war sie nun tatsächlich nicht und sie ging auch nur in seltenen Momenten über das – vorab von Sonneborn geschilderte – Fremdscham-Ereignis hinaus.
Als Fanboy und Dieparteigänger sieht man das natürlich anders und freut sich jetzt bei Twitter oder anderswo darüber, wie Sonneborn es Götz Alsmann und (vor allem) Christine Westermann gezeigt habe. Sicher, Sonneborn hat sich dem Format verweigert und dessen Vollstrecker eiskalt auflaufen lassen, wie vom Metaebenen-Fachblatt Tagesspiegel bereits ausgeführt wurde. (Übrigens nicht, ohne am Ende auf die Geschlechter-Konstelletation der Akteuere dieser peinlichen Lachnummer zu verweisen – »ein glasklares Mann-Frau-Ding«, nennt man das da.) Am gelungendsten ist beisher der Kommentar von Jochen Voß, für den Sonneborn lediglich den Finger auf die Schwächen einer Show gelegt habe, die mit den Jahren »selbstgefällig« und ein »Opfer ihrer eigenen Routine« geworden sei.
So betrachtet, ist es auch kein Wunder, dass die Verantwortlichen im WDR – wenn sie nicht gerade mit ihrer »Sorge um den Humorstandort Deutschland« beschäftigt sind – auch aus wirtschaftlichen Gründen nur wenig Begeisterung für diese Episode Zimmer Frei aufbringen konnten. Ich habe mich im Verlauf der Sendung jedenfalls endlich von meinem chronischen Phantasma kleiner anarchistischer Zellen im Untergrund der dritten Programme befreien können. Und wieder musste ein Überbleibsel meiner ganz persönlichen 90er Jahre dran glauben, in denen Subversion noch ohne Schwierigkeiten zu gleichen Teilen aus dem »Abendprogramm der Kommunalsender im Kampf gegen Plastikscheiße« und »MTV im Kampf gegen den bornierten Kulturschrott« bestehen konnte.
Geisterhaus, digital
Freitag, 11. September 2009Vor sieben oder acht Jahren, als die erste Welle der Killerspiel-Hysterie von Columbine über Erfurt in mein eigenes Provinznest gerollt kam, war einer meiner Freund über Wochen damit beschäftigt, unsere Schule zu vermessen und abzufotografieren. Er hat Texturen für eine möglichst realitätsnahe Half-Life-Map unserer Schule gesammelt – ein Bedarf, den man einem passionierten Spieler kaum wird erklären müssen, der sich einer Restwelt auf der Suche nach Skandal und Ausnahmezustand aber ganz anders darstellen musste:
»Stets habe ich an einen Mehrspielerlevel, völlig ohne NPCs (Non-Player Characters = vom Programm gesteuerte Charaktere), gedacht – nie hingegen an ein Szenario, in dem man abschießbare Nachbildungen, real existierender Lehrer antrifft. Letztere Idee haben mir allerdings verblüffend viele Mitschüler kundgetan.«
Ich habe diese Map gestern zum ersten mal bespielt und kann die Triphaftigkeit dieser 20 Minuten kaum beschreiben. Anstatt es trotzdem zu versuchen, habe ich mich nun mit dem Designer dieses Geisterhauses verabredet, um seiner Schöpfung einen gemeinsamen Besuch abzustatten und auf dem Spaziergang über dies und das zu sprechen. Den dann traditionsgemäß doch nicht eingehaltenen Termin verkneife ich mir ausnahmsweise mal, einen kleinen Teaser gibt es aber schon:
Das bedeutet Krieg!
Sonntag, 06. September 2009»Das bedeutet Krieg! Und ich hasse Krieg!«
»Das tun wir ja auch Muffi – aber in diesem Fall haben wir keine andere Wahl.«
Verpasste Konzerte
Mittwoch, 22. Juli 2009… hat man in unserer schönen neuen Welt nicht mehr einfach nur verpasst, sondern bekommt das bei YouTube auch noch ganz frech unter die Nase gerieben. Hat man sich erst von der blöden Idee des Ereignisses verabschiedet, kann man dann auch so tun, als wären die Bilder keine drei Jahre alt.
Mitscherlich gekrahlt
Mittwoch, 27. Mai 2009Ich möchte Hans-Jürgen Krahl die Brille von der Nase schlagen – frei nach …But Alive. Eine der Vatermord-Szenen, die wohl den interessantesten Anteil an der Dokumentation Was war links? stellen:
Worum es da eigentlich ging, lässt sich auch dem vollständigen Film nicht entnehmen, ist aber auch egal. Brille und Gestus als Mahnung an die neue Krahl-Rezeption, die es angeblich irgendwo geben soll. ..
Was es sonst über die Doku zu sagen gibt, stand schon zu ihrer Erstausstrahlung in der Jungle World.
Ins Glück reisen
Dienstag, 24. März 2009Längst schon wieder alt, eigentlich nie ein richtiger Geheimtipp gewesen, Kitschquatsch sowieso. Ich weiß das alles und poste trotzdem, weil es heute einfach mal sein muss:
Die Reise ins Glück
Morgen ist dann alles wieder gut. Danke nochmal an alle, die in den letzten gruseligen Tagen hilfreich und freundlich umsorgend an- oder abwesend waren!


