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	<title>Karwan Baschi &#124; Paules Blog &#187; Erzählungen</title>
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		<title>Texte au&#223;er Haus</title>
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		<pubDate>Sat, 14 Aug 2010 15:12:44 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Auch wenn hier alles ein wenig ausgestorben ist, habe ich doch ab und zu ein wenig geschrieben in der letzten Zeit. Um das nicht v&#246;llig aus den Augen zu verlieren, werde ich das demn&#228;chst mal  irgendwo geb&#252;ndelt verlinken. Den Anfang machen jetzt die Rezensionen auf Beatpunk und dem Rollenspiel Alamach in einer phantastischen Liste.
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			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Auch wenn hier alles ein wenig ausgestorben ist, habe ich doch ab und zu ein wenig geschrieben in der letzten Zeit. Um das nicht v&#246;llig aus den Augen zu verlieren, werde ich das demn&#228;chst mal  irgendwo geb&#252;ndelt verlinken. Den Anfang machen jetzt die Rezensionen auf <em><a href="http://www.beatpunk.org/" rel="nofollow" title="Beatpunk Webzine" >Beatpunk</a></em> und dem <em><a href="http://www.rollenspiel-almanach.de/" rel="nofollow" title="Der Rollenspiel Almanach" >Rollenspiel Alamach</a></em> in einer <a href="http://karwan-baschi.net/weblog/rezensionen/"title="Meine Rezensionen anderswo" ><strong>phantastischen Liste</strong></a>.</p>
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		<title>Sogar zum Kiffen zu bl&#246;d</title>
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		<pubDate>Sun, 14 Feb 2010 11:44:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paule</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Sicherlich &#252;berfl&#252;ssig, sich dar&#252;ber aufzuregen &#8211; aber etwas lustig ist er schon, dieser unzufriedene Leser von Walter Benjamins Haschischbuch:

»Schon auf den ersten Seiten wurde ich mit bewu&#223;t was ich mir daangetan habe. Oh Gott, der Schreibstil entspricht wirklich dem derErstauflage von 1972 bzw. eher dem 18 Jahrhundert. Noch nie mu&#223;te ich in einem Buch die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Sicherlich &#252;berfl&#252;ssig, sich dar&#252;ber aufzuregen &#8211; aber etwas lustig ist er schon, dieser unzufriedene Leser von Walter Benjamins Haschischbuch:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">»<a href="http://www.amazon.de/review/RZPWHPIQOUSGK/ref=cm_cr_rdp_perm" rel="nofollow" title="Die Kundenrezension" ><em>Schon auf den ersten Seiten wurde ich mit bewu&#223;t was ich mir daangetan habe. Oh Gott, der Schreibstil entspricht wirklich dem derErstauflage von 1972 bzw. eher dem 18 Jahrhundert. Noch nie mu&#223;te ich in einem Buch die Textpassagen mehrmals lesen um zu verstehen was der Autor zum Ausdruck bringen will. Man mu&#223; den Text Wort f&#252;r Wort lesen, und nach jedem Satz dar&#252;bernachdenken was der Autor jetzt eigentlich meint. F&#252;r die Genereration X absolut unbrauchbar. MfG</em></a>«</p>
</blockquote>
<p>Oder war das ein Witz?</p>
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		<title>Im Wahn sogar mit Frankreich</title>
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		<pubDate>Sat, 31 Oct 2009 17:49:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paule</dc:creator>
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		<description><![CDATA[»Schluss mit dem Kult um die Asterix-Comics!«, fordert Richard Herzinger auf Welt Online und nimmt die r&#252;bennasigen Globalisierungsgegner fachgerecht &#8211; mit Poliakov &#8211; auseinander. Die Forderung ist sympathisch und seine Beobachtungen so offensichtlich, dass es vermutlich erm&#252;dend ist, sie schon wieder irgendwo aufschreiben zu m&#252;ssen. Oder auch nicht, denn die WELT ist nicht irgendwo, wie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">»<em>Schluss mit dem Kult um die Asterix-Comics!</em>«, <a href="http://www.welt.de/kultur/article5037128/Schluss-mit-dem-Kult-um-die-Asterix-Comics.html" rel="nofollow" title="Wenn einem das Lachen vergeht @WELT ONLINE" >fordert Richard Herzinger auf Welt Online</a> und nimmt die r&#252;bennasigen Globalisierungsgegner fachgerecht &#8211; mit Poliakov &#8211; auseinander. Die Forderung ist sympathisch und seine Beobachtungen so offensichtlich, dass es vermutlich erm&#252;dend ist, sie schon wieder irgendwo aufschreiben zu m&#252;ssen. Oder auch nicht, denn die WELT ist nicht irgendwo, wie das hilfreiche <a href="http://www.welt.de/kultur/article5037128/Schluss-mit-dem-Kult-um-die-Asterix-Comics.html#article_comment" rel="nofollow" title="Da schreibt der Mob" >Kommentatorengesindel bereits eine halbe Stunde sp&#228;ter klargestellt hat</a>:</p>
<p style="text-align: justify;">Die »Interpretation« sei »falsch«, der Autor hysterisch. »Postmodernes Beliebigkeitsgeschwurbel« ist auch schon wieder erkannt worden und was Poliakov endlich brauche, sei eine »richtige Arbeit«. (Aus dem Kriegsgefangenenlager hatte er sich ja seinerzeit auch schon verdr&#252;ck, gell?)</p>
<p style="text-align: justify;">Wirklich erstaunlich ist eigentlich nur, dass es diesmal Franzosen sind, die da so verbissen wie hirnlos verteidigt werden. Dass n&#228;mlich nicht nur die Deutschen zu v&#246;lkischem Wahn neigen, stellt der Autor schon im zweiten Satz klar &#8211; ja, sie h&#228;tten nicht einmal damit angefangen. Der Wahn des Ariertums sei &#252;brigens auch »in ganz Europa, nicht zuletzt in Frankreich« verbreitet gewesen. Aber es reicht offensichtlich nicht, die Deutschen so entgegenkommend aus der Schusslinie zu nehmen, will man ihnen auch nur das allerverdaulichste H&#228;ppchen Ideologiekritik schmackhaft machen. Vielleicht sollte es bei Gelegenheit mal jemand mit einem us-amerikanischen Westernheftchen versuchen.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Das Wetter</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Oct 2009 01:16:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paule</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nach zwei Romanen und vier Kurzgeschichten, scheint Sir Arthur Conan Doyle schlagartig aufgefallen zu sein, dass seine Sherlock Holmes Erz&#228;hlungen vielleicht doch ein kleines bisschen was flavor vertragen k&#246;nnten. Oder aber &#8211; wohlwollender spekuliert &#8211; es war Dr. Watson ein wenig schwer ums Herz, als er Die f&#252;nf Orangenkerne zu Papier brachte. (Sagt man ja [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Nach zwei Romanen und vier Kurzgeschichten, scheint Sir Arthur Conan Doyle schlagartig aufgefallen zu sein, dass seine Sherlock Holmes Erz&#228;hlungen vielleicht doch ein kleines bisschen was flavor vertragen k&#246;nnten. Oder aber &#8211; wohlwollender spekuliert &#8211; es war Dr. Watson ein wenig schwer ums Herz, als er <em><a href="http://en.wikipedia.org/wiki/The_Five_Orange_Pips" rel="nofollow" title="The Five Orange Pips in der Wikipedia" >Die f&#252;nf Orangenkerne</a></em> zu Papier brachte. (Sagt <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Ronald_Knox" rel="nofollow" title="Ronald Knox hats gesagt" >man</a> ja so: »<em>Any studies in Sherlock Holmes must be, first and foremost, studies in Dr. Watson.</em>«) Was auch immer. Jedenfalls gibt es pl&#246;tzlich Wetter, das mehr tut, als Spuren sichtbar zu machen oder f&#252;r irgendwelche fragw&#252;rdigen De-, Ab- oder Induktionen vorzulegen:</p>
<blockquote style="text-align: justify;"><p><em>»Er sch&#252;ttelte uns die H&#228;nde und verabschiedete sich. Drau&#223;en kreischte der Wind noch immer, und der Regen spritzte und trommelte gegen die Fenster. Diese seltsame, wilde Geschichte schien aus den tobenden Elementen zu uns gekommen &#8211; &#252;ber uns hergeweht wie ein Strang Seetang in einer B&#246; &#8211; und nun von ihnen wieder aufgesogen zu sein.«</em></p></blockquote>
<p style="text-align: justify;">Ungef&#228;hr so ging es mir heute auch &#8211; nur, dass niemand zu mir gekommen ist und ich darum selbst raus ins Schei&#223;wetter musste. Wo ich so dar&#252;ber nachdenken, war die Geschichte eigentlich auch weder seltsam noch sonderlich wild. Eigentlich war sie nur nervig kaum der Rede wert. Wenn ich sie auf das Wesentliche reduziere, bleibt eigentlich nur stehen, dass ich heute sieben mal &#252;ber diese Br&#252;cke laufen musste und trotz der ungeraden Zahl wieder zu Hause angekommen bin:</p>
<p style="text-align: justify;"><img class="aligncenter size-full wp-image-1345" title="Die Br&#252;cke" src="http://karwan-baschi.net/weblog/wp-content/uploads/2009/10/bruecke.jpg" alt="Die Br&#252;cke" width="425" height="319" /><em>Mein Weg in die Zivilisation</em></p>
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		<title>Konferenztexte in der neuen Bahamas</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Apr 2009 12:22:11 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[H&#228;tte ich geahnt, dass Justus Wertm&#252;ller noch auf H. G. Wells&#8217; Zeitmaschine zu sprechen kommen w&#252;rde, h&#228;tte ich die ideologiekritische Konferenz der Bahamas vermutlich nicht so fr&#252;hzeitig wegen eines versprochenen Abendessens verlassen.

Das Arkadien, das sich der Europ&#228;er herbeiw&#252;nscht, ist ohne die Morlocks nicht zu haben. Das Delegieren der Selbstverwaltung an ein ewiges Prinzip, das der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">H&#228;tte ich geahnt, dass Justus Wertm&#252;ller noch auf H. G. Wells&#8217; Zeitmaschine zu sprechen kommen w&#252;rde, h&#228;tte ich die <a href="http://redaktion-bahamas.org/aktuell/konferenz-28-2-09-text.htm" rel="nofollow" title="Konferenzaufruf aus dem Februar" ><em>ideologiekritische Konferenz</em></a> der Bahamas vermutlich nicht so fr&#252;hzeitig wegen eines versprochenen Abendessens verlassen.</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;"><em>Das Arkadien, das sich der Europ&#228;er herbeiw&#252;nscht, ist ohne die Morlocks nicht zu haben. Das Delegieren der Selbstverwaltung an ein ewiges Prinzip, das der Kritik entzogen ist, gebiert Menschenfresser.</em></p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Dieser Text (und einige andere, derer Lesungen ich dank der gruseligen Anreise nur im Halbschlaf folgen konnte) ist vor ein paar Tagen in der neuen Ausgabe der <em><a href="http://redaktion-bahamas.org/" rel="nofollow" title="Zeitschrift BAHAMAS" >Bahamas </a></em>ver&#246;ffentlicht worden. Wer ebenfalls m&#252;de oder gar nicht anwesend war, kann nun nachlesen, was dort vorgetragen wurde.</p>
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		<title>Motorisiertes Lustwandeln</title>
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		<pubDate>Sat, 07 Mar 2009 11:05:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paule</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mit dem Auto &#252;ber die D&#246;rfer &#8211; die Bundesstra&#223;e so sicher meidend wie der Kohltourist. Vorbei an H&#228;usern, die j&#252;nger sind als sie aussehen. Ab und zu anhalten, wo einmal Freunde gewohnt haben &#8211; nicht alle davon sind ausgezogen.
Ich gr&#252;&#223;e zur&#252;ckgelassene Eltern, bin heute freundlicher als fr&#252;her, wo es ums Benehmen ging. Ich meide die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Mit dem Auto &#252;ber die D&#246;rfer &#8211; die Bundesstra&#223;e so sicher meidend wie der Kohltourist. Vorbei an H&#228;usern, die j&#252;nger sind als sie aussehen. Ab und zu anhalten, wo einmal Freunde gewohnt haben &#8211; nicht alle davon sind ausgezogen.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich gr&#252;&#223;e zur&#252;ckgelassene Eltern, bin heute freundlicher als fr&#252;her, wo es ums Benehmen ging. Ich meide die Gegend, in der ich die alte Kommune vermute.  Ich habe die Allee vor noch Augen, erinnere mich an Hunde, die seit wohl zwanzig Jahren tot sein werden.</p>
<p style="text-align: justify;">So tot wie die Menschen, derentwegen ich den Umweg nehme. Ich besitze ein Foto von einem dieser Gespenster. Es schiebt einen Kinderwagen, in dem ich liege &#8211; behaupten die &#220;berlebenden hartn&#228;ckig. <em>Conan der Cimmerier</em> soll sein Lieblingsbuch gewesen sein; er sieht ihm auch ein bisschen &#228;hnlich. W&#228;re die Kassette nicht eh schon durch, m&#252;sste ich <em>Menschen machen Fotos von dem Sommer</em> jetzt abschalten.</p>
<p style="text-align: justify;">Auf dem Acker pisst ein Bauer hinter seinen Trecker. <em>There is no prophet in the desert</em>? Ich lasse die Gegend, in der ich gar nicht war, hinter mir und schalte die Musik wieder an. <em>I was the first &#8211; back on the farm</em> &#8211; Fahr zur H&#246;lle, Synchronizit&#228;t &#8211; und nimm Luke Haines bitte gleich mit.</p>
<p style="text-align: justify;">&#8230; <em>Your spineless mass and your spineless man<br />
This is the hate socialist collective<br />
- all mental health corrected</em></p>
<p style="text-align: justify;">Ganz bestimmt! An der Kreuzung (wo auch sonst?) biegt der Mystiker rechts ab und ich &#252;berhole ein paar Arschl&#246;cher auf Fahrr&#228;dern. Meine Lust auf schlechte Laune ist vorerst aufgebraucht. Ich fahre nach Hause, koche mir einen Kaffee und schaue nach, ob irgendwo <em>Sponge Bob</em> l&#228;uft.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Lasst doch den Bernd da raus!</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Jan 2009 18:32:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paule</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Alle reden vom besetzten Haus in Erfurt, jetzt auch die BILD. Nicht unbedingt wegen der Sache selbst, sondern weil Bernd das Brot entf&#252;hrt wurde. Bernds Papa sagt, Bernd sympathisiere vorrangig mit sich selbst. »Und ich glaube, er z&#246;ge Mieten dem Besetzen vor.« Da Hausbesetzungen in meiner Familie fr&#252;her auch nicht ganz un&#252;blich waren, wei&#223; ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Alle reden vom <a href="http://haendeweg.blogsport.de/" rel="nofollow" title="H&#228;nde weg ..." >besetzten Haus</a> in Erfurt, jetzt <a href="http://www.bild.de/BILD/news/vermischtes/2009/01/23/bernd-das-brot/will-nach-hause.html" rel="nofollow" title="BILD: Bernd das Brot will nach Hause" >auch die BILD</a>. Nicht unbedingt wegen der Sache selbst, sondern weil <a href="http://haendeweg.blogsport.de/2009/01/22/erfurt-bernd-das-brot-entfuehrt/" rel="nofollow" title="Bernd das Brot entf&#252;hrt." >Bernd das Brot entf&#252;hrt wurde</a>. Bernds Papa sagt, <em>Bernd sympathisiere vorrangig mit sich selbst. </em>»<em>Und ich glaube, er z&#246;ge Mieten dem Besetzen vor.</em>« Da Hausbesetzungen in meiner Familie fr&#252;her auch nicht ganz un&#252;blich waren, wei&#223; ich nat&#252;rlich, dass Eltern und Kinder in solchen Angelegenheiten nicht zwangsl&#228;ufig einer Meinung sind. Bernd selbst spricht &#246;ffentlich nicht mehr dar&#252;ber, weil:</p>
<blockquote><p><em>This video is no longer available due to a copyright claim by Mitteldeutscher Rundfunk.</em></p></blockquote>
<p>Copy-, sample-, Wohn- und Nutzungsright &#8211; es ist einfach f&#252;r jeden was dabei! Wird jetzt wieder &#252;ber Aktionsformen und Kommunikationsguerilla debattiert? Nein, denn morgen ist ja Demo und das ist erst einmal wichtiger. Die Polizei rechnet mit einer Eskalation der Gewalt und ohne vollends auf den gut-b&#246;se-Zug aufspringen zu wollen vermute ich mal, dass sie das aus bestimmten Gr&#252;nden am besten wissen wird.</p>
<p>Ich kenne das Haus nicht und wei&#223; auch ehrlich gesagt gar nicht so wirklich, was da getrieben wurde.  Etwas heiser bin ich allerdings noch vom Hamburger Bambule-Herbst 2002 (»BAMM BUH LEH, WOO HOO«) und seit dem auch etwas vorsichtiger mit dem Geschrei. Vielleicht erkl&#228;rt es mir ja noch jemand und ansonsten: Passt alle gut auf euch auf!</p>
<p>&#8230; mit Dank an <a href="http://www.hertzflimmern.net/blog/" rel="nofollow" title="Hertzflimmern (ex. Joa, geht)" >creep</a> f&#252;r den Link zur BILD.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Was mit »Tod«</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Jan 2009 11:04:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paule</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich w&#252;sste ja gerne mal, wie diese Auswahl an Lebensschnipseln eigentlich zustande kommt, die hier im Blog nachzulesen ist. Wenn ich mich durch die einzelnen Beitr&#228;ge bis zum Anfang zur&#252;ck klicke, habe ich jedenfalls nicht das Gef&#252;hl, es hier mit einem sonderlich repr&#228;sentativen Ding zu tun zu haben. Sicher, ein Teil entsteht in (nicht unbedingt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Ich w&#252;sste ja gerne mal, wie diese Auswahl an Lebensschnipseln eigentlich zustande kommt, die hier im Blog nachzulesen ist. Wenn ich mich durch die einzelnen Beitr&#228;ge bis zum Anfang zur&#252;ck klicke, habe ich jedenfalls nicht das Gef&#252;hl, es hier mit einem sonderlich repr&#228;sentativen Ding zu tun zu haben. Sicher, ein Teil entsteht in (nicht unbedingt durch einen Link dargestellten) Korrespondenz mit anderen Blogs, aber der Rest? Im Moment finde ich es sehr interessant, Texte mit der universit&#228;ren »Tod des Autors« Vorbildung zu lesen, wenn ich selbst dieser Autor bin.</p>
<p style="text-align: justify;">,,, und das nicht nur, weil Karwan Baschi seit ihrem &#8211; auch schon wieder historischen &#8211; Ende zu den Untoten z&#228;hlt. Auch so ein Problem, das ich langsam wirklich mal l&#246;sen sollte. Naja.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Gro&#223;er Gott, es geht los!</title>
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		<pubDate>Sun, 18 Jan 2009 14:07:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paule</dc:creator>
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		<description><![CDATA[War das gestern jetzt der Erst- (plus x) kontakt? Ein geheimnisvolles Leuchten am ostdeutschen Himmel, das sogar sonst furchtlosen Polizisten Angst macht:

