Archiv für die Kategorie 'Sachen machen'

1000 Blank White Cards

Samstag, 10. Oktober 2009

Seit nunmehr knapp zehn Minuten scheitere ich daran, eine Einleitung zu formulieren, die ohne Magic: The Gathering auskommt. Es klappt nicht. Wer in den 90ern zur Schule gegangen ist und wenigstens zwei Nerds in seiner Umgebung hatte, kennt das Spiel wenigstens vom Sehen. Es ging dabei um bunte Karten, Tauscherei und immer wieder irgendwas mit »Manakosten«. Ich habe selbstverständlich auch gespielt und wieder damit aufgehört, bevor ich merken konnte, wie genial das Spiel tatsächlich ist. Dafür musste es dann erst das Internet und die Turnierszene geben, wo bedeutend wahnsinnigere Leute als ich mir vorführen konnten, was ich damals alles hätte tun können, wenn ich es nur besser kapiert hätte. Dafür bin ich mit geschätzten Kosten um die 300 Mark noch recht glimpflich davon gekommen …

Erzählen wollte ich aber eigentlich von einem anderen Spiel – von 1000 Blank White Cards. Im Grund funktioniert es wie ein gewöhnliches Trading Card Game, nur dass sämtliche Karten unmittelbar vor und während des Spiel selbst geschrieben werden. Das Spiel selbst gibt es in ungezählten Varianten. Hier die Discordian Intelligence Agency Edition als Beispiel.

Es kann nur einen geben

Es kann nur einen geben

Der Witz an der Sache liegt aber weniger in einzelnen – mehr oder weniger gelungenen – Karten, sondern vielmehr in der Möglichkeit, die Regeln während des Spiels über den Haufen zu werfen. Anstatt taktisch im Rahmen des Gegebenen herumzuwurschteln, wird dieser direkt angegangen und bei Missfallen über den Haufen geworfen. Den Spruch mit dem Kuchen und der Bäckerei verkneife ich mir an dieser Stelle.

Final Girl

Final Girl

Die Partie war jedenfalls ein interessantes Erlebnis – auch über spaßige Referenzscherzchen hinaus.

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Dienstag, 29. September 2009

Auch wenn ich sie praktisch nie trage, bin auch ich im Besitz solcher Meinungsplättchen. (Ich hatte auch zu Lebzeiten der handtellergroßen Variante  schon drei Stück: »Mein Freund ist Ausländer«, »Gorleben soll leben« und »I ♥ Die Ärzte«) Jetzt habe ich ein paar zusammen gesucht, weil das schnieke Ding von nebenan in der Post war und jetzt weiß ich nicht so recht, wohin mit dem ganzen Blech. So am Mützchen, wie die noch jüngeren Genossen es gerne machen, geht natürlich gar nicht.

Buttons

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Das leicht vergrößerte Exemplar oben rechts, habe ich übrigens von fRemade persönlich zugesteckt bekommen, auch wenn ich mir ziemlich sicher bin, dass er nichts davon weiß.

Sachen, die mich von Sachen abhalten

Sonntag, 13. September 2009

Hegel

#nostalgie

Freitag, 11. September 2009

#nostalgie war heute vermutlich kein Top-Thema auf Twitter – gelesen habe ich es trotzdem hier und da. Gemeint sind verschiedene Dinge und beide haben kaum mit der #Todessehnsucht zu tun, auf die im Wörterbuch des trotz-allem-Wollenden eigentlich verwiesen sein sollte. Und die #Kunst? … hat wieder nur die alten Songs im Angebot. Immerhin:

Once in this old bar I sat alone on my chair
And I had another drink and I`ve looked into your eyes
And I`ve looked into your eyes that seem to be like stars
Just like stars

Later in this bar we had together our last drink
Then we went to your flat to might love to make love
Sleeping, sleeping…
Now in this old bar I`m alone again on my chair
`cause you left me next day, `cause you left me next day
And I`m looking for your eyes, looking for your eyes
That seem to be like stars, just like stars

Please give me my drink, `cause it`s the only way I know
To forget your eyes of stars to forget your eyes of stars

Sleeping, sleeping,… now.

… oder später.

Edit, um unnötiger Umsorgung vorzubeugen: Alles ist gut. Ich war gestern weder nostalgisch gestimmt, noch sonderlich todessehnsüchtig. Eigentlich wollte ich nur eine Watchmen-Watcherei am 11. September kommentieren, als mir die furchtbare Musik dazwischen kam. Dieses Wörterbuch sollte ich aber trotzdem bei Gelegenheit mal befüllen. ..

Geisterhaus, digital

Freitag, 11. September 2009

Vor sieben oder acht Jahren, als die erste Welle der Killerspiel-Hysterie von Columbine über Erfurt in mein eigenes Provinznest gerollt kam, war einer meiner Freund über Wochen damit beschäftigt, unsere Schule zu vermessen und abzufotografieren. Er hat Texturen für eine möglichst realitätsnahe Half-Life-Map unserer Schule gesammelt – ein Bedarf, den man einem passionierten Spieler kaum wird erklären müssen, der sich einer Restwelt auf der Suche nach Skandal und Ausnahmezustand aber ganz anders darstellen musste:

»Stets habe ich an einen Mehrspielerlevel, völlig ohne NPCs (Non-Player Characters = vom Programm gesteuerte Charaktere), gedacht – nie hingegen an ein Szenario, in dem man abschießbare Nachbildungen, real existierender Lehrer antrifft. Letztere Idee haben mir allerdings verblüffend viele Mitschüler kundgetan.«

Ich habe diese Map gestern zum ersten mal bespielt und kann die Triphaftigkeit dieser 20 Minuten kaum beschreiben. Anstatt es trotzdem zu versuchen, habe ich mich nun mit dem Designer dieses Geisterhauses verabredet, um seiner Schöpfung einen gemeinsamen Besuch abzustatten und auf dem Spaziergang über dies und das zu sprechen. Den dann traditionsgemäß doch nicht eingehaltenen Termin verkneife ich mir ausnahmsweise mal, einen kleinen Teaser gibt es aber schon:

Habe ich eigentlich …

Sonntag, 06. September 2009

.. diese Suppe schon erwähnt? Nicht, dass es da wirklich spannend wäre, aber immerhin ist mehr los als hier.

Es bleibt beim Input

Dienstag, 09. Juni 2009

Meine Biographen werden dereinst vermutlich die einzigen Menschen sein, die von den aktuellen Wochen noch genervter sein werden, als ich es heute bin. Vielleicht helfen die drafts im Nachlass bei der Erklärung, vielleicht auch nicht. Arbeit und Unistoff ergänzen sich jedenfalls ganz wunderbar dabei, mir nicht unbedingt die Zeit, ganz sicher aber den Nerv für Blog(s) und anderes zu rauben.

Die gute Seite der Geschichte ist allerdings, dass Bücherstapel und Guckliste sich in erstaunlichem Tempo verflüchtigen und sich dann irgendwann sicher auch wieder in Texte verwandeln werden. True Blood habe ich beispielsweise gesehen, Oscar Wilde gelesen und mir außerdem eine ganz schnieke Materialsammlung angelegt, auf deren Grundlage ich die Michael Ende »Debatte« von neulich noch einmal nachvollziehen möchte. Irgendwann dann.

Zeitvertreib

Dienstag, 26. Mai 2009

Auf der Arbeit liegt ein Taschenrechner herum, mit dem sich tolle Sachen anstellen lassen: Wie viel Geld verdiene ich in der Minute? Wie viele Lieder wird das Radio noch ausrotzen, bis ich nach Hause gehen kann? Bleibt noch Sekundenlohn über, wenn ich nebenher bei »uns« gekaufte Produkte verspreise? Ab welchem Esstempo futtere ich mich ins Minus. Sowas.

Es ist schwierig, über etwas anderes als die Arbeit zu schreiben, weil sie den Rest zur Zeit weitestgehend verdrängt. Die Arbeit selbst gibt nicht viel her, das nicht ohnehin jeder weiß (oder sich zumindest denken kann). Schlussendlich wohl wieder nur eine Frage der richtigen Worte – aber auch die scheinen so irrsinnig weit weg zu sein. Schlimm ist das eigentlich nicht – besonders interessant aber leider auch nicht.

Essen

Mittwoch, 06. Mai 2009

So richtig funktioniert hat es noch nicht mit dem versprochen Mehr an Text – zumindest nicht an der sichtbaren Oberfläche. Im Hintergrund habe ich ein paar Anläufe gestartet, dann aber doch alles wieder verworfen. Manches war mir zu schade für einen kurzen Text, das meiste eher zu blöd. Das Problem sind die Themen: Vieles von dem, was mir über die letzten Jahren wichtig war, wird zur Zeit gedreht, gewendet und (wenigstens zum Teil) aufgegeben, und die neuen Sachen haben sich noch nicht so recht ins Blogformat übersetzen lassen. Bleibt der Rückgriff auf das Bewährte. Ein Foto mit Nahrung drauf:
Pilze

Pilze in einer Pfanne

Mehr Text

Montag, 20. April 2009

Ich sollte wieder mehr schreiben, möchte wieder mehr schreiben und werde auch wieder mehr schreiben. Nur noch nicht unbedingt heute.