Archiv für die Kategorie 'Bewegte Bilder'

Drei Filme

Monday, 25. February 2008

… auf die ich mich freue, ohne so ganz genau sagen zu können, warum das eigentlich der Fall ist. Wenn ich so darüber nachdenke, fallen mir eigentlich nur diverse Gründe ein, das Geld für die Kinokarten zu sparen.

  • Das Waisenhaus ist ein Gruselding und für gewöhnlich gucke ich sowas gar nicht.  Außerdem habe ich gerade gelernt, dass Guillermo del Toro nur der Produzent ist und gar nicht Regie führt - mein erster Erklärungsversuch ist damit gescheitert.
  • Wenn ich ehrlich bin, interessiert mich You Don’t Mess With the Zohan gar nicht so besonders - ganz im Gegensatz zu den Kritiken, die er bekommen wird. Und um die entsprechend “würdigen” zu können, sollte ich den Film dann wohl auch gesehen haben. Das erklärt meine (tatsächlich vorhandene) Vorfreude allerdings mal so gar nicht.

Verordneter Mafia-Filmabend

Saturday, 16. February 2008

Wie es immer so ist: Gestern habe ich hier noch die große Schweigsamkeit verkündet, weil ich feiernd und nachdenklich abwesend sein wollte - heute lungere ich mit angeschlagener Gesundheit vor dem Computer herum und ärgere mich. Ein Gutes hat der Mist immerhin: Ans beheizte Haus gefesselt, kann mir in verordneter Ruhe die Francesco Rosi - Filme auf Bayern 3 ansehen, wie Uli Krug es vor zwei Wochen empfohlen hat.

Also gibt es gleich düstere Mafia-Krimis statt ausgelassener Feste. Um 20.15 Uhr kommt ‘Die Macht und ihr Preis‘, um 22:15 Uhr ‘Lucky Luciano‘ und Mitternacht dann die Dokumentation ‘Momente der Wahrheit‘ - mal sehen, wie lange ich durchhalte. Der Videorekorder läuft jedenfalls vorsichtshalber mit.

Ich bin eigentlich gar kein großer Krimifreund, aber die Begeisterung von Uli Krug (der vor ein paar Monaten schon einen interessanten Artikel über die »ehrenwerte Gesellschaft« geschrieben hat) scheint ansteckend zu sein. Schnell noch zur Einstimmung:

Die Geschichte zeigt, warum Italien in den Siebzigern von gar nicht so unberechtigten Ängs­ten beherrscht war: Angst vor der mächtigen Mafia, vor einem rechtsextremen Staatsstreich, aber auch vor den Brigate Rosse. Das Klima brachte eine einzigartige Blüte des Genrekinos hervor: Beklemmende Krimis (so genannte ­Gialli), harte Polizeistreifen und Mafia­filme setzten den Boom der italienischen Filmindustrie fort. [...] In »Cadaveri Eccellenti«, der in Deutschland »Die Macht und ihr Preis« heißt, verfilmte der Regisseur einen der großen Thriller des sizilianischen Erfolgsautors Leonardo Sciascia, »Il Contesto« von 1971, auf Deutsch »Der Zusammenhang« bzw. »Tote Richter reden nicht«. Im Film verstrickt sich ein Kriminalbeamter tödlich in eine Mordserie, deren Opfer ausschließlich Strafrichter sind. Die Umrisse einer riesigen Verschwörung werden sichtbar, die römische Politik erscheint als bloße Kulisse mafiöser Herrschaft.

Schade nur, dass dieser Hinweis wohl nur einige wenige Feed-Leser rechtzeitig erreichen wird.

