Archiv für die Kategorie 'Veranstaltungen'

Ab hier alleine tanzen

Dienstag, 10. August 2010

Sowas

Kommt von sowas

Der Rest der Geschichte steht bei Saalschutz aufm Blog.

Lynch im Museum

Donnerstag, 29. Oktober 2009

Wenn David Lynch nicht gerade Filme macht oder auf dem Teufelsberg »Universitäten des unbesiegbaren Deutschlands errichtet«, produziert er allerlei Kunst zum Angucken. Das Max Ernst Museum Brühl nennt sie »bildkünstlerischen Arbeiten« und stellt sie unter dem Titel Dark Splendor aus – vom 22.11.2009 bis zum 21.03.2010. Mehr dann später, wenn ich die Ausstellung gehen habe. …

[via]

Erinnerung an Teheran und Bremen

Mittwoch, 12. August 2009

Heute ist die Kundgebung in Bremen und in diversen anderen Städten. Mein Versuch, Zeit und Ort in Erfahrung zu bringen, war zwar nicht erfolglos, zwischendurch aber einigermaßen irritierend:

Googlesuche Teheran ist Bremen1, 2 oder 3

.. bis dann.

»Teheran ist Bremen«

Sonntag, 26. Juli 2009

Kundgebung in Bremen zum bundesweiten Aktionstag.

iranplakat»Nieder mit j9%hgf#Iran«

In diesem Zusammenhang soll dann auch noch schnell auf die Vorträge und Diskussion zum Verhältnis von iranischer Protestbewegung und Israelsolidarität in Berlin (8. August) hingewiesen werden.

Schanzenfest bei den anderen

Dienstag, 07. Juli 2009

Alle Jahre wieder gehe ich nicht aufs Schanzenfest – das war schon so, als ich noch in bequemer Fußmarschweite gewohnt habe und wird sich vermutlich auch nicht mehr ändern. Am Folgetag Indymedia zu lesen, kann ich mir dann allerdings doch nie verkneifen; wie in diesem verbrauchten Spruch mit dem Unfall und der Wegguckerei.

»Wir wollten doch nur …«, »Die Bullen!«, »Politisch, politisch, politisch, ein Fest!«. Tatsächlich spannend ist es dann erst in der bloggenden Nachbarschaft geworden: Der Starblog ist über die »Mutantenarmee tätowierter Autonomenriesen« ganz klein und sentimental geworden, die Riotpropaganda zu Recht entrüstet und informativ über die Verhältnismäßigkeit eutiner Mittel und der zornige Lasterfahrer hat Bild und Ton von dem Spuk.

Konferenztexte in der neuen Bahamas

Freitag, 10. April 2009

Hätte ich geahnt, dass Justus Wertmüller noch auf H. G. Wells’ Zeitmaschine zu sprechen kommen würde, hätte ich die ideologiekritische Konferenz der Bahamas vermutlich nicht so frühzeitig wegen eines versprochenen Abendessens verlassen.

Das Arkadien, das sich der Europäer herbeiwünscht, ist ohne die Morlocks nicht zu haben. Das Delegieren der Selbstverwaltung an ein ewiges Prinzip, das der Kritik entzogen ist, gebiert Menschenfresser.

Dieser Text (und einige andere, derer Lesungen ich dank der gruseligen Anreise nur im Halbschlaf folgen konnte) ist vor ein paar Tagen in der neuen Ausgabe der Bahamas veröffentlicht worden. Wer ebenfalls müde oder gar nicht anwesend war, kann nun nachlesen, was dort vorgetragen wurde.

Die Sehnsucht nach dem Ausnahmezustand

Donnerstag, 29. Januar 2009

Die Bahamas lädt zu einer »ideologiekritischen Konferenz« über die Krise und die Freunde dieser neuen revolutionäre Situation ein: Die Sehnsucht nach dem Ausnahmezustand – am 28. Februar in Berlin. Im letzten Teil des Textes steht, warum die Konferenz keine »antideutsche« ist. Später vermutlich mehr dazu.

Der Hauptmann von Muffrika

Samstag, 24. Januar 2009

Für den ausgesprochen unwahrscheinlichen Fall, dass meine neuen Nachbarn hier schon mitlesen, gibt es jetzt einen Kinohinweis für das mittelschöne Emsland. (Die freundlichen Berlinerinnen und Berliner von sonst sollen dann eben die DVD kaufen): Der Hauptmann von Muffrika läuft am Montag um 20.00 Uhr im Centralkino Lingen.

Deutsch-niederländisches Grenzgebiet kurz vor Kriegsende. Bei heftigen Rückzugsgefechten verliert der 19jährige Gefreite der Fallschirmjäger, Willi Herold, die Verbindung zu seiner Einheit. Allein auf sich gestellt macht er einen Zufallsfund: In einem zerschossenen PKW entdeckt er eine unversehrte Hauptmannsuniform. Diese Chance läßt er sich nicht entgehen. Blitzartig vollzieht sich die Verwandlung des Gefreiten zum Luftwaffenoffizier. Auf dem Weg durchs Emsland sammelt er andere versprengte Soldaten ein und bildet aus ihnen seine eigene Einheit. Ihm ist klar, daß er diese Niemandem unterstellen wird. Er nennt sie wahlweise »Kampfgruppe Herold«, »Standgericht Herold« oder »Leibgarde Herold« Es ist eine Einheit für »Sonderaufgaben«. Am 11. April erreicht die Truppe das bei Papenburg gelegene Strafgefangenenlager Aschendorfermoor.

Diese »mörderische Köpenickade« erzählt (nicht nur) emsländische Regionalgeschichte, wird von mir am Montag gesehen und danach dann besprochen.

Solidarität mit Israel

Freitag, 09. Januar 2009

Ein kurzer Hinweis auf die Solidaritätskundgebung für Israel am Samstag, den 17. Januar (18.00 Uhr) auf dem Ida-Ehre-Platz (Mönckebergstraße) in Hamburg. Nach all den Gruselveranstaltungen der letzten Tage wird das aber langsam auch Zeit.

Bereits am kommenden Sonntag (11. Januar) lässt sich in Berlin demonstrieren, was auch ohne »mehr denn je« immer noch richtig und wichtig ist: Uneingeschränkte Solidarität mit dem Staat Israel, seinen Bewohnern und seinen Streitkräften, ohne die es erstere längst nicht mehr geben würde.

Konferenz: She Saved the World – A Lot

Samstag, 06. Dezember 2008

Eine Woche ist sie nun schon her, die Berliner Buffy-Konferenz mit dem Titel ‘She Saved the World – A Lot‘. Zuppi hat bereits berichtet, ansonsten ist es eher still geblieben, obwohl doch recht viele Blogbetexter vor Ort waren. Meine eigene Nachbereitung ist an nicht vorhandenen Mitschriften und der immer noch knappen Zeit gescheitert. Hier jetzt nur schnell die wenigen Bruchstücke, die eine leider recht chaotische Woche überstanden haben:

Im recht gut besuchten Roten Salon der Berliner Volksbühne gab es fünf Vorträge und eine Podiumsdiskussion über Buffy the Vampire Slayer. Soweit ich weiß, sind alle Veranstaltung (inkl. reger Publikumsdiskussionen) mitgeschnitten worden, und sollen – wie möglicherweise auch ein Buch zur Veranstaltung – demnächst veröffentlicht werden. Ich werde mir die Zusammenfassungen aus dem Gedächtnis darum ersparen, und noch ein wenig bei dem Drumherum bleiben.

Genauer: Bei der Frage, was das eigentlich für Leute sind, die so eine Konferenz besuchen. Linke / gesellschaftskritische / kommunistische Buffyfans größtenteils, aber auch andere. In den Diskussionen stellte sich heraus, dass einige Besucher Buffy nur vom Vorbeizappen kannten und eher aus Neugierde gekommen waren. Da die Buffylinke bei ihrem ersten öffentlichen Treffen darauf verzichtet hat, ein Grundsatzprogramm vorzulegen, bin ich mir allerdings nicht so sicher, ob diese Neugier auch tatsächlich gestillt wurde.

Als das Abschlusspodium aus dem Publikum heraus gefragt wurde, worin der Unterschied zwischen »unserer« Buffy-Rezeption und derjenigen der ideologisch denkenden Massen bestünde, bekam der selbsternannte Nichtbürger gleich zwei Antworten. Zunächst gab es eine Entwarnung: Die Zuschauerzahlen der Serie seien genau dann eingebrochen, als es wirklich interessant und kritisch wurde. Die zweite Antwort traf den Punkt dann besser: »Wir« mögen Buffy aus dem gleichen Grund wie »die«, sind uns gar nicht so unähnlich und schätzen Buffy nicht obwohl es Fernsehen ist, sondern weil es gutes Fernsehen ist.

Soweit die sympathische Positionierung. Man könnte fairerweise noch dazu sagen, dass dieses »wir« sich vorher bereits über etwas sonderbare Abgerenzungversuche gegenüber der bürgerlichen Buffy Studies (die den meisten Menschen wahrscheinlich schon rätselhaft genug sein werden) eingeschlichen hatte.

Um es kurz zu machen: Es gab verschiedene sehr spannende Überlegungen zu  der Fernsehserie (und ihrer Fortsetzung im Comic), die sich zentral mit der Spaltung der Welt ins Phantastische und den Alltag zwischen Schule, Beruf und Beziehung befasst haben. In welchem Verhältnis Monstergeprügel und kapitalistischer Normalbetrieb zueinander stehen, war die eine Frage – welche Rolle die Kulturindustrie als (selbst reflektierter) Ursprung dieser Erzählung spielt, die zweite.

Es ist schon sonderbar, wie unvollständig so ein Text ohne die obligatorische Entschuldigung für (oder meinetwegen auch Erklärung der) eigenen Begeisterung für Buffy wirkt. Ich belasse es trotzdem erstmal dabei und vertage das Inhaltliche auf den nächsten Anlass – auf die Lektüre des Buches zum Bespiel.