»In Mecklenburg-Vorpommern h&#228;tten am Samstagabend mehrere Dutzend Anrufe besorgter Augenzeugen zwischen Rostock, Bad Doberan und Teterow im Kreis G&#252;strow die Rettungsleit- und Polizeidienststellen erreicht, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag auf ddp-Anfrage. Darunter seien auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">War das gestern jetzt der Erst- (plus x) kontakt? Ein geheimnisvolles Leuchten am ostdeutschen Himmel, das sogar sonst furchtlosen Polizisten Angst macht:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">»<a href="http://www.rp-online.de/public/article/panorama/deutschland/662202/Mysterioeses-Leuchten-am-Himmel.html" rel="nofollow" title="RP online: Mysteri&#246;ses Leuchten am Himmel" ><em>In Mecklenburg-Vorpommern h&#228;tten am Samstagabend mehrere Dutzend Anrufe besorgter Augenzeugen zwischen Rostock, Bad Doberan und Teterow im Kreis G&#252;strow die Rettungsleit- und Polizeidienststellen erreicht, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag auf ddp-Anfrage. Darunter seien auch mehrere Polizeibeamte gewesen, die sich auf Streifenfahrten in der Region befanden.</em></a>«</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">&#8230; oder doch nur ein aufwendige Werbeaktion der <em><a href="http://www.ironsky.net/" rel="nofollow" title="Iron Sky Film" >Iron Sky</a></em> Crew? Was aber nun, wenn sich da drau&#223;en tats&#228;chlich eine faschistische Eroberungsarmee r&#252;stet? Ja, man wei&#223; es nicht.  &#8230; Mel Brooks hatte jedenfalls schon Anfang der 80er eine hilfreiche Idee:</p>
<p style="text-align: justify;">
<p><object width="425" height="344"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/qdjEPqWjTeU&#038;hl=de&#038;fs=1"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/qdjEPqWjTeU&#038;hl=de&#038;fs=1" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="344"></embed></object></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Fight Club, Pomos, Todeslager</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Jan 2009 21:01:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paule</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<description><![CDATA[Mir ist nie so ganz klar geworden, was an Finchers Fight Club eigentlich so spannend sein soll. Die Kicks, die der Film mit offensichtlich gigantischer Streuung verteilt hat, haben mein Hirn jedenfalls um ein paar Meter verfehlt, und das obwohl ich damals noch f&#252;r fast jeden zivilisationsfeindlichen Unsinn zu haben gewesen bin, solang er nur [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Mir ist nie so ganz klar geworden, was an Finchers <em>Fight Club</em> eigentlich so spannend sein soll. Die Kicks, die der Film mit offensichtlich gigantischer Streuung verteilt hat, haben mein Hirn jedenfalls um ein paar Meter verfehlt, und das obwohl ich damals noch f&#252;r fast jeden zivilisationsfeindlichen Unsinn zu haben gewesen bin, solang er nur ein klein wenig schlauer als Conan daherkam.</p>
<p style="text-align: justify;">An Chuck Palahniuks B&#252;cher mag ich jedenfalls genau das, was mir am Film  als sehr aufdringlich  und platt erschien: Die kleinen Beobachtungen, Anekdoten und Randbemerkungen, die seine Erz&#228;hlungen zu einer Art <a href="http://www.benschott.com/en/almanac.html" rel="nofollow" title="Ben Schott: Schott's Almanac" ><em>Schott&#8217;s Almanac</em></a> f&#252;r die ganz Fertigen werden lassen. In <em>Die Kolonie</em> (engl. <em>Hauntend</em>) habe ich vorgestern mehr &#252;ber das <a href="http://chuckpalahniuk.net/features/shorts/guts" rel="nofollow" title="Die Kurzgeschichte Guts (Der Vorfall) aus Hautend (Die Kolonie)" >h&#246;chst unerfreulichen Ereignis Prolaps gelernt</a>, als ich je wissen wollte und war wirklich kurz davor, mich zu den <a href="http://www.absinthechamber.com/2008/11/chuck-palahniuks-guts-and-fainting-fits/" rel="nofollow" title="73 Ohnmachten beim H&#246;rgenuss" >73 bekannten Ohnm&#228;chtigen</a> zu gesellen. Wie nahe das Schreckliche und das Lustige beieinander liegen brauche ich wohl niemandem zu erz&#228;hlen. Die Grenzverletzungen, die mir wirklich zu schaffen machen, haben nach dem ersten Schrecken allerdings nichts mehr mich sich umkrempelnden Masturbanten zu tun, sondern einen weitaus ernsteren Hintergrund:</p>
<blockquote style="text-align: justify;"><p><em>[...] und sagt: »So gesehen &#8230;« Sie sagt: »Anne Frank hatte es echt gut.« [...] »Anne Frank«, sagte Genossin Snarky, »musste mit ihrem Buch wenigstens nicht auf Tour gehen. [Seite 15]</em></p></blockquote>
<p style="text-align: justify;">Solche S&#228;tze finden sich in dem Roman nur in direkter Rede oder in Gedichten, die von seinen Protagonisten geschrieben wurden. Sie sind geradezu kleinlich als Ausspr&#252;che der Charaktere zu verstehen. So auch hier:</p>
<blockquote style="text-align: justify;"><p><em>Und Mr. Whittier sagte: »Deshalb hat Moses die St&#228;mme Israels in die W&#252;ste gef&#252;hrt &#8230;« Weil diese Leute seit Generationen in Sklaverei gelebt hatten. Hilflosigkeit war ihnen in Fleisch und Blut &#252;bergegangen. Um aus einer Sklavenrasse eine Herrenrasse zu machen, sagte Mr. Wihittiert, um unterdr&#252;ckten Menschen beizubringen, wie sie ihr Leben selbst in die Hand nehmen konnten, musste Moses ein Arschloch sein. [Seite 55]<br />
</em></p></blockquote>
<p style="text-align: justify;">Die »Herrenrasse« l&#228;sst fast vergessen, dass es sich hier um den gleichen K&#228;se handelt, der sich auch schon durch <em>Fight Club</em> gezogen hat. Hart musste sein und das will gelernt werden &#8211; im besten Fall von Arschl&#246;chern. Das antisemitische Stereotyp vom »Herrenrassen-Juden« versteckt sich in der Botschaft, derer Palahniuk nicht m&#252;de wird. (Und die m&#246;glicherweise doch noch ein wenig komplexer ist, als ich es hier und zig tausend <em>Fight Club</em> Fans anderswo behaupten.)</p>
<blockquote style="text-align: justify;"><p><em>Wir wollten nur gerade lang genug hungern, um zu bekommen, was Genossin Snarky »Todeslager-Wangenknochen« nannte. [Seite 126]</em></p></blockquote>
<p style="text-align: justify;">Um dieses gef&#252;hlte und &#8211; vor allem &#8211; gefakte »Todeslager« geht es <em>Die Kolonie</em>: Einige gescheiterte Schriftsteller finden sich eingesperrt in einem sonderbaren Theater/Lager, wo ihnen nichts anderes bleibt, als endlich ihre Meisterwerke zu schreiben (erinnert ein wenig an die Scheinhinrichtung in <em>Fight Club</em>). Neben den genannten Anspielungen auf die nationalsozialistischen Lager findet sich darin eine Parallelisierung auf den verregneten Sommer 1816, in dem die G&#228;ste Lord Byrons am Genfer See Frankensteins Monster, den modernen Vampir und &#8211; wenn man so will &#8211; die Phantastik erfunden haben.</p>
<blockquote style="text-align: justify;"><p><em>[...] ein Schwarzwei&#223;filmausschnitt: Mr. Whittiers Sch&#228;del ist tapeziert mit marschierenden Soldaten einer Wochenschau. [S. 134]</em></p></blockquote>
<p style="text-align: justify;">Die Wochenschau &#8211; so deutsch wie das Verbrechen, welches hier Andeutung um Andeutung erf&#228;hrt. Irgendwo in dem Buch steht auch, die Deutschen sagten stets »Schadenfreude ist die sch&#246;nste Freude«. Ja, das sagen sie wohl so. Ich habe das Buch noch gar nicht zu Ende gelesen und habe die Deutung, die mittlerweile vermutlich von mir erwartet wird, noch gar nicht anzubieten.</p>
<p style="text-align: justify;">Auch um die Grenzverletzung geht es mir nur am Rande. Wichtig ist mir die Feststellung, dass Palahniuk sehr wahrscheinlich wei&#223;, was er tut, wenn er die Phantastik, sein eigenes Gen&#246;rgel an der Zivilisation und den Antisemitismus (und anders kann man es schlicht nicht mehr nennen, was die »Herrenrasse« und das selbst gemachte Leiden zu Vermarktungszwecken hier mehr als nur andeuten) explizit in  den einen Topf wirft, in dem sie ohnehin schon immer zusammen steckten. Ob ich das nun als Dekonstruktion oder als Reproduktion des Wahns zu lesen habe, liegt an mir allein. So wie auch <em>Fight Club</em> beide Schl&#252;sse zugelassen hat, wird auch von <em>Die Kolonie</em> vorgef&#252;hrt, wie diese postmoderne Beliebigkeit funktionieren kann, von der immer alle reden.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Zombies essen alles auf</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Dec 2008 07:55:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paule</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der frisch von mir rezensierte Comic &#8216;The Zombies That Ate the World&#8216; (in der &#220;bersetzung: &#8216;Als die Zombies die Welt auffra&#223;en&#8216;) wurde oder wird verfilmt, und die erste Minigeschichte gibt es vollst&#228;ndig bei YouTube. Die gro&#223;artige Schauerlichkeit der Vorlage treffen die Zeichnungen leider nicht so ganz, den Spirit (damit habe ich es im Moment aber [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Der frisch <a href="http://www.beatpunk.org/papier/jerry-frissen-guy-davis-als-die-zombies-die-welt-auffrassen/" rel="nofollow" title="Meine Rezension des Comics" >von mir rezensierte</a> Comic &#8216;<em>The Zombies That Ate the World</em>&#8216; (in der &#220;bersetzung: &#8216;<em>Als die Zombies die Welt auffra&#223;en</em>&#8216;) wurde oder wird verfilmt, und die erste Minigeschichte gibt es vollst&#228;ndig bei YouTube. Die gro&#223;artige Schauerlichkeit der Vorlage treffen die Zeichnungen leider nicht so ganz, den <em>Spirit </em>(damit habe ich es im Moment aber auch &#8230;) allerdings erstaunlich gut. Hier kann man sich das ansehen, wenn man Lust hat:</p>
<p><object width="425" height="344"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/swJNWWlT3iQ&#038;hl=de&#038;fs=1"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/swJNWWlT3iQ&#038;hl=de&#038;fs=1" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="344"></embed></object></p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">Guy Davis, der Zeichner der Comicvorlage, hat &#252;brigens auch das <em>Hellboy </em>Spin-off <em>B.P.R.D.</em> illustriert, was ebenfalls dringend mal jemand animieren sollte.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Texte anderswo</title>
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		<pubDate>Fri, 28 Nov 2008 11:25:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paule</dc:creator>
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		<description><![CDATA[W&#228;hrend Karwan Baschi weiter so dahin d&#252;mpelt, habe ich anderswo immerhin ein bisschen geschrieben:

Eine Rezension von Oliver Polaks &#8216;Ich darf das, ich bin Jude&#8216; bei Beatpunk.
Ein paar Gedanken zum Buffy-Rollenspiel und meinem j&#252;ngst verstorbenen Antihelden.

N&#228;chste Woche passiert hoffentlich wieder etwas mehr. Jetzt fahre ich erstmal auf Umwegen nach Berlin, schreibe demnach nichts und schalte auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>W&#228;hrend Karwan Baschi weiter so dahin d&#252;mpelt, habe ich anderswo immerhin ein bisschen geschrieben:</p>
<ul>
<li>Eine <a href="http://www.beatpunk.org/papier/oliver-polaks-ich-darf-das-ich-bin-jude/" rel="nofollow" title="Rezension: Ich darf das, ich bin Jude" >Rezension von Oliver Polaks &#8216;<em>Ich darf das, ich bin Jude</em>&#8216; bei Beatpunk</a>.</li>
<li>Ein paar <a href="http://aethermax.blogspot.com/2008/11/zum-tod-einer-nebenfigur.html" rel="nofollow" title="Shaun ist tot .." >Gedanken zum Buffy-Rollenspiel und meinem j&#252;ngst verstorbenen Antihelden</a>.</li>
</ul>
<p>N&#228;chste Woche passiert hoffentlich wieder etwas mehr. Jetzt fahre ich erstmal auf Umwegen nach Berlin, schreibe demnach nichts und schalte auch keine Kommentare frei. Sch&#246;nes Wochenende!</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Sinn und Zweck</title>
		<link>http://karwan-baschi.net/weblog/2008/10/23/sinn-und-zweck/</link>
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		<pubDate>Thu, 23 Oct 2008 08:17:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paule</dc:creator>
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		<category><![CDATA[robert musil]]></category>

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		<description><![CDATA[»Das schreibt sich dann halbverdaut aus den Fingerspitzen wieder heraus. R&#246;mertrag&#246;dien entstehen oder sensitivste Lyrik, die im Gewande seitenlanger Interpunktionen wie in der Zartheit durchbrochener Spitzenarbeit einherschreitet: Dinge, die an und f&#252;r sich l&#228;cherlich sind, f&#252;r die die Sicherheit der Entwicklung aber einen unsch&#228;tzbaren Wert bedeuten. Denn diese von au&#223;en kommenden Assoziationen und erborgten Gef&#252;hle [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>»<em>Das schreibt sich dann halbverdaut aus den Fingerspitzen wieder heraus. R&#246;mertrag&#246;dien entstehen oder sensitivste Lyrik, die im Gewande seitenlanger Interpunktionen wie in der Zartheit durchbrochener Spitzenarbeit einherschreitet: Dinge, die an und f&#252;r sich l&#228;cherlich sind, f&#252;r die die Sicherheit der Entwicklung aber einen unsch&#228;tzbaren Wert bedeuten. Denn diese von au&#223;en kommenden Assoziationen und erborgten Gef&#252;hle tragen die jungen Leute &#252;ber den gef&#228;hrlich weichen seelischen Boden dieser Jahre hinweg, wo man sich selbst etwas bedeuten mu&#223; und doch noch zu unfertig ist, um wirklich etwas zu bedeuten.</em>«</p>
<p style="text-align: right;">Robert Musil: Die Verwirrungen des Z&#246;glings T&#246;rle&#223;</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Schwarzrosa Schmutzromantik</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Sep 2008 11:53:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paule</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Jeder Versuch, einen fairen Text &#252;ber die mittelalterlich inszenierte Rockmusik von heute zu schreiben, wird unweigerlich an ihren Fans scheitern. Nicht unbedingt an den unz&#228;hligen Menschen, die &#8216;Subway to Sally&#8216; oder &#8216;In Extremo&#8216; in die Albumcharts kaufen oder an die Spitze des &#8216;Bundesvision Song Contest&#8216; telefonieren &#8211; sondern an denen, die eben darum »Ausverkauf« und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Jeder Versuch, einen fairen Text &#252;ber die mittelalterlich inszenierte Rockmusik von heute zu schreiben, wird unweigerlich an ihren Fans scheitern. Nicht unbedingt an den unz&#228;hligen Menschen, die &#8216;<em>Subway to Sally</em>&#8216; oder &#8216;<em>In Extremo</em>&#8216; in die Albumcharts kaufen oder an die Spitze des &#8216;<em>Bundesvision Song Contest</em>&#8216; telefonieren &#8211; sondern an denen, die eben darum »Ausverkauf« und »Mainstream« krakelen oder ihre authentische Trauer in s&#252;ffigem Met ertr&#228;nken.</p>
<p>Es ist kein gro&#223;es Kunstst&#252;ck, diese Leute der L&#228;cherlichkeit preiszugeben, und auch ernsthafte Kritik an Mystizismus, Todesbimborium oder Volkst&#252;melei geht leicht von der Hand. Leider ist es fast ebenso einfach, den Gegenstand der Kritik zu verfehlen. Schnell ist die Schnittmenge von Karnevalsverein, Neofolk, Nazi-Dark Wave und Nazimetal ausgemacht und auf monstr&#246;se Gr&#246;&#223;e halluziniert. Damit ist nichts gegen die Berechtigung von Wachsamkeit, Aufkl&#228;rung und Aktion gesagt, zumindest aber vor dem Ressentiment gewarnt.</p>
<p>&#8216;<em>Subway to Sally</em>&#8216;, die ich oben leichtfertig als Beispiel genannt habe, passen eigentlich nicht so recht ins Bild. Mittelalterliches spielt auf den zweiten Blick eine untergeordnete Rolle und f&#252;r Metal und Gothic bleiben sie eher eine Randerscheinung &#8211; wenn auch eine ausgesprochen erfolgreiche. Als eine Art auf Linie gebrachte &#8216;<em>Inchtabokatables</em>&#8216; veranstalten sie eine Show, die sich nur schwerlich beschreiben l&#228;sst. Freund, Ex-Produzent und Sympath Sven Regener schrieb dem Gedichtband des Subway-Texters Bodenski ins Vorwort:</p>
<p style="padding-left: 30px;">»<em>Es geht hier nicht ums Mittelalter. Jedenfalls nicht prim&#228;r. Und auch nicht einfach blo&#223; um Texte, damit man beim Singen was zum Singen hat. Was Bodenski geschaffen hat, ist gro&#223;e Poesie und der kann man den Respekt niemals versagen.</em>«</p>
<p>Mit der letzten Behauptung befindet er sich allerdings im Irrtum, wie unl&#228;ngst von anderer Seite bewiesen wurde: Der Comic-Verlag &#8216;<em>Schwarzer Turm</em>&#8216; hat ein &#8216;<a href="http://www.schwarzerturm.de/html/subway_to_sally_-_das_storyboo.html" rel="nofollow" title="Buchvorstellung des Verlages Schwarzer Turm" ><em>Subway to Sally Storybook</em></a>&#8216; herausgegeben, in dem dieser Respekt sehr anschaulich versagt wurde. 19 Songtexte, umgesetzt als Deutschmangas; einem Genre, das mir schon allein deshalb sympathisch ist, weil es sich einen Dreck um kulturelle Identit&#228;t schert, eine flie&#223;ende Grenze zwischen Fanart und Professionellem unterh&#228;lt und auch nicht den leisesten Versuch unternimmt, als autonomes Kunstwerk daher zukommen. Dass ich die meisten Comics h&#228;sslich finde, steht auf einem anderen Blatt.</p>
<p>Die <a href="http://www.schwarzerturm.de/html/subway-zeichner.html" rel="nofollow" title="Kurzportraits der K&#252;nstler und ihrer Arbeiten" >Leseproben</a> des Bandes und ein <a href="http://animexx.onlinewelten.com/wettbewerbe/wettbewerb.php?id=27849" rel="nofollow" title="Wettbewerb zur Buchmusse" >Animexx-Fanart-Wettbewerb</a> geben einen guten Einblick in den dekonstruktiven Kitsch. Keine Spur von Melancholie, Extase, triefender Erotik, oder was auch immer die Vorlagen im Einzelnen ausmacht; nicht ein Hauch von »beseelter Echtheit«. Die rosa Kolorierung (der Verlag nennt es »rubinrot«) ist nichts f&#252;r schwarze Seelen, sondern Emo-Chic im besten Sinne des Wortes. Ich bin schlichtweg begeistert, obwohl es mir eigentlich nicht sonderlich gef&#228;llt.</p>
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		<title>Dark Knight, mien Mors</title>
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		<pubDate>Wed, 03 Sep 2008 12:10:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paule</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Filmkritik]]></category>