Rauchen, Saufen, Scheiße labern

Sunday, 03. February 2008

Ich sehe mir gerade zum ersten Mal Anne Will und ihr politisches Kuriositätenkabinett im Ersten an. Zur durchaus berechtigten Frage: Rauchen, Saufen, Fressen - was verbietet der Staat als Nächstes? wird sich da um Kopf und Kragen gestritten. Freiheit, Gesundheit, Verbot, Verbot und nochmal Verbot. Gibt es eigentlich ein Gesetz, dass Nichtrauchern verbietet, in der Öffentlichkeit sinnvolle Sätze zu formulieren? Der Eindruck drängt sich jedenfalls auf, wenn man diesen Flachpfeifen zuhört. Ich fühle mich fast genötigt, wieder mit dem Unfug anzufangen, nur um keiner von denen zu sein.

Oder ist es wieder nur der autoritäre Charakter, der sich geifernd auf die Raucher stürzt, weil sie derzeit das einzig verfügbare Hassobjekt sind, bei dem der solche Ausbrüche nicht sanktioniert werden? Wer es genau wissen will, kann jetzt gleich in Anne Wills Chat wechseln und Horst Keiser fragen. Wenn der die ekelhafte Hetze nicht anschaulich vermitteln kann, geht es gar nicht.

I am Legend, die 2te

Saturday, 02. February 2008

Ich habe ‘I am Legend‘ gerade zum zweiten mal gesehen - diesmal mit der, inzwischen gelesenen, Romanvorlage im Hinterkopf. Die zweite Hälfte des Films ist wirklich totaler Müll; zumindest so viel habe ich seit dem letzten Versuch gelernt. Wer Lust hat, sich demnächst anzugucken, wie sich Vincent Price und Charlton Heston in der gleichen Rolle machen, soll sich kurz melden: Für ein endzeitliches Anknüpfen an den Wilson-Filmabend.

Antisemitismuskritik light

Tuesday, 29. January 2008

Leider hat sich mein Problem mit dem unentspannten Zeitplan, über Wochenende und Konferenz, eher verschärft als entzerrt. Weil die Referate allerdings ohnehin mitgeschnitten wurden und demnächst beim Bündnis gegen Appeasement zu finden sein werden, habe ich meine eigene Berichterstattung deutlich zurück gefahren und werde jetzt erst einmal in Ruhe abarbeiten, was sich hier an Entwürfen und Gedanken angesammelt hat.

… angefangen mit dem Polylux-Bericht Jüdische Schüler in Angst aus der letzten Woche. Dass ein Bekenntnis zum Judentum in der europäischen Öffentlichkeit nicht ungefährlich ist, weiß jeder, der es nicht übersehen wollte, nicht erst seit gestern. Wie viele Menschen sich nun angesichts minderjähriger Judenhasser auf Berliner Schulhöfen “schockiert” zeigen, ist für sich schon ein Trauerspiel, aber vielleicht hilft’s ja wenigstens etwas bei der Bewusstseinsnachhilfe.


Polylog juedische schueler @ www.polylog.tv/videothek

Wer über ausreichende Schmerzfreiheit verfügt, könnte sich auch noch die Diskussion der Zuschauer antun; muss aber wirklich nicht sein.

Samstag den Doctor angucken

Wednesday, 23. January 2008

Ab kommendem Samstag gibt es jede Woche zwei Folgen ‘Doctor Whoauf Pro7 (um 17.00 und 18.10 Uhr). Dank zwei Jahre alten DVD-Boxen und finsteren Raubkopierern ist das zwar kein wirklicher Geheimtipp mehr, aber vielleicht ist ja doch noch irgendwer an dieser großartigsten aller Serien vorbei geschlittert.

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Doctor Who - Logo

Anstatt die erste Folge zu zerspoilern, sage ich einfach nur: Angucken, Spaß haben und Nerven bewahren, wenn ab Sonntag die großen “die Synchro war ja mal voll Scheiße - Guck Original, du Depp!” - Belehrungen aufgefahren werden.

Nachtrag: creep berichtet von den furchtbar miesen Quoten des Serienstarts. Schade.

