Archiv für die Kategorie 'Erzählungen'

Selbst ist der Kritiker

Thursday, 19. June 2008

Literaturkritiker sind in der angebildeten Konsumentenschaft nicht sonderlich beliebt. Sie verdienten ihr Geld mit dem, was eh schon jeder (besser) wisse, indem sie Geschmacksfragen künstlich aufblähten, einen pseudointellektuellen Begriffsapparat pflegten und zu allem Überfluss als nützliche Idioten der finsteren Kulturindustrie hofiert würden. Zugestehen könne man ihnen bestenfalls einen gewissen Überblick über den tatsächlich unüberschaubaren Markt, den sie allerdings nur als Referenzfundus missbrauchten, um »normal gute« Autoren wie Ken Follet, Dan Brown oder Henning Mankell zu verunglimpfen. »Gut, dass uns diese Klugscheißer egal sind, und wir einfach so lesen können, was wir gut finden, eben weil wir es gut finden!«

Vergleichbare Urteile werden in ermüdender Regelmäßigkeit über Restaurant-, Film- oder Musikkritiker gefällt. Verziehen wird bestenfalls dem Sportkommentator, dem sich der Fachmann daheim in Kompetenzfragen zwar zumindest ebenbürtig wähnt, der aber immerhin mit Volkes Stimme spricht und unseren Jungs zuverlässig die Stange hält. Die ignorante Großherzigkeit des individuierten Denkers liegt letztlich in seinem Mitleid begründet; hat er doch nur zu genau begriffen, was Georg Kreisler (immerhin auf unterhaltsame Art) besungen hat:

»Es gehört zu meinen Pflichten,
Schönes zu vernichten als Musikkritiker,
Sollt ich etwas Schönes finden,
Muß ich’s unterbinden als Musikkritiker.
Mich kann auch kein Künstler überlisten,
Da ich ja nicht verstehe, was er tut.
Drum sag ich von jedem Komponisten:
Erst nachdem er tot ist, ist er gut!
«

Im Grunde ist der Kritiker nämlich eine arme Sau; hat von Kunst nichts begriffen, geschweige denn etwas anständiges gelernt. Und genau hier setzt die narzisstische Ermächtigung des Kritikgegners ein: Ist der Experte erst mittels einer explosiven Mischung aus gesundem Menschenverstand, küchenpsychologischen Einschätzungen und (optional) Adorno-Klappentexten demontiert, wird selbst in die Bresche gehüpft. Was dort ankommt, ist ein absurdes Spiegelbild seiner eigenen Wahnvorstellung: Die Subjekt gewordene Parodie auf den zuvor entmachteten Kritker. Die - selbstverständlich gut sortierte - DVD-Sammlung wird verbindlicher Kanon, die akribisch erlernten Namen Begriffsapparat und die Weltanschauung Motivarsenal für die interpretatorische Schnitzeljagd.

Das Beschriebene ist nicht verwerflich, betrifft letztlich jeden, der sich inhaltlich mit kulturindustrieellen Produkten auseinandersetzt und liegt in der Natur der Sache - was wohl am wichtigsten ist. Das kaum begrenzte Warenangebot verlangt entscheidungsfähige Konsumenten, die nicht gleich kapitulieren, wenn sie zwischen zwei TV-Sendungen wählen müssen. Diese banale Erkenntnis macht das Geschwätz von [insert favorite artist here] - Fans auf der anderen Seite aber auch nur unwesentlich erträglicher. Das Expertentum (ob nun professionell dem autonomen Kunstwerk nachtrauernd oder der in der selfmade-Variante nach dem heimischen Videoabend) ist Selbstbetrug - ist nervig - ist Ideologie.

Auflösen kann ich das Problem leider auch nicht, obwohl ich bisher sogar noch verschwiegen habe, dass die Warenvielfalt an und für sich eine tolle Sache ist. Gelegentlich bereitet mir sogar das Gespräch über diese Dinge Freude. Bis zum Kommunismus bleibt wohl nichts besseres, als öfter mal wegzuhören und ab und an zu klicken, wenn Amazon »Rezension unzumutbar?« fragt - im übertragenden Sinne aufs Ganze zielend, versteht sich.

Michael Endes ‘Momo’ in der BAHAMAS

Monday, 02. June 2008

Die neue Bahamas ist erschienen und während mein Exemplar in einem fernen Briefkasten wartet, habe ich mit den online verfügbaren Artikel begonnen. Ganz besonders erfreulich ist Peter Siemioneks ‘Phantasie und Vernichtung - „Momo“ und die autoritäre Sehnsucht des Michael Ende’; eine Kritik mit Seltenheitswert, die weit über den ästhetischen Charakter dieses Lieblingsbuches aller Eltern hinaus geht: »Vielleicht wagt schon deshalb keiner, auf die Drittklassigkeit des Autors und die Leblosigkeit seines Hauptwerks, seinen bedrückenden Mangel an Phantasie und die fade Schablonenhaftigkeit seiner Gestalten hinzuweisen, weil alle insgeheim wissen, dass Momo gar nicht als literarisches Kunstwerk, sondern als hochideologisches Traktat den Deutschen generationenübergreifend so unentbehrlich geworden ist.«

Als solches wird es dann auch untersucht, dem Vergleich mit Goethes Vorlage ausgesetzt, auf sein Gesellschafts- und Arbeitsideal befragt und mitsamt seiner bildungsbürgerlichen Erfolgsgeschichte (auch bekannt als “Deutschunterricht”) als »gefährlicher Schund« entlarvt. Durch das Programm führt der alte Tocotronic-Text, auch wenn die Band selbst nur bis zur vierten Fußnote unbeschaded bleibt.

Ein Lied mehr zur Lage der Nation
Und zur Degeneration meiner Generation
Zur Unentschlossenheit der Jugend
Zur Vedrossenheit der Tugend
Zu meiner aussichtslosen Lage
Und zur Klärung der Schuldfrage

Und darum klag’ ich an

Michael Ende nur du bist schuld daran
Daß aus uns nichts werden kann
Du hast uns mit deinen Tricks
Aus der Gesellschaft ausgeXt
Mit den Eltern aller Schichten
Willst du uns vernichten

Michael Ende du hast mein Leben zerstört

Ich erlaube mir noch einen etwas unsportlichen Kunstgriff, indem ich den Schlusssatz auf Einleitungsposition drehe, und empfehle die Lektüre. Dringed.

»Angesichts einer praktizierten Gemeinschaftserziehung, die ihre wesentlichen Motive aus einem antisemitischen Kinderbuch zieht, wirken Adornos Forderungen nach einer „Erziehung zur Entbarbarisierung“, die in erster Linie Aufgabe der Schule sein sollte, scheinbar naiv. Und doch sind Adornos Forderungen gegen Lehrer, die mit „Momo“ in der Hand die gesamtgesellschaftliche Regression beschleunigen, aktueller denn je. Die professionellen Lehrer in ihrer Mehrheit kommen als Adressaten dieser Kritik, gar als Akteure, die in ihrem Bereich aktiv gegen den Rückfall in die Barbarei kämpfen würden, allerdings nicht in Betracht. Eine Erziehung gegen „Momo“ wird sich notwendig gegen die Schule zu richten haben.«

Nachtrag: Nichtidentisches hat in seinem (annähernd gleichzeitig verfassten) Kommentar auf den Bahamas-Artikel auf einen eigenen Text über Michael Ende verwiesen. Es lohnt sich, den ebenfalls zu lesen, da der Nachweis der antisemitschen Stereotype (im ‘Wunschpunsch‘) in der Bahamas nur am Rande erfolgt.

Sprechende Frisuren

Wednesday, 21. May 2008

Lange gesucht und endlich gefunden - Pasolini über ‘Die Sprache der Haare‘ (in ‘Freibeuterschriften. Die Zerstörung der Kultur des Einzelnen durch die Konsumgesellschaft.’):

