Archiv für die Kategorie 'Veranstaltungen'

Gegen Standpunktdenken

Donnerstag, 17. März 2011

Lars Quadfasel referiert am 19. April bei der Antinationalen Gruppe Bremen über den Gegenstandpunkt und dessen »Argumente«:

Gegen Standpunktdenken
Zur Kritik des Marxismus-Positivismus von MG und Gegenstandpunkt

Sicherlich hat sowohl die Welt als auch die deutsche Linke Schlimmeres hervorgebracht als die selige »Marxistische Gruppe« und ihr Nachfolgeprojekt, die Zeitschrift Gegenstandpunkt. Ihre Anhänger betreiben weder Globalisierungskritik noch Volxküchen, kritisieren Linksnationalismus und Proletkult und haben auch für Demokratie, Menschenrecht, Weltfrieden und ähnlich Herzerwärmendes nicht arg viel übrig. Wenn es aber allemal Schlimmeres gibt, so doch wenig Nervigeres als die patenten Jungs mit dem unverwechselbaren Jargon. Denn mögen sie auch noch so ernsthaft Theorie betreiben – heraus kommt stets nur die sattsam bekannte Armada zeitlos »tauglicher Argumente«, welche, einmal eingeleuchtet, sich zu jedem nur denkbaren Gegenstand (und am besten im Dialekt der bayrischen Chefdenker) abspulen lassen.
Das große Versprechen des GSP, mit ein paar Schulungen direkten Wegs zum absoluten marxistischen Wissen, bezeichnet eben zugleich seine größte Schwäche. Das vollständige System der kapitalistischen Gesellschaft, fertig ausgebreitet auf ein paar hundert Seiten »Resultate«-Bände, eliminiert notwendig jeden Begriff vom Kapital als prozessierenden Widerspruch. Was dem Rechnung trägt, die dialektischen Kategorien der »Realabstraktion« und der »negativen Vergesellschaftung«, gar die paradoxe Rede von den »metaphysischen Mucken der Ware« und vom Kapital als »automatischem Subjekt«, kann der GSP, weil es in seinen Kategorienapparat nicht passt, bloß noch als ‚Dichtung‘ denunzieren. Weil das Kapital aber, ob‘s dem Gegenstandpunkt passt oder nicht, prozessierender Widerspruch ist, zerlegt es noch das ausgeklügelteste System. [...]

infoladen bremen | st.pauli str.10 | 19.30

Ab hier alleine tanzen

Dienstag, 10. August 2010

Sowas

Kommt von sowas

Der Rest der Geschichte steht bei Saalschutz aufm Blog.

Lynch im Museum

Donnerstag, 29. Oktober 2009

Wenn David Lynch nicht gerade Filme macht oder auf dem Teufelsberg »Universitäten des unbesiegbaren Deutschlands errichtet«, produziert er allerlei Kunst zum Angucken. Das Max Ernst Museum Brühl nennt sie »bildkünstlerischen Arbeiten« und stellt sie unter dem Titel Dark Splendor aus – vom 22.11.2009 bis zum 21.03.2010. Mehr dann später, wenn ich die Ausstellung gehen habe. …

[via]

Erinnerung an Teheran und Bremen

Mittwoch, 12. August 2009

Heute ist die Kundgebung in Bremen und in diversen anderen Städten. Mein Versuch, Zeit und Ort in Erfahrung zu bringen, war zwar nicht erfolglos, zwischendurch aber einigermaßen irritierend:

Googlesuche Teheran ist Bremen1, 2 oder 3

.. bis dann.

»Teheran ist Bremen«

Sonntag, 26. Juli 2009

Kundgebung in Bremen zum bundesweiten Aktionstag.

iranplakat»Nieder mit j9%hgf#Iran«

In diesem Zusammenhang soll dann auch noch schnell auf die Vorträge und Diskussion zum Verhältnis von iranischer Protestbewegung und Israelsolidarität in Berlin (8. August) hingewiesen werden.

Schanzenfest bei den anderen

Dienstag, 07. Juli 2009

Alle Jahre wieder gehe ich nicht aufs Schanzenfest – das war schon so, als ich noch in bequemer Fußmarschweite gewohnt habe und wird sich vermutlich auch nicht mehr ändern. Am Folgetag Indymedia zu lesen, kann ich mir dann allerdings doch nie verkneifen; wie in diesem verbrauchten Spruch mit dem Unfall und der Wegguckerei.

»Wir wollten doch nur …«, »Die Bullen!«, »Politisch, politisch, politisch, ein Fest!«. Tatsächlich spannend ist es dann erst in der bloggenden Nachbarschaft geworden: Der Starblog ist über die »Mutantenarmee tätowierter Autonomenriesen« ganz klein und sentimental geworden, die Riotpropaganda zu Recht entrüstet und informativ über die Verhältnismäßigkeit eutiner Mittel und der zornige Lasterfahrer hat Bild und Ton von dem Spuk.

Konferenztexte in der neuen Bahamas

Freitag, 10. April 2009

Hätte ich geahnt, dass Justus Wertmüller noch auf H. G. Wells’ Zeitmaschine zu sprechen kommen würde, hätte ich die ideologiekritische Konferenz der Bahamas vermutlich nicht so frühzeitig wegen eines versprochenen Abendessens verlassen.

Das Arkadien, das sich der Europäer herbeiwünscht, ist ohne die Morlocks nicht zu haben. Das Delegieren der Selbstverwaltung an ein ewiges Prinzip, das der Kritik entzogen ist, gebiert Menschenfresser.

Dieser Text (und einige andere, derer Lesungen ich dank der gruseligen Anreise nur im Halbschlaf folgen konnte) ist vor ein paar Tagen in der neuen Ausgabe der Bahamas veröffentlicht worden. Wer ebenfalls müde oder gar nicht anwesend war, kann nun nachlesen, was dort vorgetragen wurde.

Die Sehnsucht nach dem Ausnahmezustand

Donnerstag, 29. Januar 2009

Die Bahamas lädt zu einer »ideologiekritischen Konferenz« über die Krise und die Freunde dieser neuen revolutionäre Situation ein: Die Sehnsucht nach dem Ausnahmezustand – am 28. Februar in Berlin. Im letzten Teil des Textes steht, warum die Konferenz keine »antideutsche« ist. Später vermutlich mehr dazu.

Der Hauptmann von Muffrika

Samstag, 24. Januar 2009

Für den ausgesprochen unwahrscheinlichen Fall, dass meine neuen Nachbarn hier schon mitlesen, gibt es jetzt einen Kinohinweis für das mittelschöne Emsland. (Die freundlichen Berlinerinnen und Berliner von sonst sollen dann eben die DVD kaufen): Der Hauptmann von Muffrika läuft am Montag um 20.00 Uhr im Centralkino Lingen.

Deutsch-niederländisches Grenzgebiet kurz vor Kriegsende. Bei heftigen Rückzugsgefechten verliert der 19jährige Gefreite der Fallschirmjäger, Willi Herold, die Verbindung zu seiner Einheit. Allein auf sich gestellt macht er einen Zufallsfund: In einem zerschossenen PKW entdeckt er eine unversehrte Hauptmannsuniform. Diese Chance läßt er sich nicht entgehen. Blitzartig vollzieht sich die Verwandlung des Gefreiten zum Luftwaffenoffizier. Auf dem Weg durchs Emsland sammelt er andere versprengte Soldaten ein und bildet aus ihnen seine eigene Einheit. Ihm ist klar, daß er diese Niemandem unterstellen wird. Er nennt sie wahlweise »Kampfgruppe Herold«, »Standgericht Herold« oder »Leibgarde Herold« Es ist eine Einheit für »Sonderaufgaben«. Am 11. April erreicht die Truppe das bei Papenburg gelegene Strafgefangenenlager Aschendorfermoor.

Diese »mörderische Köpenickade« erzählt (nicht nur) emsländische Regionalgeschichte, wird von mir am Montag gesehen und danach dann besprochen.

Solidarität mit Israel

Freitag, 09. Januar 2009

Ein kurzer Hinweis auf die Solidaritätskundgebung für Israel am Samstag, den 17. Januar (18.00 Uhr) auf dem Ida-Ehre-Platz (Mönckebergstraße) in Hamburg. Nach all den Gruselveranstaltungen der letzten Tage wird das aber langsam auch Zeit.

Bereits am kommenden Sonntag (11. Januar) lässt sich in Berlin demonstrieren, was auch ohne »mehr denn je« immer noch richtig und wichtig ist: Uneingeschränkte Solidarität mit dem Staat Israel, seinen Bewohnern und seinen Streitkräften, ohne die es erstere längst nicht mehr geben würde.