Archiv für die Kategorie 'Bewegte Bilder'

Bahnhofsromantik

Donnerstag, 15. Mai 2008

Es ist soweit! Ich habe meinen »Sommerhit 2008« gefunden – ist zwar eigentlich schon aus dem letzten Jahr, dafür aber auch auch voll retro und überhaupt. Stereo Total sind und bleiben die besten von der ganzen Welt. Das ist der Stricherjunge mit der Raucherlunge:

Via Ignaz, wo man noch Freude an YouTube haben kann.

Der Tonspion hat den Song für umme gefunden.

Why They Fought

Montag, 07. April 2008

Beinahe hätte ich übersehen, dass ab heute ein Seminar über die ‘Why We Fight‘ – Filme von Frank Capra angeboten wird. Wer dafür nicht extra in die Uni (oder überhaupt erst nach Oldenburg) fahren möchte, kann sich die Filme auch online besorgen; sie sind public domain und darum ganz legal zu ziehen:

1 Prelude to War
2 The Nazi Strike
3 Divide and Conquer
4 The Battle of Britain
5 The Battle of Russia I + II
6 The Battle of China
7 War Comes to America

Diese Propagandafilme wurden vorgeblich produziert, um den Eintritt der USA in den Zweiten Weltkrieg an die eigenen Soldaten und Zivilisten zu vermitteln. Es ist ausgesprochen lohnend, selbst nachzuvollziehen, womit linke und rechte Staatsfetischisten (beider Vorzeichen) sich ach so gut auskennen wollen. Mobilmachungsfilme sind zwar eine schlechte Quelle, wenn es um die Motivation einer Kriegspartei geht; über Selbstbewusstsein und Motivation der Streitkräfte sagen sie allerdings erheblich mehr aus, als das dahin gerotzte »falsches Bewusstsein, Fiderallala«, mit dem der Vulgärmarxist die Welt zu langweilen weiß.

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(Gegen-) Propaganda

Charlton Heston

Sonntag, 06. April 2008

Charlton Heston ist gestorben und inzwischen wissen wir ja alle, was für ein böser, böser Mann da von uns gegangen ist. Bei Jakob und im Fuchsbau ist man freundlicher und bei mir darf er noch einmal mit Edward G. Robinson zu Abend essen. Weil’s so schön war:

Israels Geburtstagskino in Hamburg

Freitag, 28. März 2008

Die hamburger Antifas von Bad Weather und das 3001 Kino zeigen einige Filme anlässlich des 60sten “Geburtstags” des Staates Israel. Da die beiden Filme vom Donnerstag am Wochenende erneut laufen, habe ich tatsächlich die Chance, die ganze Reihe zu sehen. Hat noch jemand Lust? Von wegen zusammen nach Hamburg und so weiter.

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Israel-Filmtage in Hamburg

Laufen sollen die Filme:

FROZEN DAYS
NOODLES
THINGS BEHIND THE SUN
MADE IN ISRAEL
TURN LEFT AT THE END OF THE ROAD
MR. BAUM

Weitere Infos gibt es demnächst bei Bad Weather und dem 3001 Kino.

Die Heeder Volksgesundheit

Montag, 03. März 2008

Es gibt – ganz ohne Frage – viele nachvollziehbare Gründe, sich kritisch mit dem Phänomen Prostitution auseinander zu setzen. Was sich zur Zeit im niedersächsischen Heede (bei Diepholz) beobachten lässt, hat mit diesen allerdings nicht das Geringste gemein. Dort ist ein Bündnis besorgter Bürger angetreten, den privaten Club Silke aus der Nachbarschaft zu vertreiben. Das Problem der “Interessengemeinschaft Heede” ist allerdings, dass dieses Bordell über eine wasserdichte Zulassung verfügt, während sie selbst nur das Recht des Rechthabenden vorweisen können. Daran soll der Kampf aber nicht scheitern, denn man hat scheinbar nicht nur die gerechte Mission, sondern auch einen Sinn für direkte Aktion – im Rahmen des Legalen, versteht sich.

Sinnstifter des ausgerufenen “Widerstandes” sind die lieben Kleinen, denen man den Anblick eines Bordells nicht zumuten könne. Da der Parole „Kein Bordell vor Kinderaugen“ noch keine Begründung anhaftet, muss der befremdlichen Kampagne genauer auf den Grund gegangen werden, um sie zu verstehen. Spätestens die Tatsache, dass man grundsätzlich “Verständnis für derartige Einrichtungen“ habe, wie eine Sprecherin gegenüber dem Diepholzer Kreisblatt betonte, stellt die Protestler in ein fragwürdiges Licht.

Die prüde Prostitutionskritik hat demnach nicht die Prostituierten oder ihre Lebensumstände, tatsächlich nicht einmal das Bordell selbst zum Gegenstand, sondern allein die eigene Gemeinschaft, in der es so etwas nicht geben darf. Dass die Aktionen der Bordellgegner zur Zeit den Besuchern gelten und die Mitarbeiterinnen lediglich vermittels ihrer finanziellen Lebensgrundlage angreifen, mag Zufall sein; vielleicht ist es sogar Ausdruck eines Restanstandes der Kinderschützer. Als Entwarnung taugt dieser Umstand jedenfalls nicht, wobei Panikmache im Gegenzug ebenfalls überzogen wäre. Ein hässlicher kleiner Aufstand ist es ohne Frage, der tobende Mob wird aber wohl noch länger auf sich warten lassen.

Beruhigend ist zumindest, dass die Kampagne jenseits der Heeder Ortsgrenzen kaum mehr als amüsiertes Kopfschütteln bewirken konnte. Insbesondere wahrscheinlich in den unzähligen Nachbardörfern, in denen rote Laternen am Haus gegenüber noch niemanden um die unbeschadete Kindheit gebracht haben.

Am kommenden Donnerstag (6. März) wird der NDR in der Sendung Niedersachsen 19.30 – Das Magazin über die „Interessengemeinschaft Heede“ berichten und hoffentlich eine angemessene Diskussion entfachen. Bis dahin bleibt zu hoffen, dass es in Heede friedlich bleibt und man am besten gar nicht erst auf die Idee kommt, auch jenseits des Bordells nach Störelementen des moralischen Gemeinschaftsempfindens zu suchen.

Verordneter Mafia-Filmabend

Samstag, 16. Februar 2008

Wie es immer so ist: Gestern habe ich hier noch die große Schweigsamkeit verkündet, weil ich feiernd und nachdenklich abwesend sein wollte – heute lungere ich mit angeschlagener Gesundheit vor dem Computer herum und ärgere mich. Ein Gutes hat der Mist immerhin: Ans beheizte Haus gefesselt, kann mir in verordneter Ruhe die Francesco Rosi – Filme auf Bayern 3 ansehen, wie Uli Krug es vor zwei Wochen empfohlen hat.

Also gibt es gleich düstere Mafia-Krimis statt ausgelassener Feste. Um 20.15 Uhr kommt ‘Die Macht und ihr Preis‘, um 22:15 Uhr ‘Lucky Luciano‘ und Mitternacht dann die Dokumentation ‘Momente der Wahrheit‘ – mal sehen, wie lange ich durchhalte. Der Videorekorder läuft jedenfalls vorsichtshalber mit.

Ich bin eigentlich gar kein großer Krimifreund, aber die Begeisterung von Uli Krug (der vor ein paar Monaten schon einen interessanten Artikel über die »ehrenwerte Gesellschaft« geschrieben hat) scheint ansteckend zu sein. Schnell noch zur Einstimmung:

Die Geschichte zeigt, warum Italien in den Siebzigern von gar nicht so unberechtigten Ängs­ten beherrscht war: Angst vor der mächtigen Mafia, vor einem rechtsextremen Staatsstreich, aber auch vor den Brigate Rosse. Das Klima brachte eine einzigartige Blüte des Genrekinos hervor: Beklemmende Krimis (so genannte ­Gialli), harte Polizeistreifen und Mafia­filme setzten den Boom der italienischen Filmindustrie fort. [...] In »Cadaveri Eccellenti«, der in Deutschland »Die Macht und ihr Preis« heißt, verfilmte der Regisseur einen der großen Thriller des sizilianischen Erfolgsautors Leonardo Sciascia, »Il Contesto« von 1971, auf Deutsch »Der Zusammenhang« bzw. »Tote Richter reden nicht«. Im Film verstrickt sich ein Kriminalbeamter tödlich in eine Mordserie, deren Opfer ausschließlich Strafrichter sind. Die Umrisse einer riesigen Verschwörung werden sichtbar, die römische Politik erscheint als bloße Kulisse mafiöser Herrschaft.

Schade nur, dass dieser Hinweis wohl nur einige wenige Feed-Leser rechtzeitig erreichen wird.