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		<description><![CDATA[Es war nicht immer ganz einfach, den Anschein zu erwecken, anders als die anderen zu sein. Fr&#252;her musste man sich wilden Filz in die Haare z&#252;chten, ohne Internet an bescheuerte Musik kommen, schwierige B&#252;cher lesen und andere zeitaufwendige Dinge tun. Heute ist das alles bedeutend einfacher und in erster Linie durch Angelegenheiten bestimmt, an denen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es war nicht immer ganz einfach, den Anschein zu erwecken, <em>anders als die anderen</em> zu sein. Fr&#252;her musste man sich wilden Filz in die Haare z&#252;chten, ohne Internet an bescheuerte Musik kommen, schwierige B&#252;cher lesen und andere zeitaufwendige Dinge tun. Heute ist das alles bedeutend einfacher und in erster Linie durch Angelegenheiten bestimmt, an denen man gerade <strong>nicht</strong> partizipiert:</p>
<p>Flaggen ans Auto h&#228;ngen, George W. schei&#223;e finden oder den neuen Batman gucken. Der Haken an der Sache ist nur, dass die ganze Idee des Andersseins mit dem Aufwand auch ihren Reiz verloren hat. Allein diese &#220;berlegung verschafft mir ein flaues Gef&#252;hl im Magen, wo andere in den letzten Wochen doch so engagiert ins Spannungsfeld von Gegenidentifikation und identit&#228;rer Sinnsuche getextet haben. War es nun richtig, sich da rauszuhalten? Nur weil man sich nicht angesprochen f&#252;hlte? Gut, ich <a href="http://jungle-world.com/artikel/2008/32/22377.html" rel="nofollow" title="Grigat: Mit Wimpel und M&#252;tzchen" >lerne ein wenig Hebr&#228;isch <strong>und</strong> lese gelegentlich Adorno</a>, und ich erkenne einen <a href="http://jungle-world.com/artikel/2008/33/22445.html" rel="nofollow" title="Way und Wirner: Juden als n&#252;tzliche Idioten" >hoffnungslos bescheuerten Text</a>, auch ohne <a href="http://jungle-world.com/artikel/2008/34/22487.html" rel="nofollow" title="Scheit: Eliminierung der Widerspr&#252;che" >mit der Nase darauf gesto&#223;en zu werden</a>. Aber trotzdem: Geht mich das alles wirklich nichts an? Ich wei&#223; es nicht und es interessiert mich auch ehrlich gesagt sogar noch weniger als die Sache selbst.</p>
<p>Also wieder zur&#252;ck zu den einfacheren und interessanten Fragen des Lebens: &#8216;<em>Dark Knight</em>&#8216; gucken &#8211; oder es doch lieber lassen? Einige Freunde hatten scheinbar Spa&#223; im Kino, und die <a href="http://nichtidentisches.wordpress.com/2008/09/02/dark-knight/" rel="nofollow" title="Nichtidentisches &#252;ber 'Dark Knight'" >Kritik von Nichtidentisches</a> hat meine Neugierde geweckt. »Nekrophile Faszination« empfinde ich nicht &#8211; das ist eine andere Geschichte, die von der Pubert&#228;t aus dem ersten Absatz und &#8216;<em>The Crow</em>&#8216; handelt. Daran h&#228;ngen Film und Kritik aber ja nun auch nicht. &#8230;</p>
<p>Andere schreiben &#252;ber Nolans vermeintlichen Realismus: »<a href="http://www.critic.de/filme/detail/film/the-dark-knight-1253.html" rel="nofollow" title="Kritik von Thorsten Funke" ><em>Er </em>[Christopher Nolan]<em> f&#252;hrt seinen Helden ein gutes St&#252;ck aus dem Comic-Universum sonstiger Superheldenfilme heraus und ein wenig hinein in die wirkliche Welt.</em></a>«. Oder aber: »<a href="http://www.filmnotiz.de/?p=3" rel="nofollow" title="Kritik von André Mumot" ><em>Hier liegt dann wohl das un&#252;bersehbare Glaubw&#252;rdigkeitsproblem. Gerade weil „The Dark Knight“ es sich aufb&#252;rdet, unsere Realit&#228;t, unsere Angst, zu seinem Thema zu machen, ist die banale Scheinseriosit&#228;t seiner Action-Klischees so unredlich, so hohl, so unn&#246;tig.</em></a>«.</p>
<p>Ob das wirklich die entscheidende Frage ist, kann ich nat&#252;rlich noch nicht beurteilen. Ich m&#246;chte es aber k&#246;nnen und werde darum wohl doch ins Kino gehen m&#252;ssen. Entscheidung getroffen, Mission erf&#252;llt &#8211; Danke Karwan Baschi!</p>
<p><strong>Nachtrag:</strong> <a href="http://vorstellungsrepraesentanzen.blogsport.de/2008/08/25/batman-the-dark-knight/ " rel="nofollow" title="Noch ein schlauer Text" >Hier</a> wurde ebenfalls gut geschrieben. Man kann dort auch mit Menschen diskutieren, die klug kommentieren und den Film sogar gesehen haben.</p>
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		<title>Kastrierter Molblin</title>
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		<pubDate>Mon, 25 Aug 2008 16:54:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paule</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Heute gibt es ein kleines B&#252;chlein aus der guten (mittel-)alten Zeit der Videospiele. Das Bilderbuch &#8216;Molblin&#8217;s Magic Spear&#8216; erz&#228;hlt eine kurze Episode aus den Abenteuern des Helden Link, der (langfristig gesehen) unterwegs ist, um die bezaubernde Prinzessin Zelda aus den F&#228;ngen des Unsympathen Ganon zu befreien. Hier geht es aber zun&#228;chst nur um den eher [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute gibt es ein kleines B&#252;chlein aus der guten (mittel-)alten Zeit der Videospiele. Das Bilderbuch &#8216;<em>Molblin&#8217;s Magic Spear</em>&#8216; erz&#228;hlt eine kurze Episode aus den Abenteuern des Helden Link, der (langfristig gesehen) unterwegs ist, um die bezaubernde Prinzessin Zelda aus den F&#228;ngen des Unsympathen Ganon zu befreien. Hier geht es aber zun&#228;chst nur um den eher nebens&#228;chlichen Kampf gegen Ganons Gefolgsmann Molblin, der irgendwo auf halber Strecke die Gegend unsicher macht.</p>
<p>Darum ist es vielleicht noch etwas zu fr&#252;h, um auf Eugen Drewermanns Interpretation des M&#228;rchens Dornr&#246;schen zu verweisen. Ich mache es trotzdem:</p>
<p style="padding-left: 30px;">»<em>Wer m&#246;chte solch ein Prinzgemahl nicht sein? Mutig durchs Geb&#252;sch gedrungen, dann, ansichtig der Sch&#246;nen, von der alle traumverloren reden, na&#223;forsch die Gunst des Augenblickes nutzend &#8211; allein die Pa&#223;genauigkeit, mit der Triebwunsch und und Rettungstat sich ineinander f&#252;gen, &#8211; o seltene Gl&#252;ckseligkeit!</em>«</p>
<p>Selten &#8211; f&#252;rwahr! Mir kommt Drewermann in den Sinn, weil sich die »tiefenpsychologische Deutung« auch im Falle des Nintendo-M&#228;rchens geradezu aufdr&#228;ngt. Sp&#228;testens, wenn Link das magische Kastrationsbesteck im Uterus-Shop erwirbt, beginnt der sexualisierte Spa&#223;.</p>
<p>&#8230; aber lest selbst:</p>
<p><a href="http://nesplayer.com/literature/moblinsmagicspear.htm" rel="nofollow" title="Die ganze Geschichte bei 'The NES Player'" ><img class="alignnone size-full wp-image-522" title="Cover: Molblin's Spear" src="http://karwan-baschi.net/weblog/wp-content/uploads/2008/08/molblins_spear.jpg" alt="" width="425" height="440" /></a></p>
<p><a href="http://nesplayer.com/literature/moblinsmagicspear.htm" rel="nofollow" title="Die Zelda-Bildergeschichte online" ><em>Molblin&#8217;s Magic Spear</em></a></p>
]]></content:encoded>
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		<title>K&#252;nstliche Antifas</title>
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		<pubDate>Thu, 21 Aug 2008 13:54:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paule</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Gestern habe ich ihn noch einen Frechdachs genannt &#8211; heute schreibt Jakob in der &#8216;Jungle World&#8216;, wof&#252;r man Hellboy sch&#228;tzen sollte. Wenn er seine Blogabstinenz weiterhin derart produktiv umsetzt, bin ich wieder gl&#252;cklich und entschuldige mich f&#252;r meine anma&#223;ende Beschwerde:
»Selbstredend ist »Big Red«, wie ihn seine Freunde nen­nen, aktiver Antifaschist. Seine Faschismusanalyse (»Ach, Kacke!«) mag [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern habe ich ihn noch einen Frechdachs genannt &#8211; heute <a href="http://jungle-world.com/artikel/2008/34/22494.html" rel="nofollow" title="'Sie fliegen wieder' Jakob und andere in der Jungle World" >schreibt Jakob in der &#8216;<em>Jungle World</em>&#8216;</a>, wof&#252;r man Hellboy sch&#228;tzen sollte. Wenn er seine Blogabstinenz weiterhin derart produktiv umsetzt, bin ich wieder gl&#252;cklich und entschuldige mich f&#252;r meine anma&#223;ende Beschwerde:</p>
<blockquote><p>»<a href="http://jungle-world.com/artikel/2008/34/22494.html" rel="nofollow" title="'Sie fliegen wieder' Jakob und andere in der Jungle World" ><em>Selbstredend ist »Big Red«, wie ihn seine Freunde nen­nen, aktiver Antifaschist. Seine Faschismusanalyse (»Ach, Kacke!«) mag ein bisschen hinter der von Indiana Jones (»Nazis! Ich hasse diese Typen!«) zur&#252;ckbleiben, nicht aber sein Engagement.</em></a>«</p></blockquote>
<p>Und weil er so recht hat, pr&#228;sentiere ich noch einmal zustimmend, was es hier schon gab:<br />
<img src="http://karwan-baschi.net/weblog/wp-content/uploads/2007/11/popantifa.jpg" alt="" /><br />
<em>Passt ja grad so sch&#246;n.</em></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Drei mittelgro&#223;e Fragen</title>
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		<pubDate>Wed, 20 Aug 2008 12:55:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paule</dc:creator>
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		<description><![CDATA[1. Fahre ich nun zur Antifa Konferenz nach K&#246;ln? Spannend k&#246;nnte es werden, schlimm wird zwischenzeitlich hingegen ganz sicher &#8211; vielleicht erst einmal abwarten, wer noch so alles ausgeladen wird. &#8230;
2. Wie viel sch&#228;bige Kompromissbereitschaft braucht man heutzutage eigentlich f&#252;r eine (Neben-)Jobsuche? Braucht zuf&#228;llig noch jemand einen Hilfsarbeiter?
3. Wie frech ist Jakob eigentlich? Kaum habe [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>1. Fahre ich nun zur <a href="http://september.web-republic.de/September/wordpress/?page_id=69" rel="nofollow" title="Konferenz im September" >Antifa Konferenz</a> nach K&#246;ln?</strong> Spannend k&#246;nnte es werden, schlimm wird zwischenzeitlich hingegen ganz sicher &#8211; vielleicht erst einmal abwarten, wer <a href="http://hedonistischemitte.blogsport.de/" rel="nofollow" title="Hartmut Krauss ist raus." >noch so alles ausgeladen wird</a>. &#8230;</p>
<p><strong>2. Wie viel sch&#228;bige Kompromissbereitschaft braucht man heutzutage eigentlich f&#252;r eine (Neben-)Jobsuche?</strong> Braucht zuf&#228;llig noch jemand einen Hilfsarbeiter?</p>
<p><strong>3. Wie frech ist Jakob eigentlich?</strong> Kaum habe ich es auch nur ansatzweise verschmerzt, <a href="http://jakob.blogsport.de/2008/08/18/update-von-faulen-fuer-faule" rel="nofollow" title="Jakob hat keine Zeit mehr f&#252;r sein Blog" >sein Blog an die Lohnarbeit verloren zu haben</a>, da taucht er schon wieder auf und <a href="http://jakob.blogsport.de/2008/08/18/eine-bessere-entschuldigung" rel="nofollow" title="Jakob schiebt die Schuld auf Robin Hobb" >tritt noch einmal kr&#228;ftig nach</a>. Sein Stiefel hei&#223;t &#8216;<em><a href="http://robinhobb.com/rant.html" rel="nofollow" title="'Vampires of the Internet' von Robin Hobb " >Vampires of the Internet</a></em>&#8216; und  wurde von Robin Hobb (vielleicht bekannt als Autorin der &#8216;<em><a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Liveship_Traders_Trilogy" rel="nofollow" title="Liveship Traders in der Wikipedia" >Liveship Traders Trilogy</a></em>&#8216;) geschustert. Schuld an der allgemeinen Schreibf&#228;ule seien weder Wetter noch &#246;konomischer Zwang, sondern der Blogvampir.  Der sitzt da n&#228;mlich fies und fett im Internet und lutscht hilflosen K&#252;nstlern die Kreativit&#228;t aus den Fingern. Es gibt aber keinen Grund zur Panik! Frau Hobb ist zum Gl&#252;ck immer noch kreativ und hat sich dieses Schreckgespenst nat&#252;rlich nur ausgedacht. Eigentlich geht es ja auch um etwas anderes:</p>
<blockquote><p>»<em>Ah, my writer friend. It is harsh but it must be said. Compared to the studied seduction of the novel, blogging is literary pole dancing. Anyone can stand naked in the window of the public’s eye, anyone can twitch and writhe and emote over the package that was not delivered, the dinner that burned, the friend who forgot your birthday. That is not fiction. That is life, and we all have one. Blogging condemns us to live everyone else’s tedious day as well as our own.</em>«</p></blockquote>
<p>Fiction, fiction, pumpiction; oder auch: &#8216;<em>Wie gut, dass ich kein K&#252;nstler bin!</em>&#8216;</p>
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		<title>Anarchistin &#8211; Bumm Bumm</title>
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		<pubDate>Thu, 31 Jul 2008 12:19:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paule</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Obwohl ich das Singen nicht sonderlich sch&#228;tze, besitze ich einige Liederb&#252;cher. Eins davon hei&#223;t &#8216;Frauenliederbuch&#8216; und ist ein paar Jahre vor meiner Geburt im &#8216;Frauenverlag&#8216; erschienen. Es stehen lustige Lieder in diesem Buch; manche sind auch traurig, ein paar etwas bl&#246;de &#8211; romantisch ist nat&#252;rlich keins.
Eines dieser Lieder ist &#8216;Die Moritat von der Anarchistin&#8216;, und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Obwohl ich das Singen nicht sonderlich sch&#228;tze, besitze ich einige Liederb&#252;cher. Eins davon hei&#223;t &#8216;<em>Frauenliederbuch</em>&#8216; und ist ein paar Jahre vor meiner Geburt im &#8216;<em>Frauenverlag</em>&#8216; erschienen. Es stehen lustige Lieder in diesem Buch; manche sind auch traurig, ein paar etwas bl&#246;de &#8211; romantisch ist nat&#252;rlich keins.</p>
<p>Eines dieser Lieder ist &#8216;<em>Die Moritat von der Anarchistin</em>&#8216;, und es beginnt mit einem Problem:</p>
<blockquote><p><em>Es liebte ein feuriger J&#252;ngling<br />
Ein z&#228;rtliches M&#228;dchen gar sehr.<br />
Doch leider war sie Anarchistin<br />
Und er Polizeikommiss&#228;r.</em></p></blockquote>
<p>Dumm gelaufen! Ganz so hoffnungslos wie in dem &#8211; wahrscheinlich bekannteren &#8211; Deutschpunk Gassenhauer &#8216;<em>Ganz in schwarz (mit einem Pflasterstein)</em>&#8216; geht es allerdings nicht weiter. Er verhaftet sie nicht, weil sein liebendes Herz im entscheidenden Augenblick »bumm bumm« macht, und auch sie zeigt sich f&#252;r Zugest&#228;ndnisse bereit:</p>
<blockquote><p><em>Sie h&#228;tte ihn t&#246;ten m&#252;ssen,<br />
Nach anarchistischer Pflicht,<br />
Doch weil sie ihn ebenfalls liebte,<br />
Da tat sie es ebenfalls nicht.</em></p></blockquote>
<p>Beide h&#228;ngen Job und &#220;berzeugung an den Haken, um den gemeinsamen R&#252;ckzug ins Private anzutreten. Das Gewissen rumort nur leise &#8211; lauter das Herz: »bumm bumm«. Klar, dass das nicht lange gut geht:</p>
<blockquote><p><em>Er &#246;ffnet&#8217; ihr gl&#252;hend die Arme,<br />
Sie wehrt&#8217; ihm l&#228;nger nicht mehr.<br />
Da k&#252;&#223;te die Anarchistin<br />
-    den Polizeikommiss&#228;r.<br />
Doch wie er ans Herze sie dr&#252;cket,<br />
Da kracht es pl&#246;tzlich und pufft<br />
Im entscheidenden Augenblicke,<br />
Da flogen sie beide in die Luft.<br />
Denn sie trug unter ihrem Herzen<br />
Eine H&#246;llenmaschine herum,<br />
Die kracht&#8217; durch die starke Umarmung<br />
So starben sie beide: bumm, bumm.</em></p></blockquote>
<p>Ja, schade. Was daraus zu lernen w&#228;re, bleibt jedem selbst &#252;berlassen. Der Kommentar der Herausgeberinnen ist schon mal nicht sonderlich hilfreich:</p>
<blockquote><p>»<em>Die Moritat von der Anarchistin und dem Polizeikommiss&#228;r bezieht sich auf die Ende des 19. Jahrhunderts in Ru&#223;land aktiven Anarchistinnen. &#220;ber sie wurden wilde Ger&#252;chte gesponnen und verbreitet, gen&#228;hrt von der M&#228;nnerphantasie &#252;ber radikale Frauen, wie sie auch das abgedruckte Moritatenlied widerspiegelt.</em>«</p></blockquote>
<p>Genug jetzt &#8211; Bumm Bumm &#8230;</p>
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		<title>Freud soll Blut saufen</title>
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		<pubDate>Wed, 30 Jul 2008 00:59:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paule</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alles]]></category>
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		<category><![CDATA[lovecraft]]></category>
		<category><![CDATA[psychoanalyse]]></category>

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		<description><![CDATA[Mein leichtfertig dahingesagter Kommentar auf den neuen (und sehr lesenswerten) Text bei &#8216;Das Morgen von Gestern schon heute&#8216; hat mich gerade auf den Gedanken gebracht, meine Regale nach Peter Priskils &#8216;Freuds Schl&#252;ssel zur Dichtung. Drei Beispiele: Rilke, Lovecraft, Bernd&#8216; zu durchsuchen. Gefunden habe ich es dann leider erst deutlich sp&#228;ter &#8211; in der Google Buchsuche. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mein leichtfertig dahingesagter Kommentar auf den <a href="http://unrelaxt.blogsport.de/2008/07/29/benefits-supervisor-sleeping/#comments" rel="nofollow"  title="Benefits Supervisor Sleeping" target="_blank">neuen (und sehr lesenswerten) Text bei &#8216;<em>Das Morgen von Gestern schon heute</em>&#8216;</a> hat mich gerade auf den Gedanken gebracht, meine Regale nach Peter Priskils &#8216;<em>Freuds Schl&#252;ssel zur Dichtung. Drei Beispiele: Rilke, Lovecraft, Bernd</em>&#8216; zu durchsuchen. Gefunden habe ich es dann leider erst deutlich sp&#228;ter &#8211; <a href="http://books.google.de/books?id=iYuHvAxQJ8wC" rel="nofollow"  title="'Freunds Schl&#252;ssel zu Dichtung' bei Google" target="_blank">in der Google Buchsuche</a>. Inzwischen ist es mir zwar zu sp&#228;t f&#252;r die angedachte Lekt&#252;re geworden; das erste &#220;berfliegen hat mich aber bereits &#252;ber ein schmissiges Lovecraft-Zitat stolpern lassen, an das ich mich gar nicht mehr erinnern konnte (oder wollte):</p>
<blockquote><p>»<em>Yah! Wie spucke ich auf dieses verrottete Zeitalter mit seinen schw&#228;chlichen Bequemlichkeiten und seinen vergeudeten Energien &#8211; seinen Freuds und Wilsons, Augustini und Heliogabali &#8211; P&#246;bel und Perversionen! Alles, was diese Schweine mit ihren Skrupeln und Problemen, Ver&#228;nderungen und Rebellionen brauchen, ist ein kr&#228;ftiger Schluck Blut aus dem Sch&#228;del eines Feindes auf den Zinnen einer Bergfeste!</em>«</p></blockquote>
<p>&#8230; vom ersten Lesen war lediglich h&#228;ngen geblieben, dass Lovecraft der Psychoanalse »eher skeptisch« gegen&#252;ber stand. Umso interessanter die Analyse, auf die ich mich nun aber bis zum Fr&#252;hst&#252;ck gedulden muss.</p>
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		<title>Kinderlieder f&#252;r Lenin</title>
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		<pubDate>Sat, 26 Jul 2008 11:07:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paule</dc:creator>
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		<category><![CDATA[lenin kam nur bis lüdenscheid]]></category>
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		<category><![CDATA[vahle]]></category>

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		<description><![CDATA[Meine Schwester hat mir neulich die erste Seite von Richard David Prechts &#8216;Lenin kam nur bis L&#252;denscheid&#8216; unter die Nase gehalten. Dieses »revolution&#228;re Gegenst&#252;ck zu &#8216;Generation Golf&#8217;« (Die Berliner MoPo meinte das wohl als Kompliment &#8230;) war trotz Erfolg und Verfilmung vollkommen an mir vorbei gegangen. Auf dieser ersten Seite beschreibt Precht ein Kinderzeltlager von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Meine Schwester hat mir neulich die erste Seite von Richard David Prechts &#8216;<em>Lenin kam nur bis L&#252;denscheid</em>&#8216; unter die Nase gehalten. Dieses »<em>revolution&#228;re Gegenst&#252;ck zu &#8216;Generation Golf&#8217;</em>« (Die Berliner MoPo meinte das wohl als Kompliment &#8230;) war trotz Erfolg und <a href="http://www.lenin-film.de/" rel="nofollow"  title="Sogar den Film habe ich verpasst" target="_blank">Verfilmung</a> vollkommen an mir vorbei gegangen. Auf dieser ersten Seite beschreibt Precht ein Kinderzeltlager von DKP und Naturfreundejugend, und obwohl dieser Krug an mir vorbei gegangen ist &#8211; die Gnade der etwas sp&#228;teren Geburt und nicht so garstig gest&#246;rter Eltern &#8211; habe ich mich trotzdem aus biographischen Empfindlichkeiten heraus gegruselt:</p>
<p>»<em>Von der Wiese her klimperten schon die Gitarren von Christiane und Fredrik Vahle, eine kleine Schar Kinder hatte einen Kreis um sie gebildet, die anderen schliefen noch in den Zelten. Wieder und wieder hatten wir gestern Abend ihre Lieder gesungen: das Lied von der R&#252;be, die der kleine Paul nur mit Hilfe der »Italiener-Kinder« aus der Erde ziehen kann, vom Hasen Augustin, der den dicken J&#228;ger verarscht, und vom Fisch Fasch, dem faulen Nutznie&#223;er, dem die erbosten Arbeiten den wei&#223;en Hintern versohlen. Wir kannten sie alle von der Kinderplatte.</em>«</p>
<p>Hauruck zieht der Paul, und hauruck zieht der Fritz &#8211; mir wird ganz anders zu Mute. Lesen werde ich das Buch aber wahrscheinlich trotzdem nicht.</p>
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		<title>Gaiman, Lovecraft, Sherlock Holmes</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Jun 2008 12:31:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paule</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wo wir gestern schon bei der bunten Welt der Unterhaltungsdinge waren: Neil Gaimans Sherlock Holmes &#8211; Pastiche &#8216;A Study in Emerald&#8216; steht als kostenloser Download zur Verf&#252;gung; zum Lesen und zum H&#246;ren. [via omnia exeunt in mysterium]. Die Geschichte ist erstmals in der Anthologie &#8216;Shadows Over Baker Street: New Tales of Terror!&#8216; erschienen, &#252;ber deren [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wo wir gestern schon bei der bunten Welt der Unterhaltungsdinge waren: Neil Gaimans Sherlock Holmes &#8211; Pastiche &#8216;<em>A Study in Emerald</em>&#8216; steht als kostenloser Download zur Verf&#252;gung; zum <a href="http://www.neilgaiman.com/mediafiles/exclusive/shortstories/emerald.pdf" rel="nofollow"  title="Illustrierte PDF-Datei von neilgaiman,com" target="_blank">Lesen</a> und zum <a href="http://www.harpercollinsebooks.com/7D1218B4-73B5-4902-A264-F942701F89B0/10/125/en/Gaiman-download.htm" rel="nofollow"  title="HarperCollins eBooks f&#252;r umme" target="_blank">H&#246;ren</a>. [<a href="http://www.cthulhu.de/artikel/cthulhu-sherlock-holmes-und-neil-gaiman-im-gaslicht/" rel="nofollow"  title="Hier hab ich's gefunden" target="_blank">via</a> <em>omnia exeunt in mysterium</em>]. Die Geschichte ist erstmals in der Anthologie &#8216;<em>Shadows Over Baker Street: New Tales of Terror!</em>&#8216; erschienen, &#252;ber deren Konzept sich wohl am einfachsten erkl&#228;ren l&#228;sst, warum die gr&#252;ne Studie so wundervoll ist.</p>
<p>Am Anfang stehen zwei Autoren, deren immenser Einfluss auf die phantastische Unterhaltungsliteratur unbestreitbar ist: Sir Arthur Conan Doyle und Howard Phillips Lovecraft. Obwohl sich in der Rezeptionsgeschichte der beiden Gro&#223;meister einige &#196;hnlichkeiten aufzeigen lie&#223;en, sind es doch die geradezu spiegelbildlichen Unterschiede in Biographie und Werk, die sich dem Betrachter aufdr&#228;ngen. W&#228;hrend der Atheist Lovecraft seinen Cthulhu-Mythos als widerspr&#252;chliches Chaos des kosmischen Grauens komponiert, ist Sherlock Holmes &#8211; die Hauptfigur des Spiritisten und Feierabendmystikers Conan Doyle &#8211; ein Mann der Ratio. Die Holmes-F&#228;lle sind sorgsam konstruierte Puzzle, die vom Logiker Holmes deduktiv aufgedr&#246;selt werden; Lovecrafts Figuren hingegen sind kaum mehr als Platzhalter &#8211; Objekte ihres Wahnsinns &#8211; deren Scheitern unausweichlich ist. Der Cthulhu-Mythos ist inkonsistent, widerspr&#252;chlich und (trotz der Versuche diverser Fans und Rollenspieler) nicht zu erkl&#228;ren. Die beiden literarischen Systeme, Holmes-Chronologie wie Cthulhu-Mythos, sind von unz&#228;hligen Autoren erweitert worden, und die Suche nach einem verbindlichen Kanon ist in beiden F&#228;llen Gegenstand erbitterter Streitereien.</p>
<p>Zu diesen Erweiterungen (oder besser: Pastiches) z&#228;hlen auch die Geschichten in &#8216;<em>Shadows Over Baker Street</em>&#8216;. Der Witz ist nur, dass diese Geschichten in beiden Welten zugleich spielen und als Holmes/Cthulhu Crossover daher kommen. Die oben angerissenen Differenzen fordern den Autoren eine gr&#252;ndliche Auseinandersetzung mit ihren Vorlagen ab und zwingen sie, mit dem Paradoxon zu spielen. Das gelingt ihnen unterschiedliche gut; Gaiman macht es mit Abstand am besten. Spoiler gibt es keine &#8211; wer sich mit diesem Konzept anfreunden kann, wird seine Freude an &#8216;<em>A Study in Emerald</em>&#8216; haben. Versprochen!</p>
<p>p.s. Ja, ich wei&#223; noch, was ich gestern geschrieben habe.</p>
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		<title>Selbst ist der Kritiker</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Jun 2008 12:59:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paule</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Literaturkritiker sind in der angebildeten Konsumentenschaft nicht sonderlich beliebt. Sie verdienten ihr Geld mit dem, was eh schon jeder (besser) wisse, indem sie Geschmacksfragen k&#252;nstlich aufbl&#228;hten, einen pseudointellektuellen Begriffsapparat pflegten und zu allem &#220;berfluss als n&#252;tzliche Idioten der finsteren Kulturindustrie hofiert w&#252;rden. Zugestehen k&#246;nne man ihnen bestenfalls einen gewissen &#220;berblick &#252;ber den tats&#228;chlich un&#252;berschaubaren Markt, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Literaturkritiker sind in der angebildeten Konsumentenschaft nicht sonderlich beliebt. Sie verdienten ihr Geld mit dem, was eh schon jeder (besser) wisse, indem sie Geschmacksfragen k&#252;nstlich aufbl&#228;hten, einen pseudointellektuellen Begriffsapparat pflegten und zu allem &#220;berfluss als n&#252;tzliche Idioten der finsteren Kulturindustrie hofiert w&#252;rden. Zugestehen k&#246;nne man ihnen bestenfalls einen gewissen &#220;berblick &#252;ber den tats&#228;chlich un&#252;berschaubaren Markt, den sie allerdings nur als Referenzfundus missbrauchten, um »<em>normal gute</em>« Autoren wie Ken Follet, Dan Brown oder Henning Mankell zu verunglimpfen. »<em>Gut, dass uns diese Klugschei&#223;er egal sind, und wir einfach so lesen k&#246;nnen, was wir gut finden, eben weil wir es gut finden!</em>«</p>
<p>Vergleichbare Urteile werden in erm&#252;dender Regelm&#228;&#223;igkeit &#252;ber Restaurant-, Film- oder Musikkritiker gef&#228;llt. Verziehen wird bestenfalls dem Sportkommentator, dem sich der Fachmann daheim in Kompetenzfragen zwar zumindest ebenb&#252;rtig w&#228;hnt, der aber immerhin mit Volkes Stimme spricht und unseren Jungs zuverl&#228;ssig die Stange h&#228;lt. Die ignorante Gro&#223;herzigkeit des individuierten Denkers liegt letztlich in seinem Mitleid begr&#252;ndet; hat er doch nur zu genau begriffen, was Georg Kreisler (immerhin auf unterhaltsame Art) besungen hat:</p>
<blockquote><p>»<em>Es geh&#246;rt zu meinen Pflichten,<br />
Sch&#246;nes zu vernichten als Musikkritiker,<br />
Sollt ich etwas Sch&#246;nes finden,<br />
Mu&#223; ich&#8217;s unterbinden als Musikkritiker.<br />
Mich kann auch kein K&#252;nstler &#252;berlisten,<br />
Da ich ja nicht verstehe, was er tut.<br />
Drum sag ich von jedem Komponisten:<br />
Erst nachdem er tot ist, ist er gut!</em>«</p></blockquote>
<p>Im Grunde ist der Kritiker n&#228;mlich eine arme Sau; hat von Kunst nichts begriffen, geschweige denn etwas anst&#228;ndiges gelernt. Und genau hier setzt die narzisstische Erm&#228;chtigung des Kritikgegners ein: Ist der Experte erst mittels einer explosiven Mischung aus gesundem Menschenverstand, k&#252;chenpsychologischen Einsch&#228;tzungen und (optional) Adorno-Klappentexten demontiert, wird selbst in die Bresche geh&#252;pft. Was dort ankommt, ist ein absurdes Spiegelbild seiner eigenen Wahnvorstellung: Die Subjekt gewordene Parodie auf den zuvor entmachteten Kritker. Die &#8211; selbstverst&#228;ndlich gut sortierte &#8211; DVD-Sammlung wird verbindlicher Kanon, die akribisch erlernten Namen Begriffsapparat und die Weltanschauung Motivarsenal f&#252;r die interpretatorische Schnitzeljagd.</p>
<p>Das Beschriebene ist nicht verwerflich, betrifft letztlich jeden, der sich inhaltlich mit kulturindustrieellen Produkten auseinandersetzt und liegt in der Natur der Sache &#8211; was wohl am wichtigsten ist. Das kaum begrenzte Warenangebot verlangt entscheidungsf&#228;hige Konsumenten, die nicht gleich kapitulieren, wenn sie zwischen zwei TV-Sendungen w&#228;hlen m&#252;ssen. Diese banale Erkenntnis macht das Geschw&#228;tz von [insert favorite artist here] &#8211; Fans auf der anderen Seite aber auch nur unwesentlich ertr&#228;glicher. Das Expertentum (ob nun professionell dem autonomen Kunstwerk nachtrauernd oder der in der selfmade-Variante nach dem heimischen Videoabend) ist Selbstbetrug &#8211; ist nervig &#8211; ist Ideologie.</p>
<p>Aufl&#246;sen kann ich das Problem leider auch nicht, obwohl ich bisher sogar noch verschwiegen habe, dass die Warenvielfalt an und f&#252;r sich eine tolle Sache ist. Gelegentlich bereitet mir sogar das Gespr&#228;ch &#252;ber diese Dinge Freude. Bis zum Kommunismus bleibt wohl nichts besseres, als &#246;fter mal wegzuh&#246;ren und ab und an zu klicken, wenn Amazon »<em>Rezension unzumutbar?</em>« fragt &#8211; im &#252;bertragenden Sinne aufs Ganze zielend, versteht sich.</p>
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		<title>Michael Endes &#8216;Momo&#8217; in der BAHAMAS</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Jun 2008 10:52:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paule</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die neue Bahamas ist erschienen und w&#228;hrend mein Exemplar in einem fernen Briefkasten wartet, habe ich mit den online verf&#252;gbaren Artikel begonnen. Ganz besonders erfreulich ist Peter Siemioneks &#8216;Phantasie und Vernichtung &#8211; „Momo“ und die autorit&#228;re Sehnsucht des Michael Ende&#8217;; eine Kritik mit Seltenheitswert, die weit &#252;ber den &#228;sthetischen Charakter dieses Lieblingsbuches aller Eltern hinaus [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die neue <a href="http://redaktion-bahamas.org/" rel="nofollow"  title="Das Magazin BAHAMAS" target="_blank">Bahamas</a> ist erschienen und w&#228;hrend mein Exemplar in einem fernen Briefkasten wartet, habe ich mit den online verf&#252;gbaren Artikel begonnen. Ganz besonders erfreulich ist Peter Siemioneks &#8216;<a href="http://redaktion-bahamas.org/auswahl/web55-2.htm" rel="nofollow"  title="Der Text in voller L&#228;nge" target="_blank">Phantasie und Vernichtung &#8211; „Momo“ und die autorit&#228;re Sehnsucht des Michael Ende&#8217;</a>; eine Kritik mit Seltenheitswert, die weit &#252;ber den &#228;sthetischen Charakter dieses Lieblingsbuches aller Eltern hinaus geht: »<em>Vielleicht wagt schon deshalb keiner, auf die Drittklassigkeit des Autors und die Leblosigkeit seines Hauptwerks, seinen bedr&#252;ckenden Mangel an Phantasie und die fade Schablonenhaftigkeit seiner Gestalten hinzuweisen, weil alle insgeheim wissen, dass Momo gar nicht als literarisches Kunstwerk, sondern als hochideologisches Traktat den Deutschen generationen&#252;bergreifend so unentbehrlich geworden ist.</em>«</p>
<p>Als solches wird es dann auch untersucht, dem Vergleich mit Goethes Vorlage ausgesetzt, auf sein Gesellschafts- und Arbeitsideal befragt und mitsamt seiner bildungsb&#252;rgerlichen Erfolgsgeschichte (auch bekannt als &#8220;Deutschunterricht&#8221;) als »<em>gef&#228;hrlicher Schund</em>« entlarvt. Durch das Programm f&#252;hrt der alte Tocotronic-Text, auch wenn die Band selbst nur bis zur vierten Fu&#223;note unbeschaded bleibt.</p>
<blockquote><p><em>Ein Lied mehr zur Lage der Nation<br />
Und zur Degeneration meiner Generation<br />
Zur Unentschlossenheit der Jugend<br />
Zur Vedrossenheit der Tugend<br />
Zu meiner aussichtslosen Lage<br />
Und zur Kl&#228;rung der Schuldfrage</em></p>
<p><em>Und darum klag&#8217; ich an</em></p>
<p><em>Michael Ende nur du bist schuld daran<br />
Da&#223; aus uns nichts werden kann<br />
Du hast uns mit deinen Tricks<br />
Aus der Gesellschaft ausgeXt<br />
Mit den Eltern aller Schichten<br />
Willst du uns vernichten</em></p>
<p><em>Michael Ende du hast mein Leben zerst&#246;rt</em></p></blockquote>
<p>Ich erlaube mir noch einen etwas unsportlichen Kunstgriff, indem ich den Schlusssatz auf Einleitungsposition drehe, und empfehle die Lekt&#252;re. Dringed.</p>
<blockquote><p>»<em>Angesichts einer praktizierten Gemeinschaftserziehung, die ihre wesentlichen Motive aus einem antisemitischen Kinderbuch zieht, wirken Adornos Forderungen nach einer „Erziehung zur Entbarbarisierung“, die in erster Linie Aufgabe der Schule sein sollte, scheinbar naiv. Und doch sind Adornos Forderungen gegen Lehrer, die mit „Momo“ in der Hand die gesamtgesellschaftliche Regression beschleunigen, aktueller denn je. Die professionellen Lehrer in ihrer Mehrheit kommen als Adressaten dieser Kritik, gar als Akteure, die in ihrem Bereich aktiv gegen den R&#252;ckfall in die Barbarei k&#228;mpfen w&#252;rden, allerdings nicht in Betracht. Eine Erziehung gegen „Momo“ wird sich notwendig gegen die Schule zu richten haben.</em>«</p></blockquote>
<p><strong>Nachtrag:</strong> Nichtidentisches hat in seinem (ann&#228;hernd gleichzeitig verfassten) Kommentar auf den Bahamas-Artikel auf einen <a href="http://nichtidentisches.myblog.de/nichtidentisches/art/3218346/Wie_Michael_Endes_falscher_Kapitalbegriff_zum_Antisemitismus_treibt_" rel="nofollow"  title="Wie Michael Endes falscher Kapitalbegriff zum Antisemitismus treibt..." target="_blank">eigenen Text &#252;ber Michael Ende</a> verwiesen. Es lohnt sich, den ebenfalls zu lesen, da der Nachweis der antisemitschen Stereotype (im &#8216;<em>Wunschpunsch</em>&#8216;) in der Bahamas nur am Rande erfolgt.</p>
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		<title>Sprechende Frisuren</title>
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		<pubDate>Wed, 21 May 2008 14:44:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paule</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Lange gesucht und endlich gefunden &#8211; Pasolini &#252;ber &#8216;Die Sprache der Haare&#8216; (in &#8216;Freibeuterschriften. Die Zerst&#246;rung der Kultur des Einzelnen durch die Konsumgesellschaft.&#8217;):
Was sagten sie jetzt? Sie sagten: »Ja, es stimmt, wir dr&#252;cken linke Inhalte aus; unsere Aussage ist &#8211; auch wenn sie die verbalen Botschaften lediglich begleitet &#8211; eine linke Aussage &#8230; Aber &#8230; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p align="justify">Lange gesucht und endlich gefunden &#8211; Pasolini &#252;ber &#8216;<em>Die Sprache der Haare</em>&#8216; (in &#8216;<em>Freibeuterschriften. Die Zerst&#246;rung der Kultur des Einzelnen durch die Konsumgesellschaft.&#8217;</em>):</p>
<blockquote><p><em>Was sagten sie jetzt? Sie sagten: »Ja, es stimmt, wir dr&#252;cken linke Inhalte aus; unsere Aussage ist &#8211; auch wenn sie die verbalen Botschaften lediglich begleitet &#8211; eine linke Aussage &#8230; Aber &#8230; Aber &#8230;«<br />
An diesem Punkt verstummten die langen Haare. Den Rest mu&#223;te ich selbst erg&#228;nzen. Mit dem »Aber« wollten sie offensichtlich zwei Dinge sagen: 1. »Unsere Wortlosigkeit erweist sich zunehmend als irrational und pragmatisch. Der Primat der Aktion, den wir unausgesprochen behaupten, hat einen subkulturellen und damit einen im wesentlichen rechten Charakter.« 2. »Wir sind inzwischen auch von faschistischen Provokateuren, die sich unter die Verbalrevolution&#228;re mischen, unterwandert worden (der Verbalismus kann ja auch zur Aktion f&#252;hren, vor allem, wenn er sie zum Mythos macht); und wir bilden eine perfekte Maske, nicht nur rein &#228;u&#223;erlich (unser ungeordnetes Wallen und Haargewoge macht tendenziell alle Gesichter gleich), sondern auch in kultureller Hinsicht: Eine rechte Subkultur l&#228;&#223;t sich n&#228;mlich ohne weiteres mit einer linken Subkultur verwechseln.«<br />
Kurz und gut, ich verstand, da&#223; die Sprache der langen Haare nicht mehr ein »Etwas« von linken Inhalten ausdr&#252;ckte, sondern ein Zwiesp&#228;ltiges, etwas Rechts-Linkes, was das Auftreten von Provokateuren erm&#246;glicht.</em></p></blockquote>
<p>Sehr zu empfehlen das Buch. &#220;berhaupt: Pasolini lesen!</p>
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		<title>Jon ganz alleine</title>
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		<pubDate>Fri, 07 Mar 2008 18:16:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paule</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Erzählungen]]></category>
		<category><![CDATA[depression]]></category>
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		<category><![CDATA[kontext]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich bin gerade auf ein wirklich deprimierendes und unglaublich lustiges Webcomic aufmerksam gemacht worden. Es geht ausschlie&#223;lich um Garfield, oder besser: Um das, was bleibt, wenn man den dicken Kater aus den Garfield-Strips entfernt.

Garfield ohne Garfield 
&#8220;Who would have guessed that when you remove Garfield from the Garfield comic strips, the result is an even [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin gerade auf ein wirklich deprimierendes und unglaublich lustiges Webcomic aufmerksam gemacht worden. Es geht ausschlie&#223;lich um <em>Garfield</em>, oder besser: Um das, was bleibt, wenn man den dicken Kater aus den <em>Garfield</em>-Strips entfernt.</p>
<p><a href="http://garfieldminusgarfield.tumblr.com/" rel="nofollow"  title="Garfield Minus Garfield" target="_blank"><img src="http://karwan-baschi.net/weblog/wp-content/uploads/2008/03/lookatme.jpg" alt="lookatme.jpg" /></a></p>
<p><em>Garfield ohne Garfield </em></p>
<blockquote><p><a href="http://garfieldminusgarfield.tumblr.com/" rel="nofollow"  title="Garfield Minus Garfield" target="_blank"><em>&#8220;Who would have guessed that when you remove Garfield from the Garfield comic strips, the result is an even better comic about schizophrenia, bipolar disorder, and the empty desperation of modern life? Friends, meet Jon Arbuckle. Let’s laugh and learn with him on a journey deep into the tortured mind of an isolated young everyman as he fights a losing battle against loneliness in a quiet American suburb.&#8221;</em></a></p></blockquote>
<p>Nachtrag: Via <a href="http://joageht.wordpress.com/" rel="nofollow"  title="Dem creep sei Blog" target="_blank">creep</a>, der es im <a href="http://www.sablog.de/2008/03/07/garfield-minus-garfield/" rel="nofollow"  title="Garfield Minus Garfield im sablog" target="_blank">sablog</a> gefunden hat.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Zitierte Hunde im Klassenkampf</title>
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		<pubDate>Tue, 26 Feb 2008 14:08:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paule</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Allan Weisbecker]]></category>
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		<description><![CDATA[Kurze Zwischenfrage an die Auskenner unter euch: Im Vorwort zur Neuauflage wennvon Cosmic Banditos zitiert Allan C. Weisbecker ein &#8220;riesiges politisch angehauchtes Buch&#8220;, in dem einige Referenzen auf sein Werk  zu finden sein sollen. Gibt es das tats&#228;chlich und wie hei&#223;t es? Oder andersrum gefragt: Woher stammt dieses abstruse Zitat urspr&#252;nglich?
Der Weg der Befreiung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kurze Zwischenfrage an die Auskenner unter euch: Im Vorwort zur Neuauflage wennvon <em><a href="http://www.amazon.de/Cosmic-Banditos-Contrabandista-Suche-Lebens/dp/3936281009" rel="nofollow"  title="Cosmic Banditos bei Amazon" target="_blank">Cosmic Banditos</a></em> zitiert <a href="http://www.banditobooks.com" rel="nofollow"  title="Weisbeckers BANDITO BOOKS" target="_blank">Allan C. Weisbecker</a> ein &#8220;<em>riesiges politisch angehauchtes Buch</em>&#8220;, in dem einige Referenzen auf sein Werk  zu finden sein sollen. Gibt es das tats&#228;chlich und wie hei&#223;t es? Oder andersrum gefragt: Woher stammt dieses abstruse Zitat urspr&#252;nglich?</p>
<blockquote><p><em>Der Weg der Befreiung aus dem Klassenkampf zeigt sich darin, da&#223; man nicht &#252;ber alle Dinge in derartigen Begrifflichkeiten nachdenkt und sich einer Utopie entsinnt, die ein Ende des Klassenkampfes hat, innerhalb eines besonderen Bewu&#223;tseins aus dem er entstanden ist. Dies ist das grundlegende Einstellungsproblem der marxistischen Banditos (in dem Buch) und der Grund, warum sie mit ihren kosmischen Kollegen nicht weiterkommen. »Sie m&#246;gen auch keine Hunde« (eine Bemerkung des Autors), ist sogar ein weiteres Beispiel von etwas sehr wichtigem. <strong>Sie k&#246;nnen es nicht mit ihrer Ideologie vereinbaren, Hunde zu m&#246;gen, da sich Hunde nach ihrem Verst&#228;ndnis nicht am Klassenkampf beteiligen.</strong> Die Wahrscheinlichkeit, da&#223; die Geschichte, die in Cosmic Banditos</em><em> beschrieben ist, tats&#228;chlich geschehen k&#246;nnte, ist sehr gering; doch nicht unm&#246;glich. Cosmic banditos ist zwar eine unwahrscheinliche Geschichte, aber keine unwahrscheinliche. Es ist eine humoritistische Arbeit mit psychedelischen Bestandteilen. Ebenso ist es eine philosophische Arbeit &#252;ber das menschliche Wissen und die Wahrnehmung der Realit&#228;t. Man k&#246;nnte es einen groschenromanartigen »Tzeuberg« der Postmoderne nennen.</em></p></blockquote>
<p align="justify">Der genaue Wortlaut wird nat&#252;rlich etwas anders sein, falls Weisbeckers &#220;bersetzer und der des &#8220;riesigen Buches&#8221; nicht Teil einer gemeinsamen Schwarmintelligenz sein sollten. &#8230;</p>
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		<title>Buffy Studies in Bremen</title>
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		<pubDate>Wed, 20 Feb 2008 19:10:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paule</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich war gestern im Bremer Infoladen, um mir frische Buffy-Spoiler abzuholen.  Lars Quadfasel und Carmen Dehnert, von der Gruppe Ratio Rausch Revolution, haben unter dem Titel »Buffy the Vampire Slayer – Slayer Grrrl Power!«  &#252;ber &#8220;&#246;dipale Vampire und die Allegorese der Kulturindustrie&#8221; gesprochen. Ich habe zwar tats&#228;chlich mal ausf&#252;hrlich mitgeschrieben, werde mich hier [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich war gestern im Bremer Infoladen, um mir frische Buffy-Spoiler abzuholen.  Lars Quadfasel und Carmen Dehnert, von der <em>Gruppe Ratio Rausch Revolution</em>, haben unter dem Titel »<strong>Buffy the Vampire Slayer – Slayer Grrrl Power!</strong>«  &#252;ber &#8220;&#246;dipale Vampire und die Allegorese der Kulturindustrie&#8221; gesprochen. Ich habe zwar tats&#228;chlich mal ausf&#252;hrlich mitgeschrieben, werde mich hier nun aber doch ein wenig zusammenrei&#223;en, weil der vorgetragene Text bald im <a href="http://www.extrablatt-online.net/" rel="nofollow"  title="Extrablatt - Aus Gr&#252;nden gegen fast Alles" target="_blank">Extrablatt</a> erscheinen soll.</p>
<p><strong>Der Einstieg:</strong><br />
Ich habe schon in der T&#252;r des Infoladens auf den DVD-Player geschielt. Es soll ja Leute geben, die lieber ohne Filmbeispiele durchreden; meine Referenten geh&#246;rten zum Gl&#252;ck nicht dazu. Kulturindustrie, Psychoanalyse und Buffy &#8211; klingt nach Infotainment im besten (und nie gebrauchten) Sinne des Wortes. Los ging&#8217;s wie folgt: &#8216;Buffy&#8217; breche zwar mit einigen Regeln des Unterhaltungsgrusels, habe starke weibliche Charaktere und stelle halbwegs komplexe ethische Fragen, halte sich aber dennoch meist an die Genrekonventionen. Und das sei nicht nur zu verschmerzen, sondern mache sogar den eigentlichen Reiz der Erz&#228;hlung aus. &#8216;Buffy&#8217; sei Fernsehen, wolle auch gar nichts anderes sein und fliege darum auch nicht auf die &#8220;<strong>arte</strong>-Kulturschrottschnauze&#8221;. Keine &#220;berraschung, dass das erste Adornozitat nicht lange auf sich warten l&#228;sst. Was der &#252;ber den Komponisten Mahler schrieb, lie&#223;e sich ohne gro&#223;e Schwierigkeiten auch auf Joss Whedon beziehen:</p>
<blockquote><p><em>&#8220;Sie nennen ihn unsch&#246;pferisch, weil er ihren Begriff des Schaffens selber suspendiert. Alles, womit er umgeht, ist schon da. er nimmt es hin in der Gestalt seiner Depravation; seine Themen sind enteignete. Dennoch klingt keines, wie man es gewohnt war: alle sind wie durch einen Magneten abgelenkt.&#8221;</em></p></blockquote>
<p>- <em>Theodor W. Adorno: Dissonanzen. Musik in der verwalteten Welt</em></p>
<p>Die &#8216;Buffy Studies&#8217; h&#228;tten die Fragen nach der Form bisher str&#228;flich vernachl&#228;ssigt, um sich daf&#252;r in den Inhalten zu verbei&#223;en. Die Referenten wollten es anders machen, da die Buffybotschaften an der Oberfl&#228;che verhandelt w&#252;rden und nicht in der Tiefe. Der K&#246;rpertausch von <em>Buffy</em> und <em>Faith</em> mit seinen Sp&#228;tfolgen f&#252;r <em>Faiths</em> Psyche sei beispielsweise ein Moment, an dem sich die Spielregeln direkt ablesen lie&#223;en.</p>
<p>Das &#252;berdeutliche Metaphernspiel sei keine bl&#246;de Plattheit, sondern selbst Allegorie: Im &#220;berzogenen zeige sich die Realit&#228;t von Teenagern, deren erste Liebe ebenfalls im Mittelpunkt der Welt stehe und mindestens die Gr&#246;&#223;e von Romeo und Julia, oder eben Buffy und Angel habe.</p>
<p><strong>Der kastrierte Vampir:</strong><br />
In der zweiten H&#228;lfte ging es den Charakteren <em>Angel</em> und <em>Spike</em> mit Lacans Psychoanalyse an den Kragen, respektive den Phallus. Der Mangel, das Begehren und die Machtlosigkeit waren die Kategorien, in die insbesondere Spike (der sich solchen Operationen gerne entzieht) zerlegt wurde. Zahlreiche Filmszenen, in denen der sexuelle Gehalt von Spikes Bei&#223;verbot (sein &#8220;internalisiertes Nein&#8221;) &#252;berdeutlich zum Vorschein kommen, haben die meisten Lacher des Abends provoziert. Wer meiner Erinnerung nicht traut, oder die ganze Geschichte vom mikroelektronischen Nom/n-du-Père h&#246;ren m&#246;chte, muss sich von hier an gedulden und auf das <a href="http://www.extrablatt-online.net/" rel="nofollow"  title="Extrablatt - Aus Gr&#252;nden gegen fast Alles" target="_blank">Extrablatt</a> warten. (Oder mich fragen, wenn ich mal wieder irgendwo sein sollte.)</p>
<p><strong>Was der Abend gebracht hat:</strong><br />
&#8230; ist gar nicht so leicht zu sagen. Einige Details waren durchaus interessant und ich hatte auch meinen Spa&#223; an den Filmszenen; eine Message™ ist aber leider nicht bei mir angekommen. Vielleicht sollte aber auch &#8220;nur&#8221; ein Erkenntnisprozess angeregt werden, der sich bei mir schon beim Gucken der Serie vollzogen hatte. Mag sein, dass der &#8211; dank DVD-Player Hickhack &#8211; nicht ganz reibungslose Ablauf daran schuld war, aber bei mir sind letztlich leider nur ein wenig Kulturindustrie hier und  etwas Lacan da h&#228;ngen geblieben. Als ich geh&#246;rt habe, dass der &#8220;f&#252;hrende Hamburger Anti-Deutsche&#8221;, wie Lars Quadfasel einst so lustig denunziert wurde, &#252;ber Buffy sprechen wird, hatte ich jedenfalls etwas mehr erwartet. Bleibt zu Hoffen, dass der Vortrag eher ein Aufw&#228;rmen f&#252;r den <a href="http://www.kittkritik.net/Kongress.html" rel="nofollow"  title="Der Kittkritik-Kongress in Bremen" target="_blank">Kittkritik-Kongress</a> war, als schon alles, was da passieren wird.</p>
<p><strong>Drei Hinweise zum Schluss:</strong></p>
<ul>
<li> Ich habe erst kurz vor der Fahrt nach Bremen von &#8216;Buffy Studies&#8217; geh&#246;rt und bin beim schlaumachen auf das Magazin &#8216;<em><a href="http://slayageonline.com/" rel="nofollow"  title="The Online International Journal of Buffy Studies" target="_blank">Slayage</a></em>&#8216; gesto&#223;en: <em>&#8220;The Online International Journal of Buffy Studies&#8221;</em>. In der kommenden Ausgabe (Nummer 25) wird es ausnahmsweise nicht um &#8216;<em>Buffy</em>&#8216;, sondern um &#8216;<em>Firefly</em>&#8216; und &#8216;<em>Serenity</em>&#8216; gehen. Ein erfreulicher Fund am Rande!</li>
</ul>
<ul>
<li>&#196;hnlich spannend wird das neue <a href="http://buffylinke.blogsport.de/" rel="nofollow"  title="Das Hauptquartier der 'buffylinken'" target="_blank">buffylinke</a>-Blog werden, das ich aus irgendwelchen Gr&#252;nden noch gar nicht verlinkt hatte. Jetzt aber.</li>
</ul>
<ul>
<li>Und nat&#252;rlich Kullas <a href="http://www.classless.org/index.php?s=klassenkampf+bei+buffy+the+vampire+slayer" rel="nofollow"  title="Daniel Kulla &#252;ber Buffy und den Klassenkampf" target="_blank">Klassenkampf bei Buffy The Vampire Slayer</a>, den ich wegen akuter Spoilergefahr erst nach der siebten Staffel weiterlesen werde.</li>
</ul>
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		<title>Legende Legende sein lassen</title>
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		<pubDate>Mon, 21 Jan 2008 08:45:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paule</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich habe mir gestern &#8216;I am Legend&#8216; angesehen und mich dabei zun&#228;chst recht gut unterhalten gef&#252;hlt. Im Verlauf des Abends kamen dann allerdings Zweifel auf, die ich leider noch nicht wirklich benennen kann. Ohne den Versuch, eine ernsthafte Filmkritik zu leisten, sei kurz auf das Ende der Romanvorlage hingewiesen. Spoilerwarnungen m&#252;ssten nur f&#252;r angehende Romanleser [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe mir gestern &#8216;<em>I am Legend</em>&#8216; angesehen und mich dabei zun&#228;chst recht gut unterhalten gef&#252;hlt. Im Verlauf des Abends kamen dann allerdings Zweifel auf, die ich leider noch nicht wirklich benennen kann. Ohne den Versuch, eine ernsthafte Filmkritik zu leisten, sei kurz auf das Ende der Romanvorlage hingewiesen. Spoilerwarnungen m&#252;ssten nur f&#252;r angehende Romanleser ausgesprochen werden &#8211; der Film geht anders aus.</p>
<p>Die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ich_bin_Legende" rel="nofollow"  title="Ich bin Legende in der Wikipedia" target="_blank">Wikipedia verr&#228;t uns das urspr&#252;ngliche Ende</a>:</p>
<p>&#8220;<em>Er blickt aus dem Fenster auf die Vampirmassen und erkennt nun, dass er selbst f&#252;r die Vampire das abnormale Monster ist. Denn sie haben gelernt, mit dem Virus zu Leben und er ist ein Mythos, der die get&#246;tet hat, die sie geliebt haben. Er ist f&#252;r sie das, was die Vampire fr&#252;her f&#252;r die Menschheit waren: Ein &#220;bel, das vernichtet werden muss. Als er im Angesicht der Vampire die Pille schluckt, endet die Handlung mit der titelgebenden Zeile: Ich bin Legende.</em>&#8221;</p>
<p>Ich will mir demn&#228;chst noch einmal die <a href="http://www.archive.org/details/the-last-man-on-earth" rel="nofollow"  title="The Last Man on Earth (public domain ...)" target="_blank">erste Verfilmung</a> ansehen und den Roman lesen, von dem nicht nur <a href="http://jakob.blogsport.de/2008/01/09/leselisten-fuer-orientierungslose/" rel="nofollow"  title="Jakobs Leseliste mit Kommentar zu 'I am Legend'" target="_blank">Jakob</a> so begeistert ist. Vielleicht hilft das ja gegen die Sprachlosigkeit und bietet nebenbei noch Gespr&#228;chsstoff.</p>
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		<title>Metaphernknoten</title>
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		<pubDate>Fri, 18 Jan 2008 11:13:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paule</dc:creator>
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		<description><![CDATA[
David Cronenbergs &#8216;Spider&#8216; ©Sony Pictures Classics 2002

&#8220;Um die Zusammenh&#228;nge festzulegen, die das Leben der Stadt regeln, spannen die Einwohner von Ersilia Schn&#252;re von Hauskante zu Hauskante, wei&#223;e oder schwarze oder wei&#223;-schwarze, je nachdem, ob sie Beziehungen von Verwandtschaft, Warenverkehr, Autorit&#228;t oder Vertretung bezeichnen. Sind es dann so viele Schn&#252;re, da&#223; man nicht mehr durchkommt, gehen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.spiderthemovie.com/" rel="nofollow"  title="Film: 'Spider'" target="_blank"><img src="http://karwan-baschi.net/weblog/wp-content/uploads/2008/01/spider.jpg" alt="spider.jpg" /></a></p>
<p><em>David Cronenbergs &#8216;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Spider_(Film)" rel="nofollow"  title="Spider in der Wikipedia" target="_blank">Spider</a>&#8216; ©Sony Pictures Classics 2002<br />
</em></p>
<p>&#8220;<em>Um die Zusammenh&#228;nge festzulegen, die das Leben der Stadt regeln, spannen die Einwohner von Ersilia Schn&#252;re von Hauskante zu Hauskante, wei&#223;e oder schwarze oder wei&#223;-schwarze, je nachdem, ob sie Beziehungen von Verwandtschaft, Warenverkehr, Autorit&#228;t oder Vertretung bezeichnen. Sind es dann so viele Schn&#252;re, da&#223; man nicht mehr durchkommt, gehen die Einwohner fort: Die H&#228;user werden abgebaut; es bleiben nur die Schn&#252;re und die Halterungen der Schn&#252;re.</em>&#8221;</p>
<p>- Italo Calvino: <a href="http://www.dieunsichtbarenstaedte.de" rel="nofollow"  title="Eine sch&#246;ne Seite &#252;ber die Unsichtbaren St&#228;dte" target="_blank">Die unsichtbaren St&#228;dte</a></p>
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		<title>Joss Whedon f&#252;r Jungs</title>
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		<pubDate>Wed, 16 Jan 2008 23:50:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paule</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wir haben gerade die erste &#8220;Buffy-Episode f&#252;r Jungs&#8221; gesehen: The Zeppo. W&#228;hrend die &#252;bernat&#252;rlich bef&#228;higten Charaktere ein cthuloides Tentakelmonster vom Zerst&#246;ren der Welt abhalten, verhandelt Xander seine Geschlechtlichkeit in &#252;bler Gesellschaft, h&#228;ngt mit kriminellen Zombies herum und pr&#252;gelt sich durch seinen Nebelplot. Worum es geht, wird &#8211; wie &#252;blich &#8211; nicht verheimlicht:
Xander: &#8220;It&#8217;s my thing.&#8221;
Willow: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir haben gerade die erste <em>&#8220;Buffy-Episode f&#252;r Jungs</em>&#8221; gesehen: <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/The_Zeppo" rel="nofollow"  title="The Zeppo in der Wikipedia" target="_blank">The Zeppo</a>. W&#228;hrend die &#252;bernat&#252;rlich bef&#228;higten Charaktere ein cthuloides Tentakelmonster vom Zerst&#246;ren der Welt abhalten, verhandelt Xander seine Geschlechtlichkeit in &#252;bler Gesellschaft, h&#228;ngt mit kriminellen Zombies herum und pr&#252;gelt sich durch seinen Nebelplot. Worum es geht, wird &#8211; wie &#252;blich &#8211; nicht verheimlicht:</p>
<p><strong>Xander:</strong> &#8220;<em>It&#8217;s my thing.</em>&#8221;<br />
<strong>Willow:</strong> &#8220;<em>Your thing?</em>&#8221;<br />
<strong>Xander:</strong> &#8220;<em>My thing!</em>&#8221;<br />
<strong>Buffy:</strong> &#8220;<em>Is this a penis metaphor?</em>&#8221;</p>
<p>Ich hatte viel Spa&#223; an der Geschichte, obwohl ich mich immer noch frage, warum Xander und Faith jetzt miteinander schlafen mussten. Kann es sein, dass hier eine sehr coole Figur f&#252;r die Adoleszenzschmonzette einer anderen eingespannt/geopfert wurde? Der anschlie&#223;ende Rauswurf hat es leider auch nicht wirklich besser gemacht. Aber warten wir erstmal ab, wie es morgen weiter geht.</p>
<p>Ich habe mir jedenfalls vorgenommen, &#8216;Firefly&#8217; noch einmal durchzusehen; meinen Einstieg ins Whedonverse, mit dem ich immer noch mehr anfangen kann, als mit Buffy. Hier mein rosa Jayne &#8220;<em>he puts the <u>me</u> in mercenary</em>&#8221; Cobb mit seiner Ansage:</p>
<p><img src="http://karwan-baschi.net/weblog/wp-content/uploads/2008/01/jane.jpg" alt="jane.jpg" /></p>
<p><em>Vorlage von <a href="http://the11thhour.home.att.net/" rel="nofollow"  title="11th Hour GUERILLA POSTER ART" target="_blank">11th Hour</a></em></p>
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		<title>Landstra&#223;enkot in the Sky</title>
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		<pubDate>Mon, 14 Jan 2008 07:52:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paule</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wer nicht schlafen kann, soll es lassen. Ich komme gerade von drau&#223;en, wo ich ein paar h&#228;ssliche Gedanken an Fr&#252;her losgeworden bin. Daf&#252;r ist mir Heine mal wieder in den Sinn gekommen. Eine der ganz wenigen &#8211; mir wirklich etwas bedeutenden &#8211; Lekt&#252;ren meiner Schulzeit:
Das ist ja meine Heimatluft!
Die gl&#252;hende Wange empfand es!
Und dieser Landstra&#223;enkot, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer nicht schlafen kann, soll es lassen. Ich komme gerade von drau&#223;en, wo ich ein paar h&#228;ssliche Gedanken an Fr&#252;her losgeworden bin. Daf&#252;r ist mir Heine mal wieder in den Sinn gekommen. Eine der ganz wenigen &#8211; mir wirklich etwas bedeutenden &#8211; Lekt&#252;ren meiner Schulzeit:</p>
<p><em>Das ist ja meine Heimatluft!<br />
Die gl&#252;hende Wange empfand es!<br />
Und dieser Landstra&#223;enkot, er ist<br />
Der Dreck meines Vaterlandes!</em></p>
<p>- Heinrich Heine: Deutschland. Ein Winterm&#228;rchen. <a href="http://www.heinrich-heine.net/winter/winterd8.htm" rel="nofollow"  title="Winterm&#228;rchen. Caput VIII" target="_blank">Caput VIII</a></p>
<p><a href="http://karwan-baschi.net/weblog/wp-content/uploads/2008/01/sonnenaufgang.jpg" title="Bild vergr&#246;&#223;ern"><img src="http://karwan-baschi.net/weblog/wp-content/uploads/2008/01/sonnenaufgang425.jpg" alt="sonnenaufgang425.jpg" /></a></p>
<p><em>good morning, turnfatherland. </em></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Literatur oder Krankheit</title>
		<link>http://karwan-baschi.net/weblog/2008/01/04/literatur-oder-krankheit/</link>
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		<pubDate>Fri, 04 Jan 2008 14:49:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paule</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Eigentlich gibt es kaum etwas &#252;berfl&#252;ssigeres, als &#252;ber BILD-Artikel zu bloggen. Es w&#252;rde auch niemand dar&#252;ber schreiben, dass sein neugeborener Nachwuchs schon wieder die Windeln voll hat &#8211; denn obwohl so etwas in sehr unterschiedlichen Qualit&#228;ten (und manchmal sogar auf unterhaltsame Weise) passiert, ist es im Grunde doch immer dasselbe: Schei&#223;e.
Insbesondere die &#8216;Post von Wagner&#8216; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eigentlich gibt es kaum etwas &#252;berfl&#252;ssigeres, als &#252;ber <a href="http://www.bildblog.de" rel="nofollow"  title="... manche machen es trotzdem." target="_blank">BILD-Artikel zu bloggen</a>. Es w&#252;rde auch niemand dar&#252;ber schreiben, dass sein neugeborener Nachwuchs schon wieder die Windeln voll hat &#8211; denn obwohl so etwas in sehr unterschiedlichen Qualit&#228;ten (und manchmal sogar auf unterhaltsame Weise) passiert, ist es im Grunde doch immer dasselbe: Schei&#223;e.</p>
<p>Insbesondere die &#8216;Post von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Franz_Josef_Wagner" rel="nofollow"  title="Wagner in der Wikipedia" target="_blank">Wagner</a>&#8216; vermag selten zu &#252;berraschen. Immer wieder haarscharf an der Volksverhetzung vorbei, wird da &#8220;<em>gegen Homosexuelle, Atheisten, Ausl&#228;nder, emanzipierte Frauen, Liberale, Sozialdemokraten und ihm unliebsame Prominente</em>&#8221; (Wikipedia) getextet. Kalkuliert, primitiv, durchschaubar und eigentlich kaum berichtenswert. Kaum &#8230; Heute mache ich allerdings eine Ausnahme, denn es wurde ungewohnt poetisch:</p>
<blockquote><p>“Der Grund ist f&#252;r mich das neue Selbstbewusstsein der Deutschen. die 68er sind in Rente, die Feindseligkeiten von fr&#252;her sind begraben. <strong>Der Hass auf Deutschland ist Literatur oder Krankheit.</strong> Immer mehr Deutsche schwenken Deutschlandfahnen. Ich denke, dass dies der Grundstein war f&#252;r unseren Erfolg. Wir alle wissen um die Schuld unserer V&#228;ter Gro&#223;v&#228;ter und Urgro&#223;v&#228;ter. Das bleibt ewig.&#8221;</p></blockquote>
<p><a href="http://www.bild.t-online.de/BILD/news/standards/post-von-wagner/2008/01/03/post-von-wagner,geo=3392304.html" rel="nofollow"  title="Wagner schreibt dem Super-Deutschland" target="_blank">Post von Wagner: Liebes Super-Deutschland</a></p>
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		<title>Ernst J&#252;nger ist kein Schlangennest</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Nov 2007 22:06:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paule</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alles]]></category>
		<category><![CDATA[Erzählungen]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[ernst jünger]]></category>

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		<description><![CDATA[Einen halben Tag lang J&#252;nger zu lesen, ist ein zweifelhaftes Vern&#252;gen. F&#252;r einen Moment hatte ich das Gef&#252;hl, eine Passage aus &#8216;Der Kampf als inneres Erlebnis&#8217; auf die Lekt&#252;re selbst beziehen zu k&#246;nnen:
»Lauschten wir nicht alle als Kinder lange Winterabende unheimlichen Geschichten? Da bebten alle Fibern, man h&#228;tte sich in eine sichere H&#246;hle verkriechen m&#246;gen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Einen halben Tag lang J&#252;nger zu lesen, ist ein zweifelhaftes Vern&#252;gen. F&#252;r einen Moment hatte ich das Gef&#252;hl, eine Passage aus &#8216;Der Kampf als inneres Erlebnis&#8217; auf die Lekt&#252;re selbst beziehen zu k&#246;nnen:</p>
<blockquote><p>»<em>Lauschten wir nicht alle als Kinder lange Winterabende unheimlichen Geschichten? Da bebten alle Fibern, man h&#228;tte sich in eine sichere H&#246;hle verkriechen m&#246;gen und konnte doch nicht genug bekommen. Das war, als ob man, in Schilf und Schlamm verirrt, auf ein Nest gefleckter Schlangen gesto&#223;en w&#228;re und k&#246;nnte nicht fliehen aus Lust, das scheu&#223;liche Geringel zu betrachten.</em>«</p></blockquote>
<p>&#8230; aber dann hat sich doch nichts mehr geringelt. Morgen geht es dann an seine LSD-Texte &#8211; vielleicht passiert dann ja nochmal was. Bis dahin nehme ich noch einen Satz aus dem gleichen Text mit nach Hause, der <strong>so ganz ohne Kontext</strong> direkt mal zu unterschreiben ist:</p>
<blockquote><p>»<em>An St&#228;tten, wo das Volk gesteigertes Leben sucht, auf jedem Jahrmarkt, jedem Sch&#252;tzenplatz lockt auf bemalter Leinwand das Grauen in grellen Farben.</em>«</p></blockquote>
<p>Jetzt aber Feierabend und nichts wie raus aus der B&#252;cherhalle &#8230;</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Pulp Nazis Must Die</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Nov 2007 02:45:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paule</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alles]]></category>
		<category><![CDATA[Erzählungen]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Sachen machen]]></category>
		<category><![CDATA[Fantasy]]></category>
		<category><![CDATA[Nazis]]></category>

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		<description><![CDATA[Bevor ich mich sp&#228;ter noch ernsthaft dazu &#228;u&#223;ere, schenke ich Tante erst einmal was Selbstgemaltes zu seinen beiden Artikeln &#252;ber h&#228;ssliche Pulp &#8211; Nazis:

Antifas im M&#228;rchenland

Ein paar interessante Gedanken &#252;ber Nazi &#8211; Schurken, wie sie von Indy oder Hellboy regelm&#228;&#223;ig auf&#8217;s Maul bekommen, hat er aufgeschrieben. Bis es morgen dann mehr dazu gibt, kann es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bevor ich mich sp&#228;ter noch ernsthaft dazu &#228;u&#223;ere, schenke ich Tante erst einmal was Selbstgemaltes zu seinen <a href="http://the-gay-bar.com/index.php?/archives/1083-Why-Hellboy-and-Indiana-Jones-work-so-well.html" rel="nofollow"  title="Artikel Nummer 1" target="_blank">beiden</a> <a href="http://www.the-gay-bar.com/index.php?/archives/1084-Nazis-are-mythological-creaturesPart-II.html" rel="nofollow"  title="Artikel Nummer 2" target="_blank">Artikeln</a> &#252;ber h&#228;ssliche Pulp &#8211; Nazis:<br />
<img src="http://karwan-baschi.net/weblog/wp-content/uploads/2007/11/popantifa.jpg" /></p>
<p><em>Antifas im M&#228;rchenland<br />
</em></p>
<p>Ein paar interessante Gedanken &#252;ber Nazi &#8211; Schurken, wie sie von Indy oder Hellboy regelm&#228;&#223;ig auf&#8217;s Maul bekommen, hat er aufgeschrieben. Bis es morgen dann mehr dazu gibt, kann es jedenfalls nicht schaden, sich die beiden Texte einmal in Ruhe anzusehen:</p>
<ul>
<li><a href="http://the-gay-bar.com/index.php?/archives/1083-Why-Hellboy-and-Indiana-Jones-work-so-well.html" rel="nofollow"  title="Artikel Nummer 1" target="_blank">Why Hellboy and Indiana Jones work so well</a></li>
<li><a href="http://www.the-gay-bar.com/index.php?/archives/1084-Nazis-are-mythological-creaturesPart-II.html" rel="nofollow"  title="Artikel Nummer 2" target="_blank">Nazis are mythological creatures/Part II</a></li>
</ul>
]]></content:encoded>
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		<title>I guess I do believe the hype</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Nov 2007 11:17:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paule</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alles]]></category>
		<category><![CDATA[Erzählungen]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Das Haus]]></category>
		<category><![CDATA[Kulturheinis]]></category>
		<category><![CDATA[Postmoderne]]></category>

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		<description><![CDATA[Gleich vorweg: Ich habe diverse nachdr&#252;ckliche Empfehlungen guter Freunde einfach ignoriert und mir Mark Danielewskis &#8216;Das Haus &#8211; House of Leaves&#8216; erst von der Werbemaschinerie schmackhaft machen lassen. Ich bin ein schlechter Mensch!
Es gibt da eine unheimliche Geschichte um ein Haus mit einem Geheimnis. Neue R&#228;ume tauchen auf, man kann sich drin verlaufen und so [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gleich vorweg: Ich habe diverse nachdr&#252;ckliche Empfehlungen guter Freunde einfach ignoriert und mir Mark Danielewskis &#8216;<a href="http://www.klett-cotta.de/literatur_buecher_d.html?&amp;tt_products=2060" rel="nofollow"  title="Das Haus @Klett-Cotta" target="_blank"><em>Das Haus &#8211; House of Leaves</em></a>&#8216; erst von der Werbemaschinerie schmackhaft machen lassen. Ich bin ein schlechter Mensch!</p>
<p>Es gibt da eine unheimliche Geschichte um ein Haus mit einem Geheimnis. Neue R&#228;ume tauchen auf, man kann sich drin verlaufen und so weiter. Ich wei&#223; ehrlich gesagt nicht genau, worum es in der Geschichte geht, aber wenn man sich die &#8220;Pressestimmen&#8221; im offiziellen <a href="http://www.danielewski.de/?cat=9" rel="nofollow"  title="Der Danielewski - Blog" target="_blank">Werbeblog</a> ansieht, scheint das auch gar nicht so wichtig zu sein. &#8220;Postmodern&#8221; ist es jedenfalls &#8211; mit einem crazy Layout, wie es in diesem <a href="http://www.tvbvideo.de/video/iLyROoaft1Jx.html" rel="nofollow"  title="Das Haus im Video" target="_blank">Video</a> zu bewundern ist. Dieser &#8220;<em>erste gro&#223;e Roman des einundzwanzigsten Jahrhunderts</em>&#8221; ist &#8220;<em>in den USA l&#228;ngst Kult</em>&#8221; &#8211; ein &#8220;<em>Meisterwerk</em>&#8220;, f&#252;r das &#8220;<em>kein Superlativ zu hoch gegriffen</em>&#8221; ist. So sieht&#8217;s aus.</p>
<p>Wahrscheinlich h&#228;tte ich sp&#228;testens jetzt genervt abgeschaltet, wenn nicht <a href="http://jakob.blogsport.de/2007/11/05/notizblog-danielewskis-house-of-leaves/" rel="nofollow"  title="Jakob &#252;ber 'Das Haus'" target="_blank">bei Jakob zu lesen</a> w&#228;re, dass hinter Struktur und Layout der Geschichte mehr steckt, als ein K&#246;der f&#252;r  angehende Postmodernisten. Die <a href="http://www.danielewski.de/wp-content/das_haus.pdf" rel="nofollow"  title="Eine lange Leseprobe (pdf)" target="_blank">Leseprobe</a> liegt jetzt jedenfalls auf meinem Desktop, womit der erste Teil meiner Geschichte auch schon vorbei w&#228;re.<a href="http://www.danielewski.de/wp-content/das_haus.pdf" title="Eine lange Leseprobe (pdf)" target="_blank"><br />
</a></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Vorsicht vor Wilsons Bob!</title>
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		<pubDate>Mon, 05 Nov 2007 20:03:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paule</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alles]]></category>
		<category><![CDATA[Erzählungen]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Bob]]></category>
		<category><![CDATA[Psychonautik]]></category>

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		<description><![CDATA[Robert Anton Wilson war ein kluger Mann, der einen beachtlichen Stapel kluger B&#252;cher hinterlassen hat. Dass die Bibliothek der Uni Oldenburg eins davon in ihrem Bestand hat, ist leider keine Selbstverst&#228;ndlichkeit, darum aber umso erfreulicher. Schl&#228;gt man es auf, bekommt man es aber erstmal mit dem Schrecken zu tun. Ein sachbesch&#228;digender Anonymus hat uns eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.rawilson.com/main.shtml" rel="nofollow"  title="Bobs Homepage" target="_blank">Robert Anton Wilson</a> war ein kluger Mann, der einen beachtlichen Stapel kluger B&#252;cher hinterlassen hat. Dass die <a href="http://www.ibit.uni-oldenburg.de/" rel="nofollow"  title="Die Unibibliothek Oldenburg" target="_blank">Bibliothek der Uni Oldenburg</a> eins davon in ihrem Bestand hat, ist leider keine Selbstverst&#228;ndlichkeit, darum aber umso erfreulicher. Schl&#228;gt man es auf, bekommt man es aber erstmal mit dem Schrecken zu tun. Ein sachbesch&#228;digender Anonymus hat uns eine Warnung hinterlassen:<br />
<img src="http://karwan-baschi.net/weblog/wp-content/uploads/2007/11/vorsicht.jpg" /><br />
<em>Da hat es jemand gut gemeint. </em></p>
<p>Das derart verunstaltete Buch hei&#223;t &#8216;Der neue Prometheus &#8211; Die Evolution unserer Intelligenz&#8217; und die Bibliothekare haben es in die Philosophie gesteckt. Wilson erkl&#228;rt darin sehr ausf&#252;hrlich, wie Learys <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/8-Circuit_Model_of_Consciousness" rel="nofollow"  title="Die Schaltkreise in der Wikipedia" target="_blank">neuronale Schaltkreise</a> funktionieren und bietet dem Evolutionierenden einige Abk&#252;rzungen an.</p>
<p>Je nach Lesart und pers&#246;nlichem Sinn f&#252;r Humor ist das Buch nun entweder ein Mindfuck unter Anleitung, ein ausgesprochen komplexer Scherz und/oder eine umfangreiche Bibliographie des Abgedrehten. Wer allen Zitaten und Anspielungen folgt, hat nicht nur viel Arbeit vor sich, sondern w&#228;re danach auch ohne weiteres in der Lage, seinen Doktor in Counterculture zu machen.</p>
<p>Ich ahne zwar, warum der Kritzler misstrauisch geworden ist, aber ich verstehe nicht, wo sich sein Verstand dann abgeschaltet hat. Wilsons &#220;bungen haben nun wirklich nicht die geringste &#196;hnlichkeit mit den <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Clear_(Scientology)" rel="nofollow"  title="Clearing in der Wikipedia" target="_blank">Clearings</a> der Scientology und dienen auch einem vollkommen anderen Zweck. Das Spiel mit dem eigenen Verstand dient n&#228;mlich nicht dem Aufstieg in der Hierarchie der kosmischen Hutzelm&#228;nnchen, sondern stellt die radikale Absage an derartige Weltanschauungen dar. Angenommen, irgendjemand w&#252;rde Wilsons Buch tats&#228;chlich als Ratgeber verwenden, so w&#228;re er wahrscheinlich der Letzte, den man noch vor der Scientology warnen m&#252;sste. Wer es aber (wie wohl die meisten) mit humoristischem Interesse gelesen hat, h&#228;tte sich dabei wahrscheinlich ebenfalls gegen einen Gro&#223;teil der g&#228;ngigen Heilsversprechen immunisiert &#8211; gerade weil sich die Konzepte tats&#228;chlich <em>irgendwie</em> &#228;hneln. Diese &#8220;N&#228;he&#8221; zwischen Leary/Wilson und Hubbard einmal genauer auszuleuchten, k&#246;nnte ein interessantes Unterfangen sein. Zeit habe ich daf&#252;r zwar leider nicht, aber die &#8216;<a href="http://www.gruenekraft.com/permalink:gz39.html" rel="nofollow"  title="Neurologic bei Werner Pieper" target="_blank">Neurologic</a>&#8216; wandert trotzdem mal wieder auf den B&#252;cherstapel.</p>
<p>Zum Abschluss noch eine von Wilsons Hausaufgaben:</p>
<blockquote><p>&#8220;Lesen Sie Margaret Meads &#8216;<em>Jugend und Sexualit&#228;t in primitiven Gesellschaften</em>&#8216;. Anschlie&#223;end schreiben sie einen f&#252;nfseitigen Aufsatz &#252;ber die Frage, warum, objektiv gesehen, die Tabus unseres Stammes sinnvoller sind als die, die Mead w&#228;hrend ihrer Studien beobachtete. <em>Nehmen sie diese Aufgabe so ernst wie m&#246;glich.</em>&#8220;</p></blockquote>
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		<item>
		<title>Michael Stein ist tot</title>
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		<pubDate>Thu, 25 Oct 2007 08:30:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paule</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alles]]></category>
		<category><![CDATA[Erzählungen]]></category>
		<category><![CDATA[berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Nachruf]]></category>
		<category><![CDATA[Tresenlesen]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute Morgen kam nur eine kurze Mitteilung von den Surfpoeten: Der Vorleser und Freisprecher Michael Stein ist vor wenigen Stunden verstorben. Ich w&#252;rde gern irgendwas Kluges sagen, aber ich kann nicht. Schei&#223; Krebs! Zum Abschied nur das &#8216;Gebet gegen die Arbeit&#8216;, das er uns hinterlassen hat:  
Arbeit!
Gei&#223;el der Menschheit!
Verflucht seist du bis ans Ende [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute Morgen kam nur eine kurze <a href="http://www.surfpoeten.de/" rel="nofollow"  title="Surfpoeten im Internet" target="_blank">Mitteilung von den Surfpoeten</a>: Der Vorleser und Freisprecher Michael Stein ist vor wenigen Stunden verstorben. Ich w&#252;rde gern irgendwas Kluges sagen, aber ich kann nicht. Schei&#223; Krebs! Zum Abschied nur das &#8216;<em>Gebet gegen die Arbeit</em>&#8216;, das er uns hinterlassen hat: <strong> </strong></p>
<p align="center"><em>Arbeit!<br />
Gei&#223;el der Menschheit!<br />
Verflucht seist du bis ans Ende aller Tage<br />
Du, die du uns Elend bringst und Not<br />
Uns zu Kr&#252;ppeln machst und zu Idioten<br />
Uns schlechte Laune schaffst und unn&#252;tz Zwietracht s&#228;st<br />
Uns den Tag raubst und die Nacht<br />
Verflucht seist du<br />
Verflucht<br />
In Ewigkeit<br />
Amen</em></p>
<p align="left">Ein kurzer Nachtrag: Inzwischen haben sich recht viele Menschen zu Wort gemeldet, die mehr &#252;ber Stein und seinen Tod zu sagen hatten. <a href="http://bov.antville.org/stories/1711499/" rel="nofollow"  title="Viele Kommentare zu Steins Tod - in Blogs und anderswo" target="_blank">Bov Bjerg hat eine Sammlung</a> angelegt, die es wert ist, in Ruhe durchgegangen zu werden.</p>
]]></content:encoded>
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