Legende Legende sein lassen

Monday, 21. January 2008

Ich habe mir gestern ‘I am Legend‘ angesehen und mich dabei zunächst recht gut unterhalten gefühlt. Im Verlauf des Abends kamen dann allerdings Zweifel auf, die ich leider noch nicht wirklich benennen kann. Ohne den Versuch, eine ernsthafte Filmkritik zu leisten, sei kurz auf das Ende der Romanvorlage hingewiesen. Spoilerwarnungen müssten nur für angehende Romanleser ausgesprochen werden - der Film geht anders aus.

Die Wikipedia verrät uns das ursprüngliche Ende:

Er blickt aus dem Fenster auf die Vampirmassen und erkennt nun, dass er selbst für die Vampire das abnormale Monster ist. Denn sie haben gelernt, mit dem Virus zu Leben und er ist ein Mythos, der die getötet hat, die sie geliebt haben. Er ist für sie das, was die Vampire früher für die Menschheit waren: Ein Übel, das vernichtet werden muss. Als er im Angesicht der Vampire die Pille schluckt, endet die Handlung mit der titelgebenden Zeile: Ich bin Legende.

Ich will mir demnächst noch einmal die erste Verfilmung ansehen und den Roman lesen, von dem nicht nur Jakob so begeistert ist. Vielleicht hilft das ja gegen die Sprachlosigkeit und bietet nebenbei noch Gesprächsstoff.

Metaphernknoten

Friday, 18. January 2008

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David Cronenbergs ‘Spider‘ ©Sony Pictures Classics 2002

Um die Zusammenhänge festzulegen, die das Leben der Stadt regeln, spannen die Einwohner von Ersilia Schnüre von Hauskante zu Hauskante, weiße oder schwarze oder weiß-schwarze, je nachdem, ob sie Beziehungen von Verwandtschaft, Warenverkehr, Autorität oder Vertretung bezeichnen. Sind es dann so viele Schnüre, daß man nicht mehr durchkommt, gehen die Einwohner fort: Die Häuser werden abgebaut; es bleiben nur die Schnüre und die Halterungen der Schnüre.

- Italo Calvino: Die unsichtbaren Städte

Joss Whedon für Jungs

Thursday, 17. January 2008

Wir haben gerade die erste “Buffy-Episode für Jungs” gesehen: The Zeppo. Während die übernatürlich befähigten Charaktere ein cthuloides Tentakelmonster vom Zerstören der Welt abhalten, verhandelt Xander seine Geschlechtlichkeit in übler Gesellschaft, hängt mit kriminellen Zombies herum und prügelt sich durch seinen Nebelplot. Worum es geht, wird - wie üblich - nicht verheimlicht:

Xander:It’s my thing.
Willow:Your thing?
Xander:My thing!
Buffy:Is this a penis metaphor?

Ich hatte viel Spaß an der Geschichte, obwohl ich mich immer noch frage, warum Xander und Faith jetzt miteinander schlafen mussten. Kann es sein, dass hier eine sehr coole Figur für die Adoleszenzschmonzette einer anderen eingespannt/geopfert wurde? Der anschließende Rauswurf hat es leider auch nicht wirklich besser gemacht. Aber warten wir erstmal ab, wie es morgen weiter geht.

Ich habe mir jedenfalls vorgenommen, ‘Firefly’ noch einmal durchzusehen; meinen Einstieg ins Whedonverse, mit dem ich immer noch mehr anfangen kann, als mit Buffy. Hier mein rosa Jayne “he puts the me in mercenary” Cobb mit seiner Ansage:

jane.jpg

Vorlage von 11th Hour

Es war einmal vor 09/11

Monday, 26. November 2007

Disneys ‘Gargoyles‘ erwachen, nach tausendjährigem Tiefschlaf, mitten im New York der 1990er Jahre. Nach anfänglichen Schwierigkeiten arrangieren sie sich mit ihrer neuen Umgebung, wobei ihnen die Polizistin Eliza behilflich ist: