Archiv für die Kategorie 'Erzählungen'

Nichts über Lloret sagen

Samstag, 12. Juli 2008

Wenn ich bei meinem Vater zu Besuch bin, lese ich morgens in seiner taz herum, rege mich danach tierisch über irgendeinen bescheuerten Artikel auf und gehe damit so dermaßen auf die Nerven, dass sich die Gesellschaft meist bis zum Mittagessen vertagt. Heute nicht. Erstens gab es kein Frühstück und zweitens hat mich der Lloret de Mar - Bericht von Hanna Maier so angerührt, dass ich keines bösen Wortes mehr fähig war.

Fragt sich nur, wie das geschehen konnte. Dass die Abitouristen ohne Klassenaufsicht zur reinsten Landplage mutieren, war mir nicht neu. Die Lloret-Fahrt meines eigenen Jahrgangs ekelt mich heute noch an (ohne, dass ich überhaupt mitgefahren wäre) und die »schmerzhaften Abschiedserfahrungen« sind auch ohne Betäubung spurlos an mir vorbei gegangen.

Vielleicht war es die Tatsache, dass ich nicht Hanna bin; dass sich wider besseres Wissen mitmachen lässt; dass ein Bewusstsein über die Verlogenheit der Sache sie nicht zwangsläufig entschärfen muss. Es war wohl keine versehentliche Unschärfe der Kritik, sondern ihre voll und ganz beabsichtigte Belanglosigkeit, die sie so angemessen wie sympathisch ausfallen ließ.

Gaiman, Lovecraft, Sherlock Holmes

Freitag, 20. Juni 2008

Wo wir gestern schon bei der bunten Welt der Unterhaltungsdinge waren: Neil Gaimans Sherlock Holmes - Pastiche ‘A Study in Emerald‘ steht als kostenloser Download zur Verfügung; zum Lesen und zum Hören. [via omnia exeunt in mysterium]. Die Geschichte ist erstmals in der Anthologie ‘Shadows Over Baker Street: New Tales of Terror!‘ erschienen, über deren Konzept sich wohl am einfachsten erklären lässt, warum die grüne Studie so wundervoll ist.

Am Anfang stehen zwei Autoren, deren immenser Einfluss auf die phantastische Unterhaltungsliteratur unbestreitbar ist: Sir Arthur Conan Doyle und Howard Phillips Lovecraft. Obwohl sich in der Rezeptionsgeschichte der beiden Großmeister einige Ähnlichkeiten aufzeigen ließen, sind es doch die geradezu spiegelbildlichen Unterschiede in Biographie und Werk, die sich dem Betrachter aufdrängen. Während der Atheist Lovecraft seinen Cthulhu-Mythos als widersprüchliches Chaos des kosmischen Grauens komponiert, ist Sherlock Holmes - die Hauptfigur des Spiritisten und Feierabendmystikers Conan Doyle - ein Mann der Ratio. Die Holmes-Fälle sind sorgsam konstruierte Puzzle, die vom Logiker Holmes deduktiv aufgedröselt werden; Lovecrafts Figuren hingegen sind kaum mehr als Platzhalter - Objekte ihres Wahnsinns - deren Scheitern unausweichlich ist. Der Cthulhu-Mythos ist inkonsistent, widersprüchlich und (trotz der Versuche diverser Fans und Rollenspieler) nicht zu erklären. Die beiden literarischen Systeme, Holmes-Chronologie wie Cthulhu-Mythos, sind von unzähligen Autoren erweitert worden, und die Suche nach einem verbindlichen Kanon ist in beiden Fällen Gegenstand erbitterter Streitereien.

Zu diesen Erweiterungen (oder besser: Pastiches) zählen auch die Geschichten in ‘Shadows Over Baker Street‘. Der Witz ist nur, dass diese Geschichten in beiden Welten zugleich spielen und als Holmes/Cthulhu Crossover daher kommen. Die oben angerissenen Differenzen fordern den Autoren eine gründliche Auseinandersetzung mit ihren Vorlagen ab und zwingen sie, mit dem Paradoxon zu spielen. Das gelingt ihnen unterschiedliche gut; Gaiman macht es mit Abstand am besten. Spoiler gibt es keine - wer sich mit diesem Konzept anfreunden kann, wird seine Freude an ‘A Study in Emerald‘ haben. Versprochen!

p.s. Ja, ich weiß noch, was ich gestern geschrieben habe.

Selbst ist der Kritiker

Donnerstag, 19. Juni 2008

Literaturkritiker sind in der angebildeten Konsumentenschaft nicht sonderlich beliebt. Sie verdienten ihr Geld mit dem, was eh schon jeder (besser) wisse, indem sie Geschmacksfragen künstlich aufblähten, einen pseudointellektuellen Begriffsapparat pflegten und zu allem Überfluss als nützliche Idioten der finsteren Kulturindustrie hofiert würden. Zugestehen könne man ihnen bestenfalls einen gewissen Überblick über den tatsächlich unüberschaubaren Markt, den sie allerdings nur als Referenzfundus missbrauchten, um »normal gute« Autoren wie Ken Follet, Dan Brown oder Henning Mankell zu verunglimpfen. »Gut, dass uns diese Klugscheißer egal sind, und wir einfach so lesen können, was wir gut finden, eben weil wir es gut finden!«

Vergleichbare Urteile werden in ermüdender Regelmäßigkeit über Restaurant-, Film- oder Musikkritiker gefällt. Verziehen wird bestenfalls dem Sportkommentator, dem sich der Fachmann daheim in Kompetenzfragen zwar zumindest ebenbürtig wähnt, der aber immerhin mit Volkes Stimme spricht und unseren Jungs zuverlässig die Stange hält. Die ignorante Großherzigkeit des individuierten Denkers liegt letztlich in seinem Mitleid begründet; hat er doch nur zu genau begriffen, was Georg Kreisler (immerhin auf unterhaltsame Art) besungen hat:

»Es gehört zu meinen Pflichten,
Schönes zu vernichten als Musikkritiker,
Sollt ich etwas Schönes finden,
Muß ich’s unterbinden als Musikkritiker.
Mich kann auch kein Künstler überlisten,
Da ich ja nicht verstehe, was er tut.
Drum sag ich von jedem Komponisten:
Erst nachdem er tot ist, ist er gut!
«

Im Grunde ist der Kritiker nämlich eine arme Sau; hat von Kunst nichts begriffen, geschweige denn etwas anständiges gelernt. Und genau hier setzt die narzisstische Ermächtigung des Kritikgegners ein: Ist der Experte erst mittels einer explosiven Mischung aus gesundem Menschenverstand, küchenpsychologischen Einschätzungen und (optional) Adorno-Klappentexten demontiert, wird selbst in die Bresche gehüpft. Was dort ankommt, ist ein absurdes Spiegelbild seiner eigenen Wahnvorstellung: Die Subjekt gewordene Parodie auf den zuvor entmachteten Kritker. Die - selbstverständlich gut sortierte - DVD-Sammlung wird verbindlicher Kanon, die akribisch erlernten Namen Begriffsapparat und die Weltanschauung Motivarsenal für die interpretatorische Schnitzeljagd.

Das Beschriebene ist nicht verwerflich, betrifft letztlich jeden, der sich inhaltlich mit kulturindustrieellen Produkten auseinandersetzt und liegt in der Natur der Sache - was wohl am wichtigsten ist. Das kaum begrenzte Warenangebot verlangt entscheidungsfähige Konsumenten, die nicht gleich kapitulieren, wenn sie zwischen zwei TV-Sendungen wählen müssen. Diese banale Erkenntnis macht das Geschwätz von [insert favorite artist here] - Fans auf der anderen Seite aber auch nur unwesentlich erträglicher. Das Expertentum (ob nun professionell dem autonomen Kunstwerk nachtrauernd oder der in der selfmade-Variante nach dem heimischen Videoabend) ist Selbstbetrug - ist nervig - ist Ideologie.

Auflösen kann ich das Problem leider auch nicht, obwohl ich bisher sogar noch verschwiegen habe, dass die Warenvielfalt an und für sich eine tolle Sache ist. Gelegentlich bereitet mir sogar das Gespräch über diese Dinge Freude. Bis zum Kommunismus bleibt wohl nichts besseres, als öfter mal wegzuhören und ab und an zu klicken, wenn Amazon »Rezension unzumutbar?« fragt - im übertragenden Sinne aufs Ganze zielend, versteht sich.

Michael Endes ‘Momo’ in der BAHAMAS

Montag, 02. Juni 2008

Die neue Bahamas ist erschienen und während mein Exemplar in einem fernen Briefkasten wartet, habe ich mit den online verfügbaren Artikel begonnen. Ganz besonders erfreulich ist Peter Siemioneks ‘Phantasie und Vernichtung - „Momo“ und die autoritäre Sehnsucht des Michael Ende’; eine Kritik mit Seltenheitswert, die weit über den ästhetischen Charakter dieses Lieblingsbuches aller Eltern hinaus geht: »Vielleicht wagt schon deshalb keiner, auf die Drittklassigkeit des Autors und die Leblosigkeit seines Hauptwerks, seinen bedrückenden Mangel an Phantasie und die fade Schablonenhaftigkeit seiner Gestalten hinzuweisen, weil alle insgeheim wissen, dass Momo gar nicht als literarisches Kunstwerk, sondern als hochideologisches Traktat den Deutschen generationenübergreifend so unentbehrlich geworden ist.«

Als solches wird es dann auch untersucht, dem Vergleich mit Goethes Vorlage ausgesetzt, auf sein Gesellschafts- und Arbeitsideal befragt und mitsamt seiner bildungsbürgerlichen Erfolgsgeschichte (auch bekannt als “Deutschunterricht”) als »gefährlicher Schund« entlarvt. Durch das Programm führt der alte Tocotronic-Text, auch wenn die Band selbst nur bis zur vierten Fußnote unbeschaded bleibt.

Ein Lied mehr zur Lage der Nation
Und zur Degeneration meiner Generation
Zur Unentschlossenheit der Jugend
Zur Vedrossenheit der Tugend
Zu meiner aussichtslosen Lage
Und zur Klärung der Schuldfrage

Und darum klag’ ich an

Michael Ende nur du bist schuld daran
Daß aus uns nichts werden kann
Du hast uns mit deinen Tricks
Aus der Gesellschaft ausgeXt
Mit den Eltern aller Schichten
Willst du uns vernichten

Michael Ende du hast mein Leben zerstört

Ich erlaube mir noch einen etwas unsportlichen Kunstgriff, indem ich den Schlusssatz auf Einleitungsposition drehe, und empfehle die Lektüre. Dringed.

»Angesichts einer praktizierten Gemeinschaftserziehung, die ihre wesentlichen Motive aus einem antisemitischen Kinderbuch zieht, wirken Adornos Forderungen nach einer „Erziehung zur Entbarbarisierung“, die in erster Linie Aufgabe der Schule sein sollte, scheinbar naiv. Und doch sind Adornos Forderungen gegen Lehrer, die mit „Momo“ in der Hand die gesamtgesellschaftliche Regression beschleunigen, aktueller denn je. Die professionellen Lehrer in ihrer Mehrheit kommen als Adressaten dieser Kritik, gar als Akteure, die in ihrem Bereich aktiv gegen den Rückfall in die Barbarei kämpfen würden, allerdings nicht in Betracht. Eine Erziehung gegen „Momo“ wird sich notwendig gegen die Schule zu richten haben.«

Nachtrag: Nichtidentisches hat in seinem (annähernd gleichzeitig verfassten) Kommentar auf den Bahamas-Artikel auf einen eigenen Text über Michael Ende verwiesen. Es lohnt sich, den ebenfalls zu lesen, da der Nachweis der antisemitschen Stereotype (im ‘Wunschpunsch‘) in der Bahamas nur am Rande erfolgt.

Sprechende Frisuren

Mittwoch, 21. Mai 2008

Lange gesucht und endlich gefunden - Pasolini über ‘Die Sprache der Haare‘ (in ‘Freibeuterschriften. Die Zerstörung der Kultur des Einzelnen durch die Konsumgesellschaft.’):

Was sagten sie jetzt? Sie sagten: »Ja, es stimmt, wir drücken linke Inhalte aus; unsere Aussage ist - auch wenn sie die verbalen Botschaften lediglich begleitet - eine linke Aussage … Aber … Aber …«
An diesem Punkt verstummten die langen Haare. Den Rest mußte ich selbst ergänzen. Mit dem »Aber« wollten sie offensichtlich zwei Dinge sagen: 1. »Unsere Wortlosigkeit erweist sich zunehmend als irrational und pragmatisch. Der Primat der Aktion, den wir unausgesprochen behaupten, hat einen subkulturellen und damit einen im wesentlichen rechten Charakter.« 2. »Wir sind inzwischen auch von faschistischen Provokateuren, die sich unter die Verbalrevolutionäre mischen, unterwandert worden (der Verbalismus kann ja auch zur Aktion führen, vor allem, wenn er sie zum Mythos macht); und wir bilden eine perfekte Maske, nicht nur rein äußerlich (unser ungeordnetes Wallen und Haargewoge macht tendenziell alle Gesichter gleich), sondern auch in kultureller Hinsicht: Eine rechte Subkultur läßt sich nämlich ohne weiteres mit einer linken Subkultur verwechseln.«
Kurz und gut, ich verstand, daß die Sprache der langen Haare nicht mehr ein »Etwas« von linken Inhalten ausdrückte, sondern ein Zwiespältiges, etwas Rechts-Linkes, was das Auftreten von Provokateuren ermöglicht.

Sehr zu empfehlen das Buch. Überhaupt: Pasolini lesen!

Irrsinn von allen Seiten

Samstag, 26. April 2008

Bücher zum Geburtstag! Schwerpunktthema Wahnsinn, ohne dass sie wirklich etwas miteinander zu tun hätten. Trotzdem irgendwie irritierend:

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Wahnsinn im Doppelpack

Dementophobia. Wahn und geistiger Verfall.
Kritische Psychologie. Eine Einführung.

Der mit dem Geek spielt

Sonntag, 30. März 2008

Mit Rückenschmerzen und gemischten Gefühlen bin ich just aus Hannover zurück, wo ich mit (anderen) Spinnern ein berauschendes Nerdfest gefeiert habe: Die Hannover Spielt! - Rollenspielconvention. Meine zentrale Erkenntnis ist, dass ich die Rollenspielerei nach all den Jahren immer noch sehr gerne betreibe, mit der absoluten Mehrheit meiner “Mitspieler” aber nicht mehr viel anfangen kann. Langhaarige Nerds, die sich über ihre fragwürdigen Würfelorgien in Rage reden, gehen mir mittlerweile genauso auf den Geist, wie allen anderen, die schon das Vergnügen hatten, im Bus hinter denen zu sitzen.

Aber immerhin: Ich habe mir vom großartigen Karl-Heinz Witzko vorlesen lassen, der das Pech hat, auf seinen besten Romanen ein ‘Das Schwarze Auge‘ - Logo prangen zu haben, mir die Nacht mit dem großartigen ‘Dogs in the Vineyard‘ um die Ohren gehauen und an einem bisweilen realsatirischen Workshop teilgenommen, über den ich heute Abend nicht mehr nachdenken möchte.

Nachträgliche Feindbildkorrektur: So besonders langhaarig waren die meisten Leute gar nicht. Aber ich denke, der Typus ist trotzdem klar geworden. …

Lovecraft zum Todestag im Radio

Sonntag, 16. März 2008

In ein paar Minuten ist H.P. Lovecrafts siebzigster Todestag vorbei. Damit schaffe ich es gerade noch rechtzeitig, auf Heinz von Cramers Hörspiel ‘Lovecraft hinzuweisen, das sich morgen um 14.05 Uhr auf hr2 anhören lässt. Gefunden habe ich es über den schönsten aller Cthulhu-Blogs.

Ich muss allerdings zugegeben, selbst gerade heimlich seinen deutlich weniger eleganten (Brief-)freund zu lesen:

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Robert E. Howard

… bzw. dessen Conan.

Nachtrag: Es gibt eine gute Anleitung für das Mitschneiden von gestreamtem Radio. Ob dieses erlaubt ist, weiß ich allerdings nicht. Ich rate also vorsichtshalber davon ab und so weiter und so fort.

Jon ganz alleine

Freitag, 07. März 2008

Ich bin gerade auf ein wirklich deprimierendes und unglaublich lustiges Webcomic aufmerksam gemacht worden. Es geht ausschließlich um Garfield, oder besser: Um das, was bleibt, wenn man den dicken Kater aus den Garfield-Strips entfernt.

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Garfield ohne Garfield

“Who would have guessed that when you remove Garfield from the Garfield comic strips, the result is an even better comic about schizophrenia, bipolar disorder, and the empty desperation of modern life? Friends, meet Jon Arbuckle. Let’s laugh and learn with him on a journey deep into the tortured mind of an isolated young everyman as he fights a losing battle against loneliness in a quiet American suburb.”

Nachtrag: Via creep, der es im sablog gefunden hat.

Zitierte Hunde im Klassenkampf

Dienstag, 26. Februar 2008

Kurze Zwischenfrage an die Auskenner unter euch: Im Vorwort zur Neuauflage wennvon Cosmic Banditos zitiert Allan C. Weisbecker ein “riesiges politisch angehauchtes Buch“, in dem einige Referenzen auf sein Werk zu finden sein sollen. Gibt es das tatsächlich und wie heißt es? Oder andersrum gefragt: Woher stammt dieses abstruse Zitat ursprünglich?

Der Weg der Befreiung aus dem Klassenkampf zeigt sich darin, daß man nicht über alle Dinge in derartigen Begrifflichkeiten nachdenkt und sich einer Utopie entsinnt, die ein Ende des Klassenkampfes hat, innerhalb eines besonderen Bewußtseins aus dem er entstanden ist. Dies ist das grundlegende Einstellungsproblem der marxistischen Banditos (in dem Buch) und der Grund, warum sie mit ihren kosmischen Kollegen nicht weiterkommen. »Sie mögen auch keine Hunde« (eine Bemerkung des Autors), ist sogar ein weiteres Beispiel von etwas sehr wichtigem. Sie können es nicht mit ihrer Ideologie vereinbaren, Hunde zu mögen, da sich Hunde nach ihrem Verständnis nicht am Klassenkampf beteiligen. Die Wahrscheinlichkeit, daß die Geschichte, die in Cosmic Banditos beschrieben ist, tatsächlich geschehen könnte, ist sehr gering; doch nicht unmöglich. Cosmic banditos ist zwar eine unwahrscheinliche Geschichte, aber keine unwahrscheinliche. Es ist eine humoritistische Arbeit mit psychedelischen Bestandteilen. Ebenso ist es eine philosophische Arbeit über das menschliche Wissen und die Wahrnehmung der Realität. Man könnte es einen groschenromanartigen »Tzeuberg« der Postmoderne nennen.

Der genaue Wortlaut wird natürlich etwas anders sein, falls Weisbeckers Übersetzer und der des “riesigen Buches” nicht Teil einer gemeinsamen Schwarmintelligenz sein sollten. …