Archiv für die Kategorie 'Sachen machen'

Bin kurz weg

Thursday, 03. July 2008

In ein paar Stunden geht es für mich nach Thüringen und damit auch weg vom Internet. Für diese Woche gibt es hier also nichts mehr zu lesen, keine freigeschalteten Kommentare und überhaupt. Ein schönes Wochenende und bis später!

Die Ruhe vor dem Sturm

Sunday, 29. June 2008

… ist gar nicht so ruhig. Auf dem Weg zurück nach Oldenburg werde ich heute drei mal gefragt, wo ich denn heute Fußball gucke. Schlimmer allerdings die Backpfeifengesichter, die sich eben diese Frage bereits beantwortet haben, und darum geschmückt und besoffen hinter mir im Zug sitzen: Raus aus dem Dorf, rein ins Stahlbad - nur nicht zurechnungsfähig beim Public Viewing aufschlagen!

Die fünf Flaumbärte führen im Zeitraffer vor, was Regression bedeutet. Anfangs lümmeln sie noch brav - fast verklemmt - auf dem Vierersitz; nach einem Bier und zwei Kurzen (Zitat eines Sechzehnjährigen: »Ich vertrag die Kurzen nicht mehr so wie früher!«) werden sie mutiger: Ein Kronkorken fliegt in meine Richtung und trifft. Ich nehme eine Flagge als Geisel und erbitte mir Ruhe, was für’s Erste auch funktioniert. Jetzt versichern sie sich gegenseitig, dass die gemeinsame Rückfahrt natürlich nur erfolgen wird, wenn man es nicht schaffen sollte, bei »einer geilen Fotze« in Bremen zu nächtigen. Zum Bier gibt es nun auch Musik: »Poldi - Poldi - Halleluja« und die anderen Fahrgäste werden zum Mitsingen aufgefordert (erfolglos).

Der Schaffner verzichtet darauf, seine sonst so geschätzte Ruhe einzufordern und belässt es debil grinsend bei einem »Prost!«. Die Rasselbande fühlt sich ermutigt und geht zu Deutschlevel II über: »Japsen« und »Pimmelweiber« auf dem Syker Bahnsteig werden mittels Fensterklopfern begrüßt. Ich denke noch über unblutige Lösungsansätze nach, als sich die allgemeine Aufmerksamkeit zwei knutschenden Jungs im Türvorraum zuwendet. Doch die aufkeimenden Pöbeleien werden von den »Bartleckern« selbst beendet. Ein einfaches »Alles klar?« gebietet Einhalt und bis Bremen ist Fressehalten angesagt.

Auf dem Bahnsteig werden sie wieder munter, aber meine Geschichte endet trotdzem an dieser Stelle, weil die Jungs schlagartig mit dem Mob verschmelzen und nicht mehr vom übrigen Pack zu unterscheiden sind. Wie es weiter geht, ist draußen auf der Straße oder live im TV zu verfolgen. Einen schönen Abend, allseits.

Zauberei von gestern

Sunday, 22. June 2008

Jaja, so war das damals: Wir haben viel Geld für diese lustigen Spielkarten ausgegeben und Spaß daran gehabt. Heute packen wir sie noch ein, zwei mal im Jahr aus und streiten argumentfrei über den Glücksanteil des Spiels.

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Magic the Gathering

Fear and Loathing

Monday, 16. June 2008

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Hier könnten meine grauenhaften Erlebnisse auf der just überlebten Einkaufstour nachzulesen sein. Später vielleicht. Immerhin konnte ich diese beiden wundervollen Produkte erwerben und bin wenigstens damit zufrieden.

Fußball

Thursday, 12. June 2008

Keine Lieder über die EM - zumindest nicht von mir. Lizas Welt hat eine EM-Kolumne, die man lesen kann, und Riot Propaganda hat bereits gesammelt. Dass mich dieser ganze Dreck nur noch ankotzt, wird vermutlich niemanden überraschen. Erklärungen gibt es keine. Verschwiegen werden soll allerdings nicht, dass es sich hier tatsächlich zum Großteil um eine Geschmacksfrage handelt, die gar nicht unbedingt politisch in Anschlag genommen werden muss. Wer darum allerdings glaubt, sich beim Public Viewing rumtreiben, und sich hinterher schlau von den Ekelfahnen distanzieren zu können, befindet sich im Irrtum.

Nachtrag (via creep): Der unerträgliche Franz Josef Wagner hat gestern ebenfalls Fußball gesehen:

»Zweite Halbzeit. Schnell fällt das 2:0. Dieser Schuss war für mich, wie wenn die Blumen nicht mehr blühen. Es ist die Illusion gestorben, dass wir eine große Mannschaft sind. Wir sind eine Mannschaft von Träumen der Fans.«

Jobsuche

Tuesday, 03. June 2008

Liebes Kapital,

Hiermit bewerbe ich mich auf einen Deiner Arbeitsplätze. Ich habe mich schon als Kind sehr für Waren interessiert und bin im produktiven und konsumtionellen Umgang mit ihnen geübt. Auch privat bin ich von Deinen Distributions- und Produktionsverhältnissen durchdrungen.

Ich schätze die über das Geld vermittelte Gewalt mehr als des Fürsten Peitsche und genieße Deine kulturindustriellen Stimulanzien für mein falsches Bewusstsein. Ich will Burger braten wie Spongebob Schwammkopf oder Verbrecher fangen wie Dirk Matthies - wo Du Dir Deinen Mehrwert holst, ist uns wohl beiden im Detail egal.

Am liebsten würde ich mich in Oldenburg ausbeuten lassen, aber dank meiner Entwurzelung von der Scholle (vielen Dank nochmal, übrigens!) wäre ich sonst auch flexibel. Ich würde mich freuen, wenn wir uns trotz Krise einmal persönlich unterhalten könnten, bevor ich mich am Ende mit Deinem Kumpel - dem Staat - auseinandersetzen muss; den finde ich nämlich eher nicht so toll.

Liebe Grüße
Dein Paule

Neue Flaggen braucht das Land

Monday, 02. June 2008

Ich war gerade auf Nationalflaggen.com, um zu überprüfen, ob die Bekloppten tatsächlich alle Tibet-Flaggen aufgekauft haben. Dem war zwar nicht so, aber dafür bin ich unter »historische Flaggen« auf folgendes Kleinod gestoßen, das ich in Zukunft auf all euren Demos sehen möchte:

c-doppelstander.png

Der C-Doppelstander

Oder habe ich mal wieder alles verpasst und das Ding ist schon längst auf den Straßen unterwegs?

Früher

Wednesday, 28. May 2008

Heute war ein schlechter Tag, auch wenn ich das erst vor wenigen Minuten bemerkt habe. Es war wahrscheinlich einfach nicht die beste Idee, mich an der trüben Mischung von früher-Musik, früher-Wein und Studi.VZ-Profilen von früher-Menschen zu besaufen, aber nun ist es zu spät. Ich bekomme den Gedankengang leider nicht mehr voreinander, der mich von Menschen, die heute tot sind, über andere, die ähnlich weit weg zu sein scheinen, bis zu dem hier geführt hat:

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Manches war immerhin lustig.

Zwar nur ein Scherz - aber immerhin ein ausgesprochen gelungener; jedenfalls für früher-Verhältnisse. Sauerkrauts Feed platzt mir mit einem Albtraum in den Gedanken. Immerhin ist sein Rechner (im Gegensatz zu meinem) schnell genug einsatzbereit. … Ich habe keine Lust mehr.

Alles wieder weg

Sunday, 25. May 2008

Ich habe mich gerade aus dem Bett gequält, um über einen üblen Albtraum zu schreiben, der mich gerade zum zweiten mal geweckt hat. Eine halbe Ewigkeit später ist der Rechner endlich hochgefahren und ich habe alles wieder vergessen. Es reicht nicht einmal mehr für ein Stichwort. Schade eigentlich. Ich leg mich wieder hin. …

Indy für Debile

Saturday, 17. May 2008

Während andere Leute an meinem “richtigen Rechner” sitzen, um ihre Diplomarbeiten zu drucken, trinke ich Bier im Nebenzimmer und erfreue mich am neuen Level des Indiana Jones Lego - Werbespiels. Ganz großer Spaß, auch wenn es im Grunde ziemlich dümmlich ist: Mit dem Mauscursor über Schätze fahren und gelegentlich auf rote oder grüne Dingsis klicken, um irgendwas zu peitschen oder zu springen. Das eigentliche Problem ist nur, wieder damit aufzuhören.