Was sagten sie jetzt? Sie sagten: »Ja, es stimmt, wir drücken linke Inhalte aus; unsere Aussage ist - auch wenn sie die verbalen Botschaften lediglich begleitet - eine linke Aussage … Aber … Aber …«
An diesem Punkt verstummten die langen Haare. Den Rest mußte ich selbst ergänzen. Mit dem »Aber« wollten sie offensichtlich zwei Dinge sagen: 1. »Unsere Wortlosigkeit erweist sich zunehmend als irrational und pragmatisch. Der Primat der Aktion, den wir unausgesprochen behaupten, hat einen subkulturellen und damit einen im wesentlichen rechten Charakter.« 2. »Wir sind inzwischen auch von faschistischen Provokateuren, die sich unter die Verbalrevolutionäre mischen, unterwandert worden (der Verbalismus kann ja auch zur Aktion führen, vor allem, wenn er sie zum Mythos macht); und wir bilden eine perfekte Maske, nicht nur rein äußerlich (unser ungeordnetes Wallen und Haargewoge macht tendenziell alle Gesichter gleich), sondern auch in kultureller Hinsicht: Eine rechte Subkultur läßt sich nämlich ohne weiteres mit einer linken Subkultur verwechseln.«
Kurz und gut, ich verstand, daß die Sprache der langen Haare nicht mehr ein »Etwas« von linken Inhalten ausdrückte, sondern ein Zwiespältiges, etwas Rechts-Linkes, was das Auftreten von Provokateuren ermöglicht.

Sehr zu empfehlen das Buch. Überhaupt: Pasolini lesen!

Irrsinn von allen Seiten

Saturday, 26. April 2008

Bücher zum Geburtstag! Schwerpunktthema Wahnsinn, ohne dass sie wirklich etwas miteinander zu tun hätten. Trotzdem irgendwie irritierend:

psycthulhu.jpg

Wahnsinn im Doppelpack

Dementophobia. Wahn und geistiger Verfall.
Kritische Psychologie. Eine Einführung.

Der mit dem Geek spielt

Sunday, 30. March 2008

Mit Rückenschmerzen und gemischten Gefühlen bin ich just aus Hannover zurück, wo ich mit (anderen) Spinnern ein berauschendes Nerdfest gefeiert habe: Die Hannover Spielt! - Rollenspielconvention. Meine zentrale Erkenntnis ist, dass ich die Rollenspielerei nach all den Jahren immer noch sehr gerne betreibe, mit der absoluten Mehrheit meiner “Mitspieler” aber nicht mehr viel anfangen kann. Langhaarige Nerds, die sich über ihre fragwürdigen Würfelorgien in Rage reden, gehen mir mittlerweile genauso auf den Geist, wie allen anderen, die schon das Vergnügen hatten, im Bus hinter denen zu sitzen.

Aber immerhin: Ich habe mir vom großartigen Karl-Heinz Witzko vorlesen lassen, der das Pech hat, auf seinen besten Romanen ein ‘Das Schwarze Auge‘ - Logo prangen zu haben, mir die Nacht mit dem großartigen ‘Dogs in the Vineyard‘ um die Ohren gehauen und an einem bisweilen realsatirischen Workshop teilgenommen, über den ich heute Abend nicht mehr nachdenken möchte.

Nachträgliche Feindbildkorrektur: So besonders langhaarig waren die meisten Leute gar nicht. Aber ich denke, der Typus ist trotzdem klar geworden. …

Lovecraft zum Todestag im Radio

Sunday, 16. March 2008

In ein paar Minuten ist H.P. Lovecrafts siebzigster Todestag vorbei. Damit schaffe ich es gerade noch rechtzeitig, auf Heinz von Cramers Hörspiel ‘Lovecraft hinzuweisen, das sich morgen um 14.05 Uhr auf hr2 anhören lässt. Gefunden habe ich es über den schönsten aller Cthulhu-Blogs.

Ich muss allerdings zugegeben, selbst gerade heimlich seinen deutlich weniger eleganten (Brief-)freund zu lesen:

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Robert E. Howard

… bzw. dessen Conan.

Nachtrag: Es gibt eine gute Anleitung für das Mitschneiden von gestreamtem Radio. Ob dieses erlaubt ist, weiß ich allerdings nicht. Ich rate also vorsichtshalber davon ab und so weiter und so fort.

Jon ganz alleine

Friday, 07. March 2008

Ich bin gerade auf ein wirklich deprimierendes und unglaublich lustiges Webcomic aufmerksam gemacht worden. Es geht ausschließlich um Garfield, oder besser: Um das, was bleibt, wenn man den dicken Kater aus den Garfield-Strips entfernt.

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Garfield ohne Garfield

“Who would have guessed that when you remove Garfield from the Garfield comic strips, the result is an even better comic about schizophrenia, bipolar disorder, and the empty desperation of modern life? Friends, meet Jon Arbuckle. Let’s laugh and learn with him on a journey deep into the tortured mind of an isolated young everyman as he fights a losing battle against loneliness in a quiet American suburb.”

Nachtrag: Via creep, der es im sablog gefunden hat.

Zitierte Hunde im Klassenkampf

Tuesday, 26. February 2008

Kurze Zwischenfrage an die Auskenner unter euch: Im Vorwort zur Neuauflage wennvon Cosmic Banditos zitiert Allan C. Weisbecker ein “riesiges politisch angehauchtes Buch“, in dem einige Referenzen auf sein Werk zu finden sein sollen. Gibt es das tatsächlich und wie heißt es? Oder andersrum gefragt: Woher stammt dieses abstruse Zitat ursprünglich?

Der Weg der Befreiung aus dem Klassenkampf zeigt sich darin, daß man nicht über alle Dinge in derartigen Begrifflichkeiten nachdenkt und sich einer Utopie entsinnt, die ein Ende des Klassenkampfes hat, innerhalb eines besonderen Bewußtseins aus dem er entstanden ist. Dies ist das grundlegende Einstellungsproblem der marxistischen Banditos (in dem Buch) und der Grund, warum sie mit ihren kosmischen Kollegen nicht weiterkommen. »Sie mögen auch keine Hunde« (eine Bemerkung des Autors), ist sogar ein weiteres Beispiel von etwas sehr wichtigem. Sie können es nicht mit ihrer Ideologie vereinbaren, Hunde zu mögen, da sich Hunde nach ihrem Verständnis nicht am Klassenkampf beteiligen. Die Wahrscheinlichkeit, daß die Geschichte, die in Cosmic Banditos beschrieben ist, tatsächlich geschehen könnte, ist sehr gering; doch nicht unmöglich. Cosmic banditos ist zwar eine unwahrscheinliche Geschichte, aber keine unwahrscheinliche. Es ist eine humoritistische Arbeit mit psychedelischen Bestandteilen. Ebenso ist es eine philosophische Arbeit über das menschliche Wissen und die Wahrnehmung der Realität. Man könnte es einen groschenromanartigen »Tzeuberg« der Postmoderne nennen.

Der genaue Wortlaut wird natürlich etwas anders sein, falls Weisbeckers Übersetzer und der des “riesigen Buches” nicht Teil einer gemeinsamen Schwarmintelligenz sein sollten. …

Buffy Studies in Bremen

Wednesday, 20. February 2008

Ich war gestern im Bremer Infoladen, um mir frische Buffy-Spoiler abzuholen. Lars Quadfasel und Carmen Dehnert, von der Gruppe Ratio Rausch Revolution, haben unter dem Titel »Buffy the Vampire Slayer – Slayer Grrrl Power!« über “ödipale Vampire und die Allegorese der Kulturindustrie” gesprochen. Ich habe zwar tatsächlich mal ausführlich mitgeschrieben, werde mich hier nun aber doch ein wenig zusammenreißen, weil der vorgetragene Text bald im Extrablatt erscheinen soll.

Der Einstieg:
Ich habe schon in der Tür des Infoladens auf den DVD-Player geschielt. Es soll ja Leute geben, die lieber ohne Filmbeispiele durchreden; meine Referenten gehörten zum Glück nicht dazu. Kulturindustrie, Psychoanalyse und Buffy - klingt nach Infotainment im besten (und nie gebrauchten) Sinne des Wortes. Los ging’s wie folgt: ‘Buffy’ breche zwar mit einigen Regeln des Unterhaltungsgrusels, habe starke weibliche Charaktere und stelle halbwegs komplexe ethische Fragen, halte sich aber dennoch meist an die Genrekonventionen. Und das sei nicht nur zu verschmerzen, sondern mache sogar den eigentlichen Reiz der Erzählung aus. ‘Buffy’ sei Fernsehen, wolle auch gar nichts anderes sein und fliege darum auch nicht auf die “arte-Kulturschrottschnauze”. Keine Überraschung, dass das erste Adornozitat nicht lange auf sich warten lässt. Was der über den Komponisten Mahler schrieb, ließe sich ohne große Schwierigkeiten auch auf Joss Whedon beziehen:

“Sie nennen ihn unschöpferisch, weil er ihren Begriff des Schaffens selber suspendiert. Alles, womit er umgeht, ist schon da. er nimmt es hin in der Gestalt seiner Depravation; seine Themen sind enteignete. Dennoch klingt keines, wie man es gewohnt war: alle sind wie durch einen Magneten abgelenkt.”

- Theodor W. Adorno: Dissonanzen. Musik in der verwalteten Welt

Die ‘Buffy Studies’ hätten die Fragen nach der Form bisher sträflich vernachlässigt, um sich dafür in den Inhalten zu verbeißen. Die Referenten wollten es anders machen, da die Buffybotschaften an der Oberfläche verhandelt würden und nicht in der Tiefe. Der Körpertausch von Buffy und Faith mit seinen Spätfolgen für Faiths Psyche sei beispielsweise ein Moment, an dem sich die Spielregeln direkt ablesen ließen.

Das überdeutliche Metaphernspiel sei keine blöde Plattheit, sondern selbst Allegorie: Im Überzogenen zeige sich die Realität von Teenagern, deren erste Liebe ebenfalls im Mittelpunkt der Welt stehe und mindestens die Größe von Romeo und Julia, oder eben Buffy und Angel habe.

Der kastrierte Vampir:
In der zweiten Hälfte ging es den Charakteren Angel und Spike mit Lacans Psychoanalyse an den Kragen, respektive den Phallus. Der Mangel, das Begehren und die Machtlosigkeit waren die Kategorien, in die insbesondere Spike (der sich solchen Operationen gerne entzieht) zerlegt wurde. Zahlreiche Filmszenen, in denen der sexuelle Gehalt von Spikes Beißverbot (sein “internalisiertes Nein”) überdeutlich zum Vorschein kommen, haben die meisten Lacher des Abends provoziert. Wer meiner Erinnerung nicht traut, oder die ganze Geschichte vom mikroelektronischen Nom/n-du-Père hören möchte, muss sich von hier an gedulden und auf das Extrablatt warten. (Oder mich fragen, wenn ich mal wieder irgendwo sein sollte.)

Was der Abend gebracht hat:
… ist gar nicht so leicht zu sagen. Einige Details waren durchaus interessant und ich hatte auch meinen Spaß an den Filmszenen; eine Message™ ist aber leider nicht bei mir angekommen. Vielleicht sollte aber auch “nur” ein Erkenntnisprozess angeregt werden, der sich bei mir schon beim Gucken der Serie vollzogen hatte. Mag sein, dass der - dank DVD-Player Hickhack - nicht ganz reibungslose Ablauf daran schuld war, aber bei mir sind letztlich leider nur ein wenig Kulturindustrie hier und etwas Lacan da hängen geblieben. Als ich gehört habe, dass der “führende Hamburger Anti-Deutsche”, wie Lars Quadfasel einst so lustig denunziert wurde, über Buffy sprechen wird, hatte ich jedenfalls etwas mehr erwartet. Bleibt zu Hoffen, dass der Vortrag eher ein Aufwärmen für den Kittkritik-Kongress war, als schon alles, was da passieren wird.

Drei Hinweise zum Schluss:

  • Ich habe erst kurz vor der Fahrt nach Bremen von ‘Buffy Studies’ gehört und bin beim schlaumachen auf das Magazin ‘Slayage‘ gestoßen: “The Online International Journal of Buffy Studies”. In der kommenden Ausgabe (Nummer 25) wird es ausnahmsweise nicht um ‘Buffy‘, sondern um ‘Firefly‘ und ‘Serenity‘ gehen. Ein erfreulicher Fund am Rande!
  • Ähnlich spannend wird das neue buffylinke-Blog werden, das ich aus irgendwelchen Gründen noch gar nicht verlinkt hatte. Jetzt aber.

I am Legend, die 2te

Saturday, 02. February 2008

Ich habe ‘I am Legend‘ gerade zum zweiten mal gesehen - diesmal mit der, inzwischen gelesenen, Romanvorlage im Hinterkopf. Die zweite Hälfte des Films ist wirklich totaler Müll; zumindest so viel habe ich seit dem letzten Versuch gelernt. Wer Lust hat, sich demnächst anzugucken, wie sich Vincent Price und Charlton Heston in der gleichen Rolle machen, soll sich kurz melden: Für ein endzeitliches Anknüpfen an den Wilson-Filmabend.