Antisemitismuskritik light

Dienstag, 29. Januar 2008

Leider hat sich mein Problem mit dem unentspannten Zeitplan, über Wochenende und Konferenz, eher verschärft als entzerrt. Weil die Referate allerdings ohnehin mitgeschnitten wurden und demnächst beim Bündnis gegen Appeasement zu finden sein werden, habe ich meine eigene Berichterstattung deutlich zurück gefahren und werde jetzt erst einmal in Ruhe abarbeiten, was sich hier an Entwürfen und Gedanken angesammelt hat.

… angefangen mit dem Polylux-Bericht Jüdische Schüler in Angst aus der letzten Woche. Dass ein Bekenntnis zum Judentum in der europäischen Öffentlichkeit nicht ungefährlich ist, weiß jeder, der es nicht übersehen wollte, nicht erst seit gestern. Wie viele Menschen sich nun angesichts minderjähriger Judenhasser auf Berliner Schulhöfen “schockiert” zeigen, ist für sich schon ein Trauerspiel, aber vielleicht hilft’s ja wenigstens etwas bei der Bewusstseinsnachhilfe.


Polylog juedische schueler @ www.polylog.tv/videothek

Wer über ausreichende Schmerzfreiheit verfügt, könnte sich auch noch die Diskussion der Zuschauer antun; muss aber wirklich nicht sein.

Legende Legende sein lassen

Montag, 21. Januar 2008

Ich habe mir gestern ‘I am Legend‘ angesehen und mich dabei zunächst recht gut unterhalten gefühlt. Im Verlauf des Abends kamen dann allerdings Zweifel auf, die ich leider noch nicht wirklich benennen kann. Ohne den Versuch, eine ernsthafte Filmkritik zu leisten, sei kurz auf das Ende der Romanvorlage hingewiesen. Spoilerwarnungen müssten nur für angehende Romanleser ausgesprochen werden – der Film geht anders aus.

Die Wikipedia verrät uns das ursprüngliche Ende:

Er blickt aus dem Fenster auf die Vampirmassen und erkennt nun, dass er selbst für die Vampire das abnormale Monster ist. Denn sie haben gelernt, mit dem Virus zu Leben und er ist ein Mythos, der die getötet hat, die sie geliebt haben. Er ist für sie das, was die Vampire früher für die Menschheit waren: Ein Übel, das vernichtet werden muss. Als er im Angesicht der Vampire die Pille schluckt, endet die Handlung mit der titelgebenden Zeile: Ich bin Legende.

Ich will mir demnächst noch einmal die erste Verfilmung ansehen und den Roman lesen, von dem nicht nur Jakob so begeistert ist. Vielleicht hilft das ja gegen die Sprachlosigkeit und bietet nebenbei noch Gesprächsstoff.

Joss Whedon für Jungs

Donnerstag, 17. Januar 2008

Wir haben gerade die erste “Buffy-Episode für Jungs” gesehen: The Zeppo. Während die übernatürlich befähigten Charaktere ein cthuloides Tentakelmonster vom Zerstören der Welt abhalten, verhandelt Xander seine Geschlechtlichkeit in übler Gesellschaft, hängt mit kriminellen Zombies herum und prügelt sich durch seinen Nebelplot. Worum es geht, wird – wie üblich – nicht verheimlicht:

Xander:It’s my thing.
Willow:Your thing?
Xander:My thing!
Buffy:Is this a penis metaphor?

Ich hatte viel Spaß an der Geschichte, obwohl ich mich immer noch frage, warum Xander und Faith jetzt miteinander schlafen mussten. Kann es sein, dass hier eine sehr coole Figur für die Adoleszenzschmonzette einer anderen eingespannt/geopfert wurde? Der anschließende Rauswurf hat es leider auch nicht wirklich besser gemacht. Aber warten wir erstmal ab, wie es morgen weiter geht.

Ich habe mir jedenfalls vorgenommen, ‘Firefly’ noch einmal durchzusehen; meinen Einstieg ins Whedonverse, mit dem ich immer noch mehr anfangen kann, als mit Buffy. Hier mein rosa Jayne “he puts the me in mercenary” Cobb mit seiner Ansage:

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Vorlage von 11th Hour

Es war einmal vor 09/11

Montag, 26. November 2007

Disneys ‘Gargoyles‘ erwachen, nach tausendjährigem Tiefschlaf, mitten im New York der 1990er Jahre. Nach anfänglichen Schwierigkeiten arrangieren sie sich mit ihrer neuen Umgebung, wobei ihnen die Polizistin Eliza behilflich ist: