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	<title>Karwan Baschi &#124; Paules Blog &#187; Politik</title>
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		<title>Zur Sache</title>
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		<pubDate>Tue, 11 Oct 2011 18:54:57 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Jim Raggi mit dem Wort zum Mittwoch:

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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://lotfp.blogspot.com/2011/10/saw-this-on-intertoobs.html" rel="nofollow" title="&quot;saw this on intertoobs&quot;" >Jim Raggi mit dem Wort zum Mittwoch</a>:</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1699" title="occupy carcosa" src="http://karwan-baschi.net/weblog/wp-content/uploads/2011/10/occupy-carcosa.jpg" alt="occupy carcosa" width="425" height="517" /></p>
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		<title>Der falsche Hase von Ratekau</title>
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		<pubDate>Thu, 31 Mar 2011 09:50:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paule</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Steinzeitwochen-Projektwoche an der César-Klein-Schule in Ratekau: Der Steinzeitanimateur bet&#228;ubt ein Kaninchen mit dem Hammer, schneidet ihm die Kehle auf, zerlegt es (hoffentlich) fachgerecht, legt es auf den Grill und serviert es den heulenden F&#252;nftkl&#228;sslern. Eine (zugegebenerma&#223;en nicht sehr steinzeitliche) Unterschriftensammlung der Sch&#252;ler haben die Teamleiter abgelehnt und in den L&#252;becker Nachrichten erl&#228;utert: »Wir haben diese [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Steinzeitwochen-Projektwoche an der César-Klein-Schule in Ratekau: <a href="http://www.ln-online.de/mobil/lokales/3081122/" rel="nofollow" >Der Steinzeitanimateur bet&#228;ubt ein Kaninchen mit dem Hammer, schneidet ihm die Kehle auf, zerlegt es (hoffentlich) fachgerecht, legt es auf den Grill und serviert es den heulenden F&#252;nftkl&#228;sslern</a>. Eine (zugegebenerma&#223;en nicht sehr steinzeitliche) Unterschriftensammlung der Sch&#252;ler haben die Teamleiter abgelehnt und <a href="http://www.ln-online.de/lokales/luebeck/3081099/Schock-Unterricht_in_Ratekau%3A__Kaninchen_in_Schule_geschlachtet" rel="nofollow" >in den L&#252;becker Nachrichten</a> erl&#228;utert: »<em>Wir haben diese  Form der Petition zur&#252;ckgewiesen. Man kann ja auch keine Unterschriften  gegen eine Mathe-Arbeit vorlegen.</em>« Da haben sie fast recht. Vorlegen kann man zwar so einiges, abgesehen von einem Entschuldigungsschreiben der Eltern hilft aber kaum was. Und da diese gar nicht erst informiert wurden, w&#228;re sogar die allseits beliebte F&#228;lschung einigerma&#223;en unglaubw&#252;rdig gewesen.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Spielregeln, nach denen Elternschaft und Staat das Wohl der lieben Kleinen verhandeln, interessiert in diesem Fall allerdings nur am Rande. Spannender ist die verbreitete Sorge, jemand k&#246;nnte ernsthaft glauben, das schmackhafte Fleisch k&#228;me aus dem Supermarkt und nicht aus dem eigens get&#246;teten K&#246;rper eines Tieres. Wie fast jeder Schwachsinn hat auch dieser etwas richtiges an sich: Die Entfremdung als ein erfreuliche Errungenschaft der Moderne abzufeiern, f&#252;hrt nicht zur Wahrheit. Das Schnitzel scheidet der Metzger aus dem Schwein, das Telefon kleben eifrige Kinderh&#228;nde in &#220;bersee zusammen und selbst die neue Marxausgabe wird vom Proletarier und seinem Leimerdingsi gebastelt. Wer das nicht gerade verdr&#228;ngt oder verdr&#228;ngen muss, wei&#223; das auch.</p>
<p style="text-align: justify;">Was der Steinzeitanimateur und seine vermutlich verbeamteten Auftraggeber vermitteln wollten, ist nicht eine Information, sondern ein Bewusstsein. (&#220;brigens nicht f&#252;r den Kaninchenknecht, der m&#252;hsam mit dem Hammer zuschlagen muss, sondern f&#252;r das Gemetzel und dessen vermeintliche Nat&#252;rlichkeit.) Die Methode ist zumindest sonderbar: <a href="http://www.ln-online.de/mobil/lokales/3081122/" rel="nofollow" >Die Kinder hatten das Kaninchen vor dessen Schlachtung noch einmal streicheln d&#252;rfen. &#8220;Das war so etwas wie Abschiednehmen. Die Kinder sagten ,Tsch&#252;s, liebes Kaninchen und danke, dass wir dich essen d&#252;rfen‘“, erinnert sich der Landwirt, der das Tier t&#246;tete.</a> Dem Tier erst einen Verstand anzudichten, der mit Dankbarkeit f&#252;r den T&#246;tungs- und Verzehrungsakt etwas anzufangen w&#252;sste, ist in Form einer Aufkl&#228;rungsaktion fragw&#252;rdig, ihm direkt im Anschluss den Gar auszumachen, hingegen barbarisch. Eine solche Dialektik von Nutz- und Kuscheltier ist nicht neu, hat sicher ideologische Tradition und l&#228;sst sich vielleicht sogar leichter rechtfertigen als die Ware aus dem K&#252;hlregal.</p>
<p style="text-align: justify;">Auf die Idee aber, dass diese aberwitzige Konstruktion schon einleuchten werde, wenn man sie mal eben so vormache, kann nur kommen, wer sich erst tief genug festgefahren hat in seinem ideologischem Sumpf aus unreflektierter Entfremdung, hilflosen Rechtfertigungsstrategien und dem dringenden Bed&#252;rfnis, sich in der halbgaren Restnaturhaftigkeit des Menschen widerspruchsfrei einzurichten.</p>
<p style="text-align: justify;">Mir ist nicht wohl dabei, einem solchen Projekt noch mit Ratschl&#228;gen zur Seite zu stehen, aber dennoch: Macht eine eurer »Unterrichtseinheiten«, problematisiert das Mensch-Natur-Verh&#228;ltnis so gut, wie das mit F&#252;nftkl&#228;sslern eben geht und fahrt dann auf einen Bauernhof oder in Schlachthaus raus, wenn ihr daf&#252;r Anschauungsobjekte ben&#246;tigen solltet. Das ist der kleine aber feine Unterschied zwischen dem Bambi-Kill und der Vorbereitung eines schmackhaften Wildgelages. Toll ist beides nicht, aber wo das eine nichts als Trauma, Schmerz und Verrohung anzubieten hat, l&#228;sst sich auf die andere Weise immerhin dieses &#214;ko-Konsumentenbewusstsein formen, mit dem die Kinder im falschen Ganzen wenigstens was anfangen k&#246;nnen (und das ihr vermutlich auch im Sinn hattet).</p>
<p style="text-align: justify;"><span style="text-decoration: underline;">Nachtrag:</span> <a href="http://www.spiegel.de/schulspiegel/0,1518,754257,00.html" rel="nofollow" >Bei SpOn</a> klingt die Geschichte etwas anders &#8211; &#228;ndern tut das aber nichts.</p>
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		<title>Gegen Standpunktdenken</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Mar 2011 17:13:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paule</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Lars Quadfasel referiert am 19. April bei der Antinationalen Gruppe Bremen &#252;ber den Gegenstandpunkt und dessen »Argumente«: 
Gegen Standpunktdenken
Zur Kritik des Marxismus-Positivismus von MG und Gegenstandpunkt
Sicherlich hat sowohl die Welt als auch die  deutsche Linke Schlimmeres hervorgebracht als die selige »Marxistische  Gruppe« und ihr Nachfolgeprojekt, die Zeitschrift Gegenstandpunkt. Ihre  Anh&#228;nger betreiben weder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Lars Quadfasel referiert am 19. April bei der <strong>Antinationalen Gruppe Bremen</strong> &#252;ber den <strong>Gegenstandpunkt</strong> und dessen »Argumente«:<a href="http://www.nadir.org/nadir/initiativ/ang/gegenstandpunktdenken.html" rel="nofollow" title="Antinationale Gruppe Bremen: Gegen Standpunktdenken" ><strong><span><span> </span></span></strong></a></p>
<blockquote><p><a title="Antinationale Gruppe Bremen: Gegen Standpunktdenken" href="http://www.nadir.org/nadir/initiativ/ang/gegenstandpunktdenken.html"><strong><span><span>Gegen Standpunktdenken</span></span><span><br />
Zur Kritik des Marxismus-Positivismus von MG und Gegenstandpunkt</span></strong></a></p>
<p style="text-align: justify;"><em><span><a title="Antinationale Gruppe Bremen: Gegen Standpunktdenken" href="http://www.nadir.org/nadir/initiativ/ang/gegenstandpunktdenken.html">Sicherlich hat sowohl die Welt als auch die  deutsche Linke Schlimmeres hervorgebracht als die selige »Marxistische  Gruppe« und ihr Nachfolgeprojekt, die Zeitschrift Gegenstandpunkt. Ihre  Anh&#228;nger betreiben weder Globalisierungskritik noch Volxk&#252;chen,  kritisieren Linksnationalismus und Proletkult und haben auch f&#252;r  Demokratie, Menschenrecht, Weltfrieden und &#228;hnlich Herzerw&#228;rmendes nicht  arg viel &#252;brig. Wenn es aber allemal Schlimmeres gibt, so doch wenig  Nervigeres als die patenten Jungs mit dem unverwechselbaren Jargon. Denn  m&#246;gen sie auch noch so ernsthaft Theorie betreiben – heraus kommt stets  nur die sattsam bekannte Armada zeitlos »tauglicher Argumente«, welche,  einmal eingeleuchtet, sich zu jedem nur denkbaren Gegenstand (und am  besten im Dialekt der bayrischen Chefdenker) abspulen lassen.<br />
Das gro&#223;e Versprechen des GSP, mit ein paar Schulungen direkten  Wegs zum absoluten marxistischen Wissen, bezeichnet eben zugleich seine  gr&#246;&#223;te Schw&#228;che. Das vollst&#228;ndige System der kapitalistischen  Gesellschaft, fertig ausgebreitet auf ein paar hundert Seiten  »Resultate«-B&#228;nde, eliminiert notwendig jeden Begriff vom Kapital als  prozessierenden Widerspruch. Was dem Rechnung tr&#228;gt, die dialektischen  Kategorien der »Realabstraktion« und der »negativen Vergesellschaftung«,  gar die paradoxe Rede von den »metaphysischen Mucken der Ware« und vom  Kapital als »automatischem Subjekt«, kann der GSP, weil es in seinen  Kategorienapparat nicht passt, blo&#223; noch als ‚Dichtung‘ denunzieren.  Weil das Kapital aber, ob‘s dem Gegenstandpunkt passt oder nicht,  prozessierender Widerspruch ist, zerlegt es noch das ausgekl&#252;gelteste  System. [...]</a></span></em></p></blockquote>
<p>infoladen bremen | st.pauli str.10 | 19.30</p>
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		<title>Rollenspiel und Seelenfrieden</title>
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		<pubDate>Thu, 03 Mar 2011 12:22:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paule</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Gerade wo ich ernsthaft Gefahr laufe, im muffigen Nerd-Sump heimisch zu werden, kommt Rettung von unerwarteter Seite. Wo von »Heuschrecken«, »Lebensadern« und finsterem »Profit« ist die Rede ist, habe ich gelernt, die F&#252;&#223;e vom Tisch zu lassen und anstatt mit dem Rest der Old School ein St&#252;ck vom Kuchen zu stibitzen, bringe ich doch lieber [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Gerade wo ich ernsthaft Gefahr laufe, im muffigen Nerd-Sump heimisch zu werden, kommt Rettung von unerwarteter Seite. Wo von »<em>Heuschrecken</em>«, »<em>Lebensadern</em>« und finsterem »<em>Profit</em>« ist die Rede ist, habe ich gelernt, die F&#252;&#223;e vom Tisch zu lassen und anstatt mit dem Rest der Old School ein St&#252;ck vom Kuchen zu stibitzen, bringe ich doch lieber meinen Brocken vom Teig in Sicherheit. Mag sein, dass die Metaphernwelt der Backwaren eine harmloseres Spielfeld als biologistische Wirtschaftsphantasien sind, aber witzig ist das trotzdem nur noch h&#246;chstens »irgendwie«:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">»<a href="http://www.edieh.de/2011/03/02/heuschrecken-oder-dd-in-deutschland/#comment-8879" rel="nofollow" title="Zornhau KOMMENTIERT was" >[...] <em>Hinzu kommt, da&#223; vom Kuchen, von dem die neuen 4E-Produkte eigentlich wieder einen gr&#246;&#223;eren Teil abschneiden sollten, auch noch die Old-Schooler knabbern. Diese ULTRA-Konservativen, diese Reaktion&#228;rs-Fanatiker-Extremisten-Anti-Dice-Control-Rednecks sind es, die mit uralten Spielen, mit auf uralt gemachten Spielen und neuen Inhalten f&#252;r alte Systeme, die noch mit Dampf oder gar mit Muskelkraft betrieben werden m&#252;ssen, auch am gro&#223;en D&amp;D-Kuchen nagen.</em></a></p>
<p><a href="http://www.edieh.de/2011/03/02/heuschrecken-oder-dd-in-deutschland/#comment-8879" rel="nofollow" title="Zornhau KOMMENTIERT was" >[...] <em>System-Versionen wie OD&amp;D, die man in den Achtzigern nicht einmal als v&#246;llig gest&#246;rter NERD noch spielen wollte, weil sie so alt, muffig und SCHLECHT waren, die kommen jetzt mit einer nostalgischen Verkl&#228;rung ans Tageslicht, die schon fast etwas Esoterisches hat. Die alten Fetzen h&#228;tte man Anfang der Achtziger in die Tonne getreten – nein, man HAT sie in die Tonne getreten.</em></a></p>
<p><a href="http://www.edieh.de/2011/03/02/heuschrecken-oder-dd-in-deutschland/#comment-8879" rel="nofollow" title="Zornhau KOMMENTIERT was" ><em>Wer an solchen Teilen heute noch so sklavisch klammert, der kommt mit der modernen VIELFALT im Hobby vermutlich nicht klar und wendet sich in einer Trotzreaktion „alten, reineren Werten“ wie Save-or-Die, 1st Level Clerics haben keine Spells, usw. zu. – Wenn es sie gl&#252;cklich macht, dann …</em></a></p>
<p><a href="http://www.edieh.de/2011/03/02/heuschrecken-oder-dd-in-deutschland/#comment-8879" rel="nofollow" title="Zornhau KOMMENTIERT was" ><em>Ja, was dann?</em></a></p>
<p><a href="http://www.edieh.de/2011/03/02/heuschrecken-oder-dd-in-deutschland/#comment-8879" rel="nofollow" title="Zornhau KOMMENTIERT was" ><em>Dann wenden sie sich von der LEBENSADER des D&amp;D als dem ZENTRALEN Produkt des GESAMTEN Rollenspielhobbys ab! – Das dann!</em></a></p>
<p><a href="http://www.edieh.de/2011/03/02/heuschrecken-oder-dd-in-deutschland/#comment-8879" rel="nofollow" title="Zornhau KOMMENTIERT was" ><em>Je mehr Leute sich ABWENDEN, je mehr RESIGNIERTE Fans sich ihren alten Schei&#223; vom Dachboden holen und ihre W&#252;rfel wieder selbst schnitzen und mit Muttis Mascara-Stift die Zahlen nachziehen, desto mehr VERGREIST D&amp;D an sich – und wird siech, welk und alt.</em></a></p>
<p><a href="http://www.edieh.de/2011/03/02/heuschrecken-oder-dd-in-deutschland/#comment-8879" rel="nofollow" title="Zornhau KOMMENTIERT was" ><em>Heute kommt die Innovationskraft NICHT MEHR VON INNEN, nicht mehr von den Fans, den Spielern, sondern heute l&#228;&#223;t man die „Innovationen“ von den KONZERN-MANAGERN per Profit-Margen-Vorgaben steuern!</em></a>«</p></blockquote>
<p>-<span style="text-decoration: line-through;"> Szenerumpelstilzchen</span> <a href="http://zornhau.rsp-blogs.de/" rel="nofollow" title="Zornhaus Blog" >Zornhau</a>s Beitrag zu <a href="http://www.edieh.de/2011/03/02/heuschrecken-oder-dd-in-deutschland" rel="nofollow" title="EdiehBlog &#252;ber D&amp;D" >einer Editionsdebatte</a></p>
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		</item>
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		<title>Kriegsg&#246;tter</title>
		<link>http://karwan-baschi.net/weblog/2011/01/06/kriegsgoetter/</link>
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		<pubDate>Thu, 06 Jan 2011 06:13:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paule</dc:creator>
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		<description><![CDATA[NOXE: »Ein als Neptun Verkleideter st&#246;&#223;t mit Mitgliedern der Reichsmarine aufs Gelingen des Krieges an«:

Fetziges Nachempfinden:

]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://noxe.tumblr.com/post/2612492844/ein-als-neptun-verkleideter-stosst-mit-mitgliedern" rel="nofollow" title="NOXE: Ein als Neptun Verkleideter st&#246;&#223;t mit Mitgliedern der Reichsmarine aufs Gelingen des Krieges an" >NOXE: »<em>Ein als Neptun Verkleideter st&#246;&#223;t mit Mitgliedern der Reichsmarine aufs Gelingen des Krieges an</em>«</a>:</p>
<p><a href="http://noxe.tumblr.com/post/2612492844/ein-als-neptun-verkleideter-stosst-mit-mitgliedern" rel="nofollow" title="NOXE: Ein als Neptun Verkleideter st&#246;&#223;t mit Mitgliedern der Reichsmarine aufs Gelingen des Krieges an" ><img class="aligncenter size-full wp-image-1615" title="Neptun bei der Reichsmarine" src="http://karwan-baschi.net/weblog/wp-content/uploads/2011/01/neptun.jpg" alt="Neptun bei der Reichsmarine" width="425" height="332" /></a></p>
<p>Fetziges Nachempfinden:</p>
<p><embed src="http://cdn.springboard.gorillanation.com/storage/xplayer/yo033.swf" type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="355" swliveconnect="true" allowfullscreen="true" wmode="transparent" flashvars="file=http://www.filmsnmovies.com/media/sconfig.php?id=17394&#038;width=518&#038;height=457&#038;siteId=329&#038;pid=fsnm002&#038;autostart=false&#038;allowscriptaccess=always&#038;usefullscreen=true"></embed></p>
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		<title>Assangistische Dichtung</title>
		<link>http://karwan-baschi.net/weblog/2010/12/14/assangistische-dichtung/</link>
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		<pubDate>Tue, 14 Dec 2010 07:45:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paule</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In der WELT erscheint ein Artikel &#252;ber Openleaks und der P&#246;bel kommentiert drauf los. Beeindruckend punktgenau formuliert ein Idiot namens »freie meinungaq«:

»&#8216;Openleaks&#8217; ist ein Witz und wiederspricht der schonungslosen Ver&#246;ffentlichung von &#8216;geheimen&#8217; Informationen bei WikiLeaks.«

Davon ausgehend, dass beide Projekte irgendetwas ver&#246;ffentlichen, l&#228;sst sich der Wi(e)derspruch einerseits an meinungaqs Begriff der Schonungslosigkeit festmachen, womit er das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">In der <strong>WELT</strong> erscheint ein <a href="http://www.welt.de/wirtschaft/article11606649/Wikileaks-Klone-wagen-sich-aus-der-Deckung.html" rel="nofollow" title="DIE WELT: Wikileaks-Klone wagen sich aus der Deckung" >Artikel &#252;ber<strong> Openleaks</strong></a> und der P&#246;bel kommentiert drauf los. Beeindruckend punktgenau formuliert ein Idiot namens »<em>freie meinungaq</em>«:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">»<em>&#8216;Openleaks&#8217; ist ein Witz und wiederspricht der schonungslosen Ver&#246;ffentlichung von &#8216;geheimen&#8217; Informationen bei WikiLeaks.</em>«</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Davon ausgehend, dass beide Projekte irgendetwas <span style="text-decoration: underline;">ver&#246;ffentlichen</span>, l&#228;sst sich der <span style="text-decoration: underline;">Wi(e)derspruch</span> einerseits an meinungaqs Begriff der <span style="text-decoration: underline;">Schonungslosigkeit</span> festmachen, womit er das »Modell Assange« vermittels der Gewaltvokabel gegen die versprochene Offenheit der vermeintlichen Konkurrenz in Stellung br&#228;chte. Andererseits zielt er auch auf den <span style="text-decoration: underline;">in Anf&#252;hrungsstreichen geheimen</span> Charakter der <span style="text-decoration: underline;">Informationen</span>, wobei die Uneigentlichkeitszeichen auf ein Interesse an gerade den Fakten verweisen, die ohnehin schon jeder kannte. <em>freie meinungaq</em> dichtet einen harten &#8211; nur auf den ersten Blick leicht verst&#228;ndlichen &#8211; Satz der sich nicht so recht zwischen leichtfertiger Absurdit&#228;t und naivem Faschismus entscheiden kann.</p>
<p>Und genau dieses giftige Gebr&#228;u spritzt einem entgegen, der doch nur einen kurzen Blick unter die Guy-Fawkes-Maske erhaschen wollte.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Der dritte Mann</title>
		<link>http://karwan-baschi.net/weblog/2010/12/07/der-dritte-mann/</link>
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		<pubDate>Tue, 07 Dec 2010 14:31:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paule</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mit jeder Wende des Mobs zwischen »die hat es doch nicht anders gewollt!«, »Schwanz abschneiden oder gleich vergasen!« und »alles L&#252;ge!« scheint es noch ein wenig ekelhafter zu werden. Die Assange-Variante wird jetzt gerade dadurch unertr&#228;glich, dass die M&#246;glichkeit der geschehenen Vergewaltigung nicht einmal mehr ausgesprochen, sondern schon vorab durch »Zwinker-zwinker, jaja, alles klar ..« [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Mit jeder Wende des Mobs zwischen »<em>die hat es doch nicht anders gewollt!</em>«, »<em>Schwanz abschneiden oder gleich vergasen!</em>« und »<em>alles L&#252;ge!</em>« scheint es noch ein wenig ekelhafter zu werden. Die Assange-Variante wird jetzt gerade dadurch unertr&#228;glich, dass die M&#246;glichkeit der geschehenen Vergewaltigung nicht einmal mehr ausgesprochen, sondern schon vorab durch »<em>Zwinker-zwinker, jaja, alles klar ..</em>« negiert wird. Mit »Vielleichts« zu kontern, verursacht nach einer Weile das gleiche Ohnmachtsgef&#252;hl, wie das Beharren auf »Mutma&#223;lichkeit« in der ewigen  Definitionsmachtsdebatte.</p>
<p style="text-align: justify;">Und wie ist damit nun umzugehen? Sich unbetroffen heraus zu halten, scheint mir keine M&#246;glichkeit zu sein. Da  nerven zu wollen, wo sich die Assange-Fans bei ihrer Herumsublimiererei auch noch besonders »kritisch« vorkommen, mag zwar lohnend sein, beantwortet die Frage nach dem Wie aber noch nicht. Bis dahin ist es wohl eher noch der eigene Affekt, &#252;ber den sich vielleicht wenigstens noch begreifen lie&#223;e, warum dieses Thema so viel mehr M&#252;he und Wut in sich tr&#228;gt als alle anderen Aspekte der Aufkl&#228;rung (oder wie man das auch nennen will).</p>
]]></content:encoded>
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		<title>20 Jahre Deutschland</title>
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		<pubDate>Mon, 06 Dec 2010 08:36:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paule</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Heute vor 20 Jahren verstarb Amadeu Antonio Kiowa in Folge eines  Naziangriffs. »Mindestens einer der T&#228;ter sprang dem am Boden liegenden Kiowa mit  beiden Beinen auf den Kopf, wodurch der 28-J&#228;hrige schwerste  Kopfverletzungen erlitt.« Er war einer der ersten unter vielen &#8211; weit davon entfernt, ein Einzelfall zu bleiben.
Auch &#252;ber die un&#252;bersehbarste Bl&#246;dsinnigkeit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Heute vor 20 Jahren verstarb Amadeu Antonio Kiowa in Folge eines  Naziangriffs. »<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Amadeu_Antonio_Kiowa" rel="nofollow" title="Wikipedia: Amadeu Antonio Kiowa" ><em>Mindestens einer der T&#228;ter sprang dem am Boden liegenden Kiowa mit  beiden Beinen auf den Kopf, wodurch der 28-J&#228;hrige schwerste  Kopfverletzungen erlitt.</em></a>« Er war einer der ersten unter vielen &#8211; weit davon entfernt, ein Einzelfall zu bleiben.</p>
<p style="text-align: justify;">Auch &#252;ber die un&#252;bersehbarste Bl&#246;dsinnigkeit heutiger Antifa-T&#228;tigkeiten, sollte nur schw&#228;tzen d&#252;rfen, wer in der Lage war, das und auch solche »Details« in Erinnerung zu behalten: »<em><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Amadeu_Antonio_Kiowa" rel="nofollow" title="Wikipedia: Amadeu Antonio Kiowa" >W&#228;hrend der Tat hielten sich 20 voll ausger&#252;stete Polizisten in der N&#228;he auf, ohne einzugreifen, weil sie sich den Angreifern nicht gewachsen f&#252;hlten. Drei bewaffnete Zivilpolizisten, die der Gruppe gefolgt waren, griffen ebenfalls nicht in das Geschehen ein.</a></em>«</p>
<p style="text-align: justify;">Was damals »&#220;bertreibung« und »Verleumdung« hie&#223;, nennt sich heute »echt schlimm« und »lange her«. Ich habe heute keinen Hass mehr auf das Gerede von der »Gewalt auf beiden Seiten«, auf das Herausgehalte, die Lichterketten oder die so bedingungs- wie hirnlose Parteinahme f&#252;r die Polizei. All dies ist immer noch falsch und dumm, aber letztlich vermutlich doch vor allem ein Streit um die Geschichtsschreibung, f&#252;r den es noch zu fr&#252;h ist. Vermutlich.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>WikiLeaks hat aufgedeckt, aufgedeckt, aufgedeckt</title>
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		<pubDate>Mon, 29 Nov 2010 08:26:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paule</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich h&#228;tte die allgemeine Begeisterung &#252;ber die j&#252;ngsten »WikiLeaks-Enth&#252;llungen« ohne die verdrehte Lesart der WELT nicht verstanden. Dass die Wahrheit gut und der Ami schlecht ist, wusste ich zwar vom H&#246;rensagen, aber der richtige Hitgarantie scheint mir eher hier zu stecken:
»Nikel wies seinen zudringlichen Gespr&#228;chspartner auf die Unabh&#228;ngigkeit der deutschen Justiz hin. Die Kanzlerin sei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Ich h&#228;tte die allgemeine Begeisterung &#252;ber die j&#252;ngsten »<strong>WikiLeaks</strong>-Enth&#252;llungen« ohne die verdrehte Lesart der WELT nicht verstanden. Dass die Wahrheit gut und der Ami schlecht ist, wusste ich zwar vom H&#246;rensagen, aber der richtige Hitgarantie scheint mir eher hier zu stecken:</p>
<blockquote style="text-align: justify;"><p>»<a href="http://www.welt.de/politik/ausland/article11276638/Wikileaks-Enthuellungen-duepieren-US-Verbuendete.html" rel="nofollow" title="WELT: Wikileaks-Enth&#252;llungen d&#252;pieren US-Verb&#252;ndete" ><em>Nikel wies seinen zudringlichen Gespr&#228;chspartner auf die Unabh&#228;ngigkeit der deutschen Justiz hin. Die Kanzlerin sei sich aber der „politischen Implikationen des Falles“ bewusst. Sie versuche deshalb „so konstruktiv wie m&#246;glich“ zu agieren. Wegen des Drucks des Parlaments und der Presse werde dies aber nicht einfach, und er, Nikel, k&#246;nne daher nicht versprechen, „dass sich alles zum Guten wenden“ werde.</em></a>«</p></blockquote>
<p style="text-align: justify;">Unabh&#228;ngige Justiz, kritische Presse, ein funktionierendes Parmalement und trotz allem genug politischer Sachverstand, dem zudringlichen Cowboy ein Abw&#228;gen zu versprechen: <strong>WikiLeaks</strong> hat aufgedeckt, wie gro&#223;artig Deutschland ist! Und besser noch: Die Bananenrepublikaner von Moskau bis Rom bekommen auch noch richtig einen dr&#252;ber. Nun wird gedruckt, wie schmierig und korrupt die alle  so drauf sind und auf diesem Wege noch der Amerikaner blo&#223;gestellt &#8211; ein Traum.</p>
<p style="text-align: justify;">Das Geheimnis deutscher Wahrheitsliebe liegt nicht in der Aufdeckung unerwarteter und m&#246;glicherweise unangenehmer Fakten, sondern in der Best&#228;tigung dessen, was man schon immer zu wissen glaubte. Das gef&#252;hlte Sprechverbot wird f&#252;r einen kurzen Moment ausgehebelt und das tagt&#228;gliche Geschw&#228;tz &#8211; heute mit einer Quelle geschm&#252;ckt &#8211; etwas lauter. Dass die Ver&#246;ffentlichung der diplomatischen Interna tats&#228;chlich Leben gef&#228;hrdet, verursacht wohlige Schauer am Tagesthemenabend und dient zugleich als definitive Bezeugung us-amerikanischer Unmenschlichkeit. Denn dass die Schuld f&#252;r abgeschlachtete Informanten, Soldaten oder Journalisten nicht bei ihren M&#246;rdern oder <strong>WikiLeaks</strong>, sondern in Washington ausgemacht werden wird, ist so sicher wie das Amen in der Dingsda.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Ich habe keine Angst</title>
		<link>http://karwan-baschi.net/weblog/2010/11/24/ohne-angst-und-schrecken/</link>
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		<pubDate>Wed, 24 Nov 2010 09:21:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paule</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Schreibt grad einer in seine Soup: »und der n&#228;chste Bombenalarm. Kommen gleich die Notstandsgesetze?« (Tags:  junta, terror, hype) Redical-Ruhr hat keine Angst &#8211; und viele andere auch nicht. Diese Behauptung beinhaltet erstmal keine Einsch&#228;tzung der tats&#228;chlichen Terrorgefahr. Ich habe beim oberfl&#228;chlichen Lesen dieser versammelten Gelassenheit kaum jemanden gefunden, der sich inhaltlich auf die Warnungen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Schreibt grad <a href="http://redical-ruhr.soup.io/post/89774983/und-der-n-chste-Bombenalarm-Kommen-gleich" rel="nofollow" title="&quot;Redical-Ruhr&quot; hat keine Angst" >einer in seine Soup</a>: »<em>und der n&#228;chste Bombenalarm. Kommen gleich die Notstandsgesetze?</em>« (Tags: <strong> junta</strong>, terror, hype) Redical-Ruhr hat keine Angst &#8211; und <a href="http://wirhabenkeineangst.de/" rel="nofollow" title="&quot;Wir haben keine Angst&quot; Kampagne" >viele andere</a> auch nicht. Diese Behauptung beinhaltet erstmal keine Einsch&#228;tzung der tats&#228;chlichen Terrorgefahr. Ich habe beim oberfl&#228;chlichen Lesen dieser versammelten Gelassenheit kaum jemanden gefunden, der sich inhaltlich auf die Warnungen bezieht, daf&#252;r aber viele, die sie in Nebensatz oder tag als <em>Hype</em>, <em>Panikmache</em> oder <em>Bullshit</em> einsortieren. Es ist die bereits im Vorfeld gemachte Setzung, dass <em>so etwas</em> hier niemals passieren wird, die jetzt nur noch m&#246;glichst <a href="http://wirhabenkeineangst.de/kein-angst-wir-bewilligen-das-schon" rel="nofollow" title="Klosprengung" >witzig</a> oder <a href="http://wirhabenkeineangst.de/niemand-hat-die-absicht" rel="nofollow" title="Niemand hat die Absicht .." >schmissig</a> in Szene gesetzt wird.</p>
<p style="text-align: justify;">An der Oberfl&#228;che ist die Sache einfach: Die penetrante Versicherung, keine Angst zu haben, f&#252;hrt ziemlich sicher dazu, sie auch wirklich loszuwerden. Ob das Strategie, Symptom oder beides ist, k&#246;nnte man im Einzelfall untersuchen &#8211; oder es auch lassen. Auch die eher n&#252;chterne Variante der Stochastiker (»Selbst wenn ein Anschlag passiert, ist es doch sehr unwahrscheinlich, dass es mich oder meine Freunde trifft. Viel wahrscheinlicher ist der Autounfall ..«) ist auch nicht mehr als eine in Form gebrachte Verdr&#228;ngungsleistung. Angst zeichnet sich nun gerade dadurch aus, dass rationale Kontrollversuche nicht mehr funktionieren und was bleibt ist: Ich habe keine Angst, weil ich keine Angst habe.</p>
<p style="text-align: justify;">Ebenfalls nicht zu untersch&#228;tzen ist wahrscheinlich das Webph&#228;nomen, nebst dem anh&#228;ngenden Drang erstens irgendwo verlinkt zu werden und zweitens einer von denen gewesen zu sein, die damals keine Angst hatten. (Und das ist wahrscheinlich noch die sympathischste Variante.)</p>
<p style="text-align: justify;">Interessant wird es, wenn die Analysen ausgepackt werden und die Angst verschoben wird. Nicht den Terroristen f&#252;rchten zu m&#252;ssen, sondern den Staat, ist in dieser Form ein besonders deutscher Luxus. Die Kumpanei mit dem Islamismus &#8211; von <a href="http://www.welt.de/print-welt/article404934/Schroeders_deutscher_Weg.html" rel="nofollow" title="WELT &#252;ber Schr&#246;ders Projekt" >Schr&#246;ders Deutschem Weg</a> &#252;ber die andauernde <a href="http://www.shortnews.de/id/858831/Iran-Sanktionen-unwirksam-Handel-mit-Deutschland-floriert" rel="nofollow" title="Handelsblatt zu Deutsch-Iranischer Freundschaft" >Unterwanderung der Saktionen gegen Iran</a> bis zur einstimmigen <a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,704501,00.html" rel="nofollow" title="SpOn: Einigkeit und Recht und Gaza" >Resolution gegen Israel</a> &#8211; hat »uns« bisher tats&#228;chlich recht erfolgreich aus der Schusslinie gehalten und so ist es nur konsequent, den Ausruf der Angstfreiheit mit der Forderung eines Bundeswehrabzugs aus Afghanistan zu garnieren.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich habe &#252;brigens auch keine Angst &#8211; nicht vor Islamisten und auch nicht vor der konformistischen Skeptikermeute, die im Grunde auch ahnt, was f&#252;r offene T&#252;ren sie da einrennt. Dass ich ebenfalls keine akute Angst vor »Notstandsgesetzen« habe, liegt vermutlich daran, dass  ich im Gegensatz zu diesen Maulhelden noch zwischen diesem h&#228;sslichen Staat und einer noch viel h&#228;sslicheren »Junta« unterscheiden kann. (Und das sage ich auch nach nervigen Demokontrollen und einem <a href="http://karwan-baschi.net/weblog/2010/03/23/gefahr-gebannt/"title="Polizeibesuch bei mir" >hysterischen Hausbesuch zur Gefahrenabwehr</a> ..)</p>
<p style="text-align: justify;">Ich habe keine Angst, aber ich mache mir Sorgen, weil ihr &#252;ber »Panikmache« schwadroniert, w&#228;hrend die Bomben, an die ihr nicht glaubt, in Afghanistan, dem Irak oder Israel beinahe t&#228;glich explodieren. Zu den intelligenteren Beitr&#228;gen der Kampagne geh&#246;ren die Hinweise auf den Willen der Terroristen, gerade diese Angst zu verbreiten. (BKA und Kanzlerin sind sich in Sachen »Don&#8217;t Panic!« ja auch einig mit ihren Kritikern.) Was allerdings noch fehlt, ist die Erg&#228;nzung, dass ihnen die derzeitige Verharmlosung und das Gew&#228;hrenlassen auch ganz gut in den Kram passen.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Einen trockenen Adorno</title>
		<link>http://karwan-baschi.net/weblog/2010/08/14/einen-trockenen-adorno/</link>
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		<pubDate>Sat, 14 Aug 2010 09:31:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paule</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alles]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[antisemitismus]]></category>
		<category><![CDATA[cicero]]></category>
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		<description><![CDATA[Michael Wuliger (der mit dem j&#252;dischen Kitsch) pr&#228;sentiert in der Cicero einen Auszug aus seinem koscheren Knigge &#8211; einem ausgesprochen lehrreichen Leitfaden f&#252;r den deutsch-j&#252;dischen Dialog. Tats&#228;chlich mal ein Benimmbuch, das ich nicht allein im Auftrag der gesch&#228;tzten Universit&#228;t mit Elias zu lesen hatte. Daf&#252;r wurde es aber gewisserma&#223;en in seinem Sinne geschrieben und beschreibt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Michael Wuliger (der mit dem <a href="http://www.hagalil.com/archiv/2005/09/kitsch.htm" rel="nofollow" title="J&#252;discher Kitsch" >j&#252;dischen Kitsch</a>) pr&#228;sentiert in der Cicero einen Auszug aus seinem <a href="http://www.amazon.de/koschere-Knigge-Trittsicher-deutsch-j&#252;dischen-Fettn&#228;pfchen/dp/3596182514" rel="nofollow" title="Amazon: Der koschere Knigge: Trittsicher durch die deutsch-j&#252;dischen Fettn&#228;pfchen" >koscheren Knigge</a> &#8211; einem ausgesprochen lehrreichen Leitfaden f&#252;r den deutsch-j&#252;dischen Dialog. Tats&#228;chlich mal ein Benimmbuch, das ich nicht allein im Auftrag der gesch&#228;tzten Universit&#228;t mit Elias zu lesen hatte. Daf&#252;r wurde es aber gewisserma&#223;en in seinem Sinne geschrieben und beschreibt mit angemessener Geh&#228;ssigkeit einen gesellschaftlichen Zustand, in dem wohl leider sogar ein ernst gemeintes Buch seinen Nutzen h&#228;tte.</p>
<p style="text-align: justify;">Aber nicht nur der Klezmerabendverpflichtete Bildungsb&#252;rger kann sich da locker machen; auch f&#252;r den ein oder anderen Genossen der <a href="http://jungle-world.com/artikel/2008/32/22377.html" rel="nofollow" title="Grigat &#252;ber den Zustand der Antideutschen Kritik" >Wimpel und M&#252;tzchen &#8211; Fraktion</a> gibt es wertvolle Tipps:</p>
<blockquote style="text-align: justify;"><p>»<a href="http://www.cicero.de/97.php?ress_id=15&amp;item=5265" rel="nofollow" title="Der Auszug in der Cicero" ><em>Verbreiteten Klischees zum Trotz sind die meisten Kinder Israels genauso dumm wie das Gros der &#252;brigen Menschheit. Die Chancen, dass Ihr Gespr&#228;chspartner, weil Jude, Experte f&#252;r die Frankfurter Schule ist, weil von denen ja auch viele Juden waren, sind relativ gering. Wahrscheinlicher ist, dass er Adorno f&#252;r einen italienischen Rotwein h&#228;lt.</em></a>«</p></blockquote>
<p>&#8230; ganz zu schweigen von denen, dich sich auch beim Schreiben von Texte wie diesem hier nicht ganz wohl f&#252;hlen und im &#220;brigen auch gar nicht so &#252;berzeugt davon sind, wie angebracht diese immer wieder eingeforderte »Normalisierung« eigentlich ist. Kurzum: Ein Spa&#223; f&#252;r die ganze Volksgemeinschaft.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Ab hier alleine tanzen</title>
		<link>http://karwan-baschi.net/weblog/2010/08/10/ab-hier-alleine-tanzen/</link>
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		<pubDate>Tue, 10 Aug 2010 10:45:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paule</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alles]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<category><![CDATA[frittenbude]]></category>
		<category><![CDATA[sexismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Sowas

Kommt von sowas

Der Rest der Geschichte steht bei Saalschutz aufm Blog.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Sowas</strong></p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="385" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/y_oN5yPFQhE&amp;hl=de_DE&amp;fs=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="385" src="http://www.youtube.com/v/y_oN5yPFQhE&amp;hl=de_DE&amp;fs=1" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p><strong>Kommt von sowas</strong></p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="385" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/x2O5TkgLrqg&amp;hl=de_DE&amp;fs=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="385" src="http://www.youtube.com/v/x2O5TkgLrqg&amp;hl=de_DE&amp;fs=1" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Der Rest der Geschichte steht <a href="http://saalschutz.blogsport.de/2010/08/09/am-mini-rock/" rel="nofollow" title="Was da los war." >bei <em>Saalschutz aufm Blog</em></a>.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Schwarz-rot-gelbes Rauschen</title>
		<link>http://karwan-baschi.net/weblog/2010/05/31/schwarz-rot-gelbes-rauschen/</link>
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		<pubDate>Mon, 31 May 2010 07:37:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paule</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alles]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[antisemitismus]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsche-Zustände]]></category>
		<category><![CDATA[lena]]></category>

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		<description><![CDATA[Einige Stunden, nachdem #wir und #lena null Punkte aus Israel bekommen haben, ist alles wieder ruhig. Das Nachspiel ist  leher angweilig: Ein paar Antisemiten f&#252;hlen sich pl&#246;tzlich noch verfolgter als ohnehin schon und tauchen in der youropenbook-Suche nach »Juden« nicht mehr auf &#8211; andere machen sich an die Aufarbeitung und sind nun wahlweise entweder dar&#252;ber [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Einige Stunden, nachdem #wir und #lena <a href="http://marx-blog.de/2010/05/null-punkte-aus-israel/" rel="nofollow" title="MARXblog: Null Punkte aus Israel" ><em>null Punkte aus Israel</em></a> bekommen haben, ist alles wieder ruhig. Das Nachspiel ist  leher angweilig: Ein paar Antisemiten f&#252;hlen sich pl&#246;tzlich noch verfolgter als ohnehin schon und tauchen in der <a href="http://youropenbook.org/?q=juden" rel="nofollow" >youropenbook-Suche nach »Juden«</a> nicht mehr auf &#8211; andere machen sich an die Aufarbeitung und sind nun wahlweise entweder dar&#252;ber traurig, dass sie nur wegen der Juden kein kleines Sp&#228;&#223;chen &#252;ber Gas und Denkm&#228;ler machen d&#252;rfen, oder aber, weil sie sich jetzt nur wegen ein paar Arschl&#246;chern nicht mehr richtig f&#252;r Lena freuen d&#252;rfen.</p>
<p style="text-align: justify;">Den meisten ist die ganze Geschichte aber egal &#8211; und das auch aus Gr&#252;nden: Vielleicht stehen sie &#252;ber den Dingen und halten es darum <span style="text-decoration: underline;">auch</span> f&#252;r falsch, auf Antisemitismus hysterisch zu reagieren. Oder sie z&#228;hlen immer eifrig mit, wer so was sagt und wissen darum von der Marginalit&#228;t von prinzipiell allem, was ungem&#252;tlich ist. Oder schmissiger &#8211; so mit Woody Allen und seinem Sportger&#228;t. Von denen mit Waren, Produktionsbedingungen, Nationalstaaten und der prinzipiellen Bereitschaft jederzeit so lange zu erkl&#228;ren bis der Arzt oder der Kommunismus kommen, ganz zu schweigen.</p>
<p style="text-align: justify;">Wie ging dieser eine lustige Satz bei Harry Potter? Auch f&#252;r Zauberer ist es ein schlechtes Zeichen, Stimmen zu h&#246;ren? Ich f&#228;nds jedenfalls auch besser, wenn mal richtig Ruhe w&#228;re. In <em>Bunte</em> oder <em>Frau im Spiegel</em> habe ich gestern gelesen, dass Lena die deutsche Lady Gaga sei. Ich mochte diesen Satz, der fast ohne Begr&#252;ndung daher kam, sehr gern. Und was diese Musikantin angeht, mache ich es wie die FPDler aus dem Gl&#252;hbirnen-Witz und verlasse mich einfach mal darauf, dass der Markt das Problem schon l&#246;sen wird.</p>
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		<title>B&#252;rgergeeks habt Spa&#223; damit</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Apr 2010 18:55:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paule</dc:creator>
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		<category><![CDATA[spiel]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach dem nur mittelm&#228;&#223;ig lustigen WG-Spiel Chez Geek werden jetzt endlich mal Lebensumst&#228;nde verkaspert, zu denen unsereins auch einen richtigen Bezug hat:

»In diesem Spiel werden du und deine Freunde zu Guerilleros in der Truppe des Ruhmreichen Anf&#252;hrers, die in einem stinkenden Dschungel hocken &#8211; und zwar so lange, wie ihr euch gegenseitig ertragen k&#246;nnt. Das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Nach dem nur mittelm&#228;&#223;ig lustigen WG-Spiel <em>Chez Geek</em> werden jetzt endlich mal Lebensumst&#228;nde verkaspert, zu denen unsereins auch einen richtigen Bezug hat:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">»<em>In diesem Spiel werden du und deine Freunde zu Guerilleros in der Truppe des Ruhmreichen Anf&#252;hrers, die in einem stinkenden Dschungel hocken &#8211; und zwar so lange, wie ihr euch gegenseitig ertragen k&#246;nnt. Das Ziel von </em><em>Chez Guevara ist es, den aufmerksamen Blicken des Anf&#252;hrers zu entgehen, die Launen der h&#246;heren </em><em>Dienstgrade zu ertragen (oder selbst so jemand zu werden) und als Erster 20 Slack zu erreichen, um in die Zivilisation zur&#252;ckzukehren und seine </em>»<em>Freunde</em>«<em> zu verpfeifen.</em>«</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Und der Titel erst: <a href="http://www.pegasus.de/chezgeek.html" rel="nofollow" title="Die Reihe bei Pegasus Press" ><strong>Chez Guevara</strong></a> (Pegasus Spiele)</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Gefahr gebannt</title>
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		<pubDate>Tue, 23 Mar 2010 17:31:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paule</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Heute hat die Kriminalpolizei vollbracht, woran der Wecker zuvor gescheitert war, und mich halbwegs zeitig aus dem Bett geholt. Anlass f&#252;r die St&#246;rung meiner Bettruhe war eine angeblich vorausgegangene St&#246;rung meinerseits &#8211; die des &#246;ffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten. (Frei nach § 126 StGB) Gedroht h&#228;tte ich mittels eines YouTube-Videos, in dem durch eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Heute hat die Kriminalpolizei vollbracht, woran der Wecker zuvor gescheitert war, und mich halbwegs zeitig aus dem Bett geholt. Anlass f&#252;r die St&#246;rung meiner Bettruhe war eine angeblich vorausgegangene St&#246;rung meinerseits &#8211; die des <em>&#246;ffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten</em>. (Frei nach § 126 StGB) Gedroht h&#228;tte ich mittels eines YouTube-Videos, in dem durch eine <a href="http://karwan-baschi.net/weblog/2009/09/11/geisterhaus-digital/"title="Der digitale Tatort auf Karwan-Baschi.net" >Counterstrike-Map meiner alten Schule</a> gelaufen wird.</p>
<p style="text-align: justify;">Nach der polizeilich beaufsichtigten L&#246;schung des Videos kann ich leider nur noch nacherz&#228;hlen, was darin zu sehen war: Jemand l&#228;uft eilig durch das leere Treppenhaus einer Schule, bleibt kurz vor einer T&#252;r stehen, dreht wieder um, springt &#252;ber ein Gel&#228;nder und l&#228;uft zu einer anderen T&#252;r. Unter dem Titel »<em>Montag, erste Stunde</em>« erz&#228;hlt der Kurzfilm dem Eingeweihten, wie ich zu sp&#228;t zum Politik-LK komme und mich kurzfristig dazu entschlie&#223;e, die Stunde doch lieber im Aufenthaltsraum zu verbringen. (Soll angeblich ein oder zwei mal vorgekommen sein.)</p>
<p style="text-align: justify;">Darin die Ank&#252;ndigung eines Amoklaufs (oder meinetwegen auch den Aufruf zu einem solchen) zu sehen, ist eine nicht ganz uninteressante Interpretation. Offensichtlich wurde die Engine des Killerspiels trotz der vollst&#228;ndigen Abwesenheit von Bewaffnung oder aggressiven Handlungen erkannt und geschlussfolgert. Die popul&#228;re Erz&#228;hlung vom psychisch kranken Killerspieler ist offensichtlich nicht nur bei Boulevardjournalisten und verunsicherten P&#228;dagogen bekannt, sondern auch in der Strafverfolgung wirksam. Das Thema liegt seit heute Morgen jedenfalls wieder oben auf dem Schreibtisch &#8211; wenn die Debatte schon Hausbesuche macht. &#8230;</p>
<p style="text-align: justify;">Was der Polizei besonders wichtig war, sei hier nur als skurrile Randbemerkung angef&#252;hrt: Ich hatte Text und Video unachtsamerweise ausgerechnet am 11. September gepostet. So wie <a href="http://baule.soup.io/post/28242163/09-11" rel="nofollow" title="Souppost zu 09/11" >&#252;brigens auch das hier</a>.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Macker, Antisemiten, Rollenspieler</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Mar 2010 09:35:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paule</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<description><![CDATA[Irgendwie verstehe ich ihn ja, aber &#8230;

&#8230; man m&#246;chte vielleicht gar nicht so ganz genau wissen, was f&#252;r Erfahrungen der arme Mensch da machen musste.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="text-align: justify;">Irgendwie verstehe ich ihn ja, aber &#8230;</div>
<div style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-1499" title="Anzeige" src="http://karwan-baschi.net/weblog/wp-content/uploads/2010/03/anzeigek.jpg" alt="Anzeige" width="425" height="129" /></div>
<div style="text-align: justify;">&#8230; man m&#246;chte vielleicht gar nicht so ganz genau wissen, was f&#252;r Erfahrungen der arme Mensch da machen musste.</div>
]]></content:encoded>
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		<title>Fetisch Banalit&#228;t</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Feb 2010 11:19:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paule</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<description><![CDATA[Aus der Jungle Worldschen Stimmensammlung zum Dresdenspektakel:

Unser Ziel ist ganz simpel: Wir wollen den Nazis weh tun. Wichtig ist uns vor allem dabei, dass es die richtigen trifft, und nur die richtigen. Kollateralsch&#228;den nehmen wir nicht in Kauf. [...] Alles muss dann schnell gehen. Wenn die Gegner weglaufen, um Hilfe schreien oder zur&#252;ckschlagen, dann haben [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Aus der <a href="http://jungle-world.com/artikel/2010/07/40372.html" rel="nofollow" title="'Ziel erreicht' in der Jungle World" ><em>Jungle World</em>schen Stimmensammlung zum Dresdenspektakel</a>:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;"><em>Unser Ziel ist ganz simpel: Wir wollen den Nazis weh tun. Wichtig ist uns vor allem dabei, dass es die richtigen trifft, und nur die richtigen. Kollateralsch&#228;den nehmen wir nicht in Kauf. </em>[...]<em> Alles muss dann schnell gehen. Wenn die Gegner weglaufen, um Hilfe schreien oder zur&#252;ckschlagen, dann haben wir etwas falsch gemacht. </em>[...]<em> Unsere Geduld wird nach einer Weile mit einer zuf&#228;llig vorbeikommenden Gestalt belohnt, die einen Pullover der Marke Consdaple tr&#228;gt. </em>[...]<em> Wenig sp&#228;ter geht ein v&#246;llig &#252;berraschter Neonazi schwer angeschlagen zu Boden und verwandelt sich dort in ein wimmerndes H&#228;uflein Elend.</em></p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">So erkl&#228;rt »Aldo Regen« Konzept, Vorgehen und Lustgewinn seiner listigen Truppe. Vom Pullovertr&#228;ger &#252;ber den nicht in Kauf genommenen Kollateralschaden direkt weiter zum wimmernden H&#228;ufchen Elend. Wer auf die selbstbewusst vorgetragene Freude an Verletzung und Dem&#252;tigung auch heute noch mit verunsichertem Kopfsch&#252;tteln reagiert, hat vermutlich in den 90ern diesen Vortrag hier verpasst: »Also, ich komme aus dem Osten, und ich muss sagen &#8230;« es folgte dann Gewaltporno &#252;ber tats&#228;chlich furchtbare Zust&#228;nde und endete bei was mit Notwehr. Es war ja was dran und die Pr&#252;gelei ganz bestimmt besser als Lichterketten. Heute, wo Opfersprech aus der Mode gekommen ist, l&#228;uft allerdings eine andere Platte.</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;"><em>Uns ist klar, dass dem Bed&#252;rfnis, andere zu verletzen oder zu bestrafen, nichts Emanzipatorisches innewohnt. Was wir machen, wird als »politisch unbedeutend«, bestenfalls als »Gegenterror« kritisiert werden.</em></p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Es wird werden! Man schreibt Geschichte. Erinnert an den Film-B&#246;sewicht, dem sich argumentativ nicht beikommen l&#228;sst, weil er sich seiner Widerspr&#252;chlichkeit bewusst ist &#8211; k&#228;mpfend f&#252;r eine Welt, in der kein Platz mehr f&#252;r ihn ist, oder so. Von der &#220;berschrift »<em>Inglourious Basterds</em>« an, dreht sich der Text im Brutalo-Gestus um dieses und andere aus Film und Fernsehen bekannte Gebilde. Die Plattheit ist zum Stilmittel erhoben und streitet alles ab, was nach richtigem Leben im falschen klingen k&#246;nnte. »<em>Wir machen es trotzdem</em>«, hei&#223;t an einer Stelle. Und selbst das ist ausgelutscht &#8211; bestenfalls die Parodie der (Nicht-)Reflexion. Der frische Wind der Negation ist abgestanden und riecht streng nach Pipi.</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;"><em>Wir begegnen mehrfach aggressiven Nazigruppen, die auf der Jagd nach Linken sind, uns aber nicht als Antifaschisten erkennen.</em></p>
</blockquote>
<p>Tja, wie auch? Mir ist auch nichts aufgefallen.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Kunstkritik</title>
		<link>http://karwan-baschi.net/weblog/2010/01/30/kunstkritik/</link>
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		<pubDate>Sat, 30 Jan 2010 15:01:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paule</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Auf Beatpunk wird ein Bildband von Bernd Langer besprochen: »Er liefert einer anachronistischen Szene das Lebensgef&#252;hl des ‚streetfighting man‘, und zementiert die Identit&#228;t der kompromisslosen K&#228;mpfer auf der Stra&#223;e. Anstatt also den von ihm so sehr gew&#252;nschten Drang zur Ver&#228;nderung zu schaffen, bietet Bernd Langer Lebensentw&#252;rfe an. Das ist grundsolide, aktionistisch und bestimmt auch gut [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Auf Beatpunk wird ein Bildband von Bernd Langer besprochen: »<a href="http://www.beatpunk.org/papier/bernd-langer-die-kunst-geht-weiter/" rel="nofollow" title="Niklas' Rezension von Bernd Langer: Die Kunst geht weiter" ><em>Er liefert einer anachronistischen Szene das Lebensgef&#252;hl des ‚streetfighting man‘, und zementiert die Identit&#228;t der kompromisslosen K&#228;mpfer auf der Stra&#223;e. Anstatt also den von ihm so sehr gew&#252;nschten Drang zur Ver&#228;nderung zu schaffen, bietet Bernd Langer Lebensentw&#252;rfe an. Das ist grundsolide, aktionistisch und bestimmt auch gut gemeint, nur in irgendeiner Weise progressiv ist es ganz sicher nicht.</em></a>«</p>
<p style="text-align: justify;">Die Kunstsachverst&#228;ndigen der Polizei waren da &#8211; zumindest in der Tendenz &#8211; wohlwollender: »<a href="http://www.youtube.com/watch?v=t249k-PlAV4#t=1m47s" rel="nofollow" title="Video: Polizeibericht &#252;ber Bernd &quot;Malstil&quot;" ><em>L. verwendete sehr kr&#228;ftige Farben und malte professionel mit Staffelei, Malbrett und Fertigfarben aus Tuben.</em></a>«</p>
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		</item>
		<item>
		<title>T&#246;dliche Wasserknappheit</title>
		<link>http://karwan-baschi.net/weblog/2009/12/07/toedliche-wasserknappheit/</link>
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		<pubDate>Mon, 07 Dec 2009 10:28:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paule</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alles]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn Polizisten &#252;ber ihre Ger&#228;tschaften ins Schw&#228;rmen geraten, klingt das immer irgendwie komisch. Auf SpOn erkl&#228;rt einer, warum er bisher noch keine Demonstranten erschossen hat:
»Was sollen wir da machen? Gummigeschosse einsetzen oder scharf schie&#223;en? Das brauchen wir nicht, wenn wir auch mit Wasser zum Erfolg kommen k&#246;nnen.«
Mir geht das ganze »Riot« &#8211; Gequatsche der Genossen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn Polizisten &#252;ber ihre Ger&#228;tschaften ins Schw&#228;rmen geraten, klingt das immer irgendwie komisch. Auf SpOn erkl&#228;rt einer, warum er bisher noch keine Demonstranten erschossen hat:</p>
<blockquote><p>»<a href="http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,665006,00.html" rel="nofollow" title="Neuer Wasserwerfer" ><em>Was sollen wir da machen? Gummigeschosse einsetzen oder scharf schie&#223;en? Das brauchen wir nicht, wenn wir auch mit Wasser zum Erfolg kommen k&#246;nnen.</em></a>«</p></blockquote>
<p>Mir geht das ganze »<em>Riot</em>« &#8211; Gequatsche der Genossen seit Jahren nur noch auf den Geist. Weder »Widerstand« noch »Sport« k&#246;nnen mich konzeptionell &#252;berzeugen und die Verrohung, der sich Schl&#228;ger auf allen unterziehen m&#252;ssen, ist und bleibt ein Problem. So weit. Wenn aber sich aber Menschen wie Karl-Heinz Meyer von der Bundespolizei und Achim Friedl aus dem Innenministerium &#252;ber ihre »Kunden« in Laune phantasieren, ist  das ohne Brechreiz kaum noch lesbar.</p>
<p>Wer treibt denn hier »Sport« und macht auf Bandenkrieg? In diesem Fall sind es die, die in Nachrichtensprech hinterher immer ausrasten »mussten«. Ein kleines bisschen Vernunft rutscht aber aus Versehen noch in die kindliche Freude &#252;bers neue Spielzeug hinein: M&#252;sste man den »Kunden« erschie&#223;en, ginge er am n&#228;chsten Tag nicht mehr zum Einkaufsladen und w&#228;re Kunde mehr. Ein Hoch auf die nicht-letalen Waffensysteme!</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Oldenburg brennt, hei&#223;t es</title>
		<link>http://karwan-baschi.net/weblog/2009/11/26/oldenburg-brennt-heisst-es/</link>
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		<pubDate>Thu, 26 Nov 2009 14:00:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paule</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alles]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[besetzung]]></category>
		<category><![CDATA[Oldenburg]]></category>
		<category><![CDATA[uni]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit ich nicht mehr an der Uni Oldenburg eingeschrieben bin, war ich nicht mehr oft da. Vor ein paar Wochen f&#252;r vier Stunden, um eine Klausur f&#252;r die Fernuni zu schreiben und heute zum zweiten mal, um in der Bibliothek zu arbeiten. Letzteres gestaltet sich erstaunlich entspannt, weil au&#223;er mir kaum jemand da ist.
Gegen&#252;ber im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Seit ich nicht mehr an der Uni Oldenburg eingeschrieben bin, war ich nicht mehr oft da. Vor ein paar Wochen f&#252;r vier Stunden, um eine Klausur f&#252;r die Fernuni zu schreiben und heute zum zweiten mal, um in der Bibliothek zu arbeiten. Letzteres gestaltet sich erstaunlich entspannt, weil au&#223;er mir kaum jemand da ist.</p>
<p style="text-align: justify;">Gegen&#252;ber <a href="http://www.oldenburg-brennt.de/wordpress/" rel="nofollow" title="Oldenburg brennt - die Seiten des &quot;Streiks&quot;" >im besetzten Audimax</a> ist auch niemand, weil gerade in der Stadt demonstriert wird. Ich bin kurz durch gelaufen und habe mir ein paar Stellw&#228;nde angesehen, auf denen ziemlich viel geplant und geschrieben wird. Man hat mir versichert, dass hier sonst »die H&#246;lle los ist« und alle gut drauf w&#228;ren. »Zu meiner Zeit h&#228;tte es das nicht gegeben«, dachte ich mir so und wenn »meine Zeit« nicht gerade mal ein Jahr her w&#228;re, h&#228;tte ich mich dieses Gedankens ein auch ein wenig gesch&#228;mt.</p>
<p style="text-align: justify;">Vielleicht gehe ich gleich nochmal r&#252;ber, wenn alle wieder da sind und &#252;ber irgendwas diskutiert wird. In Bielefeld hat man angeblich Freerk Huisken eigenladen, obwohl der doch eigentlich unser Ehemaliger ist. Dabei geht es hier eigentlich schwerpunktm&#228;&#223;ig in erster Linie um »uns« &#8211; Studenten, junge Menschen, Oldenburger (unter Ausschluss der BWLer, deren demonstratives Fernbleiben hier parallel zu meinem eigenen abl&#228;uft).</p>
<p style="text-align: justify;">Jetzt schnell noch ein paar Kopien, bevor die Demo zur&#252;ck kommt und mir hoffentlich einen Kaffee zum Solipreis anreht. Soweit.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Im Wahn sogar mit Frankreich</title>
		<link>http://karwan-baschi.net/weblog/2009/10/31/im-wahn-sogar-mit-frankreich/</link>
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		<pubDate>Sat, 31 Oct 2009 17:49:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paule</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Erzählungen]]></category>
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		<category><![CDATA[Deutsche-Zustände]]></category>
		<category><![CDATA[die welt]]></category>
		<category><![CDATA[ideologiekritik]]></category>

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		<description><![CDATA[»Schluss mit dem Kult um die Asterix-Comics!«, fordert Richard Herzinger auf Welt Online und nimmt die r&#252;bennasigen Globalisierungsgegner fachgerecht &#8211; mit Poliakov &#8211; auseinander. Die Forderung ist sympathisch und seine Beobachtungen so offensichtlich, dass es vermutlich erm&#252;dend ist, sie schon wieder irgendwo aufschreiben zu m&#252;ssen. Oder auch nicht, denn die WELT ist nicht irgendwo, wie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">»<em>Schluss mit dem Kult um die Asterix-Comics!</em>«, <a href="http://www.welt.de/kultur/article5037128/Schluss-mit-dem-Kult-um-die-Asterix-Comics.html" rel="nofollow" title="Wenn einem das Lachen vergeht @WELT ONLINE" >fordert Richard Herzinger auf Welt Online</a> und nimmt die r&#252;bennasigen Globalisierungsgegner fachgerecht &#8211; mit Poliakov &#8211; auseinander. Die Forderung ist sympathisch und seine Beobachtungen so offensichtlich, dass es vermutlich erm&#252;dend ist, sie schon wieder irgendwo aufschreiben zu m&#252;ssen. Oder auch nicht, denn die WELT ist nicht irgendwo, wie das hilfreiche <a href="http://www.welt.de/kultur/article5037128/Schluss-mit-dem-Kult-um-die-Asterix-Comics.html#article_comment" rel="nofollow" title="Da schreibt der Mob" >Kommentatorengesindel bereits eine halbe Stunde sp&#228;ter klargestellt hat</a>:</p>
<p style="text-align: justify;">Die »Interpretation« sei »falsch«, der Autor hysterisch. »Postmodernes Beliebigkeitsgeschwurbel« ist auch schon wieder erkannt worden und was Poliakov endlich brauche, sei eine »richtige Arbeit«. (Aus dem Kriegsgefangenenlager hatte er sich ja seinerzeit auch schon verdr&#252;ck, gell?)</p>
<p style="text-align: justify;">Wirklich erstaunlich ist eigentlich nur, dass es diesmal Franzosen sind, die da so verbissen wie hirnlos verteidigt werden. Dass n&#228;mlich nicht nur die Deutschen zu v&#246;lkischem Wahn neigen, stellt der Autor schon im zweiten Satz klar &#8211; ja, sie h&#228;tten nicht einmal damit angefangen. Der Wahn des Ariertums sei &#252;brigens auch »in ganz Europa, nicht zuletzt in Frankreich« verbreitet gewesen. Aber es reicht offensichtlich nicht, die Deutschen so entgegenkommend aus der Schusslinie zu nehmen, will man ihnen auch nur das allerverdaulichste H&#228;ppchen Ideologiekritik schmackhaft machen. Vielleicht sollte es bei Gelegenheit mal jemand mit einem us-amerikanischen Westernheftchen versuchen.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Selbst ist der &#8211; Gedanke</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Oct 2009 18:09:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paule</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[antisemitismus]]></category>
		<category><![CDATA[Henryk M. Broder]]></category>
		<category><![CDATA[israel]]></category>
		<category><![CDATA[Mathias Bröckers]]></category>

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		<description><![CDATA[Manchmal braucht es nicht einmal zwei vollst&#228;ndige S&#228;tze:
»Als Broder ein paar Jahre sp&#228;ter verlautbarte, wegen des Antisemitismus der Deutschen und speziell der Linken, seiner einstigen Freunde, nach Israel auszuwandern, h&#228;tte man denken k&#246;nnen: immerhin konsequent f&#252;r einen, der, weil Eltern und Gro&#223;eltern Opfer wurden, lieber gleich T&#228;ter werden will und nunmehr f&#252;r den heiligen Boden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Manchmal braucht es nicht einmal zwei vollst&#228;ndige S&#228;tze:</p>
<blockquote><p>»<a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/31/31380/1.html" rel="nofollow" title="Br&#246;ckers &#252;ber Broder" ><em>Als Broder ein paar Jahre sp&#228;ter verlautbarte, wegen des Antisemitismus der Deutschen und speziell der Linken, seiner einstigen Freunde, nach Israel auszuwandern, h&#228;tte man denken k&#246;nnen: immerhin konsequent f&#252;r einen, der, weil Eltern und Gro&#223;eltern Opfer wurden, lieber gleich T&#228;ter werden will und nunmehr f&#252;r den heiligen Boden in den besetzten Gebieten k&#228;mpft.</em></a>«</p></blockquote>
<p>(Mathias Br&#246;ckers &#252;ber Henryk M. Broder)</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Das bedeutet Krieg!</title>
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		<pubDate>Sun, 06 Sep 2009 20:22:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paule</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Bewegte Bilder]]></category>
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		<description><![CDATA[
»Das bedeutet Krieg! Und ich hasse Krieg!«
»Das tun wir ja auch Muffi &#8211; aber in diesem Fall haben wir keine andere Wahl.«
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><object width="425" height="344"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/ct_Yd1Eq6wA&#038;hl=de&#038;fs=1&#038;"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/ct_Yd1Eq6wA&#038;hl=de&#038;fs=1&#038;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="344"></embed></object></p>
<p>»<em>Das bedeutet Krieg! Und ich hasse Krieg!</em>«<br />
»<em>Das tun wir ja auch Muffi &#8211; aber in diesem Fall haben wir keine andere Wahl.</em>«</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Erinnerung an Teheran und Bremen</title>
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		<pubDate>Wed, 12 Aug 2009 10:02:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paule</dc:creator>
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		<category><![CDATA[kundgebung]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute ist die Kundgebung in Bremen und in diversen anderen St&#228;dten. Mein Versuch, Zeit und Ort in Erfahrung zu bringen, war zwar nicht erfolglos, zwischendurch aber einigerma&#223;en irritierend:
1, 2 oder 3
.. bis dann.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute ist die Kundgebung <a href="http://teheranistbremen.blogsport.de/" rel="nofollow" title="Teheran ist Bremen" >in Bremen</a> und <a href="http://antifateheran.blogsport.de/" rel="nofollow" title="Antifa Teheran" >in diversen anderen St&#228;dten</a>. Mein Versuch, Zeit und Ort in Erfahrung zu bringen, war zwar nicht erfolglos, zwischendurch aber einigerma&#223;en irritierend:</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1313" title="Googlesuche Teheran ist Bremen" src="http://karwan-baschi.net/weblog/wp-content/uploads/2009/08/bremen.png" alt="Googlesuche Teheran ist Bremen" width="425" height="340" /><em>1, 2 oder 3</em></p>
<p>.. bis dann.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>»Teheran ist Bremen«</title>
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		<pubDate>Sun, 26 Jul 2009 11:04:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paule</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Kundgebung in Bremen zum bundesweiten Aktionstag.
»Nieder mit j9%hgf#Iran«
In diesem Zusammenhang soll dann auch noch schnell auf die Vortr&#228;ge und Diskussion zum Verh&#228;ltnis von iranischer Protestbewegung und Israelsolidarit&#228;t in Berlin (8. August) hingewiesen werden.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://teheranistbremen.blogsport.de/aufruf/" rel="nofollow" title="Aufruf zur Kundgebung" >Kundgebung in Bremen</a> zum <a href="http://antifateheran.blogsport.de/" rel="nofollow" title="Blog zum Aktionstag am 12.8" >bundesweiten Aktionstag</a>.</p>
<p><a href="http://teheranistbremen.blogsport.de/" rel="nofollow" title="Blog zur Veranstaltung" ><img class="aligncenter size-full wp-image-1307" title="iranplakat" src="http://karwan-baschi.net/weblog/wp-content/uploads/2009/07/iran.png" alt="iranplakat" width="425" height="302" /></a>»<em>Nieder mit j9%hgf#Iran</em>«</p>
<p>In diesem Zusammenhang soll dann auch noch schnell auf die <a href="http://redaktion-bahamas.org/aktuell/Veranst-iran-8-8-09.htm" rel="nofollow" title="Veranstaltung der BAHAMAS zu Israelsolidarit&#228;t und iranischer Protestbewegung" >Vortr&#228;ge und Diskussion zum Verh&#228;ltnis von iranischer Protestbewegung und Israelsolidarit&#228;t in Berlin</a> (8. August) hingewiesen werden.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Nochmal zu Krahl und Mitscherlich</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Jul 2009 23:31:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paule</dc:creator>
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		<category><![CDATA[psychoanalyse]]></category>

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		<description><![CDATA[Mein mehr oder weniger lustiges Krahl-P&#246;bel-Video von neulich ist inzwischen gesehen und kommentiert worden. Bei Schorsch ist seit heute nachzulesen, warum es tats&#228;chlich doch eher weniger lustig ist (als mehr):
»In diesem Falle lautet der Vorwurf an Mitscherlich: er betreibe Selbstbefriedigung. Damit wird Krahl nicht nur das „Gl&#252;ck der Erkenntnis“ (Adorno/Horkheimer) meinen, das sich Mitscherlich in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mein mehr oder weniger lustiges Krahl-P&#246;bel-Video <a href="http://karwan-baschi.net/weblog/2009/05/27/mitscherlich-gekrahlt/"title="Mitscherlich gekrahlt" >von neulich</a> ist inzwischen gesehen und kommentiert worden. <a href="http://schorsch.blogsport.de/2009/07/08/sie-haben-sich-hier-zwei-stunden-selbst-befriedigt/" rel="nofollow" title="Sie haben sich hier zwei Stunden selbst befriedigt" >Bei Schorsch ist seit heute nachzulesen</a>, warum es tats&#228;chlich doch eher weniger lustig ist (als mehr):</p>
<p style="padding-left: 30px;">»<em>In diesem Falle lautet der Vorwurf an Mitscherlich: er betreibe Selbstbefriedigung. Damit wird Krahl nicht nur das „Gl&#252;ck der Erkenntnis“ (Adorno/Horkheimer) meinen, das sich Mitscherlich in seinem Vortrag g&#246;nnt, sondern er spielt mit der deutlich sexuellen Konnotation des Wortes. Der Lustgewinn des Intellektuellen wird ihm versagt, bet&#228;tigt er sich nicht produktiv f&#252;r die Volksgemeinschaft. Anstatt seine Worte verst&#228;ndlich ins Volk zu reichen, sein Ejakulat gem&#228;&#223; einer vorgestellten Nat&#252;rlichkeit der Zeugung zuzuf&#252;hren, wagt es Mitscherlich – und diese Vorstellung steckt in dem antiintellektualistischen Gerede von Selbstbefriedigung – sich als intellektueller Volksfremdling von der Gemeinschaft zu entfernen und im kleinen K&#228;mmerchen sein vermeintlich perverses Denken als Herumgewichse zu praktizieren.</em>«</p>
<p>&#8230; weiter dann <a href="http://schorsch.blogsport.de/2009/07/08/sie-haben-sich-hier-zwei-stunden-selbst-befriedigt/" rel="nofollow" title="Sie haben sich hier zwei Stunden selbst befriedigt" >hier</a>.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Schanzenfest bei den anderen</title>
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		<pubDate>Mon, 06 Jul 2009 23:27:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paule</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Alle Jahre wieder gehe ich nicht aufs Schanzenfest &#8211; das war schon so, als ich noch in bequemer Fu&#223;marschweite gewohnt habe und wird sich vermutlich auch nicht mehr &#228;ndern. Am Folgetag Indymedia zu lesen, kann ich mir dann allerdings doch nie verkneifen; wie in diesem verbrauchten Spruch mit dem Unfall und der Wegguckerei.
»Wir wollten doch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Alle Jahre wieder gehe ich nicht aufs Schanzenfest &#8211; das war schon so, als ich noch in bequemer Fu&#223;marschweite gewohnt habe und wird sich vermutlich auch nicht mehr &#228;ndern. Am Folgetag Indymedia zu lesen, kann ich mir dann allerdings doch nie verkneifen; wie in diesem verbrauchten Spruch mit dem Unfall und der Wegguckerei.</p>
<p>»<em>Wir wollten doch nur &#8230;</em>«, »<em>Die Bullen!</em>«, »<em>Politisch, politisch, politisch, ein Fest!</em>«. Tats&#228;chlich spannend ist es dann erst in der bloggenden Nachbarschaft geworden: Der <a href="http://starblog.olifani.eu/archives/1789" rel="nofollow" title="Schanzenfest macht Laune" >Starblog ist &#252;ber die »Mutantenarmee t&#228;towierter Autonomenriesen« ganz klein und sentimental</a> geworden, die <a href="http://riotpropa.blogsport.de/2009/07/06/schanzenfest-oder-1312/" rel="nofollow" title="Schanzenfest oder 1312" >Riotpropaganda zu Recht entr&#252;stet und informativ &#252;ber die Verh&#228;ltnism&#228;&#223;igkeit eutiner Mittel</a> und der zornige <a href="http://istari.blogsport.de/2009/07/06/doch-mehr-verletzte/" rel="nofollow" title="Doch mehr Verletzte" >Lasterfahrer hat Bild und Ton von dem Spuk</a>.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Mitscherlich gekrahlt</title>
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		<pubDate>Wed, 27 May 2009 10:28:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paule</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Was war links]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich m&#246;chte Hans-J&#252;rgen Krahl die Brille von der Nase schlagen &#8211; frei nach &#8230;But Alive. Eine der Vatermord-Szenen, die wohl den interessantesten Anteil an der Dokumentation Was war links? stellen:

Worum es da eigentlich ging, l&#228;sst sich auch dem vollst&#228;ndigen Film nicht entnehmen, ist aber auch egal. Brille und Gestus als Mahnung an die neue Krahl-Rezeption, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich m&#246;chte Hans-J&#252;rgen Krahl die Brille von der Nase schlagen &#8211; frei nach <em>&#8230;But Alive</em>. Eine der Vatermord-Szenen, die wohl den interessantesten Anteil an der Dokumentation <a href="http://www.waswarlinks.de/" rel="nofollow" title="Offizielles zu WAS WAR LINKS?" ><em>Was war links?</em></a> stellen:</p>
<p><object width="425" height="344"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/cDCBXfR7IL0&#038;hl=de&#038;fs=1"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/cDCBXfR7IL0&#038;hl=de&#038;fs=1" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="344"></embed></object></p>
<p>Worum es da eigentlich ging, l&#228;sst sich auch dem vollst&#228;ndigen Film nicht entnehmen, ist aber auch egal. Brille und Gestus als Mahnung an die neue Krahl-Rezeption, die es angeblich irgendwo geben soll. ..</p>
<p>Was es sonst &#252;ber die Doku zu sagen gibt, <a href="http://jungle-world.com/artikel/2003/09/10154.html" rel="nofollow" title="Die Typen aus dem Schulaufsatz in der JUNGLE WORLD" >stand schon zu ihrer Erstausstrahlung in der Jungle World</a>.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Konferenztexte in der neuen Bahamas</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Apr 2009 12:22:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paule</dc:creator>
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		<description><![CDATA[H&#228;tte ich geahnt, dass Justus Wertm&#252;ller noch auf H. G. Wells&#8217; Zeitmaschine zu sprechen kommen w&#252;rde, h&#228;tte ich die ideologiekritische Konferenz der Bahamas vermutlich nicht so fr&#252;hzeitig wegen eines versprochenen Abendessens verlassen.

Das Arkadien, das sich der Europ&#228;er herbeiw&#252;nscht, ist ohne die Morlocks nicht zu haben. Das Delegieren der Selbstverwaltung an ein ewiges Prinzip, das der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">H&#228;tte ich geahnt, dass Justus Wertm&#252;ller noch auf H. G. Wells&#8217; Zeitmaschine zu sprechen kommen w&#252;rde, h&#228;tte ich die <a href="http://redaktion-bahamas.org/aktuell/konferenz-28-2-09-text.htm" rel="nofollow" title="Konferenzaufruf aus dem Februar" ><em>ideologiekritische Konferenz</em></a> der Bahamas vermutlich nicht so fr&#252;hzeitig wegen eines versprochenen Abendessens verlassen.</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;"><em>Das Arkadien, das sich der Europ&#228;er herbeiw&#252;nscht, ist ohne die Morlocks nicht zu haben. Das Delegieren der Selbstverwaltung an ein ewiges Prinzip, das der Kritik entzogen ist, gebiert Menschenfresser.</em></p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Dieser Text (und einige andere, derer Lesungen ich dank der gruseligen Anreise nur im Halbschlaf folgen konnte) ist vor ein paar Tagen in der neuen Ausgabe der <em><a href="http://redaktion-bahamas.org/" rel="nofollow" title="Zeitschrift BAHAMAS" >Bahamas </a></em>ver&#246;ffentlicht worden. Wer ebenfalls m&#252;de oder gar nicht anwesend war, kann nun nachlesen, was dort vorgetragen wurde.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Aus der Mehrwertschmiede</title>
		<link>http://karwan-baschi.net/weblog/2009/04/03/aus-der-mehrwertschmiede/</link>
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		<pubDate>Fri, 03 Apr 2009 10:01:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paule</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alles]]></category>
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		<category><![CDATA[gewalt]]></category>

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		<description><![CDATA[Auf irgendwelchen sonderbaren Kan&#228;len scheint auch der letzte Vollhorst den Gewaltcharakter gesch&#228;ftlichen Miteinanders zu empfangen. Besonders in den Abendstunden wird diese Erkenntnis sp&#252;rbar. Gestern Abend habe ich versucht, einem Kunden zu erkl&#228;ren, dass er zwar recht mit seiner Annahme hat, meinem Chef ein wenig seiner Verf&#252;gungsgewalt &#252;ber mich abgekauft zu haben, gleichzeitig aber den Rahmen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf irgendwelchen sonderbaren Kan&#228;len scheint auch der letzte Vollhorst den Gewaltcharakter gesch&#228;ftlichen Miteinanders zu empfangen. Besonders in den Abendstunden wird diese Erkenntnis sp&#252;rbar. Gestern Abend habe ich versucht, einem Kunden zu erkl&#228;ren, dass er zwar recht mit seiner Annahme hat, meinem Chef ein wenig seiner Verf&#252;gungsgewalt &#252;ber mich abgekauft zu haben, gleichzeitig aber den Rahmen falsch einzusch&#228;tzen. So richtig verstanden hat er das nicht.</p>
<p>Auch ein Verweis auf die H&#246;flichkeitsgeschichte wollte nicht so recht ankommen; »Verpiss dich«, hat dann aber funktioniert. Ich habe die Pointe vergessen.</p>
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		<title>Pulp Nazis Must Die No. X</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Mar 2009 14:27:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paule</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Auch wenn sich wahrscheinlich schon lange niemand mehr daran erinnert: Die Sache mit den Pulp-Nazis hat nun endlich ihren vorl&#228;ufigen Abschluss gefunden. In der neuen Phase 2 ist mein Artikel zum Thema nachzulesen, und ich kann endlich mal etwas ruhigen Gewissens von der Liste streichen.
Nachdem der Text bereits fertig war, ist das Thema dank Buttgereit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auch wenn sich wahrscheinlich schon lange niemand mehr daran erinnert: Die Sache mit den Pulp-Nazis hat nun endlich ihren vorl&#228;ufigen Abschluss gefunden. <a href="http://phase2.nadir.org/" rel="nofollow" title="Phase 2" >In der neuen <em>Phase 2</em></a> ist mein Artikel zum Thema nachzulesen, und ich kann endlich mal etwas ruhigen Gewissens von der Liste streichen.</p>
<p>Nachdem der Text bereits fertig war, ist das Thema dank Buttgereit und Tarantino schlagartig wieder aktuell geworden. Mal sehen, ob ich in der n&#228;chsten Zeit noch einen Nachtrag hinterher schiebe. (So ganz ohne offene Ank&#252;ndigungen mag ich diesen Text hier auch nicht beenden &#8230;)</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Die Sehnsucht nach dem Ausnahmezustand</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Jan 2009 23:01:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paule</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Bahamas l&#228;dt zu einer »ideologiekritischen Konferenz« &#252;ber die Krise und die Freunde dieser neuen revolution&#228;re Situation ein: Die Sehnsucht nach dem Ausnahmezustand &#8211; am 28. Februar in Berlin. Im letzten Teil des Textes steht, warum die Konferenz keine »antideutsche« ist. Sp&#228;ter vermutlich mehr dazu.
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Die <a href="http://redaktion-bahamas.org" rel="nofollow" title="Redaktion Bahamas" >Bahamas</a> l&#228;dt zu einer »ideologiekritischen Konferenz« &#252;ber die Krise und die Freunde dieser neuen revolution&#228;re Situation ein: <a href="http://redaktion-bahamas.org/aktuell/konferenz-28-2-09-text.htm" rel="nofollow" title="Aufruf zur Konferenz" >Die Sehnsucht nach dem Ausnahmezustand</a> &#8211; am 28. Februar in Berlin. Im letzten Teil des Textes steht, warum die Konferenz keine »antideutsche« ist. Sp&#228;ter vermutlich mehr dazu.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Der Hauptmann von Muffrika II</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Jan 2009 21:06:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paule</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nach der Ank&#252;ndigung nun noch ein paar Worte &#252;ber den Dokumentarfilm Der Hauptmann von Muffrika. Die Geschichte des Hochstaplers, Kriegsverbrechers und Massenm&#246;rders Willi Herold wird von diversen Zeitzeugen erz&#228;hlt, garniert mit neuen und alten Bildern aus dem emsl&#228;ndischen &#214;dland. Aam Anfang ist ein Pferdewagen zu sehen, dessen Zugtiere im Matsch versinken, das Emsland ist lebensfeindlich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><a href="http://karwan-baschi.net/weblog/2009/01/24/der-hauptmann-von-muffrika/"title="Meine Ank&#252;ndigung der Filmvorf&#252;hrung" >Nach der Ank&#252;ndigung</a> nun noch ein paar Worte &#252;ber den Dokumentarfilm <em>Der Hauptmann von Muffrika</em>. Die Geschichte des Hochstaplers, Kriegsverbrechers und Massenm&#246;rders Willi Herold wird von diversen Zeitzeugen erz&#228;hlt, garniert mit neuen und alten Bildern aus dem emsl&#228;ndischen &#214;dland. Aam Anfang ist ein Pferdewagen zu sehen, dessen Zugtiere im Matsch versinken, das Emsland ist lebensfeindlich &#8211; nicht nur f&#252;r die Viecher. NS-Propaganda fordert »ganz Deutschland« auf, diesen Volksgenossen in ihrem Elend beizustehen. Die Bilder sind ausgesprochen bedr&#252;ckend &#8211; im Emsland scheint es wirklich ausgesprochen unangenehm gewesen zu sein. Ein Zeitzeuge bemerkt (sich seines Zynismus vermutlich nicht bewusst): »Erst mit den Lagern kam das Leben in die Gegend.« Er meint das Geld.</p>
<p style="text-align: justify;">In den letzten Wochen des Krieges treibt sich der fl&#252;chtige Gefreite Willi Herold in der Gegend herum. Er findet eine Hauptmannsuniform und schart weitere Soldaten um sich &#8211; zeitweise hat er 80 Mann unter »seinem Kommando«. Sie ziehen durch die Gegend, &#252;bernehmen eines der Lager, halte Standgerichte ab. Das Gemetzel ist widerlich, einige der Zeitzeugen haben gro&#223;e Schwierigkeiten, die Geschichten zu erz&#228;hlen.</p>
<p style="text-align: justify;"><img class="aligncenter size-full wp-image-1128" title="Der Hauptmann von Muffrika" src="http://karwan-baschi.net/weblog/wp-content/uploads/2009/01/muffrika.jpg" alt="Der Hauptmann von Muffrika" width="425" height="271" /><em>Der »Hauptmann« Willi Herold</em></p>
<p style="text-align: justify;">Wovon handelt die Film? Auf den ersten Blick nat&#252;rlich von Willi Herold, dessen Geschichte vor dem Hintergrund des deutschen Faschismus zugleich kurios und exemplarisch ist. Was in den Anf&#228;ngen des NS-Unstaates f&#252;r alle galt, die sich in der Partei behaupten konnten, wirkt kurz vor seinem Zusammenbruch nur noch grotesk. Interessanter sind im Grunde aber die Zeitzeugen, die ihre Bewunderung f&#252;r den Hochstapler kaum verbergen k&#246;nnen. Selbst ein britische Staatsanwalt, der den 20j&#228;hrigen Herold unter das Fallbeil gebracht hat, wirkt bis heute wie verzaubert von diesem Mann, dessen gutes Aussehen fast alle ausdr&#252;cklich betonen.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Interviewer lassen einige der Zeitzeugen auflaufen &#8211; die Konstruktion des &#252;bernat&#252;rlich bef&#228;higten Monstrums wird ihnen nicht immer abgenommen. Verf&#252;hrte zeigt der Film nur da, wo man sie nicht unbedingt erwartet &#8211; unter den Opfern und den politischen Gegners des »Hauptmanns«. Dar&#252;ber hinaus portraitiert der Film eine Gesellschaft, der es tats&#228;chlich  aus irgendwelchen Gr&#252;nden wichtig ist, ob der Schl&#228;chter ein echter Hauptmann ist oder nicht. Die sich aus der Verantwortung schleicht und die sich ihrer umfassenden Abartigkeit nicht im Ansatz bewusst ist. Das ist vielleicht das spannendste an diesem Film: Er zeigt die (post)faschistische Normalit&#228;t durch ungewohnte Filter, r&#252;ckt eine T&#228;terfigur ins Zentrum und erspart sich jede Verurteilung, die doch nur eine Entlastung f&#252;r alle anderen bedeutet h&#228;tte.</p>
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		<title>Lasst doch den Bernd da raus!</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Jan 2009 18:32:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paule</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Alle reden vom besetzten Haus in Erfurt, jetzt auch die BILD. Nicht unbedingt wegen der Sache selbst, sondern weil Bernd das Brot entf&#252;hrt wurde. Bernds Papa sagt, Bernd sympathisiere vorrangig mit sich selbst. »Und ich glaube, er z&#246;ge Mieten dem Besetzen vor.« Da Hausbesetzungen in meiner Familie fr&#252;her auch nicht ganz un&#252;blich waren, wei&#223; ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Alle reden vom <a href="http://haendeweg.blogsport.de/" rel="nofollow" title="H&#228;nde weg ..." >besetzten Haus</a> in Erfurt, jetzt <a href="http://www.bild.de/BILD/news/vermischtes/2009/01/23/bernd-das-brot/will-nach-hause.html" rel="nofollow" title="BILD: Bernd das Brot will nach Hause" >auch die BILD</a>. Nicht unbedingt wegen der Sache selbst, sondern weil <a href="http://haendeweg.blogsport.de/2009/01/22/erfurt-bernd-das-brot-entfuehrt/" rel="nofollow" title="Bernd das Brot entf&#252;hrt." >Bernd das Brot entf&#252;hrt wurde</a>. Bernds Papa sagt, <em>Bernd sympathisiere vorrangig mit sich selbst. </em>»<em>Und ich glaube, er z&#246;ge Mieten dem Besetzen vor.</em>« Da Hausbesetzungen in meiner Familie fr&#252;her auch nicht ganz un&#252;blich waren, wei&#223; ich nat&#252;rlich, dass Eltern und Kinder in solchen Angelegenheiten nicht zwangsl&#228;ufig einer Meinung sind. Bernd selbst spricht &#246;ffentlich nicht mehr dar&#252;ber, weil:</p>
<blockquote><p><em>This video is no longer available due to a copyright claim by Mitteldeutscher Rundfunk.</em></p></blockquote>
<p>Copy-, sample-, Wohn- und Nutzungsright &#8211; es ist einfach f&#252;r jeden was dabei! Wird jetzt wieder &#252;ber Aktionsformen und Kommunikationsguerilla debattiert? Nein, denn morgen ist ja Demo und das ist erst einmal wichtiger. Die Polizei rechnet mit einer Eskalation der Gewalt und ohne vollends auf den gut-b&#246;se-Zug aufspringen zu wollen vermute ich mal, dass sie das aus bestimmten Gr&#252;nden am besten wissen wird.</p>
<p>Ich kenne das Haus nicht und wei&#223; auch ehrlich gesagt gar nicht so wirklich, was da getrieben wurde.  Etwas heiser bin ich allerdings noch vom Hamburger Bambule-Herbst 2002 (»BAMM BUH LEH, WOO HOO«) und seit dem auch etwas vorsichtiger mit dem Geschrei. Vielleicht erkl&#228;rt es mir ja noch jemand und ansonsten: Passt alle gut auf euch auf!</p>
<p>&#8230; mit Dank an <a href="http://www.hertzflimmern.net/blog/" rel="nofollow" title="Hertzflimmern (ex. Joa, geht)" >creep</a> f&#252;r den Link zur BILD.</p>
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		<title>Arbeit war gestern</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Jan 2009 10:05:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paule</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Erinnert sich noch jemand an die Abbildungen verschiedener Griffformen, mit denen Negt und Kluge den ersten Band von Geschichte und Eigensinn einleiten? Sie kamen urspr&#252;nglich aus Gieses Psychologie der Arbeitshand, falls das noch irgendjemand kennt. Wie auch immer, colourcritique hat jedenfalls die n&#228;chste Generation gefunden:

Nachtrag: Das meinte ich:

Nach: Giese, Fr., Psychologie der Arbeitshand. Berlin und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Erinnert sich noch jemand an die Abbildungen verschiedener Griffformen, mit denen Negt und Kluge den ersten Band von <em>Geschichte und Eigensinn</em> einleiten? Sie kamen urspr&#252;nglich aus Gieses <em>Psychologie der Arbeitshand</em>, falls das noch irgendjemand kennt. Wie auch immer, <a href="http://www.colourcritique.com/post/72018832/houly-via-superlevel" rel="nofollow" title="Griffformen in der Controllerkunde" >colourcritique hat jedenfalls die n&#228;chste Generation gefunden</a>:</p>
<p style="text-align: justify;"><img class="aligncenter size-full wp-image-1102" title="Griffformen" src="http://karwan-baschi.net/weblog/wp-content/uploads/2009/01/griffformen.jpg" alt="" width="425" height="351" /></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Nachtrag:</strong> Das meinte ich:</p>
<p style="text-align: justify;"><img class="aligncenter size-full wp-image-1117" title="Gieses Griffformen" src="http://karwan-baschi.net/weblog/wp-content/uploads/2009/01/griffformen_giese.jpg" alt="" width="425" height="317" /></p>
<p style="text-align: justify;">Nach: <em>Giese, Fr., Psychologie der Arbeitshand. Berlin und Wien, Urban und Schwarzenberg, 1928, S. 32</em></p>
<p style="text-align: justify;">Negt und Kluge: »Die Grundform der meisten mechanischen Arbeitseigenschaften, die die menschlichen K&#246;rper auszuf&#252;hren verm&#246;gen und die, auf Werkzeuge und Maschinen &#252;bertragen, zwischen den Menschen und die Arbeitsger&#228;te treten, beruht auf der Anwendung <strong>unmittelbarer Gewalt</strong>.«</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Nur aus Spa&#223;</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Jan 2009 14:50:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paule</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wer sich dem antisemitischen Aufmarsch am 2. Januar in Hamburg entgegen gestellt hat, hatte es schnell mit der Polizei zu tun. Einige Antifas mit Israelflagge bekamen neben schwammig formulierten Platzverweisen auch einen dieser Polizistenspr&#252;che um die Ohren, bei denen sich die Frage aufdr&#228;ngt, ob man eigentlich jemals eine Schule besucht haben muss, um in den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Wer sich dem antisemitischen Aufmarsch am 2. Januar in Hamburg entgegen gestellt hat, hatte es schnell mit der Polizei zu tun. Einige Antifas mit Israelflagge bekamen neben schwammig formulierten Platzverweisen auch einen dieser Polizistenspr&#252;che um die Ohren, bei denen sich die Frage aufdr&#228;ngt, ob man eigentlich jemals eine Schule besucht haben muss, um in den Verein einzutreten: »<em>Seid ihr wenigstens Juden oder macht ihr das aus Spa&#223;?</em>«</p>
<p style="text-align: justify;">Ich hatte fr&#252;her &#8211; in zornigeren Zeiten &#8211; gro&#223;e Schwierigkeiten damit, mich in ruhigem Ton mit Menschen zu unterhalten, die allen Ernstes die Vorstellung vertreten haben, die Polizei stehe auf Demonstrationen zwischen zwei gleicherma&#223;en irren Gruppen und sorge dort nach Gewissen, Handbuch und Gesetz f&#252;r Ruhe und Frieden, obwohl sie ja eigentlich waswei&#223;ichnichtwas denken oder f&#252;hlen w&#252;rde. Heute ist es mir  weitestgehend egal, wie der einzelne sich seinen Staat im Privaten ertr&#228;glich quatscht, oder welcher Gang er seine Sympathien ausspricht.</p>
<p style="text-align: justify;">Ein Polizist allerdings, der offen zugibt, politische Auseinandersetzungen nicht von Gel&#228;ndespielen unterscheiden zu k&#246;nnen, w&#228;hrend hinter ihm lautstark und ungehindert die Lust am Judenmord zum Ausdruck gebracht wird, macht mich allerdings immer noch w&#252;tend.</p>
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		<title>Gut gemacht, Antisemiten</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Jan 2009 00:02:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paule</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ulrich Gutmair in seinem bemerkenswerten taz-Artikel Rotes Tuch &#8211; blauer Stern:

»Wer nun den Eindruck bekommen hat, es habe sich bei den Demos um Veranstaltungen gehandelt, bei denen antisemitische Parolen zumindest geduldet waren, der liegt richtig. Es ist auch gut so, dass die Antisemiten in Deutschland marschieren d&#252;rfen, dann wei&#223; wenigstens jeder, woran er ist.«

(Es geht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Ulrich Gutmair in seinem bemerkenswerten <strong>taz</strong>-Artikel <em>Rotes Tuch &#8211; blauer Stern</em>:</p>
<blockquote style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">»<a href="http://www.taz.de/1/leben/alltag/artikel/1/rotes-tuch-blauer-stern" rel="nofollow" title="Rotes Tuch - Blauer Stern in der taz" ><em>Wer nun den Eindruck bekommen hat, es habe sich bei den Demos um Veranstaltungen gehandelt, bei denen antisemitische Parolen zumindest geduldet waren, der liegt richtig. Es ist auch gut so, dass die Antisemiten in Deutschland marschieren d&#252;rfen, dann wei&#223; wenigstens jeder, woran er ist.</em></a>«</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">(Es geht um die polizeilichen Ma&#223;nahmen gegen »Provokateure«, die sich mit Israel-Fahnen zu den »Friedensdemonstrationen« getraut haben. Die Gruselgeschichte muss an dieser Stelle wohl nicht noch einmal nacherz&#228;hlt werden.)</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Nachtrag:</strong> Ok, ich gebe es zu &#8211; <a href="http://www.classless.org/2009/01/16/neues-aus-duisburg/" rel="nofollow" title="Kulla wei&#223; neues aus Duisburg" >Classless hatte die spannendere Geschichte</a>.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Solidarit&#228;t mit Israel</title>
		<link>http://karwan-baschi.net/weblog/2009/01/09/solidaritaet-mit-israel/</link>
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		<pubDate>Fri, 09 Jan 2009 09:37:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paule</dc:creator>
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		<category><![CDATA[kundgebung]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein kurzer Hinweis auf die Solidarit&#228;tskundgebung f&#252;r Israel am Samstag, den 17. Januar (18.00 Uhr) auf dem Ida-Ehre-Platz (M&#246;nckebergstra&#223;e) in Hamburg. Nach all den Gruselveranstaltungen der letzten Tage wird das aber langsam auch Zeit.
Bereits am kommenden Sonntag (11. Januar) l&#228;sst sich in Berlin demonstrieren, was auch ohne »mehr denn je« immer noch richtig und wichtig [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Ein kurzer Hinweis auf die <a href="http://hamburgfuerisrael.wordpress.com/2009/01/06/solidaritat-mit-israel-%E2%80%93%C2%A0-kundgebung-am-1701-in-hamburg/" rel="nofollow" title="Aufruf des B&#252;ndnisses Hamburg f&#252;r Israel" ><strong>Solidarit&#228;tskundgebung f&#252;r Israel am Samstag, den 17. Januar (18.00 Uhr) auf dem Ida-Ehre-Platz (M&#246;nckebergstra&#223;e) in Hamburg</strong></a>. Nach all den Gruselveranstaltungen der letzten Tage wird das aber langsam auch Zeit.</p>
<p style="text-align: justify;">Bereits am kommenden Sonntag (11. Januar) l&#228;sst sich <a href="http://derberliton.de/de/news/latest/support-israel-demo-in-berlin.html" rel="nofollow" title="Aufruf zur Berliner Demonstration" >in Berlin demonstrieren</a>, was auch ohne »mehr denn je« immer noch richtig und wichtig ist: Uneingeschr&#228;nkte Solidarit&#228;t mit dem Staat Israel, seinen Bewohnern und seinen Streitkr&#228;ften, ohne die es erstere l&#228;ngst nicht mehr geben w&#252;rde.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Fight Club, Pomos, Todeslager</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Jan 2009 21:01:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paule</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mir ist nie so ganz klar geworden, was an Finchers Fight Club eigentlich so spannend sein soll. Die Kicks, die der Film mit offensichtlich gigantischer Streuung verteilt hat, haben mein Hirn jedenfalls um ein paar Meter verfehlt, und das obwohl ich damals noch f&#252;r fast jeden zivilisationsfeindlichen Unsinn zu haben gewesen bin, solang er nur [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Mir ist nie so ganz klar geworden, was an Finchers <em>Fight Club</em> eigentlich so spannend sein soll. Die Kicks, die der Film mit offensichtlich gigantischer Streuung verteilt hat, haben mein Hirn jedenfalls um ein paar Meter verfehlt, und das obwohl ich damals noch f&#252;r fast jeden zivilisationsfeindlichen Unsinn zu haben gewesen bin, solang er nur ein klein wenig schlauer als Conan daherkam.</p>
<p style="text-align: justify;">An Chuck Palahniuks B&#252;cher mag ich jedenfalls genau das, was mir am Film  als sehr aufdringlich  und platt erschien: Die kleinen Beobachtungen, Anekdoten und Randbemerkungen, die seine Erz&#228;hlungen zu einer Art <a href="http://www.benschott.com/en/almanac.html" rel="nofollow" title="Ben Schott: Schott's Almanac" ><em>Schott&#8217;s Almanac</em></a> f&#252;r die ganz Fertigen werden lassen. In <em>Die Kolonie</em> (engl. <em>Hauntend</em>) habe ich vorgestern mehr &#252;ber das <a href="http://chuckpalahniuk.net/features/shorts/guts" rel="nofollow" title="Die Kurzgeschichte Guts (Der Vorfall) aus Hautend (Die Kolonie)" >h&#246;chst unerfreulichen Ereignis Prolaps gelernt</a>, als ich je wissen wollte und war wirklich kurz davor, mich zu den <a href="http://www.absinthechamber.com/2008/11/chuck-palahniuks-guts-and-fainting-fits/" rel="nofollow" title="73 Ohnmachten beim H&#246;rgenuss" >73 bekannten Ohnm&#228;chtigen</a> zu gesellen. Wie nahe das Schreckliche und das Lustige beieinander liegen brauche ich wohl niemandem zu erz&#228;hlen. Die Grenzverletzungen, die mir wirklich zu schaffen machen, haben nach dem ersten Schrecken allerdings nichts mehr mich sich umkrempelnden Masturbanten zu tun, sondern einen weitaus ernsteren Hintergrund:</p>
<blockquote style="text-align: justify;"><p><em>[...] und sagt: »So gesehen &#8230;« Sie sagt: »Anne Frank hatte es echt gut.« [...] »Anne Frank«, sagte Genossin Snarky, »musste mit ihrem Buch wenigstens nicht auf Tour gehen. [Seite 15]</em></p></blockquote>
<p style="text-align: justify;">Solche S&#228;tze finden sich in dem Roman nur in direkter Rede oder in Gedichten, die von seinen Protagonisten geschrieben wurden. Sie sind geradezu kleinlich als Ausspr&#252;che der Charaktere zu verstehen. So auch hier:</p>
<blockquote style="text-align: justify;"><p><em>Und Mr. Whittier sagte: »Deshalb hat Moses die St&#228;mme Israels in die W&#252;ste gef&#252;hrt &#8230;« Weil diese Leute seit Generationen in Sklaverei gelebt hatten. Hilflosigkeit war ihnen in Fleisch und Blut &#252;bergegangen. Um aus einer Sklavenrasse eine Herrenrasse zu machen, sagte Mr. Wihittiert, um unterdr&#252;ckten Menschen beizubringen, wie sie ihr Leben selbst in die Hand nehmen konnten, musste Moses ein Arschloch sein. [Seite 55]<br />
</em></p></blockquote>
<p style="text-align: justify;">Die »Herrenrasse« l&#228;sst fast vergessen, dass es sich hier um den gleichen K&#228;se handelt, der sich auch schon durch <em>Fight Club</em> gezogen hat. Hart musste sein und das will gelernt werden &#8211; im besten Fall von Arschl&#246;chern. Das antisemitische Stereotyp vom »Herrenrassen-Juden« versteckt sich in der Botschaft, derer Palahniuk nicht m&#252;de wird. (Und die m&#246;glicherweise doch noch ein wenig komplexer ist, als ich es hier und zig tausend <em>Fight Club</em> Fans anderswo behaupten.)</p>
<blockquote style="text-align: justify;"><p><em>Wir wollten nur gerade lang genug hungern, um zu bekommen, was Genossin Snarky »Todeslager-Wangenknochen« nannte. [Seite 126]</em></p></blockquote>
<p style="text-align: justify;">Um dieses gef&#252;hlte und &#8211; vor allem &#8211; gefakte »Todeslager« geht es <em>Die Kolonie</em>: Einige gescheiterte Schriftsteller finden sich eingesperrt in einem sonderbaren Theater/Lager, wo ihnen nichts anderes bleibt, als endlich ihre Meisterwerke zu schreiben (erinnert ein wenig an die Scheinhinrichtung in <em>Fight Club</em>). Neben den genannten Anspielungen auf die nationalsozialistischen Lager findet sich darin eine Parallelisierung auf den verregneten Sommer 1816, in dem die G&#228;ste Lord Byrons am Genfer See Frankensteins Monster, den modernen Vampir und &#8211; wenn man so will &#8211; die Phantastik erfunden haben.</p>
<blockquote style="text-align: justify;"><p><em>[...] ein Schwarzwei&#223;filmausschnitt: Mr. Whittiers Sch&#228;del ist tapeziert mit marschierenden Soldaten einer Wochenschau. [S. 134]</em></p></blockquote>
<p style="text-align: justify;">Die Wochenschau &#8211; so deutsch wie das Verbrechen, welches hier Andeutung um Andeutung erf&#228;hrt. Irgendwo in dem Buch steht auch, die Deutschen sagten stets »Schadenfreude ist die sch&#246;nste Freude«. Ja, das sagen sie wohl so. Ich habe das Buch noch gar nicht zu Ende gelesen und habe die Deutung, die mittlerweile vermutlich von mir erwartet wird, noch gar nicht anzubieten.</p>
<p style="text-align: justify;">Auch um die Grenzverletzung geht es mir nur am Rande. Wichtig ist mir die Feststellung, dass Palahniuk sehr wahrscheinlich wei&#223;, was er tut, wenn er die Phantastik, sein eigenes Gen&#246;rgel an der Zivilisation und den Antisemitismus (und anders kann man es schlicht nicht mehr nennen, was die »Herrenrasse« und das selbst gemachte Leiden zu Vermarktungszwecken hier mehr als nur andeuten) explizit in  den einen Topf wirft, in dem sie ohnehin schon immer zusammen steckten. Ob ich das nun als Dekonstruktion oder als Reproduktion des Wahns zu lesen habe, liegt an mir allein. So wie auch <em>Fight Club</em> beide Schl&#252;sse zugelassen hat, wird auch von <em>Die Kolonie</em> vorgef&#252;hrt, wie diese postmoderne Beliebigkeit funktionieren kann, von der immer alle reden.</p>
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		<title>Das revolution&#228;re Subjekt klampft wieder</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Jan 2009 18:40:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paule</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In Oldenburg soll es mal einen Nazi gegeben haben, der &#8211; wie die Legende wei&#223; &#8211; folgendes auf seinen Rucksack geschrieben hatte: »Die Indianer haben sich nicht gegen Einwanderer gewehrt. Heute leben sie in Reservaten.« Ob es diesen Spa&#223;vogel wirklich schon gegeben hat, bevor die NPD den Spruch an ihr Zielpublikum verschleudert hat, wei&#223; ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">In Oldenburg soll es mal einen Nazi gegeben haben, der &#8211; wie die Legende wei&#223; &#8211; folgendes auf seinen Rucksack geschrieben hatte: »<em>Die Indianer haben sich nicht gegen Einwanderer gewehrt. Heute leben sie in Reservaten.</em>« Ob es diesen Spa&#223;vogel wirklich schon gegeben hat, bevor <a href="http://www.antifaschistische-nachrichten.de/2008/23/4presse3.shtml" rel="nofollow" title="Antifaschistische Nachrichtigen 23/2008 - Afrika erobert das Wei&#223;e Haus" >die NPD den Spruch an ihr Zielpublikum verschleudert hat</a>, wei&#223; ich nicht. Auf jeden Fall macht die Geschichte Stimmung, wo die altlinken Begeisterung f&#252;r autochthone V&#246;lker im Aufstand noch lange nicht Historie geworden ist. &#220;ber »Istrumentalisierung« habe ich schon Fl&#252;che geh&#246;rt, sogar den l&#228;ngst verschalten  Spruch mit dem Raub »unserer« Codes habe ich schon vernommen.</p>
<p style="text-align: justify;">Dabei sind die Indianer (im Gegensatz zu den weniger greifbaren <em>native americans</em>) schon lange die Freunde aller Deutschen &#8211; auch und gerade derer, die nicht zu »uns« geh&#246;ren. Fr&#252;her sind sie in blutsbr&#252;derlicher Eintracht mit Old Shatterhand durch die Landschaft geritten, sp&#228;ter standen sie uns als Belastungszeugen zur Seite, als es galt den Holocaust auf der ganzen Welt &#8211; nur nicht in Deutschland &#8211; nachzuweisen.</p>
<p style="text-align: justify;">Die tats&#228;chlichen Menschen k&#246;nnen freilich nicht sonderlich viel f&#252;r diese Freundschaft. Nicht einmal dann, wenn sie sich von ihren deutschen Br&#252;dern und Schwestern bejubeln lassen, wie es die (Ethno-)Punkband <a href="http://www.blackfire.net/" rel="nofollow" title="Homepage der Band" ><em>Blackfire</em></a> seit ihrem ersten Konzert auf dem Tanz- und Folkfest in Rudolstadt immer mal wieder tut. Der <a href="http://www.folker.de/200901/08blackfire.htm" rel="nofollow" title="FOLKER &#252;ber Blackfire" >Folker berichtet</a> anl&#228;sslich ihrer Europatournee &#252;ber die Band aus »den sogenannten Vereinigten Staaten«, und l&#228;sst die Musiker einen softcore-v&#246;lkischen Quark palavern, wie es au&#223;erhalb der Folkszene nur ganz spezielle Menschen tun: Ohne Identit&#228;t sei alles nutzlos … vielleicht sogar die Musik, die wie ein Gebet Energien zur Heilung produziere … voller Kraft und Schnelligkeit wie bei einem Pferd, das au&#223;er Kontrolle sei. (Nachzulesen auf den Seiten 22-23 des <em>Folker</em> 01.09, der sp&#228;testens morgen in Bahnhofsbuchhandlung und Musikgesch&#228;ft liegen sollte.)</p>
<p style="text-align: justify;">Im Jahr 2002 waren <em>Blackfire</em> f&#252;r viele Besucher das Highlight auf dem <em>TFF Rudolstadt</em>. Auf zwei Konzerten habe ich vollkommen begeisterte Menschen gesehen, die ansonsten eher weniger Freude an h&#228;rterer Musik haben d&#252;rften. Ein etwas &#252;bermotivierter Konzertbesucher ist sogar noch auf die B&#252;hne geklettert, um die Botschaft der Musiker ins Deutsche zu &#252;bersetzen. Endlich gab wieder einen Kronzeugen gegen die schreckliche Macht der USA abzufeiern; attraktive junge Menschen im Antiglobalisierungslook, fest entschlossen, das Kriegsbeil gegen die Weltmacht zu erheben. Vielleicht werde ich mir sogar ansehen, was sich &#252;ber die Jahre getan hat. In Hamburg vielleicht, wo witzigerweise im <em>Museum f&#252;r V&#246;lkerkunde</em> aufgespielt wird.</p>
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		<title>Konferenz: She Saved the World &#8211; A Lot</title>
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		<pubDate>Sat, 06 Dec 2008 16:57:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paule</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Eine Woche ist sie nun schon her, die Berliner Buffy-Konferenz mit dem Titel &#8216;She Saved the World &#8211; A Lot&#8216;. Zuppi hat bereits berichtet, ansonsten ist es eher still geblieben, obwohl doch recht viele Blogbetexter vor Ort waren. Meine eigene Nachbereitung ist an nicht vorhandenen Mitschriften und der immer noch knappen Zeit gescheitert. Hier jetzt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Eine Woche ist sie nun schon her, die Berliner <a href="http://buffykonferenz.de/" rel="nofollow" title="She Saved the World - A Lot" >Buffy-Konferenz</a> mit dem Titel &#8216;<em>She Saved the World &#8211; A Lot</em>&#8216;. <a href="http://augenzuppler.wordpress.com/2008/11/30/zuppi-im-salon/" rel="nofollow" title="Zuppi im Salon" >Zuppi hat bereits berichtet</a>, ansonsten ist es eher still geblieben, obwohl doch recht viele Blogbetexter vor Ort waren. Meine eigene Nachbereitung ist an nicht vorhandenen Mitschriften und der immer noch knappen Zeit gescheitert. Hier jetzt nur schnell die wenigen Bruchst&#252;cke, die eine leider recht chaotische Woche &#252;berstanden haben:</p>
<p style="text-align: justify;">Im recht gut besuchten Roten Salon der Berliner Volksb&#252;hne gab es f&#252;nf Vortr&#228;ge und eine Podiumsdiskussion &#252;ber <em>Buffy the Vampire Slayer</em>. Soweit ich wei&#223;, sind alle Veranstaltung (inkl. reger Publikumsdiskussionen) mitgeschnitten worden, und sollen &#8211; wie m&#246;glicherweise auch ein Buch zur Veranstaltung &#8211; demn&#228;chst ver&#246;ffentlicht werden. Ich werde mir die Zusammenfassungen aus dem Ged&#228;chtnis darum ersparen, und noch ein wenig bei dem Drumherum bleiben.</p>
<p style="text-align: justify;">Genauer: Bei der Frage, was das eigentlich f&#252;r Leute sind, die so eine Konferenz besuchen. Linke / gesellschaftskritische / kommunistische <em>Buffy</em>fans gr&#246;&#223;tenteils, aber auch andere. In den Diskussionen stellte sich heraus, dass einige Besucher <em>Buffy</em> nur vom Vorbeizappen kannten und eher aus Neugierde gekommen waren. Da die Buffylinke bei ihrem ersten &#246;ffentlichen Treffen darauf verzichtet hat, ein Grundsatzprogramm vorzulegen, bin ich mir allerdings nicht so sicher, ob diese Neugier auch tats&#228;chlich gestillt wurde.</p>
<p style="text-align: justify;">Als das Abschlusspodium aus dem Publikum heraus gefragt wurde, worin der Unterschied zwischen »unserer« <em>Buffy</em>-Rezeption und derjenigen der ideologisch denkenden Massen best&#252;nde, bekam der selbsternannte Nichtb&#252;rger gleich zwei Antworten. Zun&#228;chst gab es eine Entwarnung: Die Zuschauerzahlen der Serie seien genau dann eingebrochen, als es wirklich interessant und kritisch wurde. Die zweite Antwort traf den Punkt dann besser: »Wir« m&#246;gen Buffy aus dem gleichen Grund wie »die«, sind uns gar nicht so un&#228;hnlich und sch&#228;tzen Buffy nicht obwohl es Fernsehen ist, sondern weil es gutes Fernsehen ist.</p>
<p style="text-align: justify;">Soweit die sympathische Positionierung. Man k&#246;nnte fairerweise noch dazu sagen, dass dieses »wir« sich vorher bereits &#252;ber etwas sonderbare Abgerenzungversuche gegen&#252;ber der b&#252;rgerlichen Buffy Studies (die den meisten Menschen wahrscheinlich schon r&#228;tselhaft genug sein werden) eingeschlichen hatte.</p>
<p style="text-align: justify;">Um es kurz zu machen: Es gab verschiedene sehr spannende &#220;berlegungen zu  der Fernsehserie (und ihrer Fortsetzung im Comic), die sich zentral mit der Spaltung der Welt ins Phantastische und den Alltag zwischen Schule, Beruf und Beziehung befasst haben. In welchem Verh&#228;ltnis Monstergepr&#252;gel und kapitalistischer Normalbetrieb zueinander stehen, war die eine Frage &#8211; welche Rolle die Kulturindustrie als (selbst reflektierter) Ursprung dieser Erz&#228;hlung spielt, die zweite.</p>
<p style="text-align: justify;">Es ist schon sonderbar, wie unvollst&#228;ndig so ein Text ohne die obligatorische Entschuldigung f&#252;r (oder meinetwegen auch Erkl&#228;rung der) eigenen Begeisterung f&#252;r <em>Buffy</em> wirkt. Ich belasse es trotzdem erstmal dabei und vertage das Inhaltliche auf den n&#228;chsten Anlass &#8211; auf die Lekt&#252;re des Buches zum Bespiel.</p>
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		<title>Linke Literaturmesse ohne ça ira</title>
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		<pubDate>Mon, 17 Nov 2008 17:06:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paule</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Linke Literaturmesse (N&#252;rnberg) wird in den n&#228;chsten Jahren ohne den ça ira Verlag stattfinden. Laut der Jungen Welt hat die »Mehrheit aller Aussteller« gestern den »klaren Beschlu&#223;« gefasst, ihrem Publikum in Zukunft keine auf dem Nachbartisch ausliegende Bahamas mehr zumuten zu k&#246;nnen. Ob und wie sich die »breite und solidarische Linke« N&#252;rnbergs zu dieser [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Die <em><a href="http://linke-literaturmesse.org/" rel="nofollow" title="Linke Literaturmesse N&#252;rnberg" >Linke Literaturmesse</a></em> (N&#252;rnberg) wird in den n&#228;chsten Jahren ohne den <em><a href="http://www.ca-ira.net/" rel="nofollow" title="ça ira Verlag" >ça ira Verlag</a></em> stattfinden. <a href="http://www.jungewelt.de/2008/11-17/049.php" rel="nofollow" title="Rote Karte f&#252;r »Ça ira«" >Laut der <em>Jungen Welt</em></a> hat die »Mehrheit aller Aussteller« gestern den »klaren Beschlu&#223;« gefasst, ihrem Publikum in Zukunft keine auf dem Nachbartisch ausliegende <a href="http://www.redaktion-bahamas.org" rel="nofollow" title="Zeitschrift Bahamas" ><em>Bahamas</em></a> mehr zumuten zu k&#246;nnen. Ob und wie sich die »breite und solidarische Linke« N&#252;rnbergs zu dieser Entscheidung verh&#228;lt &#8211; wenn sie sich nicht gerade »als undogmatisch versteht«, oder »mit der Linkspartei, der DKP, ATTAC und dem Sozialform[sic] zusammenarbeitet« &#8211; ist noch unklar. Wie der politische Ausschluss in Freiburg bewertet wird, ist ebenfalls noch nirgendwo zu lesen; dass sich der wirtschaftliche Schaden in Grenzen h&#228;lt, bleibt ihnen jedenfalls zu w&#252;nschen.</p>
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		<title>Farewell Bad Blog</title>
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		<pubDate>Thu, 06 Nov 2008 09:36:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paule</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Da stehen jetzt wohl unappetitliche Freudenfeiern ins Haus: Beim Bad Blog ist Schluss. Im letzten Post war von der Androhung rechtlicher Schritte zu lesen, und nun der Abschied:
Freiheit stirbt mit Sicherheit.
Vielen Dank Herr Gensing!
Wir sind raus&#8230;
Bad Blog &#8211; 05.10.08
Es ging irgendwie um Fussball, St. Pauli, Rostock und die Jungle World &#8211; wer es genauer wissen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Da stehen jetzt wohl unappetitliche Freudenfeiern ins Haus: <a href="http://bad-blog.com/" rel="nofollow" title="Bad Blog" >Beim Bad Blog ist Schluss</a>. Im letzten Post war von der Androhung rechtlicher Schritte zu lesen, und nun der Abschied:</p>
<blockquote><p><em>Freiheit stirbt mit Sicherheit.<br />
Vielen Dank Herr Gensing!<br />
Wir sind raus&#8230;</p>
<p>Bad Blog &#8211; 05.10.08</em></p></blockquote>
<p>Es ging irgendwie <a href="http://jungle-world.com/artikel/2008/43/27305.html" rel="nofollow" title="Querfront mit dem Mob - Jungle World" >um Fussball, St. Pauli, Rostock und die Jungle World</a> &#8211; wer es genauer wissen will, muss <a href="http://besserscheitern.wordpress.com/2008/10/25/die-welt-ist-sehr-einfach-von-st-pauli-aus-gesehen-mein-kommentar-zu-martin-schulz-in-der-jungle-world/" rel="nofollow" title="Diskussion, Diskussion" >irgendwo anders</a> recherchieren, wo man sich besser auskennt. Ich sage einfach nur »auf Wiedersehen«, hoffe ganz peacig auf Auss&#246;hnung oder darauf, dass das »weltweit verbreitete Bad Blog-Movement« sich anderswo wieder zu Wort meldet.</p>
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		<title>Der Zombie-Pr&#228;sident</title>
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		<pubDate>Wed, 05 Nov 2008 15:50:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paule</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Obama ist gew&#228;hlt, und alle sind gl&#252;cklich. Ist man Amerikaner und hat man f&#252;r ihn gestimmt, versteht sich die Freude von selbst; ist man jemand anderes, freut man sich wahrscheinlich auf die gro&#223;en Taten, derentwegen Obama von manchen ein »europ&#228;ischer Zombie« geschimpft wurde. Was von dieser Einsch&#228;tzung zu halten ist, kann und will ich an [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Obama ist gew&#228;hlt, und alle sind gl&#252;cklich. Ist man Amerikaner und hat man f&#252;r ihn gestimmt, versteht sich die Freude von selbst; ist man jemand anderes, freut man sich wahrscheinlich auf die gro&#223;en Taten, derentwegen Obama von manchen ein »europ&#228;ischer Zombie« geschimpft wurde. Was von dieser Einsch&#228;tzung zu halten ist, kann und will ich an dieser Stelle nicht beurteilen. Dass wir es  aber tats&#228;chlich mit einem Untoten zu tun haben, murmelt jetzt sogar der Volksmund, der es von Hause aus am besten wissen muss.</p>
<p style="text-align: justify;">Sogar jene, die noch vor wenigen Wochen wussten, dass »der Ami« niemals »einen Schwarzen« w&#228;hlen w&#252;rde, sind irgendwie zufrieden. Gew&#252;nscht hat man es ihm ja, und man ist schlie&#223;lich faktenresistent genug, um sich von einer kleinen Fehleinsch&#228;tzung nicht aus dem Konzept bringen zu lassen. »Die werden ihn umbringen!«, murmelt man jetzt in der nekrophilen Gewissheit, dass die Realit&#228;t schon zurecht biegen wird, was irgendwie anders gelaufen ist. Die Musikerin Ursula Rucker hat es <a href="http://www.taz.de/1/leben/musik/artikel/1/hoert-mal-ich-habe-eine-weisse-oma/" rel="nofollow" title="H&#246;rt mal, ich habe eine wei&#223;e Oma" >am Montag in der TAZ</a> vorgemacht, heute wusste man sogar schon im Bus und in der Mensa Bescheid.</p>
<p style="text-align: justify;">Aber Totgesagte regieren l&#228;nger, wie es so sch&#246;n und &#228;hnlich hei&#223;t. Warten wir einfach ab, was es in den n&#228;chsten Monaten dann &#252;ber die Politik zu schreiben gilt. Was so lange bleibt: Freude vielleicht, oder was anderes.</p>
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		<title>Der Zigeuner-Tatort</title>
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		<pubDate>Mon, 20 Oct 2008 13:20:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paule</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Trotz Marcel Reich-Ranickis sympathischen Ausfalls gibt es immer noch deutsches Fernsehen. Weniger niveaulos ist es auch nicht geworden, seit er die »Banalit&#228;t« (wie er seine Kritik selbst nennt) ausgesprochen und bekr&#228;ftigt hat. Argumente bringt und braucht er nicht, wo sich doch im Grunde alle einig sind und lediglich &#252;ber die marktwirtschaftliche Unm&#246;glichkeit der Alternative gestritten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Trotz Marcel Reich-Ranickis sympathischen Ausfalls gibt es immer noch deutsches Fernsehen. Weniger niveaulos ist es auch nicht geworden, seit er die »Banalit&#228;t« (wie er seine Kritik selbst nennt) ausgesprochen und <a href="http://www.zdf.de/ZDFmediathek/content/611184?inPopup=true" rel="nofollow" title="ZDF-Mediathek: Aus gegebenem Anlass" >bekr&#228;ftigt</a> hat. Argumente bringt und braucht er nicht, wo sich doch im Grunde alle einig sind und lediglich &#252;ber die marktwirtschaftliche Unm&#246;glichkeit der Alternative gestritten wird. Man kann das alles schade finden, oder es lassen. Mir pers&#246;nlich sind Atze Schr&#246;ders herzlich egal, auch wenn mich ihre Fans zugegebenerma&#223;en gruseln. Weitaus kritikw&#252;rdiger scheint mir dann aber eine Fernsehkultur  zu sein, in der man wissend mit Reich-Ranicki den Kopf sch&#252;ttelt, bevor man beruhigten Gewissens den <em><a href="http://www.daserste.de/tatort/" rel="nofollow" title="Offizielle Seite des 'Tatort'" >Tatort</a></em> einschaltet.</p>
<p style="text-align: justify;">Gestern Abend lief auf dem Sendeplatz, an dem sich <a href="http://www.redaktion-bahamas.org/aktuell/Vortrag-25-1-08.htm" rel="nofollow" title="Justus Wertm&#252;ller: Auf der Suche nach Schutz" >laut Justus Wertm&#252;ller</a> »die Nation ausspricht«, wo alles »verhandelt und bewertet (wird), was die Nation bewegen sollte.«, die neue Folge <em>Brandmal</em> &#8211; der ausdr&#252;ckliche Versuch, die Vorurteile gegen&#252;ber Sinti und Roma zu thematisieren. Der gute Gedanke kam von Rudolf Sark&#246;zi, einem exponierten Sprecher der Roma &#214;sterreichs, verbockt hat es die ARD dann aber  ganz ohne fremde Hilfe.</p>
<p style="text-align: justify;">Eine Frau wird in ihrer K&#246;lner Wohnung Opfer einer Brandstiftung, und die Kommissare Schenk und Ballauf ermitteln zun&#228;chst anhand einiger Indizien gegen die Bewohner des benachbarten Heimes f&#252;r  vor&#252;bergehend geduldete Roma. Dass deren T&#228;terschaft in einem geradezu panisch auf Political Correctness bedachten Fernsehfilm ausgeschlossen werden kann, d&#252;rfte selbst dem naivsten Krimigucker klar sein. Auch wenn sich die »Thematisierung von Vorurteilen« letztlich dann doch in dieser Unschuld ersch&#246;pft, werden dem Mitratenden immerhin recht z&#252;gig ernsthafte Verd&#228;chtige geboten. Da gibt es eine rechtsradikale Initiative besorgter Anwohner, den eifers&#252;chtigen Freund der Toten und einen Kommissar, der das verd&#228;chtige »Klau-Kid« bereits kennt und sich schlie&#223;lich selbst als perfekt assimilierter Rom und &#8211; zu allem &#220;berfluss &#8211; als geheimer Liebhaber der Toten entpuppt.</p>
<p style="text-align: justify;">Vor diesem Hintergrund wird eine Kriminalgeschichte entwickelt, die so derma&#223;en langweilig ist, dass sich der Verdacht aufdr&#228;ngt, man wollte ja nicht mittels Spannung von den sozialen Fragestellungen ablenken, um die es eigentlich geht. Die offensichtlichste Botschaft ist dabei eher unbeabsichtigt in die Dramaturgie gerutscht: Romakinder klauen, obwohl sie es doch eigentlich besser wissen m&#252;ssten, z&#252;nden aber ganz bestimmt keine Menschen an. Dass der <em>Zentralrat deutscher Sinti und Roma</em> <a href="http://nachrichten.rp-online.de/article/panorama/Streit-um-Roma-Tatort/17348" rel="nofollow" title="RP online: Streit um &quot;Roma-Tatort&quot;" >die Ausstrahlung der Folge im Vorfeld verhindern wollte</a>, &#252;berrascht da wenig. Das ist schlechte Presse f&#252;r ein Filmteam, das doch eigentlich alles richtig machen wollte. Letztlich unterstreicht das Skand&#228;lchen aber den diskursiven Touch, um den man sich augenscheinlich sehr bem&#252;ht hat.</p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">Da sind zum einen die beiden Kommissare. Der dicke Schenk bietet angebildeten Toleranzmenschen die Reibungsfl&#228;che, an der er sich vorm Heia machen abarbeiten kann; bl&#246;kt da vom »gesunden Menschenverstand«, singt »lustig ist das Zigeunerleben« oder hilft tatkr&#228;ftig bei der Zwangsma&#223;nahme R&#246;ntgen zur Feststellung des Alters. Dagegen der kluge Ballauf, der das unn&#246;tige Anlegen von Handschellen kritisiert, sich intuitiv auf die Seite der beschuldigten Romni schl&#228;gt und die Polizei  somit wieder aus der Schusslinie nimmt &#8211; B&#252;hne frei f&#252;r den kritischen Dialog mit der Gesellschaft. Was man <a href="http://www.focus.de/kultur/kino_tv/focus-fernsehclub/tatort-brandmal-vorurteil-unschuldig_aid_341294.html" rel="nofollow" title="FOCUS: Vorurteil unschuldig" >beim Focus »gewitztes Spiel mit den Klischees« nennt</a>, ist der Gipfel dieses durchschaubaren Possenspiels. Die inszenierten Verdachtsmomente gegen den Kollegen von der Klaukids-Abteilung erscheinen parallel zur Offenbarung seiner ethnischen Herkunft, der dar&#252;ber die erz&#228;hlerische Bedeutsamkeit verliehen wird. Sp&#228;ter wieder unschuldig, offenbart er dem Zuschauer, wie man ihn gerade an der Nase herum gef&#252;hrt hat: »Schon klar, die Rache des Zigeuners. Man wei&#223; schlie&#223;lich wie unsereins reagiert.«</p>
<p style="text-align: justify;">Das gemeingef&#228;hrliche Ressentiment zu reproduzieren, um es dann mit »&#196;tscheb&#228;tsche, falsch geraten« zu negieren, ist keine Dekonstruktion und schon gar kein »gewitztes Spiel«. Es ist der unterhaltungskonforme Appell an das rassistische Alltagswissen bei gleichzeitigem Umschmeicheln des sozialkritischen Bildungsb&#252;rgers. Der politische Hintergrund der von Abschiebung bedrohten Roma ist &#252;brigens der Kosovokrieg und damit ein Leid, das den deutschen Zuschauer in besonderem Ma&#223;e anspricht: Man erinnert sich noch gut an »unsere Jungs«, die schon einmal f&#252;r Menschenrecht und v&#246;lkische Vielfalt ins Felde zogen. Man ahnt auch, dass dort ein uneingel&#246;stes Versprechen im Raume steht, das nach einem moralisch gefestigten Deutschland verlangt; sinnbildlich gemacht in der sexuellen Unterwerfung des unschuldigen M&#228;dchens vor ihrem Retter Ballauf: »Bist Du eigentlich verheiratet? Hast Du Geld? Wenn Du mich heiratest, dann kann ich in Deutschland bleiben. Ich kost&#8217; auch nicht&#8217; viel &#8211; h&#246;chstens  20.000. Vielleicht kost&#8217; ich auch nichts, weil Du es bist.«</p>
<p style="text-align: justify;">Mit Reich-Ranicki k&#246;nnte man abschlie&#223;end festhalten: »Das ist alles falsch, schlecht und &#252;bel!«. Man sollte dar&#252;ber aber nicht vergessen, den Apologeten des &#246;ffentlich-rechtlichen Niveaus zu empfehlen, wirklich mal hinzugucken, wenn die Schei&#223;e l&#228;uft.</p>
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		<title>Sing along with the common people</title>
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		<pubDate>Mon, 06 Oct 2008 15:00:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paule</dc:creator>
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		<category><![CDATA[gegenstandpunkt]]></category>
		<category><![CDATA[marxismus]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich habe mit den Redakteuren der Zeitschrift &#8216;Gegenstandpunkt&#8216; zweierlei gemein: Erstens halte ich mich gelegentlich auf Veranstaltungen der Bewegungslinken auf, ohne wirklich dazu zu geh&#246;ren; und zweitens habe ich oft das Bed&#252;rfnis, meine linken Diskussionspartner auf verpasste Grunds&#228;tzlichkeiten hinzuweisen.
Von den zahllosen Unterschieden interessiert hier vorerst nur ein einziger: Ich habe weniger Fans. W&#228;re das anders, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe mit den Redakteuren der Zeitschrift &#8216;<em>Gegenstandpunkt</em>&#8216; zweierlei gemein: Erstens halte ich mich gelegentlich auf Veranstaltungen der Bewegungslinken auf, ohne wirklich dazu zu geh&#246;ren; und zweitens habe ich oft das Bed&#252;rfnis, meine linken Diskussionspartner auf verpasste Grunds&#228;tzlichkeiten hinzuweisen.</p>
<p>Von den zahllosen Unterschieden interessiert hier vorerst nur ein einziger: Ich habe weniger Fans. W&#228;re das anders, k&#246;nnte es durchaus passieren, dass auch ich irgendwann auf Podien geladen werde, um den ewig gleichen Sermon in selbstherrlicher Mission zu fabulieren. Vielleicht w&#252;rde ich ebenfalls auf kindgerecht formulierte Diskussionsregeln schei&#223;en, wenn ich daf&#252;r den Applaus von selbstbewusst und redegewandt erscheinenden Zuh&#246;rern bek&#228;me. Ich nehme also gar nicht f&#252;r mich in Anspruch, ein besserer Mensch zu sein. Unter anderen Umst&#228;nden m&#252;sste ich mich vielleicht auch ein Arschloch schimpfen lassen, doch die Verh&#228;ltnisse, die sind nicht so &#8211; um es mit Brecht zu sagen.</p>
<p>Aber vielleicht sollte ich lieber zum Gegenstand reden, wie es immer so sch&#246;n hei&#223;t; allgemein verst&#228;ndlich erkl&#228;ren, wie das alles funktioniert. Und wenn ich »alles« sage, meine ich das heute auch so. Den Kapitalismus, den Faschismus, die Sauerei und die Wahrheit soll man schlie&#223;lich nicht verschleiern &#8211; sonst w&#228;re man ja bl&#246;de. Also, wie geht Gegenstandpunkt?</p>
<p>Der Anfang ist ganz leicht: Eins und eins machen zwei, wer von drei anf&#228;ngt, hat verloren. Ist der Diskussionspartner eine Frau, ist das Ding schon im Kasten. Wir nennen sie »M&#228;del«, bezeichnen sie als »hysterisch« und erkl&#228;ren dem Publikum, dass ihre »Geschmacksfragen« zwar niedlich sind, aber nichts mit der Sache zu tun haben. Die meisten werden das schnell begreifen und ansonsten entschuldigen wir uns eben. Wir sind schlie&#223;lich bereit, die Wahrheit auch unter den Bedingungen der Mimosen zu vertreten. Gesagt ist gesagt, die Alte eingesch&#252;chtert (oder als Emanze entlarvt) und die Macker vor der B&#252;hne auf unserer Seite. Keine Angst vor einer Entschuldigung &#8211; die macht uns nichts kaputt!</p>
<p>Reden wir mit M&#228;nnern, sollten wir vorsichtshalber auf Stichworte warten. Schimpft man uns »Seminarmarxisten« sollten wir reagieren, denn das sind wir tats&#228;chlich nicht. Zur Erinnerung: Eins und eins macht zwei! Seminarmarxisten sprechen immer auch &#252;ber drei, und manche verschleiern sogar den Gegenstand, indem sie die Addition selbst zum Thema machen. Wenn das einer tut, lassen wir ihn quatschen. Irgendwann wird er schon wieder mit Einsen anfangen und dann kommt unsere Zeit. Andere Ansatzpunkte sind »K&#228;mpfe um Rechte« (sind immer nur der affirmative Ruf nach staatlicher Gewalt), »Antiamerikanismus« (Wer davon anf&#228;ngt, ist Helfershelfer der Falschen, obwohl er damit recht hat, dass unser Konkurrenzprodukt ebenfalls eine Sauerei ist.), »Antisemitismus« (ist doch nur der marginale Versuch einer Krisenl&#246;sung, der verschwindet, wenn die V&#246;lker das mit der zwei begriffen haben) oder »Sexismus« (Wir haben uns doch schon entschuldigt!).</p>
<p>Im Umgang mit Antideutschen m&#252;ssen wir ein bisschen vorsichtiger sein. Von denen werden uns nur wenige den Gefallen tun, uns bewegungspolitische Reizw&#246;rter zu geben. (Tun sie es doch, haben wir Gl&#252;ck und k&#246;nnen ihnen Kriegstreiberei vorwerfen.) Wir warten auf den b&#252;rgerlichen bis-f&#252;nf-Z&#228;hler Adorno, psychoanalytische Sp&#246;kenkiekerei oder was mit Israel.</p>
<p>Haben wir unser Stichwort, muss das Ding nur noch eingelocht werden. Wir sagen:</p>
<ul>
<li>»Es ist ja leider so, dass keiner mehr wissen will, &#8230;« (Gegen Zahlen &#252;ber zwei.)</li>
<li>»Bring doch mal ein einziges Argument!« (Gegen Additions-Theoretiker.)</li>
<li>»Du wirst doch nicht ernsthaft behaupten wollen, dass &#8230;« (Kommt immer gut.)</li>
</ul>
<p>Was wir dann im Einzelfall sagen, ist nicht weiter wichtig. Mehr als gesunden Menschenverstand brauchen wir nicht, um eine treffliche Analyse (1+1=2) eines jeden Gegenstandes (wir k&#246;nnen jedes Hauptwort in der ersten Ableitung unter »Kapitalismus« erfassen) zu bringen. Was die anderen sagen, ist damit schon vom Tisch, weil sie den Gegenstand entweder verfehlt haben oder Antimaterialismus machen (Tuw&#246;rter brauchen wir nicht). Ist doch ganz einfach, oder etwa nicht?</p>
<p>Wer das noch nicht verstanden hat, oder sich trotzdem mit den so genannten Inhalten besch&#228;ftigen m&#246;chte, kann sich auch zu Hause anh&#246;ren, wie <em>die Sau rauslassen</em> geht. Bei der Konferenz <a href="http://september.web-republic.de/September/wordpress/?page_id=280" rel="nofollow" title="Mitschnitte der Konferenz 'Feel the Difference'" >Feel the Difference</a>, dem <a href="http://www.archive.org/details/ugkongress_20071208_recht" rel="nofollow" title="Diskussion mit Peter Decker" >Ums Ganze Kongress</a> und einer <a href="http://www.archive.org/details/faschismusanalyse" rel="nofollow" title="Veranstaltung zur Faschismusanalyse" >Veranstaltung zur Faschismusanalyse</a> wurde das nicht nur vorgemacht, sondern auch aufgenommen.</p>
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		<title>Lesen gegen Deutschland</title>
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		<pubDate>Tue, 23 Sep 2008 17:08:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paule</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<description><![CDATA[Morgen fr&#252;h fahre ich zu den freundlichen Menschen aus Hamburg und abends dann weiter zur &#8216;Szenischen Lesung gegen Deutschland&#8216; in den Golden Pudel Club:
»Deutschland in seinen eigenen Worten« ist der Untertitel eines Textes von 1991. Namhafte deutsche Unternehmen, die Zwangsarbeiter_innen aus dem KZ Neuengamme besch&#228;ftigt hatten, waren um Geld f&#252;r den Ausbau der KZ-Gedenkst&#228;tte Neuengamme [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Morgen fr&#252;h fahre ich zu den freundlichen Menschen aus Hamburg und abends dann weiter zur &#8216;<em><a href="http://gegen0310.wordpress.com/2008/09/11/szenische-lesung-gegen-deutschland/" rel="nofollow" title="Die 'Szenische Lesung' und mehr Termine ..." >Szenischen Lesung gegen Deutschland</a></em>&#8216; in den <a href="http://www.pudel.com/" rel="nofollow" title="Golden Pudel Club" >Golden Pudel Club</a>:</p>
<blockquote><p><em>»Deutschland in seinen eigenen Worten« ist der Untertitel eines Textes von 1991. Namhafte deutsche Unternehmen, die Zwangsarbeiter_innen aus dem KZ Neuengamme besch&#228;ftigt hatten, waren um Geld f&#252;r den Ausbau der KZ-Gedenkst&#228;tte Neuengamme gebeten worden. Der Text zitiert und analysiert die Antwortschreiben und zeigt dabei die grauenhafte Fratze des »wiedervereinigten« Deutschlands auf, wo mensch »wieder wer ist« und daher alle Erinnerung an den Holocaust verhindern muss. Der zynische und polemische Text soll in netter Athmosph&#228;re verlesen und anschlie&#223;end diskutiert werden.«</em></p></blockquote>
<p>Organisiert wird die Veranstaltung von der Gruppe <em>souslaplage</em>, die im Gegensatz zu mir sicher wei&#223;, wie man sich diese »nette Athmosph&#228;re« vorzustellen hat. Wer in Hamburg ist, oder das irgendwie einrichten kann, soll sich da ruhig mal blicken lassen. Losgehen wird es um 20.00 Uhr.</p>
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		<title>Der unbekannte Polizist</title>
		<link>http://karwan-baschi.net/weblog/2008/09/12/der-unbekannte-polizist/</link>
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		<pubDate>Fri, 12 Sep 2008 00:16:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paule</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Dass der Besuch einer Antifa-Demo ein gewisses Risiko f&#252;r das leibliche Wohl darstellt, wird wohl niemand ernsthaft bestreiten. Dass immer wieder auch die, in linker Man&#246;verkritik etwas &#252;berstrapazierten, »gewaltfrei Protestierenden« durch den Einsatz von Polizeibeamten zu Schaden kommen, schon eher. Diese Zweifel haben allerdings nur eine geringe Lebenserwartung. Sp&#228;testens, wenn sich das Ereignis im n&#228;chsten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dass der Besuch einer Antifa-Demo ein gewisses Risiko f&#252;r das leibliche Wohl darstellt, wird wohl niemand ernsthaft bestreiten. Dass immer wieder auch die, in linker Man&#246;verkritik etwas &#252;berstrapazierten, »gewaltfrei Protestierenden« durch den Einsatz von Polizeibeamten zu Schaden kommen, schon eher. Diese Zweifel haben allerdings nur eine geringe Lebenserwartung. Sp&#228;testens, wenn sich das Ereignis im n&#228;chsten Jahr in Zeitgeschichte verwandelt hat, werden Fehler einger&#228;umt und irgendwelche Konsequenzen gezogen, die dann wiederum helfen, die n&#228;chste Pr&#252;gelei zu erkl&#228;ren: »<em>Damals &#8211; ja! Aber heute gibt es doch so Deeskalationsprogramme.</em>«</p>
<p>Dieses Spielchen ist so derma&#223;en bescheuert, dass es kaum noch jemanden gibt, der noch Lust darauf h&#228;tte. Die Linken wissen, worauf sie sich einlassen (auch wenn sie das aus guten Gr&#252;nden nur selten zugeben), der linksliberale B&#252;rger hat es l&#228;ngst in der taz oder der S&#252;ddeutschen gelesen, und selbst das Fernsehen hat immer mal wieder auch zeitgen&#246;ssische Polizeikritik im Angebot. Kurzum: Keiner ist mehr wirklich &#252;berrascht, wenn was passiert &#8211; die einzig spannende Frage bleibt, ob der einzelne Kommentator das »Einzelfall« &#8211; Wort benutzt, oder gleich in die Vollen geht. Soweit die Spielregeln.</p>
<p>Trotz oder wegen dieser allgemeinen &#220;bereinkunft, klingt ein Polizist, der mit dem Messer auf Demonstranten einsticht, im ersten Moment nach einer Gruselgeschichte, die junge Antifas am Abend ihren Eltern erz&#228;hlen. Tats&#228;chlich ist die Geschichte, die sich am 5. Juli in Oldenburg ereignet haben soll, inzwischen auch bundesweit erz&#228;hlt worden und hat sogar eine Art Nachspiel gehabt: <a href="http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/62353/1254980/polizeidirektion_oldenburg/" rel="nofollow" title="Pressetext der Polizei" >Die »aus Objektivit&#228;tsgr&#252;nden« eingeschaltete Polizeiispektion Diepholz hat postwendend Entwarnung gegeben und die Vorw&#252;rfe als »v&#246;llig unberechtigt« zur&#252;ck gewiesen.</a> Die Oldenburger Rechtshilfe hat nun <a href="http://www.alhambra.de/rechtshilfe/" rel="nofollow" title="Oldenburger Rechtshilfe" >einen eigenen Bericht</a> ver&#246;ffentlicht, der zu einem anderen Ergebnis kommt.</p>
<p>Ich wei&#223; nicht, was auf dieser Demonstration passiert ist. Solche S&#228;tze klingen beunruhigend: »<a href="http://www.taz.de/regional/nord/nord-aktuell/artikel/?dig=2008%2F08%2F16%2Fa0073&amp;cHash=b9e23c608b" rel="nofollow" title="TAZl: Messerstich-Vorwurf weiter ungekl&#228;rt" ><em>Ein Pathologe des Instituts f&#252;r Rechtsmedizin am Klinikum Bremen-Mitte hat ihre Wunde am 7. Juli untersucht und fotografiert. Auf Anfrage teilte das Institut jedoch mit, die Polizei habe untersagt, Ausk&#252;nfte &#252;ber das Untersuchungsergebnis zu erteilen.</em></a>«. Solche Bilder machen es nicht besser:</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-579" title="wunde" src="http://karwan-baschi.net/weblog/wp-content/uploads/2008/09/wunde.jpg" alt="" width="425" height="257" /></p>
<p><em>Abbildung aus dem <a href="http://www.alhambra.de/rechtshilfe/Untersuchungsbericht-zum-Naziaufmarsch-5-7-08-in-Oldenburg.pdf" rel="nofollow" title="Der Bericht des Rechtshilfe Oldenburg" >Bericht der Rechtshilfe OL</a>.</em></p>
<p>Der Satz mag mit »laufenden Verfahren« oder &#228;hnlichem Juristenkrams zu tun haben, und das Bild zeigt eine Narbe &#8211; keinen Tathergang. Trotzdem bleiben Zweifel und eine unsch&#246;ne Situation, in der scheinbar jeder mehr wei&#223;, als er wissen kann. Gegen die verletzte Sanit&#228;terin wird nun wegen »Vort&#228;uschung einer Straftat« ermittelt und ich hoffe, dass sie die Unterst&#252;tzung bekommt, die sie braucht. Bleibt noch der unbekannte Polizist, der vielleicht zu Unrecht beschuldigt wurde, aber zu dem f&#228;llt mir nicht viel ein.</p>
<p>Mir f&#228;llt insgesamt nicht mehr viel dazu ein. Nicht einmal die eigene Affiziertheit bekomme ich anst&#228;ndig reflektiert. Ich lasse es trotzdem so stehen.</p>
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		<title>Call for Papers (im Duett)</title>
		<link>http://karwan-baschi.net/weblog/2008/09/04/call-for-papers-im-duett/</link>
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		<pubDate>Thu, 04 Sep 2008 10:06:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paule</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<category><![CDATA[hartz iv]]></category>
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		<description><![CDATA[Wer hier die Comments im Blick hat, der wei&#223; es schon &#8211; wer Nichtidentisches liest, sowieso. An alle anderen: Wir machen uns seit ein paar Wochen Gedanken &#252;ber kooperatives Bloggen gegen Hartz IV und die »Kontinuit&#228;t deutscher Krisenbew&#228;ltigung«. Inzwischen hat sich der Gedanke durchgesetzt, die Debatte gleich zu Anfang auf eine m&#246;glichst breite Basis von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer hier die Comments im Blick hat, der wei&#223; es schon &#8211; wer <em><a href="http://nichtidentisches.wordpress.com/" rel="nofollow" title="Nichtidentisches" >Nichtidentisches</a></em> liest, sowieso. An alle anderen: Wir machen uns seit ein paar Wochen Gedanken &#252;ber kooperatives Bloggen gegen Hartz IV und die »<a href="http://www.redaktion-bahamas.org/auswahl/web45-1.htm" rel="nofollow" title="Redaktion Bahamas: Verstaatlichung der Arbeitskraft" ><em>Kontinuit&#228;t deutscher Krisenbew&#228;ltigung</em></a>«. Inzwischen hat sich der Gedanke durchgesetzt, die Debatte gleich zu Anfang auf eine m&#246;glichst breite Basis von formvollendeter Widerspr&#252;cklichkeit zu stellen. Hier noch einmal der Aufruf des gesch&#228;tzten Nachbarbloggers und »Genossen auf Zeit«:</p>
<p><strong><a href="http://nichtidentisches.wordpress.com/2008/08/29/call-for-papers/" rel="nofollow" title="Call for Papers / nichtidentisches" >Call for Papers</a>:</strong></p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong></strong><em>F&#252;r eine konzertierte Aktion werden noch BloggerInnen gesucht, die sich auf vielf&#228;ltige Weise Gedanken zu Hartz-IV, ALG-II, 1-Euro-Jobs oder Sozialsystemen &#252;berhaupt machen wollen. Die Beitr&#228;ge k&#246;nnen von literarischen Kurzgeschichten, satirische Hiebe nach allen Seiten &#252;ber k&#252;nstlerische Darstellung, Comics, T-Shirt-Entw&#252;rfe bis hin zu ausformulierten Analysen des totalen Verblendungszusammenhangs oder auch nur eines Forumsthreads reichen. Es geht dabei nicht darum, theoretische Einstimmigkeit zu verbreiten, sondern vielmehr eine verwirrte Debatte weiter zu verwirren, die Widerspr&#252;che auf die Spitze zu treiben und letztlich gerne auch mal ganz individuellen Frust abzulassen. Eine Zensur findet nicht statt, lediglich ein Aussortieren allzu &#252;bler Gesinnungen, mit denen man sich nicht gemein machen m&#246;chte. Alle Beitr&#228;ge werden am gleichen Tag gepostet, eine jeweils nach- oder vorzuordnende Linkliste soll alle Beitr&#228;ge zum interaktiven Online-Reader machen.</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Vorschl&#228;ge k&#246;nnen an nichtidentisches@[l&#246;schmich]web.de gesandt werden.</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Ungef&#228;hrer Redaktionsschluss ist der 21.9.2008, Beitr&#228;ge bitte so zeitnah wie m&#246;glich anmelden.</em></p>
<h6>DIVIDED WE STAND, UNITED WE FALL!</h6>
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		<title>Drei mittelgro&#223;e Fragen</title>
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		<pubDate>Wed, 20 Aug 2008 12:55:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paule</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alles]]></category>
		<category><![CDATA[Erzählungen]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Sachen machen]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[antifa]]></category>
		<category><![CDATA[arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[blogging]]></category>
		<category><![CDATA[fiction]]></category>

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		<description><![CDATA[1. Fahre ich nun zur Antifa Konferenz nach K&#246;ln? Spannend k&#246;nnte es werden, schlimm wird zwischenzeitlich hingegen ganz sicher &#8211; vielleicht erst einmal abwarten, wer noch so alles ausgeladen wird. &#8230;
2. Wie viel sch&#228;bige Kompromissbereitschaft braucht man heutzutage eigentlich f&#252;r eine (Neben-)Jobsuche? Braucht zuf&#228;llig noch jemand einen Hilfsarbeiter?
3. Wie frech ist Jakob eigentlich? Kaum habe [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>1. Fahre ich nun zur <a href="http://september.web-republic.de/September/wordpress/?page_id=69" rel="nofollow" title="Konferenz im September" >Antifa Konferenz</a> nach K&#246;ln?</strong> Spannend k&#246;nnte es werden, schlimm wird zwischenzeitlich hingegen ganz sicher &#8211; vielleicht erst einmal abwarten, wer <a href="http://hedonistischemitte.blogsport.de/" rel="nofollow" title="Hartmut Krauss ist raus." >noch so alles ausgeladen wird</a>. &#8230;</p>
<p><strong>2. Wie viel sch&#228;bige Kompromissbereitschaft braucht man heutzutage eigentlich f&#252;r eine (Neben-)Jobsuche?</strong> Braucht zuf&#228;llig noch jemand einen Hilfsarbeiter?</p>
<p><strong>3. Wie frech ist Jakob eigentlich?</strong> Kaum habe ich es auch nur ansatzweise verschmerzt, <a href="http://jakob.blogsport.de/2008/08/18/update-von-faulen-fuer-faule" rel="nofollow" title="Jakob hat keine Zeit mehr f&#252;r sein Blog" >sein Blog an die Lohnarbeit verloren zu haben</a>, da taucht er schon wieder auf und <a href="http://jakob.blogsport.de/2008/08/18/eine-bessere-entschuldigung" rel="nofollow" title="Jakob schiebt die Schuld auf Robin Hobb" >tritt noch einmal kr&#228;ftig nach</a>. Sein Stiefel hei&#223;t &#8216;<em><a href="http://robinhobb.com/rant.html" rel="nofollow" title="'Vampires of the Internet' von Robin Hobb " >Vampires of the Internet</a></em>&#8216; und  wurde von Robin Hobb (vielleicht bekannt als Autorin der &#8216;<em><a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Liveship_Traders_Trilogy" rel="nofollow" title="Liveship Traders in der Wikipedia" >Liveship Traders Trilogy</a></em>&#8216;) geschustert. Schuld an der allgemeinen Schreibf&#228;ule seien weder Wetter noch &#246;konomischer Zwang, sondern der Blogvampir.  Der sitzt da n&#228;mlich fies und fett im Internet und lutscht hilflosen K&#252;nstlern die Kreativit&#228;t aus den Fingern. Es gibt aber keinen Grund zur Panik! Frau Hobb ist zum Gl&#252;ck immer noch kreativ und hat sich dieses Schreckgespenst nat&#252;rlich nur ausgedacht. Eigentlich geht es ja auch um etwas anderes:</p>
<blockquote><p>»<em>Ah, my writer friend. It is harsh but it must be said. Compared to the studied seduction of the novel, blogging is literary pole dancing. Anyone can stand naked in the window of the public’s eye, anyone can twitch and writhe and emote over the package that was not delivered, the dinner that burned, the friend who forgot your birthday. That is not fiction. That is life, and we all have one. Blogging condemns us to live everyone else’s tedious day as well as our own.</em>«</p></blockquote>
<p>Fiction, fiction, pumpiction; oder auch: &#8216;<em>Wie gut, dass ich kein K&#252;nstler bin!</em>&#8216;</p>
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