Archiv für die Kategorie 'Sachen machen'

Sachen, die mich von Sachen abhalten

Sonntag, 13. September 2009

Hegel

#nostalgie

Freitag, 11. September 2009

#nostalgie war heute vermutlich kein Top-Thema auf Twitter – gelesen habe ich es trotzdem hier und da. Gemeint sind verschiedene Dinge und beide haben kaum mit der #Todessehnsucht zu tun, auf die im Wörterbuch des trotz-allem-Wollenden eigentlich verwiesen sein sollte. Und die #Kunst? … hat wieder nur die alten Songs im Angebot. Immerhin:

Once in this old bar I sat alone on my chair
And I had another drink and I`ve looked into your eyes
And I`ve looked into your eyes that seem to be like stars
Just like stars

Later in this bar we had together our last drink
Then we went to your flat to might love to make love
Sleeping, sleeping…
Now in this old bar I`m alone again on my chair
`cause you left me next day, `cause you left me next day
And I`m looking for your eyes, looking for your eyes
That seem to be like stars, just like stars

Please give me my drink, `cause it`s the only way I know
To forget your eyes of stars to forget your eyes of stars

Sleeping, sleeping,… now.

… oder später.

Edit, um unnötiger Umsorgung vorzubeugen: Alles ist gut. Ich war gestern weder nostalgisch gestimmt, noch sonderlich todessehnsüchtig. Eigentlich wollte ich nur eine Watchmen-Watcherei am 11. September kommentieren, als mir die furchtbare Musik dazwischen kam. Dieses Wörterbuch sollte ich aber trotzdem bei Gelegenheit mal befüllen. ..

Geisterhaus, digital

Freitag, 11. September 2009

Vor sieben oder acht Jahren, als die erste Welle der Killerspiel-Hysterie von Columbine über Erfurt in mein eigenes Provinznest gerollt kam, war einer meiner Freunde über Wochen damit beschäftigt, unsere Schule zu vermessen und abzufotografieren. Er hat Texturen für eine möglichst realitätsnahe Half-Life-Map unserer Schule gesammelt – ein Bedarf, den man einem passionierten Spieler kaum wird erklären müssen, der sich einer Restwelt auf der Suche nach Skandal und Ausnahmezustand aber ganz anders darstellen musste:

»Stets habe ich an einen Mehrspielerlevel, völlig ohne NPCs (Non-Player Characters = vom Programm gesteuerte Charaktere), gedacht – nie hingegen an ein Szenario, in dem man abschießbare Nachbildungen, real existierender Lehrer antrifft. Letztere Idee haben mir allerdings verblüffend viele Mitschüler kundgetan.«

Ich habe diese Map gestern zum ersten mal bespielt und kann die Triphaftigkeit dieser 20 Minuten kaum beschreiben. Anstatt es trotzdem zu versuchen, habe ich mich nun mit dem Designer dieses Geisterhauses verabredet, um seiner Schöpfung einen gemeinsamen Besuch abzustatten und auf dem Spaziergang über dies und das zu sprechen. Den dann traditionsgemäß doch nicht eingehaltenen Termin verkneife ich mir ausnahmsweise mal, einen kleinen Teaser gibt es aber schon:

Habe ich eigentlich …

Sonntag, 06. September 2009

.. diese Suppe schon erwähnt? Nicht, dass es da wirklich spannend wäre, aber immerhin ist mehr los als hier.

Es bleibt beim Input

Dienstag, 09. Juni 2009

Meine Biographen werden dereinst vermutlich die einzigen Menschen sein, die von den aktuellen Wochen noch genervter sein werden, als ich es heute bin. Vielleicht helfen die drafts im Nachlass bei der Erklärung, vielleicht auch nicht. Arbeit und Unistoff ergänzen sich jedenfalls ganz wunderbar dabei, mir nicht unbedingt die Zeit, ganz sicher aber den Nerv für Blog(s) und anderes zu rauben.

Die gute Seite der Geschichte ist allerdings, dass Bücherstapel und Guckliste sich in erstaunlichem Tempo verflüchtigen und sich dann irgendwann sicher auch wieder in Texte verwandeln werden. True Blood habe ich beispielsweise gesehen, Oscar Wilde gelesen und mir außerdem eine ganz schnieke Materialsammlung angelegt, auf deren Grundlage ich die Michael Ende »Debatte« von neulich noch einmal nachvollziehen möchte. Irgendwann dann.

Zeitvertreib

Dienstag, 26. Mai 2009

Auf der Arbeit liegt ein Taschenrechner herum, mit dem sich tolle Sachen anstellen lassen: Wie viel Geld verdiene ich in der Minute? Wie viele Lieder wird das Radio noch ausrotzen, bis ich nach Hause gehen kann? Bleibt noch Sekundenlohn über, wenn ich nebenher bei »uns« gekaufte Produkte verspreise? Ab welchem Esstempo futtere ich mich ins Minus. Sowas.

Es ist schwierig, über etwas anderes als die Arbeit zu schreiben, weil sie den Rest zur Zeit weitestgehend verdrängt. Die Arbeit selbst gibt nicht viel her, das nicht ohnehin jeder weiß (oder sich zumindest denken kann). Schlussendlich wohl wieder nur eine Frage der richtigen Worte – aber auch die scheinen so irrsinnig weit weg zu sein. Schlimm ist das eigentlich nicht – besonders interessant aber leider auch nicht.

Essen

Mittwoch, 06. Mai 2009

So richtig funktioniert hat es noch nicht mit dem versprochen Mehr an Text – zumindest nicht an der sichtbaren Oberfläche. Im Hintergrund habe ich ein paar Anläufe gestartet, dann aber doch alles wieder verworfen. Manches war mir zu schade für einen kurzen Text, das meiste eher zu blöd. Das Problem sind die Themen: Vieles von dem, was mir über die letzten Jahren wichtig war, wird zur Zeit gedreht, gewendet und (wenigstens zum Teil) aufgegeben, und die neuen Sachen haben sich noch nicht so recht ins Blogformat übersetzen lassen. Bleibt der Rückgriff auf das Bewährte. Ein Foto mit Nahrung drauf:
Pilze

Pilze in einer Pfanne

Mehr Text

Montag, 20. April 2009

Ich sollte wieder mehr schreiben, möchte wieder mehr schreiben und werde auch wieder mehr schreiben. Nur noch nicht unbedingt heute.

Ein kleiner Ausnahmezustand

Freitag, 17. April 2009

Fast zehn Minuten haben wir gestern gebraucht, um in dem nervigen Geräusch jenseits des Fernsehers einen Feueralarm zu erkennen. Dann mit Hochdruck: Schuhe an, Fenster zu, (Achtung Geistesgegenwart:) Bier gegriffen und runter. Den Aufzug profimäßig nicht benutzt und statt dessen über zehn Stockwerke abwärts durch das Treppenhaus gesprintet. Auf den ersten paar Metern habe ich noch nach unten gestarrt und nach Flammen oder Rauch gesucht, bevor mein Verstand sich dann erfolgreich darauf eingeschossen hat, dass sich ein Blödmann am Alarmknopf vergriffen haben wird.

Im Treppenhaus ist der Alarm unerträglich laut – die Szene gespenstisch. Ein kleiner Junge kommt uns entgegen und will nicht mit nach unten: »Ich muss meinen Papa holen.« Immer noch kein Rauch in Sicht, also soll er machen – bei der Nachbetrachtung eine falsche Entscheidung. Nächstes mal wird das anders gehandhabt … Ein Stockwerk tiefer dann der nächste Fußgänger in der Gegenrichtung: »Gehn se wieder hoch – is ne Übung.« Beruhigt aber neugierig geht es weiter. Draußen ein Menschenauflauf, diverse Feuerwehrfahrzeuge und die mehr oder weniger souverän durchgeführte Bergung einer verletzten Person aus einem verrauchten Zimmer.

ÜbungseinsatzDie Übung durch das Telefon betrachtet

Es kommt niemand auf die Idee, den Alarm auszuschalten. Wie viele Rollstuhlfahrer und laufschwache Rentner mit Todesangst an den Treppenabsätzen der oberen Stockwerke gestrandet sind, weiß kein Mensch. Schlimmer noch: Es scheint auch niemanden zu interessieren. Auf das Problem angesprochen, verweist mich ein Feuerwehrmann auf die Hausmeisterin, die noch ein paar Minuten mit der Sirene ringen wird. Den Ernstfall auch nur zu denken, macht schlimme Bauchschmerzen.

Raubtierfütterung

Samstag, 11. April 2009

Ich komme nicht mit Katzen klar. Die erste will nur fressen, wenn die andere vorher was hatte. Diese wiederum verweigert die strategisch günstigen Futterplätze und verlangt ihren ekelhaften Fraß in Sichtweite zu den Mistviechern der Nachbarschaft. Auf mein mehrsprachiges Rufen reagieren grundsätzlich die falschen Tiere, die sich dann auch nur mit Hilfe mehrerer Wassereimer wieder entfernen lassen. Und so weiter und so fort.

Für heute habe ich es allerdings fast geschafft, und morgen wird zunächst die Ausrüstung parat gelegt: Drei gefüllte Eimer Wasser für die Nachbarn, eine Dose Stinkefutter, ein Atemschutz, damit ich von dem Geruch nicht kotzen muss, eine speziell gekennzeichnete Gabel, die unter keinen Umständen den Weg auf meinen Esstisch finden wird und ein dicker Handschuh gegen die Krallen.

Ich gebe zu, dass es größere Probleme auf der Welt geben mag. Für heute Abend bin ich mit diesem allerdings bereits voll ausgelastet gewesen.